Hamburg Port Authority scheint den Klimaprognosen nicht zu trauen und bestellt größere Eisbrecher

Kronen Zeitung am 23. Januar 2016:

Klimawandel schuld? Zehntausende tote Seevögel an Alaskas Küste
An Alaskas Küste werden seit einigen Wochen Zehntausende verhungerte Trottellummen angeschwemmt. Biologen vermuten, dass das Massensterben der Seevögel durch den Klimwandel verursacht wird: Der Ozean ist zu warm, wodurch die Nahrung für die Tiere knapp wird. [...] Die Ursache für das Massensterben vermuten die Wissenschaftler in einer Warmwasserblase vor der nordwestamerikanischen Küste. Seit 2013 verdrängt sie Meeresorganismen, die nur in kaltem Wasser überleben – was zu einer Verschiebung in der Nahrungskette führt und schlussendlich die Trottellummen treffen könnte, deren Fischgründe leer bleiben. Sie müssen länger fliegen oder finden gar keine Nahrung mehr – und verhungern schlussendlich.

Mal wieder der böse Klimawandel. Aber ist er wirklich Schuld an der Warmwasserblase und ihrer Folgen für die Seevögel? Der Hinweis auf den Beginn der Blase 2013 deutet eher auf Wetter als Klima hin. Hat es vielleicht früher schon einmal ähnliche Warmwasserblasen in der Region gegeben, handelt es sich also vielleicht vielmehr um ein zyklisches Phänomen? Oder hat der El Nino damit zu tun?

Einige Tage zuvor hatte Spektrum der Wissenschaft sehr viel seriöser über das Phänomen berichtet:

Ornithologie: Rätselhaftes Massensterben im Pazifik
An Alaskas Küsten treiben zehntausende Seevögel tot an. Die Ursachen sind noch weitgehend unklar.

Erfrischenderweise fällt im Spektrum-Artikel der Begriff ‘Klimawandel’ mit keiner Silbe. Vielmehr wird nach echten Ursachen gesucht:

Die auch Blob genannte Fläche warmen Wassers hängt wahrscheinlich nicht mit dem Super-El-Niño zusammen, der gegenwärtig weiter südlich die Temperaturverhältnisse durcheinanderbringt: Die Blase entwickelte sich bereits früher und hängt vielleicht eher mit langfristigen Schwankungen der Oberflächentemperaturen im Ozean zusammen. El Niño verschärft die Situation aber womöglich: Nach einem starken Sturm im Dezember mit warmen Südwinden trieben besonders viele tote Lummen an Land.

CNN erläutert, dass es ähnliche Massensterben leider schon in der Vergangenheit gegeben hat:

The scientists also say that die-offs aren’t uncommon. One in 1993 was estimated at 100,000 murres. There was one in 1997 — during an El Niño — that affected several types of birds. At that time scientists also focused on warm water and the lack of food.

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Es gibt mindestens eine Institution in Deutschland, die offenbar nicht an den Klimawandel mit stetig steigenden Temperaturen, auch im Winter, glaubt: Die hamburgische Hafenverwaltung HPA. Sie traut den fragwürdigen Hitzeszenarien der Klimawarner nicht. In der Januar-Ausgabe der Zeitschrift „Binnenschiffahrt“ (01/2016, S.30-31) ist u.a. zu lesen:

„Die Hamburg Port Authority (HPA) hat von der Hitzler Werft die ersten beiden von insgesamt vier Eisbrechern geliefert bekommen. … ´Die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens muss stets sichergestellt sein´, sagt Wirtschaftssenator Frank Horch. … Gegenwärtig befinden sich … zwei weitere Eisbrecher … für die Hamburger im Bau. Deren Ablieferung ist für August bzw. November 2016 geplant“.  Den nächsten Eiswinter möchte man bei HPA nicht unterschätzen, was wohl auch dazu führte, dass die neuen Eisbrecher „anders als die jüngst in Dienst gestellten Fahrzeuge … größer (werden)“.

Glückwunsch zu dieser Weitsicht!

 

 

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Die kanadische University of Waterloo warnte am 26. Januar 2016 in einer Pressemitteilung davor, die Gesundheitsrisiken von Windkraftanlagen zu unterschätzen:

Recognizing health concerns in wind energy development a key recommendation in new study

As wind energy development blossoms in Canada and around the world, opposition at the community level is challenging the viability of the industry. A new study with research from the University of Waterloo, published in Nature Energy, identifies four major factors leading to disputes over wind farms, and offers recommendations on avoiding disagreements.

The research project focuses on the province of Ontario. It lists socially mediated health concerns, distribution of financial benefits, lack of meaningful engagement and failure to treat landscape concerns seriously, as the core stumbling blocks to a community’s acceptance of wind energy development. “There has been debate over whether reported negative health outcomes in nearby residents are valid” says Tanya Christidis, a PhD researcher at Waterloo’s School of Planning, who contributed to the study by looking specifically at the health impacts section in the publication. “Regardless of whether or not people are sick from wind turbine noise or from social factors they deserve to be acknowledged if renewables are going to become a key part of our future energy mix.”

The study makes recommendations for all four identified major areas of dispute. For community members who feel the distribution of financial benefits is unfair, it recommends the province, which is constitutionally responsible for managing all energy resources within its territory, mandate more community-level decision-making and ownership. It also recommends increased transparency and compensation distribution for everyone in a community. The study suggests that Ontario’s approval process does not encourage enough meaningful engagement. Acknowledging that this is difficult to mandate, its recommendation is that improvements in this area should still be pursued.

Finally, the study recommends greater consideration for the impact on landscapes, and in particular changes to the cultural landscapes of areas with wind energy development. Over the past decade global wind energy capacity has increased eight-fold. Ontario, with a population of close to 13 million people and land area of 1.1 million km2 is approximately equivalent in population, size and contracted wind energy capacity (5,700 vs 6, 200 MW) 2 to Sweden and Norway combined. Research for the report was assembled by researchers, from Waterloo. York University, Western University, Queen’s University, University of Ottawa as well as Trent University. The study is unique as it also includes a community representative and a wind industry advocate engaged in the Ontario wind energy industry.