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Rote Karte für Klimaretter: Wissenschaftler wehrt sich gegen alarmistische Berichterstattung zu seiner Meeresspiegelstudie auf den Salomonen Inseln

Der bekannte Meteorologe Donald Bäcker bietet auf seiner Webseite einen lesenswerten Beitrag zum Klimawandel an. Hier ein Auszug:

Klimaforschung ist unglaublich schwierig und heutzutage nur mit sehr hoher Rechenleistung stemmbar. Bekanntlich ist jedes Modell fehlerbehaftet und so hat sich herausgestellt, dass man nicht nur das Kohlendioxid als “Klimakiller” verantwortlich machen kann. Vor 12 Jahren wurden durch einige Klimaforscher extrem kalte und schneereiche Winter definitiv ausgeschlossen. Auch die angekündigte Versteppung Mitteleuropas zur Sommerzeit läßt auf sich warten – ganz im Gegenteil – wir kämpfen eher mit Hochwasserproblemen. Anhänger der “Sonnenaktivitätstheorie” werden gern von anderen Klimaforschern belächelt und als unseriös bezeichnet. Aber warum muss jemand unseriös sein, der zu einer abweichenden Erkenntnis gekommen ist? Scheinbar wird die Aktivität der Sonne und der kosmischen Strahlung auf die Wolkenbildung unter- und die Wirkung von CO2 deutlich überschätzt. Der Motor des Wetters ist und bleibt die Sonne sowie das Treibhausgas Nummer 1, nämlich der Wasserdampf. Die Konzentration des CO2 in der Luft ist seit dem Jahr 2000 weiter gestiegen, die globale Mitteltemperatur aber um rund 0,2 Grad zurückgegangen! Die Abkühlung ist beachtlich, wenn man bedenkt, dass die Erwärmung seit ca. 1850 “nur” 0,7 bis 0,8 Grad betragen hat! Die Ursache könnte eine deutlich “ruhigere” Sonne sein und lässt statt einer Erwärmung eher eine weitere Abkühlung erwarten, die Mitte dieses Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreichen könnte.

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Der Klimaretter ist bekannt dafür, dass er ungeprüft Klimaalarm in seinem Blog übernimmt. Wieso Fakten checken, wenn es doch so klimagruselig schön ist? Am 8. Mai 206 war es wieder soweit:

Schon fünf Salomonen-Inseln versunken
Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel. Dass kleine Inselstaaten dadurch akut in ihrer Existenz bedroht sind, ist nicht länger etwas, das erst in einigen Jahrzehnten passieren wird. Fünf Inseln der Salomonen im Pazifik sind bereits komplett vom Meer überflutet. Auf sechs weiteren ist die Erosion schon so weit fortgeschritten, dass Häuser im Meer versunken sind. Weitere 21 sind hoher Wellenenergie ausgesetzt, sodass ihnen ein ähnliches Schicksal wahrscheinlich bald bevorsteht. Das ergab eine australische Studie, die im Fachmagazin Environment Research Letters veröffentlicht wurde.

Hartgesottene können hier beim Klimaretter weiterlesen.

Dabei war der Klimaretter natürlich nicht allein. Eine ganze Reihe anderer Postillen bliesen in das gleiche Horn. Die verzerrte und alarmistische Darstellung der Forschungsresultate ging den Autoren der Studie jedoch mächtig auf die Nerven. Sie wandten sich an die Öffentlichkeit und distanzierten sich von den reißerischen Schlagzeilen à la Klimaretter. The Guardian berichtete am 10. Mai 2016:

Headlines ‘exaggerated’ climate link to sinking of Pacific islands
Report’s author says many media outlets have misinterpreted the science by conflating sea-level rise with climate change.
Links between climate change and the sinking of five islands in the Pacific Ocean have been exaggerated, the author of a widely reported new study has said. The report, published on Friday, tracked the shapeshifting of 33 reef islands in the Solomon Islands between 1947 and 2014. It found that five had been washed away completely and six more had been severely eroded. The study blamed the loss on a combination of sea-level rise and high wave energy. Many media outlets, including the Guardian, jumped to the conclusion that the islands were lost to climate change. But this largely misinterprets the science, according to the study’s author, Dr Simon Albert. “All these headlines are certainly pushing things a bit towards the ‘climate change has made islands vanish’ angle. I would prefer slightly more moderate titles that focus on sea-level rise being the driver rather than simply ‘climate change’,” Albert told the Guardian.

Weiterlesen in The Guardian

Auch der Examiner korrigierte das schiefe Bild:

 Sinking Solomon Islands and climate link ‘exaggerated’, admits study’s author
A new study published in Environmental Research Letters shows that some low-lying reef islands in the Solomon Islands are being gobbled up by “extreme events, seawalls and inappropriate development, rather than sea level rise alone.” Despite headlines claiming that man-made climate change has caused five Islands (out of nearly a thousand) to disappear from rising sea levels, a closer inspection of the study reveals the true cause is natural, and the report’s lead author says many of the headlines have been ‘exaggerated’ to ill-effect.

Dr. Simon Albert, the report’s co-author told the Guardian today that numerous media outlets, like the Washington Post and NY Times and Think Progress, have misinterpreted their work by trying to link sea level rise with climate change. According to Albert, the researchers did not study climate change and how it influences shoreline erosion and submersion of certain low-lying islands.

That didn’t stop numerous mainstream media outlets from jumping to the erroneous conclusion that these five sunken islands were further proof of climate change. This completely misconstrues the actual science and what the study really says, Albert said. “The links between climate change and the sinking of five islands in the Pacific Ocean have been exaggerated,” he says.

Weiterlesen im Examiner

Siehe auch Beiträge auf WUWT hier, hier und hier.

 

Unerwartetes Resultat einer ETH-Studie: US-Festland nahm trotz Dürre Kohlenstoff auf

Es ist schön, dass sich die Klimaaktivisten auch einmal selber auf die Schippe nehmen können. Ein schönes Beispiel am 23. Apeil 2016 im Klimaretter-Blog:

Grüner fliegen
[...] Wer benutzt im Münchner Rathaus wie oft das böse Flugzeug? Vielleicht sogar erster Klasse wie einst der “Protz”-Bischof Tebartz van Elst? Wer ist der größte Öko- und Klimaschädling am Marienplatz? Die Antwort ist einerseits überraschend, anderseits aber auch nicht: Es sind die Grünen. Sie fliegen mit Abstand am häufigsten, viel öfter als die Mitglieder der anderen Fraktionen. 23 Flüge gingen laut SZ 2014 auf das Konto der Öko-Stadträte, die Mitglieder der fast doppelt so großen SPD-Fraktion gingen nur halb so oft in die Luft, die CSU noch weniger.

Ganze Kolumne auf Klimaretter lesen.

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Lesenswerter Artikel von Peter Heller am 2. Mai 2016 im ScienceSkepticalBlog:

Als ich Schellis Buch bekam

Zwei Dinge habe ich gelernt, als ich letzte Woche Schellis Buch bekam. Einerseits weiß ich jetzt, wie man ihn dazu bekommt, eine Einladung auch anzunehmen. Und andererseits ist mir nun endlich klar, warum man Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joachim Schellnhuber überhaupt einlädt.

Wie Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok in seiner Laudatio erläuterte, ist Schelli ein vielbeschäftigter Mann. Der um den ganzen Erdball jettet und deswegen nie die Zeit hatte, diverse örtliche Vereine, Verbände und Initiativen trotz intensiven Nachfragens mit seiner Anwesenheit zu beehren. Aber der Begriff „Laudatio“ deutet schon auf den Trick hin, den man letztlich erfolgreich anwendete. Man verleihe dem Leiter des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung einfach einen Preis. Dann kommt er garantiert. Und wenn es nur der „enercity-Energie-Effizienzpreis für Norddeutschland 2016 in der Kategorie Wissenschaft“ ist. „Enercity“ – das sind schlicht die Stadtwerke Hannover, deren Preis tatsächlich genau so heißt und auch genau so geschrieben wird. Geehrt wurden übrigens eigentlich zwei Unternehmen – ein großes und ein kleines – für durchaus handfeste technische Innovationen. Logisch wäre nun gewesen, in der Kategorie Wissenschaft einen Forscher aus den zahlreichen ortsansässigen ingenieurtechnischen Fakultäten auszuzeichnen. Würdige Arbeiten aus Bereichen wie Maschinenbau oder Antriebstechnik hätte es genug gegeben. Welche Beiträge aber Schellnhuber zur Verbesserung der Energieeffizienz leistete, blieb den Rest der Veranstaltung über unklar.

Stattdessen bezeichnete ihn die neue Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke, Susanna Zapreva, in ihrer Begrüßungsrede als Nobelpreisträger.

Weiterlesen im ScienceSkepticalBlog

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Die ETH Zürich berichtete am 25. April 2016 über ein gänzlich unerwartetes Resultat:

Festland nahm trotz Dürre Kohlenstoff auf
Forscher zeigen auf: Der warme Frühling 2012 in den USA sorgte dafür, dass Pflanzen mehr Kohlenstoff aufnahmen und so die Verluste der darauf folgenden Dürre während des Sommers kompensierten.

Das Frühjahr 2012 war in den USA das wärmste seit Beginn der Messaufzeichnungen. Nahtlos schloss ein Sommer an, der trockener und heisser war als alle anderen Sommer seit den 1930er Jahren, einer Zeit, die als «Dust Bowl» in die Geschichtsbücher einging. Unter Dürre und Hitze litt 2012 nahezu das ganze Festland der USA.

Klimaforscherinnen befürchteten, dass diese Wetterkapriole vor vier Jahren das Festland der USA wegen der Sommerdürre in eine Kohlenstoff-Quelle verwandelten, wie dies in Europa während des Hitzesommers 2003 der Fall war. In einem normalen Jahr nehmen Ökosysteme mehr Kohlenstoff aus der Luft auf als dass sie abgeben. Sie sind deshalb eine Senke – was für das Weltklima wichtig ist. Das hat mit den Pflanzen zu tun, die bei der Fotosynthese Kohlendioxid (CO2) für ihr Wachstum aufnehmen und in Form von Biomasse sowie im Boden speichern. Ökosysteme kompensieren dadurch ein Drittel des vom Menschen verursachten CO2-Ausstosses.

Eine Gruppe von Forschenden aus den USA, Australien, den Niederlanden und von der ETH Zürich zeigen nun, dass das Festland der USA 2012 trotz der Dürre eine Kohlenstoffsenke blieb. Die Studie wurde soeben in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Die Forschenden fanden heraus, dass der warme Frühling Bäume, Gräser und Nutzpflanzen früher spriessen und wachsen liess. Dadurch nahmen die Ökosysteme aus der Luft mehr Kohlenstoff auf als in einem «normalen» Frühling.

Während der anschliessenden Dürre hingegen nahmen die Ökosysteme weniger Kohlenstoff auf als üblich, da die Pflanzen wegen der Trockenheit und der Hitze nicht mehr wuchsen. Dennoch blieb die Kohlenstoff-Bilanz unter dem Strich positiv. «Das Plus an aufgenommenem Kohlenstoff im warmen Frühjahr kompensierte das Minus in der Aufnahme während der Dürre», sagt ETH-Forscher Sebastian Wolf, der die Studie geleitet hat.

Grasländer geben bei Dürre CO2 ab

Über das gesamte Festland betrachtet, entpuppten sich die grossflächigen Wälder der Appalachen als besonders effektive Kohlenstoffsenken. Diese nahmen insbesondere im Frühling viel zusätzlichen Kohlenstoff auf und blieben während den Sommermonaten von starken Dürre-Effekten verschont. Die Grasländer des Mittleren Westens hingegen nahmen zwar im warmen Frühling ebenfalls mehr Kohlenstoff auf, jedoch deutlich weniger während der Sommerdürre, nachdem die Vegetation verdorrt war.

Zudem wurden die Dürre und Hitze im Sommer 2012 in den USA wahrscheinlich durch eine Rückkopplung des warmen Frühlings verstärkt, wie die Wissenschaftler herausfanden: da die Pflanzen zeitiger wuchsen, verbrauchten sie auch früher im Jahr die Wasserreserven im Boden. Dies machte die Ökosysteme im Sommer anfälliger für die Trockenheit. Und weil das Wasser fehlte, mussten die Pflanzen ihre Spaltöffnungen zeitiger schliessen.

Solange Pflanzen genügend Wasser haben, halten sie die Spaltöffnungen auf ihren Blättern offen, um mit der Luft CO2, Wasserdampf oder Sauerstoff auszutauschen. Sobald es an Wasser mangelt, schliessen Pflanzen die Spaltöffnungen. Dadurch verdunstet auch weniger Wasserdampf und der kühlende Effekt durch die Verdunstung bleibt aus. So verstärkt sich die Hitze und damit auch der Stress für die Pflanzen.

Einmalige Kombination von Messdaten

Für ihre Auswertung kombinierten Wolf und Kollegen verschiedene Daten. So flossen Messungen von Umweltfaktoren an 22 Standorten in den USA in die Studie ein. In diesen Ökosystemen massen die Forscher mit speziellen Messtürmen auf standardisierte Weise und kontinuierlich während mindestens fünf Jahren mehrere Umweltparameter, wie Temperatur, Bodenfeuchte, Niederschlag sowie die Kohlendioxid- und Wasserflüsse zwischen den Ökosystemen und der Atmosphäre.

Mit Messungen der Satellitenplattform MODIS konnten die Wissenschaftler ausserdem die CO2-Aufnahme der Pflanzendecke über die gesamten USA bestimmen. Zusätzlich wurden Messungen des CO2-Gehalts von bis zu 300 Meter hohen Türmen mit Modellen kombiniert, um die CO2-Aufnahme aus Sicht der Atmosphäre abzuschätzen.

Dank einer geschickten Kombination dieser verschiedenen Daten konnten die Forscher schliesslich den Kohlenstofffluss des gesamten Festlands der USA während dem Jahr 2012 berechnen.

 

Himmlisches Teamwork: Wie die UV-Strahlung über die Stratosphäre das Klima an der Erdoberfläche beeinflusst

Die Sonne? Die habe doch gar keinen Einfluss auf das Klima. Daran wird zumindest in Klimaalarmistenkreisen stark geglaubt. Eine neue Studie vom 28. April 2016 aus den Geophysical Research Letters bringt das Weltbild nun endgültig ins Wanken. Forscher konnten zeigen, dass Änderungen der solaren UV-Strahlung im Monatsmaßstab einen deutlichen Einfluss auf die Temperaturen in den unteren Wetterstockwerken in den Tropen haben. Hier der Abstract der Arbeit von L. L. Hood von der Univeristy of Arizona in Tucson:

Lagged response of tropical tropospheric temperature to solar ultraviolet variations on intraseasonal time scales
Correlative and regression analyses of daily ERA-Interim reanalysis data for three separate solar maximum periods confirm the existence of a temperature response to short-term (mainly ∼27 day) solar ultraviolet variations at tropical latitudes in both the lower stratosphere and troposphere. The response, which occurs at a phase lag of 6–10 days after the solar forcing peak, consists of a warming in the lower stratosphere, consistent with relative downwelling and a slowing of the mean meridional (Brewer-Dobson) circulation, and a cooling in the troposphere. The midtropospheric cooling response is most significant in the tropical Pacific, especially under positive El Niño–Southern Oscillation conditions and may be related to a reduction in the number of Madden-Julian oscillation events that propagate eastward into the central Pacific following peaks in short-term solar forcing.

