Quittung für den blinden Klimaalarm: Medieninteresse am jüngsten IPCC-Bericht nur gering

Die Klimaalarm-Masche zieht nicht mehr. Die Leute haben den blinden Alarm durchschaut und haben genug. Die Profiteure der Klimaangst machen sich nun ernsthafte Sorgen um die Zukunft. Klimainstitute fürchten, dass ihnen in Zukunft die Forschungsgelder beschnitten werden. Zeitungen wollen nur ungern ihre aufregenden Klimaalarmstories verlieren. Und Versicherungen bangen um ihre Extremwetterpolicen. Das Deutsche Klimakonsortium (DKK) richtete kürzlich einen Workshop aus, um das schwindende öffentliche Interesse am eigenen Thema zu diskutieren. Im Newsletter fasst das DKK die Ergebnisse der Veranstaltung zusammen:

DKK-Workshop: „Wie geht heute (noch) Klima-Kommunikation?“
Am 16. September [2014] hatte sich der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit des DKK zu einem internen Workshop zu heutigen Möglichkeiten und Herausforderungen der Klima-Kommunikation zusammengefunden. Hintergrund war die Beobachtung, dass sich die Medienaufmerksamkeit weg von der Analyse des Klimawandels hin zu den Lösungsmöglichkeiten  und den gesellschaftlichen Herausforderungen des Klimawandels verschoben habe. Dies wurde an dem ungleich schwächeren Medieninteresse am jüngsten IPCC-Klimabericht (AR 5) im Vergleich zum sieben Jahre zuvor erschienenen AR 4 deutlich, wie die Leiterinnen und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der verschiedenen Forschungsinstitute feststellten. Je ein Impuls aus der Perspektive der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Ute Kreis, Universität Hamburg, und Dr. Annette Kirk, Max-Planck-Institut für Meteorologie) aus der Perspektive eines Wissenschaftlers (Dr. Dirk Notz, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Meteorologie) und eines Journalisten (Christopher Schrader, Süddeutsche Zeitung) gaben die Vorlage für eine lebhafte Diskussion.

Das Interesse am 5. IPCC-Bericht war gering. Das hat sich der IPCC vermutlich selber zuzuschreiben, da er nicht in der Lage ist, sich der neuen Forschungslage anzupassen und die CO2-Klimasensitivität gemäß den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu reduzieren. Interessant ist, dass Christoph Schrader von der Süddeutschen Zeitung in den IPCC-Kreis offenbar bestens integriert ist. Regelmäßig müssen wir an dieser Stelle über seine klimaalarmistisch gefärbte Berichterstattung schimpfen. Und auch Dirk Notz ist hartgesottener IPCC-Jünger, über dessen fragwürdige Studien wir hier schon gestolpert sind (siehe “Hamburger Max-Planck-Institut mit fragwürdiger Beweisführung zum arktischen Meereis“).

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Immer mehr Wissenschaftler melden sich nun aktiv zu Wort und gehen mit dem IPCC und seinen Katastrophenszenarien hart ins Gericht. Aktuellstes Beispiel ist der Ökologe Daniel Botkin, emeritierter Professor Emeritus des Department of Ecology, Evolution, and Marine Biology an der University of California Santa Barbara. Auf der Webseite des National Parks Traveller veröffentlichte er am 26. Oktober 2014 einen bemerkenswerten Essay:

Climate Is Changing, And Some Parks Are Endangered, But Humans Aren’t The Cause

For those of us who love our national parks and are confronted daily with media, politicians, and pundits warning us of a coming global-warming disaster, it’s only natural to ask what that warming will mean for our national parks. This is exactly what the well-known Union of Concerned Scientists discuss in their recent report, National Landmarks at Risk: How Rising Seas, Floods, and Wildfires Are Threatening the United States’ Most Cherished Historic Sites.

I’ve done research since 1968 on the possibility of human-caused global warming and its possible ecological effects, and have published widely on this topic, discussing possible effects on biodiversity and on specific endangered species as well as on forests, cities, and historical evidence of Arctic sea ice change. I’ve also been involved in the development of some aspects of some climate models, and having developed a computer model of forests that is one of the principal methods used to forecast global warming effects on vegetation, I sought out the UCS report with great interest.

[...]

What Should be Done About Sea Level Rise and Wildfires and Our National Parks?

As I have shown, observations do not support the claim that our activities are currently warming the globe. Does this mean that we should stop worrying about climate change? Of course not. Because sea level has been rising for thousands of years, the encroachment of ocean waters and damage from ocean storms have been problems for coastal structures, which we have just ignored. We have to face up to these. But arguing about whether this is our fault or not is beside the point and detracts us away from doing anything useful, as we focus instead of what can best be called a fairy-tale debate. The same must be said about wildfires. For decades, experts on wildfires have been calling for improved management of America’s forests, and the need remains important. We must remember Frederick Law Olmsted’s approach to designing the Back Bay Fens— solve the problem, do not waste your time arguing if we are to blame. However, global warming has become the sole focus of so much environmental discussion that it risks eclipsing much more pressing and demonstrable environmental problems. The major damage that we as a species are doing here and now to the environment is not getting the attention it deserves. We need to keep in mind the reality of Nature, which I have portrayed in a replacement for Smokey Bear: Morph the Moose.

