Erleichterung bei der NASA: Problemforscher James Hansen ist jetzt in Rente

Einer der fragwürdigsten Akteure der Klimawandeldebatte ist Anfang April 2013 mit 72 Jahren schließlich in den Ruhestand getreten. Erstaunliche 46 Jahre hatte James Hansen an ein und demselben Institut, dem NASA-eigenen Goddard Institute for Space Studies in Manhattan, gearbeitet. Nun nahm er seinen Hut. Bei der NASA herrschte angesichts der Pensionierung Erleichterung, wie Hansen selber gegenüber der New York Times einräumte. Schon seit langem hatten Hansens ehemaliger Arbeitgeber wie auch zahlreiche Fachkollegen in Hansens klimaalarmistischem Aktionismus einen nicht lösbaren Interessenskonflikt bezüglich seiner wissenschaftlicher Arbeit zur globalen Temperaturentwicklung der letzten Jahrzehnte erkannt (siehe auch unseren Blogartikel: Wer ist James Hansen?).

Innerhalb der letzten Jahre wurde zudem immer klarer, dass Hansens überzogene Temperaturprognosen an der Realität weit vorbeigeschossen sind (siehe unseren Blogbeitrag “Was ist eigentlich aus James Hansens Temperaturvorhersage von 1988 geworden? Zeit für eine Überprüfung“). Ebenfalls fiel auf, dass das von Hansen geleitete Institut immer wieder an historischen Temperaturmessdaten herumdoktorte. Interessanterweise “korrigierte” die ehemalige Hansen-Mannschaft die Temperaturen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in vielen offiziellen Messreihen nach unten, während neuere Messwerte eher nach oben korrigiert wurden (siehe unseren Blogartikel “Die wunderbare Welt der Temperaturdaten-Korrekturen: Und plötzlich hatte sich der Trend ins Gegenteil verkehrt…“). Auf diese Weise wurde die globale Erwärmung virtuell weiter verschärft, was möglicherweise nötig wurde, weil die Temperaturen in den letzten 15 Jahren im krassen Gegensatz zu den apokalyptischen Hansen-Prognosen nicht weiter angestiegen sind.

Was will Hansen nun mit der vielen freien Zeit anfangen? Der New York Times hat Hansen seine überraschenden Pläne mitgeteilt. Da er während seiner aktiven Zet als Staatsdiener nicht gegen die Regierung juristisch vorgehen durfte, will er sich nun, da diese Beschränkung durch seinen Ruhestand entfallen ist, in nächster Zeit an gerichtlichen Klagen gegen die US-Regierung beteiligen. Darin soll es um das angebliche Versäumnis des Staates gehen, die Klimagasemissionen nicht wirksam eingedämmt zu haben. Dieser Plan ist umso verwunderlicher, da die Treibhausemissionen in den USA durch den Schiefergas-Boom mittlerweile auf den niedrigsten Stand seit 1994 gefallen sind. Auch die Tatsache, dass Hansen in der Vergangenheit mehrfach bei klimaaktivistischen Protesten festgenommen wurde, trägt nicht gerade dazu bei, Zweifel an Hansens wissenschaftlicher Redlichkeit zu zerstreuen. Mit dem Abgang Hansens endet für die NASA ein unrühmliches Kapitel im Bereich der Klimawissenschaften, die durch die unseriöse und unsensible Tätigkeit des Forschers nachhaltig Schaden erlitten haben.

 

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