Thomas et al. fanden solar-gesteuerte Tempersaturveränderungen in der Mesosphäre, die sie im November 2015 im Journal of Atmospheric and Solar-Terrestrial Physics beschrieben:

Solar-induced 27-day variations of mesospheric temperature and water vapor from the AIM SOFIE experiment: Drivers of polar mesospheric cloud variability
Polar Mesospheric Clouds (PMCs) are known to be influenced by changes in water vapor and temperature in the cold summertime mesopause. Solar variability of these constituents has been held responsible for 11-year and 27-day variability of PMC activity, although the detailed mechanisms are not yet understood. It is also known that the solar influence on PMC variability is a minor contributor to the overall day-to-day variability, which is dominated by effects of gravity waves, planetary waves, and inter-hemispheric coupling. To address this issue, we have analyzed 15 seasons of data taken from the Solar Occultation for Ice Experiment (SOFIE) on the Aeronomy of Ice in the Mesosphere (AIM) satellite. The SOFIE data contain precise measurements of water vapor, temperature and ice water content (among other quantities). These high-latitude measurements are made during the PMC season at the terminator, and therefore directly relate to the simultaneous measurements of mesospheric ice. Using a composite data set of Lyman-α irradiance, we correlated the time variation of the atmospheric variables with the 27-day variability of solar ultraviolet irradiance. We used a combination of time-lagged linear regression and Superposed Epoch Analysis to extract the solar contribution as sensitivity values (response/forcing) vs. height. We compare these results to previously published results, and show that the temperature sensitivity is somewhat higher, whereas the water sensitivity is nearly the same as published values. The time lags are shorter than that expected from direct solar heating and photodissociation, suggesting that the responses are due to 27-day variations of vertical winds. An analytic solution for temperature changes forced by solar irradiance variations suggests that if the response is due purely to Lyman-α heating and Newtonian cooling, the response should vary throughout the summertime season and depend primarily upon the height-dependent column density of molecular oxygen.

Einen spürbaren Klimaeinfluss von solaren UV-Schwankungen berichteten auch Ball et al. in einer Studie, die am 25. Januar 2016 in Nature Geoscience erschien. Interessantes Resultat: Die Modelle können die Realität nicht reproduzieren. Hier der Abstract:

High solar cycle spectral variations inconsistent with stratospheric ozone observations
Solar variability can influence surface climate, for example by affecting the mid-to-high-latitude surface pressure gradient associated with the North Atlantic Oscillation1. One key mechanism behind such an influence is the absorption of solar ultraviolet (UV) radiation by ozone in the tropical stratosphere, a process that modifies temperature and wind patterns and hence wave propagation and atmospheric circulation2, 3, 4, 5. The amplitude of UV variability is uncertain, yet it directly affects the magnitude of the climate response6: observations from the SOlar Radiation and Climate Experiment (SORCE) satellite7 show broadband changes up to three times larger than previous measurements8, 9. Here we present estimates of the stratospheric ozone variability during the solar cycle. Specifically, we estimate the photolytic response of stratospheric ozone to changes in spectral solar irradiance by calculating the difference between a reference chemistry–climate model simulation of ozone variability driven only by transport (with no changes in solar irradiance) and observations of ozone concentrations. Subtracting the reference from simulations with time-varying irradiance, we can evaluate different data sets of measured and modelled spectral irradiance. We find that at altitudes above pressure levels of 5 hPa, the ozone response to solar variability simulated using the SORCE spectral solar irradiance data are inconsistent with the observations.

Die lange vernachlässigte Verknüpfung zwischen der Schwankungen der Sonnenaktivität und klimatischen Veränderungen an der Meeresoberfläche, Troposphäre und Stratosphäre beschrieben auch Yamakawa et al. im März 2016 im Fachblatt Quaternary International:

Relationships between solar activity and variations in SST and atmospheric circulation in the stratosphere and troposphere
Relationships between solar activity and variations in both sea surface temperature (SST) and atmospheric circulation at the time of the solar maximum are presented. The global distribution of correlation coefficients between annual relative sunspot numbers (SSN) and SST from July to December was examined over a 111-year period from 1901 to 2011. Areas with a significant positive correlation accounted for 11.7% of the global sea surface in December, mainly over three regions in the Pacific. The influence of solar activity on global atmospheric pressure variations and circulation in the maximum years was also analyzed from 1979 to 2011. The results indicated that higher geopotential height anomalies tended to appear in the stratosphere and troposphere in the northern hemisphere, centering on around the Hawaiian Islands from November to December, in the second year of the solar maximum. The SST distribution in the Pacific with strong north and south Pacific Highs produced a pattern that resembled teleconnection patterns such as the Pacific Decadal Oscillation (PDO) and the Central-Pacific (CP) El Niño, or El Niño Modoki (ENM). It is suggested that the solar activity had an influence on the troposphere via not only the stratosphere but also the sea surface.

In eine ähnliche Richtung geht eine Arbeit von Reichler et al., die bereits 2012 in Nature Geoscience erschienen war: (weiterlesen …)

Neue Studie in Nature Climate Change: Wissen schützt vor Klimaangst

Eine am 25. April 2016 in Nature Climate Change veröffentlichte Studie von Shi und Kollegen wartet mit einem hochinteressanten Resultat auf: Je besser sich Menschen mit den physikalischen Zusammenhängen des Klimawandels auskennen, desto geringer ist ihre Angst vor einer Klimakatastrophe. Im Abstract heißt es:

Higher levels of knowledge about the causes of climate change were related to a heightened concern. However, higher levels of knowledge about the physical characteristics of climate change had either a negative or no significant effect on concern.

Schlechte Zeiten für die Prediger der Klimakatastrophe. Wer sich ein bisschen für das Thema interessiert und einarbeitet, kann sich vor den schlimmen Gedanken der Weltuntergangsprofeten schützen. Mitdenken ausdrücklich erwünscht.

Mit Dank für den Hinweis an WUWT.

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Im Zuge der Klimawandel-Forschungswelle tauchen immer wieder köstliche Blüten auf. Eine davon erschien am 18. Januar 2016 in Nature Climate Change. Ein Team um de Oliveira Silva untersuchte die Rindfleischproduktion in Brasilien. Das nicht ganz überraschende Resultat: Wenn große Waldflächen zur Schaffung von Rinderweiden abgeholzt werden müssen, ist dies nicht nachhaltig. Besser ist die Rinderhaltung ohne Waldvernichtung. Eureka! Hier der Abstract:

Increasing beef production could lower greenhouse gas emissions in Brazil if decoupled from deforestation
Recent debate about agricultural greenhouse gas emissions mitigation highlights trade-offs inherent in the way we produce and consume food, with increasing scrutiny on emissions-intensive livestock products1, 2, 3. Although most research has focused on mitigation through improved productivity4, 5, systemic interactions resulting from reduced beef production at the regional level are still unexplored. A detailed optimization model of beef production encompassing pasture degradation and recovery processes, animal and deforestation emissions, soil organic carbon (SOC) dynamics and upstream life-cycle inventory was developed and parameterized for the Brazilian Cerrado. Economic return was maximized considering two alternative scenarios: decoupled livestock–deforestation (DLD), assuming baseline deforestation rates controlled by effective policy; and coupled livestock–deforestation (CLD), where shifting beef demand alters deforestation rates. In DLD, reduced consumption actually leads to less productive beef systems, associated with higher emissions intensities and total emissions, whereas increased production leads to more efficient systems with boosted SOC stocks, reducing both per kilogram and total emissions. Under CLD, increased production leads to 60% higher emissions than in DLD. The results indicate the extent to which deforestation control contributes to sustainable intensification in Cerrado beef systems, and how alternative life-cycle analytical approaches result in significantly different emission estimates.

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Mitte April 2016 erschien das Buch “The Fable of a Stable Climate” von Gerrit van der Lingen.

Amazon beschreibt den Inhalt wie folgt:

Dr Gerrit J. van der Lingen is a geologist and paleoclimatologist. Studying climate change in the past made him realise that the belief in modern catastrophic man-made global warming, caused by carbon dioxide, is not supported by sound science. He became involved in the debate between the belief in dangerous man-made global warming and science based on observations and actual measurements, a debate between ideology and proper science. For fifteen years he wrote articles, gave lectures and took part in oral and published debates. He has now collated these activities in this book. These “memoirs” provide a fascinating insight in the disagreements about this global obsession.

Most information provided to the public about climate change comes from persons who study weather and weather processes, to whom a 150 year long temperature record represents “a long time”. To Dr van der Lingen, 150 years represents just a single heartbeat of the geological history that provides the proper context within which to judge modern climate danger. Read this book not just for the intelligent perspective it provides on the global warming scam, but also because it is at the same time a rattling good account of some of the most fascinating aspects of the history of our planet Earth.
Professor Bob Carter, Townsville, Australia.
Author of “Climate: The Counter Consensus” and “Taxing Air”

For many years Dr van der Lingen has been actively engaged in debunking the man-made global warming hype, exposing the facts as an antidote against the misinformation, bordering on climate propaganda, which is often presented in the mainstream media. The result of his endeavors can be found in this fine and easily accessible collection of essays, which is a must read for all who are interested in what is mistakenly called the ‘greatest threat to mankind’.
Hans Labohm, Leimuiden, The Netherlands.
Independent economist and lead author of “Man-Made Global Warming: Unraveling a Dogma”.

As a non-scientific layman who found himself absorbed into the ‘global warming’ (a.k.a. ‘climate change’) debate in 2006, I found I had a lot to learn from genuine experts in the related sciences, first Professor Augie Auer, then Prof Bob Carter, and then Dr Gerrit van der Lingen. As a geologist and paleoclimatologist, Gerrit has the rare skill of making complex issues immediately comprehensible to laypeople like me, presenting relevant facts with convincing and easily understandable clarity.
Terry Dunleavy MBE, Auckland New Zealand.
Co-founder New Zealand Climate Science Coalition; founding chairman, International Climate Science Coalition.

There are many books available debunking today’s cause célèbre of human-induced climate change – also known as ‘man-made global warming’, but one of the most approachable and enjoyable to read is this collection of essays and articles by Dr. Gerrit van der Lingen. Dr. van der Lingen’s arguments slice through the nonsense like a scythe, exposing it for what it is: the biggest, most expensive pseudo-scientific scam in history. Anyone who wants to know how and why a supposedly scientific debate morphed into a political movement motivated by a smorgasbord of agendas should read this book.
Joe Fone, Christchurch, New Zealand
Author of ‘Climate Change: Natural or Manmade?’

Siehe auch Rezensionen auf notrickszone und WUWT.

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Querdenken unerwünscht. Die Leipziger Volkszeitung berichtete am 26. April 2016 (via Univ. Leipzig):

Klimaskeptiker fühlt sich bei Promotion an der Uni kaltgestellt

Michael Limburg / Europäisches Institut für Klima und Energie / Promotionsverfahren / Versuch, Doktorgrad zu erlangen, gescheitert / Vorwürfe gegen Fakultät

Dazu gibt es folgendes Statement des Dekans der Fakultät für Physik und Geowissenschaften, Prof. Dr. Jürgen Haase:

“Wir haben damals verfahrenstechnische Fehler gemacht im Promotionsverfahren Limburg. Das lag daran, dass die Beteiligten keine Juristen waren, sondern zum Beispiel Geographen, Meteorologen und Physiker. Zu diesen Fehlern stehen wir in der Fakultät. Wir haben deshalb vor Gericht einen Vergleich geschlossen, der es Herrn Limburg sogar ermöglicht hat, seine Arbeit anderswo einzureichen. Dieses Zugeständnis war nur fair.

Weiterlesen in der Leipziger Volkszeitung

Michael Limburg ging auf den Fall bereits am 3. April 2016 in einem Interview auf EIKE ein:

Treibhäuser des Klima-Alarmismus – Mit welchen Tricks deutsche Universitäten abweichende Meinungen niederhalten

Ein Interview mit EIKE Vizepräsident Michael Limburg geführt von Fred. F. Mueller

Universitäten haben eigentlich die Aufgabe, die Freiheit der Forschung und Lehre zu verteidigen und den akademischen Nachwuchs anzuhalten, das Streben nach Wahrheit und Wissenschaftlichkeit zu seiner Leitschnur zu machen. An Zeiten, in denen dies anders war und nur Vertreter z.B. eines „gefestigtem Klassenstandpunkts“ geduldet wurden, erinnert man sich insbesondere in Deutschland eher mit unguten Gefühlen. Leider scheinen diese unguten Zeiten schon wieder heraufzudämmern, wenn man sieht, mit welcher Dreistigkeit deutsche Hochschulen inzwischen des Recht beugen, wenn es darum geht, sogenannten „Klimaleugnern“ die Erlangung akademischer Würden zu verweigern. So wie es dem Dipl.-Ing. Michael Limburg erging, dem die wissenschaftliche Anerkennung seiner Dissertation versagt wurde – nicht weil diese fachlich fehlerhaft war, sondern weil sie nicht in den Rahmen des aktuell politisch genehmen Klimalarmismus passte.

Weiterlesen auf EIKE.

Auch Tichys Einblick berichtete am 7. Mai 2016:

Szenen aus der deutschen Forschung: Die politisch korrekte Wissenschaft
Die Dissertation des Doktoranden zur Messung globaler Temperaturen wird boykottiert, der Gender-kritische Votrag des Professors wird abgesagt, der Paläoklimatologe soll forschen und seine Erkenntnisse für sich behalten – alles weil politisch nicht erwünscht. Das Land der Dichter und Denker – da und dort nicht dicht.

Auftritt Wissenschaftler:“Ich ziehe es vor, meine Kenntnisse aus den autorisierten Informationen unserer Regierung zu beziehen.”

Das schreibt ein gestandener Wissenschaftler in einer Email. Es geht um eine Diskussion in Sachen Klimafragen. Man sieht: Auf unsere Wissenschaftler ist Verlass. Sie lassen sich nicht auf wacklige Aussagen ein, sondern auf das, worauf der Stempel des Amtlichen, des von oben Verordneten prankt. Zitiert und benutzt wird, was die Regierung autorisiert hat. Endlich herrschen wieder geregelte Verhältnisse in deutschen Universitäten.

Dieser Wissenschaftler soll später eine Promotionsarbeit prüfen – ausgerechnet von jenem Doktoranden, dem er früher diese Aussage geschickt hat.

Ort der Handlung: Universität Leipzig. Hierhin zieht es den hoffnungsvollen Doktoranden, an die Fakultät für Physik und Geowissenschaften. Sämtliche Vorbedingungen sind erfüllt. Doktorvater: der damalige Inhaber des Lehrstuhls für physische Geographie, Prof. Dr. Werner Kirstein.

Das Thema verrät zunächst nichts Problematisches, zumindest nicht so, daß die Professoren in helle Aufregung geraten mussten.

“Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme” – so lautete der etwas sperrige Titel. Geschrieben und eingereicht hat sie Michael Limburg, der bis dahin als Ingenieur im Bereich der Meßtechnik und Fehlerstatistik gearbeitet hat.

Weiterlesen auf rolandtichy.de

 

The world is the geologist’s great puzzle-box

„The world is the geologist’s great puzzle-box; he stands before it like the child to whom the separate pieces of his puzzle remain a mystery till he detects their relation and sees where they fit, and then the fragments grow at once into a connected picture beneath his hand.“

Louis Agassiz

Norwegische Fichten kommen mit dem Klimawandel offenbar viel besser zurecht als zuvor angenommen

Die folgende neue Studie hat der deutschsprachigen Medienlandschaft offenbar so wenig gefallen, dass man sich gemeinschaftlich entschloss, sie einfach zu ignorieren. Ein Glück, dass es die Kalte Sonne gibt. Es handelt sich um eine Arbeit des Norwegian Institute of Bioeconomy Research (NIBIO), bei der ein Team um Igor Yakovlev die Fichten Norwegens hinsichtlich ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel untersucht hat. Das Ergebnis war unerwartet: Die Fichten kamen mit dem Klimawandel viel besser zurecht, als zuvor angenommen. Dabei erinnerten sich die Bäume offenbar an das Temperaturniveau, das zur Zeit der Samen geherrscht hat. Hier die NIBIO-Pressemitteilung vom 27. April 2016:

The survival of species suddenly looks better

Findings on Norway spruce show how plants and animals can adapt better to climate change than previously envisaged.

The spruce remembers what the temperature conditions were like when it was a seed. This memory helps it adapt to climate change. “There is a kind of flexibility in the genetic material. Environmental conditions during seed development create a memory of those temperature conditions. Much like a ‘molecular thermostat’ that can shift the growth cycle of the plant”, Carl Gunnar Fossdal explains. He is a senior research scientist with the Norwegian Institute of Bioeconomy Research (NIBIO). This exciting phenomenon is caused by epigenetics, a hot topic in science. This field of genetics looks at how environmental and other external factors affect genes and their behaviour.

