Die Lawine kommt ins Rollen: Britischer Wetterdienst reduziert Erwärmungsprognose bis 2020 drastisch

Der britische Wetterdienst hat nun als eine der ersten wichtigen Organisationen die Reißleine gezogen und seine Erwärmungsprognose bis 2020 drastisch reduziert. Nach anderthalb Jahrzehnten Erwärmungsstopp wurden nun beim UK Met Office offensichtlich die Modelle überprüft und die Idee eines unmittelbar bevorstehenden globalen Hitzschubes aufgegeben (siehe Bericht auf Tallbloke’s Talkshop). Während in der alten Prognose bis zum Ende des Jahrzehnts noch fast ein halbes Grad dazukommen sollte, geht man nun davon aus, dass die Temperatur ziemlich stabil bleibt bzw. lediglich ein Zehntelgrad ansteigt (Abbildungen 1 und 2).

Abbildung 1: Alte Prognose des Britischen Wetterdienstes (Quelle: Tallbloke’s Talkshop).

 

Abbildung 2: Neue Prognose des Britischen Wetterdienstes (Quelle: Tallbloke’s Talkshop).

 

Einen schön animierten Vorher-Nachher-Vergleich hat Bob Tisdale erstellt (Abbildung 3). Wer’s genauer wissen will, findet hier auch eine detaillierte Diskussion der beiden Prognosen.

 

Abbildung 3: Vorher-Nachher-Vergleich der alten und neuen UK Met Office Temperaturprognose. Quelle: Bob Tisdale

 

Hartmut Graßl und James Hansen wird dies gar nicht gefallen. Ihre legendären Hitzeprognosen verlieren damit weiter Rückhalt in der heutigen Wissenschaft (siehe unsere Blogbeiträge “Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern” und “Was ist eigentlich aus James Hansens Temperaturvorhersage von 1988 geworden? Zeit für eine Überprüfung“).