Ganzen Artikel auf der Webseite des National Parks Traveller lesen.

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Mitte Oktober 2014 berichteten wir an dieser Stelle über ein neues Klimaschutzstipendien-Programm der Alexander von Humboldt-Stiftung. Dabei soll ausländischen Nachwuchswissenschaftlern ein einjähriger Forschungsaufenthalt in Deutschland ermöglicht werden – eine Vorbereitung auf die Zeit der bald sprudelnden Klimakompensationszahlungen. Man kann davon ausgehen, dass wohl nur jene Anträge erfolgreich sein werden, die eine möglichst klimaalarmistische Richtung verfolgen.

Nun erreichte uns die Nachricht, dass sich ein deutscher Hochschulprofessor aus der AvH-Emaildatenbank hat streichen lassen, da ihm die klimaalarmistische Richtung missfiel. Im Folgenden der (anonymisierte) Briefwechsel im Original:

Von: xxx

Gesendet: Freitag, 24. Oktober 2014 15:09

An: Pressestelle Humboldt-Stiftung

Betreff: newsletter abbestellen

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

bitte streichen Sie meine email-Adresse vom Newsletter-Verteiler. Meine Kritik an der Alexander von Humboldtstiftung betrifft die “Klimaschutzstipendien”. Ich kann nicht unterstuetzen, dass die Pseudowissenschaft nun auch bei der AvH-Stiftung Einzug gehalten hat. In der Physikalischen Chemie und auch in der Experimentalphysik gibt es kein einziges Experiment, das den “Treibhauseffekt” belegen koennte.

Damit handelt es sich streng genommen nur um ein “Treibhausmodell”, das bis heute experimentell nicht bewiesen wurde und offenbar auch in Computer-Simulationen nicht abgebildet werden kann, da diese den Eiszuwachs am Nordpol und die seit nun 18 Jahren stillstehende Erwärmung nicht modellieren konnten. Die “Klimaschutzmassnahmen” beruhen auf der Annahme, die Erde wäre ein Schwarzer Strahler (zu meiner Zeit lernten wir in der Physik noch, dass es keine Schwarzen Strahler gibt), auf einer falschen Berechnung der “mittleren Erdtemperatur”, auf dem Ignorieren des adiabtischen Höhengradienten der Temperatur und auf der Annahme, die “Treibhausgase” wären für die natürliche Erwärmung von -18 °C auf ca. +15 °C verantwortlich. Nicht einmal das lässt sich in Experimenten beweisen.

Von diesem Unsinn distanziere ich mich in aller Deutlichkeit und moechte der AvH-Stiftung daher in keinster Weise mehr zur Verfügung stehen.

Mit freundlichem Gruss

Die Alexander von Humboldtstiftung antwortete dem Hochschullehrer wie folgt:

Sehr geehrter Herr Prof. xy,

Ihre Rückmeldung haben wir erhalten und mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Natürlich werden wir Sie wie gewünscht aus dem Verteiler unseres Newsletters streichen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich trotz Ihrer grundsätzlichen Kritik doch noch einmal zwei Minuten Zeit nehmen könnten, um den Inhalt und das Ziel des Internationalen Klimaschutzstipendienprogramms zur Kenntnis zu nehmen. Es geht in diesem Programm darum herausragend qualifizierte Nachwuchsführungskräfte aus Entwicklungs- und Schwellenländer die in der Wissenschaft, der Wirtschaft, Verwaltungen oder Ministerien mit den Themen Klimawandel/ Anpassung an den Klimawandel befasst sind nach Deutschland einzuladen, um ihnen zu ermöglichen Kooperationen mit Partnern in Deutschland aufzubauen und sich untereinander zu vernetzen.  Die Intention des Bundesumweltministeriums, das das Programm finanziert, ist es frühzeitig Führungspersonen aus Entwicklungs- und Schwellenländern an Deutschland zu binden, die in den internationalen Verhandlungen und bi- und multilateralen Kooperationen zum Thema Klimawandel der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen werden. Weitergehende Informationen auch zu den geförderten Personen und deren Projekten finden Sie auf unserer Internetseite unter: http://www.humboldt-foundation.de/web/iks.html

Unabhängig von Ihrer Position zu diesem Programm stehen Ihnen selbstverständlich weiterhin alle Fördermöglichkeiten der Humboldt-Stiftung offen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Ihre internationalen Forschungskooperationen auch in Zukunft weiterhin unterstützen könnten.

Mit freundlichen Grüßen