Internal thermostat

In the winter, the Norway spruce is so hardened that it will survive even if it immersed in liquid nitrogen, around 200 °C below zero. In the spring, however, when the buds are flushing and it starts to grow, it has no tolerance for frost at all. If the buds flush, and then are confronted with late spring frost, all the new growth is likely to die and the tree will lose to other trees in the competition for space and resources. The internal thermostat in the Norway spruce is set when the tree is still a seed. This happens in the developing embryo. “Our research shows that this thermostat is set by epigenetic mechanisms, and the effect is lifelong”, Fossdal says.

Longer than a single life span

The effect could potentially last longer than the life of the tree itself, and be passed on to the offspring. The scientists do not know this for sure yet. Fossdal and his colleagues at NIBIO and the Norwegian University of Life Sciences (NMBU) have only followed the clonal trees for eight years so far. They need to wait at least seven more years before the trees are ready to reproduce. The work started more than 30 years ago. Most of the pioneer work was done by the Norwegian scientists Øystein Johnsen and Tore Skrøppa. Now, the scientists understand what is happening, but the exact details of these mechanisms are still an enigma. According to Carl Gunnar Fossdal: “We have a clear idea, of course, but the fine details have not been proven yet. That is what we are working on.”

Change the hereditary material

The data so far support Fossdal’s and his co-workers’ hypothesis: Epigenetics change the hereditary material. The genes coding for the epigenetic machinering is affected by the conditions during embryogenesis and Norway spruce have more genes involved in the epigenetic machinery than broadleaved trees and herbs. Epigenetic marks are laid down in the DNA as a response to the environmental conditions during epigenesis; the development of the embryo in the spruce seed. The trees show different growth rhythms based upon the environment where the seeds developed.

Plants adapt to climate change

“This phenomenon has great importance for the discussion around climate change. It shows that the memory mechanism at least in these plants, and maybe in all, adapt to changes in the environment”, Fossdal notes. Epigenetic changes happen in other species, too. Studies in mammals show that if a mother is stressed during pregnancy, her offspring are more likely to display nervous behaviour. It even affects humans. Dutch children born in a hunger period during World War II, when their mothers had too little food, did not only suffer from different illnesses than other children; they also passed this on to their own children.

Survival of the species

According to Carl Gunnar Fossdal and his colleagues, the findings in Norway spruce are important for the survival of the species. They are more adaptable to climate change than anticipated. Still only to a certain point, since the most important factor ultimately is what genes are present, but they are much more adaptable than previously thought. The species need to do more than just be able to survive climate changes – they also need to compete with other species that thrive at warmer temperatures. “Nonetheless, there are introduced Norway spruce growing even in Maui, Hawaii, and widely grown in Southeastern U.S. gardens, doing surprisingly well”, Fossdal says.

 

Um Antwort wird gebeten: Frontal21 und der Klimwandel im Senegal

An: Frontal21
Von: Sebastian Lüning

Gesendet: 18.1.2016

 

Sehr geehrte Redaktion,

Sie haben am 24.11.2015 in Ihrer Sendung im Vorfeld der Pariser Klimakonferenz über den Klimawandel berichtet. Zur Einstimmung auf das Thema zeigten Sie einen Einspielbeitrag aus dem Senegal. In diesem Zusammenhang wird behauptet, der Ort Sangomar wäre im Zuge des Klimawandels zur Insel geworden. Als Geologe kenne ich diesen Küstentyp jedoch ziemlich gut. Es handelt sich um einen Küstenstreifen mit starken küstenparallelen Strömungen, die zu ständigen Verschiebungen der Sandzungen führen und episodische Durchbrüche erzeugen. Eine ähnliche Situation gibt es auf den Ostfriesischen Inseln. Auf Wikipedia ist die Situation für das im Beitrag erwähnte Sangomar korrekt wiedergegeben:
https://en.wikipedia.org/wiki/Point_of_Sangomar

The rupture in Sangomar is the result of a natural process for the past few thousand years, which has also been noticed by sailors. In 1891, it was found that the gap had widened from 25 to 30m since 1886. In the twentieth century, several breaks were reported including: 1909, 1928, 1960, 1970, etc. The latest occurred on 27 February 1987 at a place called Lagoba. A year later, the gap was reported to be 1 km wide, and ten years later, about 4 km.Several camps and buildings were destroyed. The fish packing plant at Djifer was closed in 1996. The village located 4 km north of the first breakpoint is increasingly threatened and authorities are considering the evacuation of its inhabitants to the new port of Diakhanor.Parallel to the phenomenon of erosion, occurs a process of sedimentation: the extremity of the new Southern Island of Sangomar increases by 100 m per annum to the south and, on the opposite bank, the outskirts of the villages of Niodior and Dionewar are silting considerably, reducing traffic of vessels and contributing to the isolation of populations.

Ich finde es erstaunlich, dass Sie Ihren Zuschauern fälschlicherweise einen Zusammenhang mit dem Klimawandel vorgeben. Das hätte sich mit ein wenig Googlen oder den richtigen wissenschaftlichen Beratern leicht vermeiden lassen können. Auch ist der Meeresspiegel im Senegal laut Dakar-Küstenpegel nicht außergewöhnlich stark angestiegen.
http://www.psmsl.org/data/obtaining/stations/1816.php

Zudem ist Küstenerosion ein ganz normales Phänomen, unabhängig vom Klimawandel.

Desweiteren behaupten Sie im Beitrag, es gäbe immer schlimmere Stürme und heftigere Regengüsse im Senegal, die alle Folge des Klimawandels wären. Könnten Sie mir bitte die entsprechenden wissenschaftlichen Arbeiten angeben, die eine Zunahme der Stürme im Senegal belegen würde? Ansonsten wären dies unbelegte Behauptungen, die in einer analytischen Sendung wie Frontal21 nichts zu suchen haben.

Abschließend wird noch behauptet, dass extreme Regenfälle im Senegal zugenommen hätten. Auch dies kann von der Wissenschaft nicht bestätigt werden. Sarr et al. 2015 fanden keinen belastbaren Trend:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214581815000646

Gerade im Themenfeld Klimawandel sollten die berichteten Fakten stimmen. Das Thema ist zu wichtig und gesellschaftspolitisch sensitiv, als dass Mutmaßungen oder persönliche Meinungen die Grundlage für die Diskussion bilden könnten. Es wäre wichtig, dass Sie die meiner Meinung nach fehlerhafte Darstellung in einer Ihrer zukünftigen Sendungen korrigieren. Die Zuschauer verlassen sich auf die Integrität Ihrer Analysen, die jedoch in diesem Fall leider nicht gegeben war.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. habil. Sebastian Lüning

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An: Dr. Sebastian Lüning
Von: Dr. Peter Frey, ZDF-Chefredakteur

Gesendet: 18.4.2016

(Antwortschreiben wird an dieser Stelle ergänzt, sobald die Genehmigung des ZDF hierzu vorliegt)

Inhaltliche Zusammenfassung:

Dr. Frey erklärt, man habe den Sendebeitrag nocheinmal überprüft, habe aber keine Fehler feststellen können. Die Redaktion habe sich auf Aussagen von Dr. Koko Warner vom Institute for Environment and Human Security verlassen. Dr. Warner hätte auch Studien genannt (die Dr. Frey jedoch leider nicht namentlich zitiert), die den Einfluss des Klimawandels auf die Küste des Senegals angeblich belegen würden.

Desweiteren habe der ZDF-Kollege Bernd Reufels die Lokalbevölkerung und Umweltschützer in der Region befragt, die allesamt eine Zunahme der Küstenerosion in letzter Zeit beklagt hätten. Weiterhin hätte die Konrad-Adenauer-Stiftung in ihrem Klimareport 2014 den Senegal als eines der am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern genannt, insbesondere durch Küstenerosion und Meeresspiegelanstieg.  

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Wir danken Dr. Frey für seine Antwort und wollen seinen Hinweise gerne nachgehen.

1) Wer ist Koko Warner?
Dr. Warner saß bis April 2016 im Vorstand der sogenannten “Munich Climate Insurance Initiative“, die eng mit der Munich Re verbandelt ist. Zu ihren Vorstandskollegen gehörte u.a. Peter Hoeppe, der als Munich Re-Angestellter ein großes Interesse daran hat, die Klimagefahr möchst dramatish aussehen zu lassen, da dies das Extremwetter-Versicherungsgeschäft kräftig ankurbelt. Warner ist Ökonomin, keine Naturwissenschaftlerin. In ihren Projekten arbeitet sie vor allem über ökonomische und gesellschaftliche Klimawandelfolgen. Insofern sind Warners Hinweise zu angeblichen Klimaschäden im Senegal mit Vorsicht zu genießen.

 2) Was ist das Institute for Environment and Human Security?
Ein Institut der UNO in Bonn, an dem Dr. Warner seit April 2016 als ‘Manager’ tätig ist.

3) Befragung von Landbevölkerung und Umweltschützern ist keine etablierte wissenschaftliche Methode. Das Gedächtnis der Menschen ist allgemein begrenzt und überhöht meist die Ereignisse der letzten Jahre. Stichwort “Früher war alles besser”, z.B. hier und hier.

4) Klimareport 2014 der Konrad-Adenauer-Stiftung
Das pdf des Report gibt es hier. Das Senegal-Kapitel findet sich auf den Seiten 93-96. Geschrieben wurde es von Dr. Ute Gierczynski-Bocandé von der Konrad-Adenauer-Stiftung, studiert und promoviert in französischer und deutscher Literatur und Sprache, Afrikanistik, und Pädagogik. Die Autorin ist keine Naturwissenschaftlerin. Das Senegal-Kapitel enthält keine belastbaren Aussagen hinsichtlich des Klimawandels im Senegal, insbesondere keine Verweise auf verwendete Literatur.

Die Antwort des ZDF ist daher enttäuschend. Bei den Journalistenrecherchen kam offenbar kein einziger Naturwissenschaftler zu Wort, stattdessen verließ man sich auf persönliche Meinungen von Ökonomen, Sprachwissenschaftlern, Afrikanisten, Pädagogen sowie die Lokalbevölkerung. Gerade beim hochpolitischen Thema Klimawandel ist dies absolut ungenügend, wenn es um naturwissenschaftliche Aussagen zur Klimagefahr geht. Noch schlimmer: Der Großteil der Zuschauer wird diese Qualitätsmängel bei der Berichterstattung gar nicht bemerkt und die Aussagen als Expertenmeinungen für bare Münze genommen haben. Hier muss Frontal21 dringend nachbessern.

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An: Dr. Peter Frey, ZDF-Chefredakteur
Von: Dr. Sebastian Lüning

Gesendet: 24.5.2016

 

Sehr geehrter Herr Dr. Frey,

Ganz herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort zu meiner Email bezüglich der Frontal21-Berichterstattung am 24. November 2015 zum Klimawandel im Senegal. Obwohl ich mich sehr freue, dass Sie meine Einwände ernst nehmen, war ich über den Inhalt Ihres Schreibens doch einigermaßen erschüttert. Ich hatte bemängelt, dass die naturwissenschaftlichen Grundlagen (hier: dynamische Küstenmorphologie) im Beitrag ignoriert wurden, wodurch die Klimagefahr in einem ganz falschen Licht dargestellt wurde. Die von Ihnen genannte Beraterin Dr. Koko Warner ist studierte Ökonomin, daher wohl kaum eine gute Recherchequelle für die geologische Küstendynamik. Dasselbe gilt übrigens auch für die Autorin des Senegal-Kapitels im Klimareport 2014 Konrad-Adenauer-Stiftung, die französische & deutsche Literatur und Sprache, Afrikanistik und Pädagogik studiert hat. Offenbar hat das Frontal21-Team keinen einzigen Naturwissenschaftler zur Thematik befragt. Wie gesagt, ein einziger Blick in Wikipedia hätte ausgereicht, um die Fehlinterpretation zu vermeiden. Die Befragung der Lokalbevölkerung und von Umweltaktivisten ist ebenfalls keine anerkannte wissenschaftliche Methode, insbesondere im Hinblick auf das “Früher war alles Besser-Phänomen”. http://karrierebibel.de/nostalgie-war-frueher-alles-besser/

Es ist ein Grundcharakteristikum dieses speziellen dynamischen Sand-Küstentyps, dass es zu schnellen örtlichen Änderungen bei Erosion und Ablagerung kommt. Hätte Ihr Kollege die Bevölkerung im Senegal vor 100 Jahren befragt, so hätte er vermutlich exakt dieselben Antworten bekommen. Sie erwähnen, dass Frau Dr. Warner dem Frontal21-Team Publikationen zur Küstenerosion im Senegal vorgelegt hat. Es wäre schön, wenn Sie mir diese Studien nennen könnten.

Meiner Meinung nach hat das Frontal21-Team hier schlampig recherchiert und sollte sich mit der Kritik angesichts der großen Bedeutung des Themas Klimawandels inhaltlich auseinandersetzen. Die Zuschauer haben ein Recht darauf, ausgewogen und fachlich korrekt über den Klimawandel unterrichtet zu werden, gerade auch im Vorfeld der damaligen Klimakonferenz.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Lüning

 

P.S. Im Sinne der Transparenz möchte ich Sie bitten mir zu erlauben, Ihre Antwort auf kaltesonne.de bekanntzugeben

 

Neue Studie der George Washington University: Modelle zu kalifornischen Waldbränden überschätzen Rolle des Klimawandels

Immer wenn irgendwo der Wald brennt, ist der Schuldige schnell gefunden. Es muss wohl der Klimawandel sein, wer denn sonst. Eine Forschergruppe um Michael L. Mann (das ist nicht der Hockeystick-Mann, der Michael E. Mann heißt) veröffentlichte am 28. April 2016 in PLOS One eine explosive Studie, die Unerhörtes fand: Das individuelle menschliche Verhalten hat neben dem Klimawandel ebenfalls einen sehr starken Einfluss auf die Entstehung von Waldbränden. In Kalifornien gehen 90% aller Waldbrände auf menschliche Ursachen zurück. Die Forscher fordern daher stärkere Bemühungen, das Verhalten der Menschen zu beeinflussen, z.B. keine brennenden Zigarettenstummel mehr aus dem Wagen zu werfen. Im Folgenden die entsprechende Pressemitteilung der George Washington University zur Veröffentlichung:

It’s Not Just Climate Change: Study Finds Human Activity Is a Major Factor Driving Wildfires

Study Weighs Human Influence in Wildfire Forecast Through 2050

A new study examining wildfires in California found that human activity explains as much about their frequency and location as climate influences.  The researchers systematically looked at human behaviors and climate change together, which is unique and rarely attempted on an area of land this large. 

The findings suggest many models of wildfire predictions do not accurately account for human factors and may therefore be misleading when identifying the main causes or drivers of wildfires. The newest model proportionately accounts for climate change and human behavioral threats and allows experts to more accurately predict how much land is at risk of burning in California through 2050, which is estimated at more than 7 million acres in the next 25 years. 

The paper, “Incorporating Anthropogenic Influences into Fire Probability Models: Effects of Human Activity and Climate Change on Fire Activity in California,” appears Thursday in PLOS ONE. 

Climate change affects the severity of the fire season and the amount and type of vegetation on the land, which are major variables in predicting wildfires. However, humans contribute another set of factors that influence wildfires, including where structures are built, and the frequency and location of ignitions from a variety of sources—everything from cigarettes on the highway to electrical poles that get blown down in Santa Ana winds. As a result of the near-saturation of the landscape, humans are currently responsible for igniting more than 90 percent of the wildfires in California.

“Individuals don’t have much control over how climate change will affect wildfires in the future. However, we do have the ability to influence the other half of the equation, those variables that control our impact on the landscape,” said Michael Mann, assistant professor of geography at the George Washington University and lead author of the study. “We can reduce our risks by disincentivizing housing development in fire-prone areas, better managing public land and rethinking the effectiveness of our current firefighting approach.”

