Neue Studie in den Geophysical Research Letters: Steigender CO2-Gehalt lässt die Wüsten ergrünen

Der Anstieg des CO2-Gehalts in der Erdatmosphäre wird die Erde in eine der größten Katastrophen aller Zeiten stürzen. Die Erde wird sich überhitzen, und die Wüsten werden sich allmählich immer weiter ausdehnen. Dies zumindest erklären uns immer wieder prominente Klimaaktivisten und setzen dabei einen unheimlich ernsten und besorgten Gesichtsausdruck auf.

Ein australisches Forscherteam um Randall Donohue hat nun einmal die Behauptung, dass die Welt angeblich immer mehr verwüstet, näher unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse der im Juni 2013 in den Geophysical Research Letters erschienenen Studie brachten jedoch eine handfeste Überraschung: Die globale Vegetation ist überhaupt nicht am verdursten, sondern ganz im Gegenteil, die grüne Pflanzenbedeckung des Globus hat sich in den letzten 30 Jahren sogar um 11% ausgedehnt, insbesondere in den Wüsten, wie Satellitenmessungen belegen. Und das ist noch nicht alles: Als Ursache der globalen Ergrünung in den letzten Jahrzehnten sehen die Wissenschaftler den Düngeeffekt durch den angestiegenen CO2-Gehalt der Atmosphäre, wie sie durch Modellierungen zeigen konnten. Das Teufelsgas CO2 als Lebensspender - kurz vor Veröffentlichung des neuen IPCC-Klimaberichts wagte kaum eine deutsche Zeitung über die aufsehenerregende neue Studie berichten. Lediglich Ulli Kulke machte hier mit einem Beitrag im Welt-Blog Donner + Doria eine Ausnahme. Auf EIKE erschien zudem die Übersetzung eines iTWire Beitrags von Stan Beer. Auch investors.com berichtete. Im Folgenden die Kurzfassung des Originalartikels aus den Geophysical Research Letters:

Satellite observations reveal a greening of the globe over recent decades. The role in this greening of the “CO2 fertilization” effect—the enhancement of photosynthesis due to rising CO2 levels—is yet to be established. The direct CO2 effect on vegetation should be most clearly expressed in warm, arid environments where water is the dominant limit to vegetation growth. Using gas exchange theory, we predict that the 14% increase in atmospheric CO2 (1982–2010) led to a 5 to 10% increase in green foliage cover in warm, arid environments. Satellite observations, analyzed to remove the effect of variations in precipitation, show that cover across these environments has increased by 11%. Our results confirm that the anticipated CO2 fertilization effect is occurring alongside ongoing anthropogenic perturbations to the carbon cycle and that the fertilization effect is now a significant land surface process.  

 

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