Linguistische Analyse der IPCC-Zusammenfassungen bemängelt schlechte Lesbarkeit: Zufall oder Berechnung?

Deutschlandradio Kultur hat sich nun doch einen Ruck gegeben und stellte auch der klimarealistischen Seite Sendezeit zur Verfügung, um Argumente zu präsentieren. Am 26. Februar 2016 brachte Deutschlandradio ein hörenswertes Interview mit Josef Reichholf:

Der Zoologe Josef Reichholf: Können wir den Klimawandel gelassener sehen?

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Ein Forscherteam um Ralf Barkemeyer hat die IPCC-Zusammenfassungen für politische Entscheider einer linguistischen Untersuchung unterzogen. Dabei fiel den Wissenschaftlern die auffällig schlechte Lesbarkeit im Vergleich zu Fachpublikationen und populärwissenschaftlichen Artikeln auf. Hier der Abstract der Arbeit, die im Oktober 2015 in Nature Climate Change herauskam:

Linguistic analysis of IPCC summaries for policymakers and associated coverage
The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Summary for Policymakers (SPM) is the most widely read section of IPCC reports and the main springboard for the communication of its assessment reports. Previous studies have shown that communicating IPCC findings to a variety of scientific and non-scientific audiences presents significant challenges to both the IPCC and the mass media. Here, we employ widely established sentiment analysis tools and readability metrics to explore the extent to which information published by the IPCC differs from the presentation of respective findings in the popular and scientific media between 1990 and 2014. IPCC SPMs clearly stand out in terms of low readability, which has remained relatively constant despite the IPCC’s efforts to consolidate and readjust its communications policy. In contrast, scientific and quality newspaper coverage has become increasingly readable and emotive. Our findings reveal easy gains that could be achieved in making SPMs more accessible for non-scientific audiences.

Was steckt hinter der schlechten Lesbarkeit? Zufall oder Berechnung? Möchte man vielleicht gar nicht, dass Laien die Zusammenfasungen vollständig verstehen, da ansonsten das Klimakatastrophengebäude ins Wanken geraten könnte? Es ist ein bekanntes Phänomen, dass unbequeme Fakten gerne hinter einer Kauderwelsch-Wand versteckt werden. Eine gute Nachfolgeuntersuchung wäre auch, inwiefern die Zusammenfassungen für politische Entscheider eigentlich die Inhalte der Hauptkapitel korrekt und ausgewogen wiedergeben. Es ist bereits mehrfach aufgefallen, dass wichtige relativierende Aspekte in den Zusammenfassungen einfach unter den Tisch fallen.

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Wenn man über ‘Lehrerfortbildung zum Klimawandel’ liest, dann schwirren sofort unangenehme Assoziationen durch den Kopf: Breitet sich hier der Klimaalarmismus Top-Down wie ein Geschwür aus? Wird die klimaalarmistische Regierungslinie durch geeignete prominente Anchor-Men an die wichtigsten Multiplikatoren der Nation, nämlich die Lehrer, weitergegeben, die dann wiederum das Gedankengut flächendeckend unseren Kindern in der Schule lehren?

Im Februar 2016 war es wieder soweit. Die Akademie für Raumforschung und Landesplanung meldete auf ihrer Webseite den Vollzug einer Klima-Fortbildungsmaßnahme:

Mit Wissen Zukunft gestalten: Fortbildung zu Herausforderungen des Klimawandels
Am 10.2.2016 fand am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der LUH eine Fortbildung für Lehrkräfte zum Thema „Klimawandel als globale und lokale Herausforderung“ statt. Diese verdeutlichte die Notwendigkeit einer gesellschaftlichen Transformation hin zu verantwortungsbewusstem Handeln für eine nachhaltige Entwicklung. Das Thema entspricht dem Anliegen des aktualisierten und erweiterten Orientierungsrahmens für den Lernbereich Globale Entwicklung (hrsg. von KMK/BMZ 2015). Die Fortbildung sollte neben Einblicken in fachliche Vertiefungen auch didaktisch-methodische Impulse liefern.

Die große Transformation, Zerschlagung des Kapitals, nachhaltig, verantwortungsbewusst. Beim BS-Bingo waren die Felder schnell alle angekreuzt. Die Befürchtungen haben sich leider voll bestätigt. Und auch die unvermeidliche Gallionsfigur der klimaalarmistischen Bewegung war natürlich mit dabei. Zwischen einem Vortrag in der Sparkasse Hintertupfing und einer Abendveranstaltung bei den Hobbyhäklern in Altötting quetschte Mojib Latif gerade noch seinen Keynote-Speaker-Vortrag bei der Fortbildung dazwischen.

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