The researchers found that by omitting the human influence on California wildfires, they were overstating the influence of climate change. The authors recommend considering climate change and human variables at the same time for future models. 

“There is widespread agreement about the importance of climate on wildfire at relatively broad scales. At more local scales, however, you can get the story quite wrong if you don’t include human development patterns,” said Max Moritz, a co-author and a University of California Cooperative Extension specialist based at UC Berkeley. “This is an important finding about how we model climate change effects, and it also confirms that getting a handle on where and how we build our communities is essential to limiting future losses.”

Between 1999 and 2011, California reported an average of $160 million in annual wildfire-related damages, with nearly 13,000 homes and other structures destroyed in so-called state responsibility areas—fire jurisdictions maintained by California, according to Dr. Mann. During this same period, California and the U.S. Forest Service spent more than $5 billion on wildfire suppression.

In a model from 2014 that examined California wildfires’ destruction over the last 60 years, Dr. Mann estimated that fire damage will more than triple by 2050, increasing to nearly half a billion dollars annually. “This information is critical to policymakers, planners and fire managers to determine wildfire risks,” he said.

 

Das Ergebnis passt gut zu einer Studie eines Teams um Scott Anderson, die im Dezember 2013 in The Holocene erschien. Die Autoren fanden, dass die Waldbrandentwicklung Kaliforniens während der letzten Jahrtausende eng an die Besiedlungsgeschichte gekoppelt war. Hier die Kurzfassung:

Holocene and historical vegetation change and fire history on the north-central coast of California, USA
Pollen, non-pollen palynomorphs (NPPs), and charcoal particle stratigraphies are used to determine environmental change at Glenmire, Point Reyes Peninsula, northcentral coastal California, over the last c. 6200 years. Pollen was not preserved in early Holocene sediments when climate was drier than present. However, groundwater tables rose after c. 6200 cal. BP, allowing for greater subsequent preservation of organic matter. Middle and late Holocene environments were a mosaic of vegetation types, including mixed conifer forest with coastal scrub grassland prior to c. 4000 cal. BP. Subsequently, hardwoods such as alder (Alnus) and coastal scrub (e.g. Artemisia, Baccharis) expanded until c. 2200 cal. BP, followed by tanoak (Lithocarpus densiflorus), Douglas fir (Pseudotsuga menziesii), and coast redwood (Sequoia sempervirens). With increasing amounts of oak (Quercus), this mosaic of vegetation types continued to dominate until the arrival of Euro-Americans in the early to mid-1800s. The fire history is probably tied closely to human settlement, since natural ignitions are rare. Elevated charcoal amounts coincide with increased sedentism of the native populations by about 3500 cal. BP. Increased sedentism may have caused a more intense and constant use of the coastal environment around Glenmire. For the most recent centuries, we compared historical records of explorations, Spanish Mission establishment, consolidation of the native Coast Miwok population, ranching by Mexican nationals, and dairying by Americans at the height of California’s gold rush with the paleoecological record. The Glenmire record thus documents changing fire use following the ad 1793 fire suppression proclamation; declines in native forest species; introductions of non-native species, including those associated with livestock grazing and land disturbance; and an increase in coprophilous fungi (NPPs) associated with the presence of large numbers of sheep and cattle, among other changes. During the historical period, the sedimentary record of historical fires closely matches the nearby fire-scar tree-ring record.

Interessant auch eine Trendanalyse aus der kalifornischen Sierra Nevada von Chad Hanson und Dennis Odion, die im Zeitraum von 1984-2010 auf Basis von Satellitenbildern keinen Trend in der Waldbrandhäufigkeit feststellen konnte. Die Autoren schlussfolgern, dass der Einfluss des Klimawandels auf die Waldbrandentstehung im Vergleich zu menschlichen Auslösern gering ist. Hier der Abstract der Studie, die 2013 im International Journal of Wildand Fires erschien:

Is fire severity increasing in the Sierra Nevada, California, USA?
Research in the Sierra Nevada range of California, USA, has provided conflicting results about current trends of high-severity fire. Previous studies have used only a portion of available fire severity data, or considered only a portion of the Sierra Nevada. Our goal was to investigate whether a trend in fire severity is occurring in Sierra Nevada conifer forests currently, using satellite imagery. We analysed all available fire severity data, 1984–2010, over the whole ecoregion and found no trend in proportion, area or patch size of high-severity fire. The rate of high-severity fire has been lower since 1984 than the estimated historical rate. Responses of fire behaviour to climate change and fire suppression may be more complex than assumed. A better understanding of spatiotemporal patterns in fire regimes is needed to predict future fire regimes and their biological effects. Mechanisms underlying the lack of an expected climate- and time since fire-related trend in high-severity fire need to be identified to help calibrate projections of future fire. The effects of climate change on high-severity fire extent may remain small compared with fire suppression. Management could shift from a focus on reducing extent or severity of fire in wildlands to protecting human communities from fire.

Schließlich sei noch auf eine Studie aus dem Juli 2015 hingewiesen, in der ein ganz unerwarteter weiterer Schuldiger für die Entstehung von Waldbränden in Kalifornien genannt wird: Luftmassenintrusionen aus der Stratosphäre. Die American Geophysical Union (AGU) gab hierzu die folgende Pressemitteilung heraus:

Stratospheric accomplice for Santa Ana winds and California wildfires
Southern Californians and writers love to blame the hot, dry Santa Ana winds for tense, ugly moods, and the winds have long been associated with destructive wildfires. Now, a new study finds that on occasion, the winds have an accomplice with respect to fires, at least: Natural atmospheric events known as stratospheric intrusions, which bring extremely dry air from the upper atmosphere down to the surface, adding to the fire danger effects of the Santa Anas, and exacerbating some air pollution episodes.

The findings suggest that forecast models with the capacity to predict stratospheric intrusions may provide valuable lead time for agencies to issue air quality alerts and fire weather warnings, or to reallocate firefighting resources before these extreme events occur. “The atmosphere could give us an early warning for some wildfires,” said Andrew Langford, a research chemist at the National Oceanic and Atmospheric Administration’s (NOAA) Earth System Research Laboratory in Boulder, Colorado, and lead author of the study.

Researchers at NOAA’s National Environmental Satellite, Data, and Information Service (NESDIS) and the Cooperative Institute for Research in Environmental Sciences (CIRES) at CU-Boulder coauthored the work, which has been accepted for publication in Geophysical Research Letters, a journal of the American Geophysical Union. The authors took a detailed look at the May 2013 “Springs Fire” that burned 100 square kilometers (25,000 acres) about 75 kilometers (50 miles) northwest of Los Angeles. The researchers used a NOAA forecast model that incorporates satellite observations of ozone, wind data, and other atmospheric information to detect the occurrence of the intrusions.

The analysis showed that in the early hours before the Springs Fire, a tongue of air characteristic of the stratosphere–extremely dry and very high in ozone from the stratosphere’s ozone layer–reached to the surface in southern California and extended as far south as Baja California. The researchers found that ground-based monitoring stations near the fire’s origin also confirmed the telltale signs of the intrusion right before the fire broke out: A large drop in relative humidity and a rise in ozone. As the day went on, a combination of factors accelerated the fire: Low humidity, persistent high winds, dry condition of the grasses and other vegetation, clear skies and bright sunlight, and very warm surface temperatures. A few days later, cloudy skies, a drop in temperature, a shift in winds, and widespread rainfall helped extinguish the fire.

The stratospheric intrusion also had another downside during the Springs Fire: It added ozone from the upper atmosphere to the urban and fire-related pollution produced in the lower atmosphere. On the second and third days of the fire, this helped to push levels of ozone–which can harm people’s lungs and damage crops–over the federal ozone limit at 24 monitoring sites across southern California. Monitors as far away as Las Vegas also saw a spike in ozone on the third day of the fire. The observed exceedances of the ozone standard were unusual for the region for that time period, suggesting that the stratospheric intrusions were a contributing factor.

“Stratospheric intrusions are double trouble for Southern California,” said Langford. “We knew that the intrusions can add to surface ozone pollution. Now we know that they also can contribute to the fire danger, particularly during La Niña years when deep intrusions are more frequent, as recently shown by our NOAA colleagues at the Geophysical Fluid Dynamics Laboratory. The good news is that with models and observations, we can get an early warning from the atmosphere in some cases.”

The authors note that stratospheric intrusions have previously been implicated in the explosive development of wildland fires in New Jersey and Michigan, but have not previously been connected to fires in southern California or to the Santa Ana winds. The frequent occurrence of stratospheric intrusions above the west coast during the fall, winter, and spring suggests that similar circumstances may have played a role in other major southern California fires, including the series of destructive fires that burned more than 3,000 square kilometers (more than 800,000 acres) in October of 2003, and burned about 4,000 square kilometers (nearly a million acres) in October of 2007, say the authors.

 

Energiewende kostet 2016 laut Institut der deutschen Wirtschaft rund 31 Milliarden Euro

Allmählich hat es wohl auch der Letzte gemerkt, dass die stümperhaft geplante Energiewende so nicht weitergehen kann. Die Wirtschaftswoche fand am 12. Mai 2016 klare Worte:

Energiewende: Warum die Ökostromförderung endlich enden muss
Die Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse braucht neue Spielregeln, sie kostet Verbraucher und Wirtschaft jährlich Milliarden. Wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) reformiert werden soll, was das für Verbraucher und Erzeuger bedeutet. [...]  Insgesamt müssen Verbraucher und Wirtschaft derzeit pro Jahr bis zu 24 Milliarden Euro per Umlagen für den Ausbau der grünen Stromerzeugung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse bezahlen. Dabei ist schon heute an guten Standorten die Stromerzeugung mit Windanlagen an Land auch ohne Förderung günstiger als Strom aus Kohle- oder aus Kernkraftwerken. Windturbinen werden immer effizienter, Windparks können aus der Ferne gesteuert werden. Zwischen 2010 und 2014 sind die Kosten für die Erzeugung von Windstrom um ein Drittel gesunken. Wenn der Staat nun also die öffentliche Förderung der Erneuerbaren zurückschrauben will, dann ist das überfällig. Viele Jahre schon profitieren Unternehmen wie Enercon vom süßen Gift staatlicher Subventionen. Ihr Geschäft ist längst marktreif.

Ganzen Artikel auf wiwo.de lesen.

Ein Blick auf die Stromrechnung reicht, um das Problem zu erkennen. Die Welt erklärte es am 27. April 2016:

Strom ist teuer wie nie – Wie es dazu kam
Es schien, als könnten die Strompreise endlich sinken: Doch in Wahrheit zahlen Deutschlands Verbraucher derzeit so viel wie noch nie. Stromkunden werden sogar noch stärker belastet als Autofahrer.
Ein Jahr lang konnten die Deutschen auf sinkende oder wenigstens stabile Strompreise hoffen. Doch spätestens jetzt haben sie Gewissheit, dass sich diese Erwartung nicht erfüllen wird. Ganz im Gegenteil: Eine aktuelle Analyse des Preisvergleich-Portals TopTarif offenbart, dass Verbraucher für ihren Strom derzeit so viel bezahlen wie noch nie. Das Preisniveau der Grundversorgung in Deutschland erreichte im April sein Allzeithoch. Verbraucher, die ihren Strom im Standardtarif vom örtlichen Versorger kaufen, müssen aktuell durchschnittlich 30,27 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen, vor einem Jahr kostete der Strom noch deutlich weniger als 30 Cent. Eine vierköpfige Musterfamilie mit einem Verbrauch von 4000 kWh zahlt demnach im April im Schnitt 1211 Euro im Jahr für Strom, wie die Daten von Toptarif zeigen. Vor einem Jahr waren es noch weniger als 1200 Euro, vor fünf Jahren waren es nur gut 1000 Euro.

Weiterlesen auf welt.de.

Wo bleibt das ganze Geld? Die Wirtschaftswoche verriet es am 28. April 2016:

Windräder stehen still – und kosten Hunderte Millionen Euro
Weil das Stromnetzes überlastet ist, müssen immer mehr Windräder abgeregelt werden. Das kostet die Netzbetreiber Hunderte Millionen Euro. Wegen des Booms der erneuerbaren Energien müssen immer mehr Windräder abgeregelt werden. Grund dafür ist die Überlastung des Stromnetzes. Die Netzbetreiber müssen Windräder abregeln, wenn ihr Strom das Netz zu verstopfen droht. Ursprünglich war dies als Notmaßnahme gedacht. Die Wind- und Solarparkparkbetreiber werden jedoch für den nicht produzierten Strom vergütet.

Weiterlesen in der Wirtschaftswoche

Anstatt die unkontrollierten Geldabflüsse endlich zu stoppen, schmeißt man munter weiter mit Euros um sich, wie die FAZ am 27. April 2016 erläuterte:

Neue Subvention „Die Prämie für E-Autos ist ein schwerer Fehler“
Die Regierung hat die 4000-Euro-Kaufprämie für Elektro-Autos beschlossen. Automanager und Betriebsräte sind glücklich. Doch viel mehr Freunde hat die Prämie nicht. [...] Die Umweltschutzorganisation BUND moniert das „Milliardengeschenk“ an die Branche. Besonders problematisch sei die Prämie für Plug-in-Hybride, die “meist nur auf dem Papier sparsam und sauber” seien. Harsche Kritik kam auch von namhaften Ökonomen: „Die Prämie für E-Autos halte ich für einen schweren Fehler”, sagte  Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die 600 Millionen Steuergelder wären besser in der Erforschung und Entwicklung neuer Umwelttechnologien angelegt. 

Ganzen Artikel in der FAZ lesen.

Was kostet der ganze Spaß eigentlich? Finanznachrichten.de weiß es:

Energiewende kostet 2016 laut IW rund 31 Milliarden Euro
[...] Das sind rund drei Milliarden oder elf Prozent mehr als 2015. Ein Grund seien die immer größeren Kosten zur Stabilisierung des Stromnetzes. Außerdem verursache der anhaltende Ausbau der erneuerbaren Energien zusätzliche Belastungen.

Ganzen Artikel auf Finanznachrichten.de lesen

Visionen, Aktionen und Realität. Ruhrkultour beschrieb am 27. April 2016 ein einprägsames Beispiel, wie eine Energiewende scheitern kann:

El Hierro – Das bittere Ende eines Energiewende-Märchens
“Seit dem 27. Juni 2014 wird die elektrische Energie der Insel vollständig von Windkraft erzeugt”, heißt es im Nachschlagewerk Wikipedia, unter Berufung auf einen Artikel aus der Zeitschrift GEO*, der allerdings vom August 2013 stammt. Titel: “El Hierro wird Ökomodell”. Die Realität hat den Traum schon längst  beendet, genau besehen, bereits vor den ersten Baumaßnahmen des Projekts. [...]  „Im Jahre 2015 wurde der Wunschtraum, 100 % Strom aus Erneuerbarer Energie zu beziehen, am 9. August für etwas mehr als 2 Stunden erreicht. In der ersten Jahreshälfte konnten die sauberen Energiequellen zu 30 % genutzt werden. In den Monaten Juli und August lagen die Mittelwerte zwischen 49 und 55 %. Die fehlende Energie musste das alte Schwerölkraftwerk beisteuern, das man eigentlich stilllegen wollte“, so der Blog lapalma1.net.

Ganzen Artikel auf Ruhrkultour lesen.

Angesichts der Energiewenden-Misere überrascht es nicht, dass die EU mittlerweile plant, die Zügel etwas zu lockern. Ofimagazine.com meldete am 13. Mai 2016, dass die EU nach 2020 wohl die verpflichtende Beimischung von Biotreibstoffen im Transportwesen wegfallen lassen könnte:

EU confirms the green transport target will be scrapped post-2020
Current laws in the EU, which require member states to use at least 10% of renewable energy in the transport sector, are to be scrapped after 2020, EurActiv reported on 4 May. A revision of the current Renewable Energy Directive (RED) will be tabled by the European Commission (EC) at the end of the year, with the aim being to push wind and solar energy. Marie Donnelly, director for renewables at the EC commented, “we will look specifically at the challenges and opportunities of renewable fuels including biofuels”. The 10% renewable fuel target for the transport sector would be dropped in a new post-2020 directive, Donnelly said.

Weiterlesen auf Ofimagazine.com

Mittlerweile erwägt auch die dänische Regierung, die Subventionen für die Erneuerbaren Energien stark zurückzufahren.

Bedenklich ist die wachsende Gewaltbereitschaft von Klimaaktivisten. Vor kurzem stürmten Aktivisten das große Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe. Roland Tichy schrieb dazu am 16. Mai 2016:

Energiepolitik: Erfolgreicher Angriff auf Kraftwerk
Erstmals wurde die Stromerzeugung durch brutale Angriffe von Demonstranten gefährdet und musste herabgefahren werden. Es gab aber auch Gegendemonstrationen. Die Grünen wiederum freuen sich, dass das Energieversorgung bald insgesamt blockiert werden könnte. [...] Nach Polizeiangaben waren rund 1.600 Aktivisten aus ganz Europa in die Lausitz gekommen. Das Bündnis „Ende Gelände“ zog eine rundum positive Bilanz nach den Protesten. „Das Aktionswochenende hat alle unsere Erwartungen übertroffen“, hieß es seitens des Bündnisses. Für Diskussionen dürfte in den kommenden Tagen noch der äußerst passive Polizeieinsatz sorgen. „Die Beamten hatten den Besetzern das gesamte Wochenende nahezu freies Geleit gelassen. Was immer sie besetzen wollten – sie konnten gemütlich hineinlaufen“, freute sich die taz .

Ganzen Artikel auf rolandtichy.de lesen.

Machen hier Aktivisten und Politik bereits gemeinsame Sache?  Toleriert oder sogar selbst bestellt? Es würde jedenfalls ins Bild passen.

 

Wie der „Guardian“-Chef zum Klimakämpfer wurde

Im September 2015 erschien von Horst Demmler das Buch Wider den grünen Wahn: Eine Streitschrift (Edition Octopus). In der Buchbeschreibung heißt es:

Die Grünen haben wie keine andere Partei oder Gruppierung den Geist der Zeit in den letzten Jahrzehnten bestimmt. Die von ihnen repräsentierte Umweltbewegung war in dieser Periode die einzige originäre neue Kraft. Die Grünen haben mit ihren Themen die gesellschaftlichen Diskussionen geprägt. Sie wurden groß durch ihren leidenschaftlichen Kampf gegen die Kernkraft. Sie triumphierten, als nach dem Reaktorunglück in Fukushima der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde und auch die Bundeskanzlerin erkannte, was Restrisiko bedeutet. Sie haben die regenerativen Energien gefördert und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Weg gebracht. Deutschland ist auf diesem Gebiet Spitzenreiter in der Welt. Die Grünen waren mit ihren Themen auf allen Gebieten erfolgreich. Wie keine andere Partei können sie auf die Unterstützung durch die Medien rechnen. Die wichtige Frage aber ist: Haben sie auch recht? Ist es vernünftig, ihren Vorschlägen zu folgen? Das soll in diesem Buch geprüft werden.

Preis: € 20,40. Weitere Textproben hier.

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Vor kurzem berichteten wir an dieser Stelle über neue Studien, die ein Ergrünen des Planeten durch den CO2-Düngeeffekt festgestellt haben. Der Cartoon-Zeichner Josh hat sich dazu eine nicht ganz unrealistische Interviewszene ausgedacht:

Weitere Klima-Cartoons von Josh hier.

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Der MIT-Klimaforscher Richard Lindzen hat die Klimaproblematik im April 2016 in einem 5-minütigen Video zusammengefasst:

Das Script des Films zum Nachlesen gibt es hier. Siehe auch Alfred Brandenbergers Zusammenstellung zu Lindzen.

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Wenn Redakteure zu Klimaaktivisten werden… Bereits vor einigen Tagen haben wir hier im Blog einen bedauernswerten Fall vorgestellt (“Wenn als Redakteure getarnte Aktivisten gemeinsame Sache mit der Versicherungsindustrie machen: Das Märchen von den Klimawandel-Waldbränden“). Der ORF berichtete am 3. Mai 2016 über ein weiteres Beispiel, bei dem ein vormals neutral berichtender Journalist auf Aktivistenabwege geriet:

Wie der „Guardian“-Chef zum Klimakämpfer wurde
Alan Rusbridger, der langjährige Chefredakteur des „Guardian“, hat den Journalismus an den Nagel gehängt – und ist nun Umweltaktivist. Anlässlich eines Vortrages in Wien erzählte er, wie es zu dieser Wende in seinem Leben kam.

Nicht schön, meine Damen und Herren.

 

ARD-Doku “Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren”

In der ARD lief am 11. April 2016 eine höchst sehenswerte Doku, die allen Bloglesern wärmstens ans Herz gelegt wird. Auf der Webseite zum Film heißt es:

Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren
Zahlen lügen nicht! Diese angebliche Wahrheit machen sich viele zunutze – vor allem Politik und Wirtschaft, lassen sich doch hinter scheinbar objektiven Zahlen die wahren Interessen und Ziele “wissenschaftlich” verbergen.

Ob Bluthochdruck oder Blutzucker – die letzten Jahre wurden die Grenzwerte immer wieder gesenkt. Zur Freude der Pharmaindustrie, die auf diese Weise zu Millionen neuer Patienten kommt. Und der medizinische Nutzen ist längst nicht so eindeutig, wie man der Öffentlichkeit suggeriert, basieren die Zahlen doch oft auf fragwürdigen Studien, die interessengesteuert entstanden sind, sagt der weltweit anerkannte Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer.

“Wir sollten aber nicht nur beklagen, dass man uns mit Zahlen manipuliert. Wir brauchen auch Ärzte, die wissen, wie Grenzwerte entstehen und was sie tatsächlich bedeuten”, fordert Gigerenzer.

Nur ein Beispiel von vielen, wie Wirtschaft oder Politik den Menschen ein X für ein U verkaufen. Ob Cholesterin oder Bevölkerungsprognosen mit Arbeitskräftemangel samt Rentenlücke – täglich wird die Öffentlichkeit mit einer Datenflut überschüttet. Doch kann man den Zahlen wirklich vertrauen? Woher kommen sie? Welche Interessen stecken dahinter und wie wird getrickst? Zahlen, Daten, Diagramme nach Interessenlage? Wie kommen Versicherer zum Beispiel auf Lebenserwartungen von 115 Jahren bei ihren Prämienberechnungen?

Diese Dokumentation begibt sich auf eine Suche nach der Wahrheit im “Land der Lügen”. Zeigt, mit welchen Tricks getäuscht und manipuliert wird. Und worauf man in Zukunft achten sollte, wenn man nicht im Zahlenmeer ertrinken will. Denn ohne Glaubwürdigkeit haben die besten Zahlen und die schönsten Statistiken jeden Wert verloren.

Ein Film von Tilman Achtnich

Online auch auf Youtube verfügbar:

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Am 9. Juni 2016 können sich wieder Journalisten kostenlos über den Klimawandel “informieren”. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) warb in einer Pressemitteilung auf idw für die Veranstaltung in Hannover:

Journalistenworkshop “Klimawandel in Norddeutschland”

Christian Schlag Stab Direktor
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Einladung zum Journalisten-Workshop zu Extremwetter, Risikovorsorge und Strategien für weniger Treibhausgase | 9. Juni 2016 | Hannover

Termin: 9. Juni 2016, 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Ort: Werkhof Hannover Nordstadt, Schaufelder Straße 11, 30167 Hannover

Deutschland hat immer mehr mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen, wie Studien des Deutschen Wetterdienstes zeigen. Steigende Temperaturen, feuchtere Winter und häufigere Wetterextreme wirken sich zunehmend auf die deutsche Gesellschaft aus. Mehr Hitzetage führen zu höheren Gesundheitsrisiken, da die Hitze Menschen stark belasten kann. Städte sind besonders betroffen, weil sie sich im Sommer stärker aufheizen als das Umland. Und auch Starkregen kann in dicht besiedelten Räumen große Schäden anrichten.

• Was bedeuten die Szenarien der Klimaforschung für Norddeutschland?
• Lässt sich der Klimawandel abmildern?
• Wo werden welche Wetterextreme häufiger vorkommen und mit welchen Konsequenzen?
• Wie sind Kommunen, Unternehmen und die Politik auf den Klimawandel vorbereitet und was kann jede/r Einzelne tun?

Weiterlesen auf idw.

Steigende Temperaturen in Deutschland? Ja und nein. Siehe:

Feuchtere Winter? Kann sein. Aber ist das schlimm? Bei den Extremniederschlägen sind jedenfalls keine Auffälligkeiten zu vermelden:

Häufigere Wetterextreme? Wohl kaum:

Kann man sich auf die Inhalte des Workshops verlassen, wenn bereits in der Ankündigung irreführende Angaben gemacht werden?

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Die Wissenschaftliche Abteilung der Französischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland gab am 9. Mai 2016 per Pressemitteilung bekannt:

Ségolène Royal startet die Initiative “100 Projekte für das Klima”

Marie de Chalup Wissenschaftliche Abteilung
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland

Die Ministerin für Umwelt, Energie und Meeresangelegenheiten, zuständig für die internationale Klimapolitik, Ségolène Royal, startete im Rahmen der Umweltkonferenz in Paris am 25. April 2016 eine neue Internet-Plattform, mit der die weltweit 100 innovativsten Bürgerinitiativen für das Klima gefördert werden sollen.

Die dreisprachige Plattform 100projetspourleclimat.gouv.fr stellt die Initiativen, Engagements und Lösungen vor, die von Bürgern aus der ganzen Welt zum Thema Kampf gegen den Klimawandel eingereicht wurden. Die auf dieser Plattform veröffentlichten Lösungen umfassen alle Bereiche des Kampfes gegen den Klimawandel: Projekte zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel, zum Schutz der Gesundheit, zum Erhalt der Biodiversität, zur Entwicklung von Frühwarnsystemen etc. Die Bürger sind weltweit dazu aufgerufen, ihre Projekte in einer der drei Sprachen (Französisch, Englisch und Spanisch) bis zum 6. Juni 2016 einzureichen. Vom 6. Juni bis zum 6. Juli 2016 können die Bürger dann ihre Favoriten auswählen. Nach der Abstimmung der Internetnutzer werden die 100 Projekte mit den meisten Stimmen von Ségolène Royal zum Sieger gekürt. Diese werden bis zur COP22 im November in Marrakesch betreut und gefördert.

Quellen:
“Ségolène Royal lance l’opération 100 projets pour le climat”, Pressemitteilung des Umweltministeriums, 25.04.2016 – http://www.developpement-durable.gouv.fr/Segolene-Royal-lance-l-operation.html

“100 projets pour le climat”, Pressemitteilung des Umweltministeriums, 25.04.2016, http://100projetspourleclimat.gouv.fr/fr/

Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, unser Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode dort einzureichen. Mal sehen, ob es zugelassen wird…

 

Panikmache zahlt sich nicht mehr aus: Klimaalarmist John Church wird von der australischen Regierung gekündigt

Die Webseite ClimateChangePredictions.org hat sich zur Aufgabe gemacht, Vorhersagen zum Klimawandel aufzuzeichnen, um sie mit der realen Entwicklung abzugleichen. Ein schönes Beispiel ist der Anstieg des Meeresspiegels. Aktuell steigt das Meer um 2-3 mm pro Jahr, was bei gleichbleibendem Trend bis zum Ende des Jahrhunderts 25 cm ausmachen würde. Das hält jedoch einige Zeitgenossen nicht davon ab, mit sehr viel höheren Anstiegsbeträgen in der Öffentlichkeit um Aufmerksamkeit zu buhlen. Eine hochinteressante Auflistung aller Prognosen finden Sie auf der genannten Webseite. So prognostiziert der australische Klimaforscher John Church 3 m bis 2100.

Angesichts dieses unerträglichen Klimaalarmismus hat die australische Regierung nun die Reißleine gezogen.Während sich Church auf einem Forschungsschiff auf halber Strecke zwischen der Antarktis und Neuseeland befand, wurde er von der australischen Forschungsbehörde CSIRO kurzerhand darüber unterrichtet, dass er “verzichtbar” sei, er seine Stelle verlieren wird. Ein überfälliges Zeichen dafür, dass ungebremster Klimaalarm nicht mehr länger tolerierbar ist. Die Gesellschaft hat Anspruch auf ausgewogene Wissenschaft. Für extreme, aktivistische Ansichten darf es keinen Platz mehr geben. Der Sydney Morning Herald berichtete am 14. Mai 2016:

Global sea-level expert John Church made to walk the plank by CSIRO
For John Church, a leading authority on sea-level rise caused by global warming, there was much that was fitting – and yet callous – about being sacked at sea. The veteran scientist was well into one of dozens of research voyages he had taken since joining CSIRO as a post doctoral student in 1979. His vessel, the RV Investigator, was midway between Antarctica and New Zealand and steaming north on the 170 degree longitude when he received Thursday’s call to tell him he was “potentially redundant”.

Weiterlesen im Sydney Morning Herald

Die Trennung von Church ist Teil einer großen Entschlankungskur, in deren Zuge hunderte von Stellen aus den Klimawissenschaften in andere hochrelevante Forschungszweige überwechseln. In Deutschland sind wir noch weit von diesem Punkt entfernt. Im Gegenteil. Das staatlich geförderte und klimaaktivistisch angehauchte IASS-Institut Potsdam sucht derzeit per Stellenanzeige auf stepstone.de einen Wissenschaftlichen Mitarbeiter:

Das Institute for Advanced Sustainability Studies e.V. (IASS) in Potsdam ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Land Brandenburg geförderte Einrichtung und widmet sich in einer ganzheitlichen Form transdisziplinär und international der Erforschung des Klimawandels, der Komponenten des Erdsystems und der Nach­haltigkeit. Weitere Informationen unter: www.iass-potsdam.de.

Das IASS sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Wissenschaftliche/n Referentin/Referenten
der Direktorin Prof. Dr. Patrizia Nanz

Kennziffer DIR-2016-04

Aufgabengebiet:

  • Strategische Unterstützung und Beratung der wissenschaftlichen Direktorin in deren Funktion als Mitglied des Vorstandes sowie bei deren sämtlichen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Aufgaben und Tätigkeitsfeldern
  • Strategisches, konzeptionelles und inhaltliches Erarbeiten von Kommunikations- und Dialogkonzepten zwischen Vorstand und Mitarbeiterschaft, einschließlich der Mitwirkung an interner Teamentwicklung und an der Optimierung von internen Kom­mu­ni­kations­abläufen
  • Strategische, konzeptionelle und inhaltliche Entwicklung von Konzepten zur Stärkung und Weiterentwicklung der Kontaktpflege zwischen dem Vorstand und externen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft
  • Konzeptionelle und inhaltliche Entwicklung von Umsetzungsstrategien der Ergebnisse der Nachhaltigkeitsforschung an den Schnittstellen zu Politik, Wirtschaft und Nicht­regierungs­organisationen
  • Mitwirkung an der Umsetzung transdisziplinärer co-kreativer Veranstaltungen mit Stake­holdern

Einstellungsvoraussetzungen:

  • Universitärer Hochschulabschluss, (bevorzugt) abgeschlossene Promotion

Anforderungen:

  • Einschlägige Kenntnis der interdisziplinären Forschung, insbesondere in den Bereichen Politikwissenschaft, Partizipationsforschung und politische Theorie
  • Vertrautheit mit den Zielen und Methoden der Nachhaltigkeits- und Transformations­forschung
  • Langjährige Berufserfahrung in nationalen und internationalen Forschungsprojekten im Kontext der Nachhaltigkeitsforschung
  • Erfahrung in der Konzeption und Moderation von Bürger- und Stakeholderdialogen
  • Fähigkeit, sich in einem internationalen Umfeld zu bewegen; Englisch als Arbeitssprache
  • Exzellente kommunikative Fähigkeiten
  • Fähigkeit zu eigenständigem und selbststrukturiertem Arbeiten, Belastbarkeit
  • Bereitschaft zu Dienstreisen

Wir bieten Ihnen ein interessantes und abwechslungsreiches Aufgabengebiet in einem jungen, interdisziplinären Team und ein attraktives, internationales Arbeitsumfeld mit gutem Arbeitsklima.

Weiterlesen auf stepstone.de.

Bei der Erwähnung von “…mit gutem Arbeitsklima” muss man schon etwas schmunzeln, wenn das Hauptziel der Stelle ist, das Klima möglichst schlecht aussehen zu lassen.

 

Forschergruppe um Michael Mann: Es könnte noch bis zu zwanzig Jahre dauern, bis die Erwärmung wieder kräftig anzieht

In Diskussionen offenbaren Klimaaktivisten immer wieder erschreckende Wissenslücken. Unglaublich aber wahr: Es gibt immer noch Klimakämpfer, die nicht mitbekommen haben, dass die legendäre Hockeystick-Kurve nicht mehr existiert, von Michael Mann einige Jahre später selber aus dem Verkehr gezogen und durch eine realistischere Temperaturkurve für die vergangenen 1000 Jahre ersetzt worden ist. Mindestens genauso schlimm ist das Beharren darauf, es gäbe in den letzten anderthalb Jahrzehnten keinen Erwärmungshiatus. Dieser Irrglaube hat sich in den Hirnen offenbar tief festgesetzt. Hiatus bedeutet dabei auch nicht unbedingt komplette Erwärmungspause, sondern eine starke Verlangsamung, auf englisch “Slowdown”. Prognostiziert wurde eine Erwärmung von 0,2°C pro Jahrzehnt, eingetroffen ist sehr viel weniger.

Die Wissenschaft hat den Hiatus bzw. Slowdown bereits lange akzeptiert, da wirkt der einsame Kampf einiger Klimaaktivisten schon ziemlich lächerlich. Wer es immer noch nicht glauben wollte, konnte es am 11. Mai 2016 in der Mitgliederzeitschrift Eos der American Geophysical Union (AGU) schwarz auf weiß nachlesen:

Was the Recent Slowdown in Surface Warming Predictable?
The temporary deceleration in warming across the Northern Hemisphere earlier this century could not have been foreseen by statistical forecasting methods, a new study concludes.

From the early 2000s to the early 2010s, there was a temporary slowdown in the large-scale warming of Earth’s surface. Recent studies have ascribed this slowing to both internal sources of climatic variability—such as cool La Niña conditions and stronger trade winds in the Pacific—and external influences, including the cooling effects of volcanic and human-made particulates in the atmosphere.

Several studies have suggested that climate models could have predicted this slowdown and the subsequent recovery several years ahead of time—implying that the models can accurately account for mechanisms that regulate decadal and interdecadal variability in the planet’s temperature. To test this hypothesis, Mann et al. combined estimates of the Northern Hemisphere’s internal climate variability with hindcasting, a statistical method that uses data from past events to compare modeling projections with the already observed outcomes.

Weiterlesen in Eos.

Hockeystick-Autor Michael Mann räumt den Hiatus/Slowdown offen ein. Im Abstract der Arbeit, die im April 2016 in den Geophysical Research Letters erschien, werden die pazifischen und atlantischen Ozesanzyklen (PDO, AMO) als Ursache der fehlenden Erwärmung genannt:

Predictability of the recent slowdown and subsequent recovery of large-scale surface warming using statistical methods
The temporary slowdown in large-scale surface warming during the early 2000s has been attributed to both external and internal sources of climate variability. Using semiempirical estimates of the internal low-frequency variability component in Northern Hemisphere, Atlantic, and Pacific surface temperatures in concert with statistical hindcast experiments, we investigate whether the slowdown and its recent recovery were predictable. We conclude that the internal variability of the North Pacific, which played a critical role in the slowdown, does not appear to have been predictable using statistical forecast methods. An additional minor contribution from the North Atlantic, by contrast, appears to exhibit some predictability. While our analyses focus on combining semiempirical estimates of internal climatic variability with statistical hindcast experiments, possible implications for initialized model predictions are also discussed.

Bei aller Freude wundert man sich aber schon über die Behauptung, die pazifische Ozeanzyklen wären unverhersehbar. Das ist natürlich Quatsch, denn die PDO folgt allgemein einem klaren 60-Jahreszyklus, der die Temperaturnen systematisch beeinflusst. Die bestehenden Vorhersagemethoden berücksichtigen dies noch viel zu wenig. Das gleiche Forscherteam hatte übrigens bereits ein Jahr zuvor (Februar 2015) in Science den Hiatus/Slowdown durch Ozeanzyklen erklärt. Der ORF berichtete damals:

Kühler Pazifik bremst globale Erwärmung
Trotz Klimawandels sind die globalen Temperaturen in den vergangenen 15 Jahren kaum gestiegen. Die Ursache dafür ist in den Ozeanen zu finden, schreiben US-Forscher in einer Studie. Ein neuerlicher Anstieg der Temperaturen sei zu erwarten – spätestens in zwanzig Jahren.

Eine echte Offenbarung. Es könnte gemäß Ozeanzyklenverlauf noch zwanzig Jahre dauern, bis die Erwärmung wieder kräftig anzieht. Ob die Politik diese Aussage mitbekommen hat? Hier die entsprechende Pressemitteilung der Penn State University:

Interaction of ocean oscillations caused ‘false pause’ in global warming

The recent slowdown in climate warming is due, at least in part, to natural oscillations in the climate, according to a team of climate scientists, who add that these oscillations represent variability internal to the climate system. They do not signal any slowdown in human-caused global warming.

“We know that it is important to distinguish between human-caused and natural climate variability so we can assess the impact of human-caused climate change on a variety of phenomena including drought and weather extremes,” said Michael Mann, Distinguished Professor of Meteorology, Penn State. “The North Atlantic and North Pacific oceans appear to be drivers of substantial natural, internal climate variability on timescales of decades.”

Mann, Byron A. Steinman, assistant professor of geological sciences, University of Minnesota-Duluth and a former Penn State National Science Foundation postdoctoral fellow and Penn State researcher Sonya K. Miller looked at a combination of real-world observational data and state-of-the-art climate model simulations used in the most recent report of the Intergovernmental Panel on Climate Change to understand the competing contributions to climate variability in the Northern Hemisphere during the historic era. They report their results today (Feb 26) in Science.

The Atlantic Multidecadal Oscillation (AMO) describes how North Atlantic sea-surface temperatures tend to oscillate with a periodicity of about 50 to 70 years. The Pacific Decadal Oscillation (PDO) varies over a broader range of timescales. The researchers looked only at the portion of the PDO that was multidecadal — what they term the Pacific multidecadal oscillation (PMO).

Using a wide variety of climate simulations, the researchers found that the AMO and PMO are not significantly correlated; they are not part of the global “stadium wave” oscillation, as some researchers had claimed. What they found was that the Northern Hemisphere was warming more slowly, not because of the AMO — which has been relatively flat — but because of a sharply down-trending PMO.

The researchers conclude that the down-trending PMO and the unusual slowing of warming over the past decade are tied to heat burial beneath the tropical Pacific and a tendency for sustained La Niña type conditions. While there is paleoclimate data suggesting that this type of response could come from subtle features of climate change itself that climate models do not currently capture, the researchers note that the most likely explanation is the random excursions of the AMO.

“Our findings have strong implications for the attribution of recent climate changes,” said Mann. “Internal multidecadal variability in Northern Hemisphere temperatures likely offset anthropogenic warming over the past decade.”

The researchers conclude that given past historical patterns of variation in the AMO and PMO, this situation will likely reverse and add to human induced warming in the future.

Dabei ist es jedoch wohl erher Wunschdenken, dass AMO und PDO erratisch und ungekoppelt schwingen. Judith Curry hatte bereits überzeugend darlegen können, dass die Ozeanzyklen global zusammenhängen (siehe “La Ola im Ozean: Die klimazyklische Stadionwelle“).

Die von Mann und Kollegen behauptete Unvorhersagbarkeit des Hiatus/Slowdown wird von Kollegen angezweifelt. Eine Gruppe um Yoshimitsu Chikamoto veröffentlichte im April 2015 in Nature Communications eine Arbeit, die auf Basis der Entwicklung im Pazifik eine mehrjährige Prognose vorstellt. Hier die entsprechende Pressemitteilung der University of Hawaii – SOEST:

Extending climate predictability beyond El Niño

Tropical Pacific climate variations and their global weather impacts may be predicted much further in advance than previously thought, according to research by an international team of climate scientists from the USA, Australia, and Japan. The source of this predictability lies in the tight interactions between the ocean and the atmosphere and among the Atlantic, the Pacific and the Indian Oceans. Such long-term tropical climate forecasts are useful to the public and policy makers.

At present computer simulations can predict the occurrence of an El Niño event at best three seasons in advance. Climate modeling centers worldwide generate and disseminate these forecasts on an operational basis. Scientists have assumed that the skill and reliability of such tropical climate forecasts drop rapidly for lead times longer than one year.

The new findings of predictable climate variations up to three years in advance are based on a series of hindcast computer modeling experiments, which included observed ocean temperature and salinity data. The results are presented in the April 21, 2015, online issue of Nature Communications.

“We found that, even three to four years after starting the prediction, the model was still tracking the observations well,” says Yoshimitsu Chikamoto at the University of Hawaii at Manoa International Pacific Research Center and lead author of the study. “This implies that central Pacific climate conditions can be predicted over several years ahead.”

“The mechanism is simple,” states co-author Shang-Ping Xie from the University of California San Diego. “Warmer water in the Atlantic heats up the atmosphere. Rising air and increased precipitation drive a large atmospheric circulation cell, which then sinks over the Central Pacific. The relatively dry air feeds surface winds back into the Atlantic and the Indian Ocean. These winds cool the Central Pacific leading to conditions, which are similar to a La Niña Modoki event. The central Pacific cooling then strengthens the global atmospheric circulation anomalies.”

“Our results present a paradigm shift,” explains co-author Axel Timmermann, climate scientist and professor at the University of Hawaii. “Whereas the Pacific was previously considered the main driver of tropical climate variability and the Atlantic and Indian Ocean its slaves, our results document a much more active role for the Atlantic Ocean in determining conditions in the other two ocean basins. The coupling between the oceans is established by a massive reorganization of the atmospheric circulation.”

The impacts of the findings are wide-ranging. “Central Pacific temperature changes have a remote effect on rainfall in California and Australia. Seeing the Atlantic as an important contributor to these rainfall shifts, which happen as far away as Australia, came to us as a great surprise. It highlights the fact that on multi-year timescales we have to view climate variability in a global perspective, rather than through a basin-wide lens,” says Jing-Jia Luo, co-author of the study and climate scientist at the Bureau of Meteorology in Australia.

“Our study fills the gap between the well-established seasonal predictions and internationally ongoing decadal forecasting efforts. We anticipate that the main results will soon be corroborated by other climate computer models,” concludes co-author Masahide Kimoto from the University of Tokyo, Japan.

 

Sonne, Mond und Sterne: Welchen Einfluss üben Planeten auf das Erdklima aus?

Jeden Tag schiebt der Mond zwei Flutberge über den Planeten. An der nordamerikanischen Ostküste in der Bay of Fundy hebt und senkt sich das Meer dabei um satte 13 Meter. Da liegt es nahe, dass die Gezeitenkräfte von Mond, Planeten und Sonne auch bei der irdischen Klimagestaltung eine Rolle spielen. Nicola Scafetta, der bereits in unserem Buch “Die kalte Sonne” als Gastautor dabei war, publizierte am 15. Mai 2016 in Advances in Space Research eine vergleichende Analyse zwischen den Planetenbewegungen und der Temperaturentwicklug auf der Erde während der vergangenen 165 Jahre. Dabei stieß Scafetta auf große Ähnlichkeiten und fand in den Datensätze immer wieder die Peridoden 20 und 60 Jahre. Die Erde und das Erdklima als Bestandteil des Planetensystems, ein nicht ganz abwegiger Gedanke. Hier die Kurzfassung der Arbeit:

High resolution coherence analysis between planetary and climate oscillations
This study investigates the existence of a multi-frequency spectral coherence between planetary and global surface temperature oscillations by using advanced techniques of coherence analysis and statistical significance tests. The performance of the standard Matlab mscohere algorithms is compared versus high resolution coherence analysis methodologies such as the canonical correlation analysis. The Matlab mscohere function highlights large coherence peaks at 20 and 60-year periods although, due to the shortness of the global surface temperature record (1850–2014), the statistical significance of the result depends on the specific window function adopted for pre-processing the data. In fact, window functions disrupt the low frequency component of the spectrum. On the contrary, using the canonical correlation analysis at least five coherent frequencies at the 95% significance level are found at the following periods: 6.6, 7.4, 14, 20 and 60 years. Thus, high resolution coherence analysis confirms that the climate system can be partially modulated by astronomical forces of gravitational, electromagnetic and solar origin. A possible chain of the physical causes explaining this coherence is briefly discussed.

Querdenker wie Scafetta haben es nicht leicht. Viele Kollegen hegen Skepsis gegenüber den vorgeschlagenen planetaren Mechanismen. Bereits 2014 ist Scafetta daher in die Offensive gegangen und versuchte in einem Beitrag in Astrophysics and Space Science die Argumente seiner Gegner zu klären. Hier die Kurzfassung:

Discussion on the spectral coherence between planetary, solar and climate oscillations: a reply to some critiques
During the last few years a number of works have proposed that planetary harmonics regulate solar oscillations. Also the Earth’s climate seems to present a signature of multiple astronomical harmonics. Herein I address some critiques claiming that planetary harmonics would not appear in the data. I will show that careful and improved analysis of the available data do support the planetary theory of solar and climate variation also in the critiqued cases. In particular, I show that: (1) high-resolution cosmogenic 10Be and 14C solar activity proxy records both during the Holocene and during the Marine Interglacial Stage 9.3 (MIS 9.3), 325–336 kyear ago, present four common spectral peaks (confidence level ⪆95 %) at about 103, 115, 130 and 150 years (this is the frequency band that generates Maunder and Dalton like grand solar minima) that can be deduced from a simple solar model based on a generic non-linear coupling between planetary and solar harmonics; (2) time-frequency analysis and advanced minimum variance distortion-less response (MVDR) magnitude squared coherence analysis confirm the existence of persistent astronomical harmonics in the climate records at the decadal and multidecadal scales when used with an appropriate window lenght (L≈110 years) to guarantee a sufficient spectral resolution to solve at least the major astronomical harmonics. The optimum theoretical window length deducible from astronomical considerations alone is, however, L⪆178.4 years because the planetary frequencies are harmonics of such a period. However, this length is larger than the available 164-year temperature signal. Thus, the best coherence test can be currently made only using a single window as long as the temperature instrumental record and comparing directly the temperature and astronomical spectra as done in Scafetta (J. Atmos. Sol. Terr. Phys. 72(13):951–970, 2010) and reconfirmed here. The existence of a spectral coherence between planetary, solar and climatic oscillations is confirmed at the following periods: 5.2 year, 5.93 year, 6.62 year, 7.42 year, 9.1 year (main lunar tidal cycle), 10.4 year (related to the 9.93–10.87–11.86 year solar cycle harmonics), 13.8-15.0 year, ∼20 year, ∼30 year and ∼61 year, 103 year, 115 year, 130 year, 150 year and about 1000 year. This work responds to the critiques of Cauquoin et al. (Astron. Astrophys. 561:A132, 2014), who ignored alternative planetary theories of solar variations, and of Holm (J. Atmos. Sol. Terr. Phys. 110–111:23–27, 2014a), who used inadequate physical and time frequency analyses of the data.

Nicola Scafetta steht mit seinem Modell zur planetaren Klimabeinflussung bei weitem nicht alleine da. Im Jahr 2014 erschien sogar ein Sonderband in der Fachzeitschrift Pattern Recognition in Physics mit dem Titel:

Pattern in solar variability, their planetary origin and terrestrial impacts

Darin enthalten ist unter anderem ein Beitrag von J.-E. Solheim:

The sunspot cycle length – modulated by planets?
The Schwabe frequency band of the sunspot record since 1700 has an average period of 11.06 yr and contains four major cycles, with periods of 9.97, 10.66, 11.01 and 11.83 yr. Analysis of the O–C residuals of the timing of solar cycle minima reveals that the solar cycle length is modulated by a secular period of about 190 yr and the Gleissberg period of about 86 yr. Based on a simple harmonic model with these periods, we predict that the solar cycle length will in average be longer during the 21st century. Cycle 24 may be about 12 yr long, while cycles 25 and 26 are estimated to be about 9 and 11 yr long. The following cycle is estimated to be 14 yr long. In all periods during the last 1000 yr, when the solar cycle length has increased due to the 190 yr cycle, a deep minimum of solar activity has occurred. This is expected to re-occur in the first part of this century. The coherent modulation of the solar cycle length over a period of 400 yr is a strong argument for an external tidal forcing by the planets Venus, Earth, Jupiter and Saturn, as expressed in a spin-orbit coupling model.

Interessant auch dieser Artikel aus dem selben Band von I. R. G. Wilson:

The Venus–Earth–Jupiter spin–orbit coupling model
A Venus–Earth–Jupiter spin–orbit coupling model is constructed from a combination of the Venus–Earth–Jupiter tidal-torquing model and the gear effect. The new model produces net tangential torques that act upon the outer convective layers of the Sun with periodicities that match many of the long-term cycles that are found in the 10Be and 14C proxy records of solar activity.

Siehe auch den folgenden Beitrag von 2012 aus dem Blog Astro-Climate-Connection:

Jupiter Tidal Torque Modell

Ebenfalls in Pattern Recognition in Physics erschien 2013 der folgende Artikel von J.-E. Solheim:

Signals from the planets, via the Sun to the Earth (weiterlesen …)

Die Sonne im April 2016 und El Nino-klimatisch

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Unser Zentralgestirn war im April auch für die ruhigen Verhältnisse des gesamten Solaren Zyklus ( Solar Cycle-SC) besonders wenig aktiv. Die ausgewiesene SSN (SunSpotNumber) von 38,0 entspricht nur 50% der in diesem Monat üblichen. Der recht eindrucksvolle Einbruch der Aktivität ist auch sehr gut im Diagramm zu sehen:

Abb.1: Der Verlauf der Sonnenfleckenaktivität im seit Dezember 2008 laufenden Zyklus 24 (rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus (blau) und zum schon viele Monate recht ähnlichen Zyklus 5 ( schwarz).

 

Auch die Divergenz im Aufbau der polaren Felder der Sonne hat sich weiter erhöht.  Wir berichteten bereits im März darüber.    Die südpolaren Felder sind nun bereits nahezu 4mal so stark wie die sehr schwachen nordpolaren. So eine unterschiedliche Entwicklung gab es noch nie in diesem Stadium des Zyklus seit Beginn der Beobachtungen vor etwa 40 Jahren. Wir behalten das Phänomen im Auge und halten Sie auf dem Laufenden! Unser allmonatliches Diagramm mit den Vergleichen der bisher systematisch beobachteten Zyklen seit  März 1755 enthält diesmal eine Besonderheit:

Abb. 2: Die aufsummierten Anomalien der SSN aller Zyklen. Die Differenzen zwischen den einzelnen Monaten und dem Mittelwert aller Zyklen (blau in Abb. 1) bildet die Datengrundlage.

 

Mit der Berücksichtigung des April 2015 (Zyklusmonat 89) wird deutlich, dass der aktuelle Zyklus 24 in der Gesamtaktivität der Sonnenflecken nun niedriger abschneidet als der Zyklus 7 und der ereignete sich  zwischen 1823 und 1833 während des Dalton Minimums. Unsere Vermutung aus dem Vormonat, dass dieses „Überholen“ nach unten passieren könnte, erfüllte sich also sehr schnell. In der aktuellen Rückschau ist die Fleckenaktivität unserer Sonne im SC24 also so niedrig wie seit 200 Jahren nicht mehr, seit dem Zyklus 6.

 

Der vergangene El Nino und das Klima

Die Abschiedsmelodien für den El Nino sind gesungen. Bereits im Februar 2016 berichteten wir von Prognosen  einer sich andeutenden  La Nina. Damals befand sich der El Nino noch in voller Ausprägung. Aktuell zeichnet sich der Umschwung in den Oberflächentemperaturen des äquatorialen Pazifiks schon sehr deutlich ab:

Abb. 3: Die Oberflächentemperaturen (Sea SurfaceTemperatures- SST) des Pazifiks.  Quelle: NOAA, vom 12.5.2016

 

In Abb. 3 ist bereits das kühle mäandernde Band am Äquator zu erkennen, ein Vorbote der sich entwickelnden  La Nina. Die neuesten Modellvorhersagen haben die Wahrscheinlichkeit für eine La Nina bereits im Juni/Juli  auf über 50% heraufgesetzt. In den Wasserschichten nur etwa 100m unter der Oberfläche lauert bereits sehr viel um bis zu  4 °C kühleres Wasser als normal und der nun recht heftig wehende Passatwind wird es an die Oberfläche befördern.

 

Abb. 4: Die Temperaturanomalien der tieferen Wässer unter dem Äquator des Pazifiks. Quelle: TAO für den 13. 5. 2016.

 

Zeit für ein kleines Resümé des vergangenen warmen El Nino-Events.

Wie stark war der El Nino im Vergleich zu dem von 1998?

Ein Blick auf den Indikator der SST im tropischen Ostpazifik Nino 3,4 zeigt kaum Unterschiede:

Abb. 5: der taggenaue Verlauf von Nino 3,4 seit jeweils dem 1. Januar der entsprechenden Jahre 2015 bzw. 1997.

 

Weitere oft verwendete  Kriterien wie der ONI-Index (2015 etwas stärker) und der Index MEI (1997 etwas stärker) zeigen kaum divergierende Amplituden zwischen 1997/98 und 2014/15 an. Wir gehen davon aus, dass beide El Nino- Ereignisse gleich stark waren.

Welche globalen Wirkungen  gingen von den  beiden El Ninos aus?

Wir beschränken uns auf die Betrachtung der globalen SST:

Abb. 6: Die SST- Anomalien global seit 1996 nach Reynolds (NOAA) bis einschließlich April 2016.

 

Auffällig ist der Hub ab 2014. Schon bei oberflächlichem Betrachten erkennt man das Stagnieren nach 2001 (der El Nino nach 1997 wurde durch eine La Nina in 1998-2000 abgelöst). Der relativ „harmlose“ El Nino 2010 hatte ebenfalls eine La Nina zur Folge. Ab 2014 dann ein Zuwachs mit dem Peak des starken El Ninos 2015/16 noch darauf gesetzt. Während starker El Ninos wird für kurze Zeit die gesamte andere interne Variabilität unseres Klimas  durch das Ereignis selbst weitgehend überstrahlt. Wenn also die El Ninos in 1997/98 und 2015/16 etwa gleich stark waren dann können wir die Unterschiede in den Auswirkungen nahezu ausschließlich als  von den äußeren Antrieben (das IPCC spricht von „Forcings“ wie Treibhausgase, Ozon usw.)  abhängig betrachten. In Abb. 3 ist zu erkennen, dass die El Ninos ab März 1997 bzw. 2015 im Verlauf praktisch kaum zu unterscheiden waren.  Die Auswirkungen auf die globalen SST unterscheiden sich jedoch  um 0,2 °C:

Abb. 7: Die Differenz („Delta SST“ )der globalen SST monatweise während der starken El Ninos wie sie gemessen wurden (blau) und wie sie das Modellmittel CMIP5 (rot) erwartet.

 

In Abb. 7 wurde die beobachtete Differenz der SST mit der Modellgröße „tos“  (so werden in der Modellwelt die SST bezeichnet) des Emissionsszenarios RCP 8.5 deshalb verglichen, weil im genannten Zeitraum die Forcings genau diesem Szenario gut folgten, vgl.  Outten et al. (2015). Das Mittel über alle Monate beträgt beobachtet 0,2 °C und modelliert 0,36 °C, also 80% mehr als real.  Das Modellmittel  und die Beobachtungen hier sind  in beiden Fällen die Auswirkungen der „Forcings“. Zwischen 1997 und 2015 wurde der Zuwachs dieser zu nahezu  80% vom CO2- Gehalt der Atmosphäre  bestimmt, folgt man den Zahlen das IPCC. Auch hier zeigen die Modelle zu viel Erwärmung, sie reagieren wohl um etwa 30 % zu stark auf CO2.

Immer wieder erzielt man  ähnliche Ergebnisse wenn man Beobachtungen auch der jüngsten Realität und der Modellwelt  gegenüber stellt. In letzter Zeit taten dies Nicholas Lewis in einem Artikel und auf einem etwas anderen Wege der Mitautor dieser Zeilen , die Größe „TCR“ ergibt sich aus Beobachtungen zu 1,2…1,4. Die Modelle, benutzt um die klimapolitischen Ziele zu definieren, gehen von Werten um 2 aus. Die sich ergebenden Unterschiede ab etwa 2040 sind gewaltig, ebenso wie die notwendigen eingesetzten Mittel zur „Bekämpfung“  der sehr wahrscheinlich zu hoch gerechnete CO2- Empfindlichkeit unseres Klimas.   Wenn Sie also hier und da Berichte verfolgen über die Rekorde der globalen Temperaturen: Die Modelle sagten während des El Ninos noch viel höhere Werte voraus und gewichten das „Klimagas CO2“ zu hoch.

 

Wenn als Redakteure getarnte Aktivisten gemeinsame Sache mit der Versicherungsindustrie machen: Das Märchen von den Klimawandel-Waldbränden

Joachim Wille ist Klimaaktivist und Journalist in einer Person. Keine gute Kombination. Jedenfalls nicht für die meisten seiner Leser, die sich lieber eine ausgewogene Berichterstattung gewünscht hätten. Wille schreibt regelmäßig für die Klimaktivisten-Platfform Klimaretter. Er schreibt aber auch als freier Autor für die Frankfurter Rundschau (FR), die es dabei versäumt, Wille als Aktivisten zu kennzeichnen. Das ist höchst ärgerlich. Zuletzt passiert in der FR am 12. Mai 2016. Dabei machte sich Wille ziemlich lächerlich als er schrieb:

Brände in Kanada: „Höchstwahrscheinlich“ Klimawandel
Von 

Die Brände in Kanada richten Schäden in Milliardenhöhe an. Ein Zusammenhang mit der Klimaerwärmung ist so gut wie sicher. Umgedacht wird jedoch noch immer nicht. Ein Kommentar.

[...] Ausgerechnet die Erdöl-Provinz Alberta hat es erwischt. Das müsste ein Warnzeichen sein, denn Experten sehen einen Zusammenhang mit der Klimaerwärmung. Alberta erlebt seit Monaten ein ungewöhnlich warmes und trockenes Wetter. Die Waldbrandsaison begann schon Anfang März, weil im Winter wenig Schnee gefallen war, und im Mai stiegen die Temperaturen bereits auf 30 Grad und mehr. Der oberste Risikoforscher der Münchner Rück, Peter Hoppe, sagte, die Häufung von Hitzephasen und das steigende Waldbrand-Risiko in Kanada hänge nach aktuellen Studien „höchstwahrscheinlich“ mit dem Klimawandel zusammen.

Ein geniales Bild: Ölfelder die durch ihr frevelhaftes Pumpen die Waldbrände selbst verschuldet haben. Das Ganze angewürzt durch Kumpelei mit der interessierten Extremwetter-Versicherungsindustrie. Aktivismus hoch drei. Das Schlimmste daran ist, dass wissenschaftliche Studien das genaue Gegenteil zeigen: Kein Langzeittrend bei den Waldbränden (siehe unseren Blogartikel “Waldbrände und Klimawandel: Eine Analyse mit überraschendem Ergebnis“).Das gilt insbesondere für Kanada, wie die Statistik der National Forestry Database zeigt:

Abbildungsquelle: National Forestry Database, Canada.

 

Hat es irgendwer gemerkt? Ja, Spiegel Online hat aufgepasst und enttarnte die schräge Aktivistendenke:

Katastrophe in Kanada: Die Mär von den Klimawandel-Waldbränden

In Kanada wüteten riesige Waldbrände – Schuld sei der Klimawandel, behaupten Forscher. Dabei sind andere Ursachen viel naheliegender.

Bei Naturkatastrophen gilt der Klimawandel gerne als Ursache. Während die Behauptung bei manchen Hitzewellen oder Sturmfluten gut belegt sein mag, erweist sie sich bei anderen aber als unpassend. Gerade gibt es Meldungen, fünf Pazifikinseln seien wegen der globalen Erwärmung versunken. Forscher sahen sich zu einer Richtigstellung gezwungen. Auch der Syrienkrieg, Hurrikane oder gleich “90 Prozent aller Naturkatastrophen” wurden irrtümlich dem Klimawandel angelastet. [...]

Hauptschuldiger ist vielmehr ein Tiefdruckgebiet, das für die Frühlingszeit ungewöhnlich weit nördlich lag. Mit seiner Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn fächerte es tagelang warme, trockene Luft aus Südwesten bis in den Norden Albertas, wo es mehr als 30 Grad warm wurde – 17 Grad mehr als Anfang Mai üblich. Hinzu kam starker Wind, der die Flammen vor sich her trieb. Die selten Hitzewelle traf auf eine ungewöhnlich entwickelte Vegetation: Der Schnee war früh getaut, die Vegetation lag karg und trocken. Seit Dezember war nur halb so viel Niederschlag gefallen wie üblich. Das Wetter hatte eine Ursache: Der Klimaschurke El Niño war aufgezogen, seine pazifische Warmwasserflut ändert die Witterung auf der halben Welt. Kanada bringt er gewöhnlich Wärme und Trockenheit. So auch in diesem Jahr. Ob der Klimawandel El Niños befördert ist unklar.

Ganzen Artikel auf spiegel.de lesen.

Die Zeiten, als als Redakteure getarnte Aktivisten alles unwidersprochen behaupten konnten, scheinen vorbei zu sein. Und das ist gut so.

Der Blick in die aktuelle Literatur bringt weitere Erhellung. Laut einer Hamburger Max-Planck-Studie (Kloster et al. 2015) ist neben der Waldfeuchte vor allem auch das Brennstoffangebot bei der Entstehung und Häufigkeit von Waldbränden entscheidend.

Eine andere Studie (Zennaro et al. 2014) untersuchte die boreale Waldbrandhäufigkeit der letzten 2000 Jahre anhand eines grönländischen Eiskerns. Hochinteressant: Während der Mittelalterlichen Wärmeperiode gab es einen starken Anstieg der Waldbrände, ausgelöst durch Dürren. Andere waldbrandreiche Zeiten hingegen korrelierten mit Dürren in Zentral- und Nordasien, als der Monsunregen ausblieb. Wichtige Erkenntnis der Studie: Das 20./21. Jahrhundert bewegt sich noch voll und ganz im Bereich der natürlichen Schwankungsbreite hinsichtlich der Waldbrandhäufigkeit.

 

NASA: Tiefe Ozeanschichten haben sich in den vergangenen 10 Jahren nicht erwärmt. Ursache der globalen atmosphärischen Erwärmungspause bleibt weiter offen

Am 23. April 2016 berichtete Volker Mrasek, den wir auch aus dem Deutschlandfunk kennen, im SRF über das ARGO-Messnetz in den Weltozeanen, mit dem wichtige Informationen zum ozeanischen Wärmeinselinhalt (Ocean Heat Conent) gewonnen werden. In der Ankündigung der Sendung heißt es:

Argo Tauchroboter Messnetz
Wir wissen mehr über den Mond, als über die Ozeane, so hört man manchmal. Doch unbemerkt von der Öffentlichkeit füllt eine riesige Flotte von Tausenden von Mini-U-Booten diese Datenlücke. Argo heisst das Projekt, und es feiert gerade den 15-Geburtstag.

Ein interessanter Beitrag, der in der Sendung bei Minute 13:35 beginnt und hier online nachzuhören ist. Einziger Kritikpunkt: Im Beitrag wird so ganz lässig nebenbei die ziemlich gewagte These aufgestellt, das ARGO System hätte eindeutig bewiesen, dass die fehlende Wärme aus dem Temperatur-Hiatus gänzlich im Meer verschwunden wäre, das Rätsel somit endgültig gelöst wäre. Das ist natürlich murks und ein Schlag ins Gesicht all jener Klimaforscher, die noch immer auf der Suche nach einer guten Erklärung für den Hiatus sind. Siehe z.B. “Michael Mann, Ben Santer, Gerald Meehl: Erwärmungshiatus existiert und ist erklärungsbedürftig. Klimamodelle müssen auf den Prüfstand“.

Aber wir nehmen den SRF-Beitrag gerne zum Anlass, uns in Punkto Ozeanwärme auf den neuesten Stand zu bringen. Das haben wir letztmalig im August 2014 getan, als wir in der Tiefe des Ozeans eine gänzlich andere Geschichte entdeckten (siehe “Suche nach der angeblich im Ozean versunkenen Wärme endet mit Fehlschlag: Tiefe Meeresschichten kühlten sich in den letzten 20 Jahren ab“). Der Beitrag wurde auch auf The Hockeystick in englischer Sprache veröffentlicht.

Zunächst schauen wir bei Ole Humlum auf Climate4You vorbei, der die Temperaturentwicklung der Weltozeane für die obersten 700m geplottet hat:

 

Wie wir bereits in unserer Übersicht 2014 festgestellt hatten, gibt es in den oberen Wasserschichten in der Tat keinen Erwärmungshiatus. Die obersten 700m der Weltzozeane erwärmen sich seit Mitte der 1980er Jahre, nachdem sie sich zuvor leicht abgekühlt hatten. Am 19. Januar 2016 meldete die Webplattform Wissenschaft Aktuell:

Klimawandel: Ozeane heizen sich immer schneller auf
Etwa die Hälfte der zusätzlichen Wärme nahmen die Weltmeere in den vergangenen 20 Jahren auf [...] Doch heizten sich die Weltmeere besonders in den vergangenen beiden Jahrzehnten besonders schnell auf. Über dieses Ergebnis, das für zukünftige Klimamodelle von großer Bedeutung ist, berichten nun amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift „Nature Climate Change“. „In jüngster Zeit haben sich die Ozeane substanziell erwärmt und das Wärmesignal reicht in immer tiefere Wasserschichten“, sagt Peter Gleckler vom Lawrance Livermore National Laboratory.

Ganzen Artikel auf Wissenschaft Aktuell lesen.

Bereits im Juli 2015 hatte die Süddeutsche Zeitung getitelt:

Meere heizen sich zu schnell auf

Aber weiß man das so genau, wenn das ARGO-Messnetz erst 15 Jahre alt ist? Und wie sieht es unterhalb von 700m aus? Kann die anhaltende Erwärmung der oberen 700m den Hiatus erklären? Wir begeben uns auf Spurensuche.

Im August 2014 erschien im Journal of Physical Oceanography ein Paper von Carl Wunsch und Patrick Heimbach, das den ozeanischen Wärmeinhalt der letzten zwei Jahrzehnte beschrieb.

Bidecadal Thermal Changes in the Abyssal Ocean
A dynamically consistent state estimate is used for the period 1992–2011 to describe the changes in oceanic temperatures and heat content, with an emphasis on determining the noise background in the abyssal (below 2000 m) depths. Interpretation requires close attention to the long memory of the deep ocean, implying that meteorological forcing of decades to thousands of years ago should still be producing trendlike changes in abyssal heat content. Much of the deep-ocean volume remained unobserved. At the present time, warming is seen in the deep western Atlantic and Southern Oceans, roughly consistent with those regions of the ocean expected to display the earliest responses to surface disturbances. Parts of the deeper ocean, below 3600 m, show cooling. Most of the variation in the abyssal Pacific Ocean is comparatively featureless, consistent with the slow, diffusive approach to a steady state expected there. In the global average, changes in heat content below 2000 m are roughly 10% of those inferred for the upper ocean over the 20-yr period. A useful global observing strategy for detecting future change has to be designed to account for the different time and spatial scales manifested in the observed changes. If the precision estimates of heat content change are independent of systematic errors, determining oceanic heat uptake values equivalent to 0.1 W m−2 is possibly attainable over future bidecadal periods.

Im Paper erteilen die beiden Spezialisten der Deutschlandfunk-Hypothese eine klare Absage. Es gibt noch viel zu wenig Daten, insbesondere aus den tiefen Ozeanschichten, um die fehlende atmosphärischen Erwärmung durch versunkene Ozeanwärme zu erklären:

Direct determination of changes in oceanic heat content over the last 20 years are not in conflict with estimates of the radiative forcing, but the uncertainties remain too large to rationalize e.g., the apparent “pause” in warming.

Im Oktober 2014 dann zwei weitere Paukenschläge. Llovel et al. und Durack et al. veröffentlichen in Nature Climate Change zwei Papers, die ebenfalls den Schluss zulassen, dass die Erwärmungspause an der Erdoberfläche nicht mit der Ozeanwärme gelöst werden kann. Während sich die oberen Wasserschichten schneller erwärmt haben als gedacht, kühlten sich die tiefen Wasserschichten unterhalb von 2 km überraschenderweise eher ab. In den Tiefen des Ozeans kann sich daher die vermisste Wärme nicht verstecken. Reporting Climate Science (via Judith Curry) hat die Papers zusammenfassend kommentiert:

The implication of this is that a build up of heat in the deep oceans is not the solution to the so called missing energy mystery that has puzzled climate scientists trying to match the observed heat build up on the planet with what the theory of global warming suggests should be happening. A number of climate scientists had previously suggested that heat is accumulating in the deep oceans and that this accounts for the missing energy.

An analysis of ocean data together with satellite measurements suggests that the warming rate for the top 700m of ocean in the southern hemisphere has been underestimated – at least from 1970 until the early 2000s when an array of measurement buoys, known as Argo, began to collect data.

Separately, an analysis of satellite measurements and ocean temperature data has revealed that that the deeper half of the ocean (below 2 km depth) has, on average, not warmed from 2005 to 2013 and may have cooled – in contrast to the prevailing view, based on sparse ship-based measurements, that had suggested deep ocean warming between the 1990s and 2005.

Papers relating to both pieces of research have been published in Nature Climate Change. Both papers are important because they shed light on the debate around the so called missing energy mystery. Essentially, they imply that heat has accumulated faster than had been thought in the upper ocean but not, as many have suggested, in the deeper ocean below 2km.

Die NASA gab am 6. Oktober 2014 die folgende Pressemitteilung zur Llovel et al.-Studie heraus:

NASA Study Finds Earth’s Ocean Abyss Has Not Warmed

The cold waters of Earth’s deep ocean have not warmed measurably since 2005, according to a new NASA study, leaving unsolved the mystery of why global warming appears to have slowed in recent years.

Scientists at NASA’s Jet Propulsion Laboratory (JPL) in Pasadena, California, analyzed satellite and direct ocean temperature data from 2005 to 2013 and found the ocean abyss below 1.24 miles (1,995 meters) has not warmed measurably. Study coauthor Josh Willis of JPL said these findings do not throw suspicion on climate change itself.

“The sea level is still rising,” Willis noted. “We’re just trying to understand the nitty-gritty details.”

In the 21st century, greenhouse gases have continued to accumulate in the atmosphere, just as they did in the 20th century, but global average surface air temperatures have stopped rising in tandem with the gases. The temperature of the top half of the world’s oceans — above the 1.24-mile mark — is still climbing, but not fast enough to account for the stalled air temperatures.

Many processes on land, air and sea have been invoked to explain what is happening to the “missing” heat. One of the most prominent ideas is that the bottom half of the ocean is taking up the slack, but supporting evidence is slim. This latest study is the first to test the idea using satellite observations, as well as direct temperature measurements of the upper ocean. Scientists have been taking the temperature of the top half of the ocean directly since 2005, using a network of 3,000 floating temperature probes called the Argo array.

“The deep parts of the ocean are harder to measure,” said JPL’s William Llovel, lead author of the study published Sunday in the journal Nature Climate Change. “The combination of satellite and direct temperature data gives us a glimpse of how much sea level rise is due to deep warming. The answer is — not much.”

The study took advantage of the fact that water expands as it gets warmer. The sea level is rising because of this expansion and the water added by glacier and ice sheet melt.

To arrive at their conclusion, the JPL scientists did a straightforward subtraction calculation, using data for 2005-2013 from the Argo buoys, NASA’s Jason-1 and Jason-2 satellites, and the agency’s Gravity Recovery and Climate Experiment (GRACE) satellites. From the total amount of sea level rise, they subtracted the amount of rise from the expansion in the upper ocean, and the amount of rise that came from added meltwater. The remainder represented the amount of sea level rise caused by warming in the deep ocean. The remainder was essentially zero. Deep ocean warming contributed virtually nothing to sea level rise during this period.

Coauthor Felix Landerer of JPL noted that during the same period warming in the top half of the ocean continued unabated, an unequivocal sign that our planet is heating up. Some recent studies reporting deep-ocean warming were, in fact, referring to the warming in the upper half of the ocean but below the topmost layer, which ends about 0.4 mile (700 meters) down.

Landerer also is a coauthor of another paper in the same journal issue on 1970-2005 ocean warming in the Southern Hemisphere. Before Argo floats were deployed, temperature measurements in the Southern Ocean were spotty, at best. Using satellite measurements and climate simulations of sea level changes around the world, the new study found the global ocean absorbed far more heat in those 35 years than previously thought — a whopping 24 to 58 percent more than early estimates.

Both papers result from the work of the newly formed NASA Sea Level Change Team, an interdisciplinary group tasked with using NASA satellite data to improve the accuracy and scale of current and future estimates of sea level change. The Southern Hemisphere paper was led by three scientists at Lawrence Livermore National Laboratory in Livermore, California.

NASA monitors Earth’s vital signs from land, air and space with a fleet of satellites and ambitious airborne and ground-based observation campaigns. NASA develops new ways to observe and study Earth’s interconnected natural systems with long-term data records and computer analysis tools to better see how our planet is changing. The agency shares this unique knowledge with the global community and works with institutions in the United States and around the world that contribute to understanding and protecting our home planet.

Im Mai 2015 konnte das Forscherquartett Liang, Wunsch, Heimbach und Forget dann sogar im Journal of Climate zeigen, dass sich die tiefen Ozeanschichten derzeit abkühlen und Wärme an obere Wasserstockwerke abgeben. Die Wissenschaftler weisen daraufhin, dass sich die Ozeane zu Beginn des anthropogenen Klimawandels keineswegs in einem Gleichgewichtszustand befanden und dies berücksichtigt werden muss. Hier der Abstract:

Vertical Redistribution of Oceanic Heat Content
Estimated values of recent oceanic heat uptake are on the order of a few tenths of a W m−2, and are a very small residual of air–sea exchanges, with annual average regional magnitudes of hundreds of W m−2. Using a dynamically consistent state estimate, the redistribution of heat within the ocean is calculated over a 20-yr period. The 20-yr mean vertical heat flux shows strong variations in both the lateral and vertical directions, consistent with the ocean being a dynamically active and spatially complex heat exchanger. Between mixing and advection, the two processes determining the vertical heat transport in the deep ocean, advection plays a more important role in setting the spatial patterns of vertical heat exchange and its temporal variations. The global integral of vertical heat flux shows an upward heat transport in the deep ocean, suggesting a cooling trend in the deep ocean. These results support an inference that the near-surface thermal properties of the ocean are a consequence, at least in part, of internal redistributions of heat, some of which must reflect water that has undergone long trajectories since last exposure to the atmosphere. The small residual heat exchange with the atmosphere today is unlikely to represent the interaction with an ocean that was in thermal equilibrium at the start of global warming. An analogy is drawn with carbon-14 “reservoir ages,” which range from over hundreds to a thousand years.

 

Treibhausgase: Die Welt wird grüner

Lange belächelt, nun aber amtlich: Pflanzen brauchen CO2 zum Wachsen! Spiegel Online berichtete am 29. April 2016:

Treibhausgase: Die Welt wird grüner
CO2 sorgt für den Klimawandel – doch gleichzeitig lässt es verstärkt Pflanzen wachsen. Satellitendaten zeigen: Die Erde ergrünt. Das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) sorgt dafür, dass die Luft wärmer wird. Klimaforscher warnen seit Langem vor den Folgen. Jetzt aber zeige sich ein positiver Effekt des Gases, das aus Autos, Fabriken und Kraftwerken strömt: Es dünge quasi Pflanzen, berichten Wissenschaftler im Fachmagazin “Nature Climate Change”. Die Welt sei in den vergangenen Jahrzehnten erheblich grüner geworden. Eine Grünfläche doppelt so groß wie die USA sei seit 1982 hinzugekommen. Dass CO2 das Wachstum von Pflanzen anregt, war bekannt. Mit ihrer Fotosynthese wandeln sie Kohlendioxid mithilfe des Blattgrüns Chlorophyll und mit Sonnenlicht und Wasser in Zucker um – mit dem Pflanzen ihre Zellen bilden. Wie stark der Düngeeffekt wirkt, ist unbekannt. Die neue Studie aber scheint einen stattlichen Einfluss zu dokumentieren.

Weiterlesen auf Spiegel Online

Die NASA gab am 27. April die folgende Pressemitteilung zur Studie heraus:

CO2 is making Earth greener—for now

A quarter to half of Earth’s vegetated lands has shown significant greening over the last 35 years largely due to rising levels of atmospheric carbon dioxide, according to a new study published in the journal Nature Climate Change on April 25.

An international team of 32 authors from 24 institutions in eight countries led the effort, which involved using satellite data from NASA’s Moderate Resolution Imaging Spectrometer and the National Oceanic and Atmospheric Administration’s Advanced Very High Resolution Radiometer instruments to help determine the leaf area index, or amount of leaf cover, over the planet’s vegetated regions. The greening represents an increase in leaves on plants and trees equivalent in area to two times the continental United States.

Green leaves use energy from sunlight through photosynthesis to chemically combine carbon dioxide drawn in from the air with water and nutrients tapped from the ground to produce sugars, which are the main source of food, fiber and fuel for life on Earth. Studies have shown that increased concentrations of carbon dioxide increase photosynthesis, spurring plant growth.

While rising carbon dioxide concentrations in the air can be beneficial for plants, it is also the chief culprit of climate change. The gas, which traps heat in Earth’s atmosphere, has been increasing since the industrial age due to the burning of oil, gas, coal and wood for energy and is continuing to reach concentrations not seen in at least 500,000 years. The impacts of climate change include global warming, rising sea levels, melting glaciers and sea ice as well as more severe weather events.

Carbon dioxide fertilization isn’t the only cause of the increased plant growth—nitrogen, land cover change and climate change by way of global temperature, precipitation and sunlight changes all contribute to the greening effect. To determine the extent of carbon dioxide’s contribution, researchers ran the data for carbon dioxide and each of the other variables in isolation through several computer models that mimic the plant growth observed in the satellite data.

Results showed that carbon dioxide fertilization explains 70 percent of the greening effect, said co-author Ranga Myneni, a professor in the Department of Earth and Environment at Boston University. “The second most important driver is nitrogen, at 9 percent. So we see what an outsized role CO2 plays in this process.”

About 85 percent of Earth’s ice-free lands is covered by vegetation. The area covered by all the green leaves on Earth is equal to, on average, 32 percent of Earth’s total surface area — oceans, lands and permanent ice sheets combined. The extent of the greening over the past 35 years “has the ability to fundamentally change the cycling of water and carbon in the climate system,” said lead author Zaichun Zhu, a researcher from Peking University, China, who did the first half of this study with Myneni as a visiting scholar at Boston University.

Every year, about half of the 10 billion tons of carbon emitted into the atmosphere from human activities remains temporarily stored, in about equal parts, in the oceans and plants. “While our study did not address the connection between greening and carbon storage in plants, other studies have reported an increasing carbon sink on land since the 1980s, which is entirely consistent with the idea of a greening Earth,” said co-author Shilong Piao of the College of Urban and Environmental Sciences at Peking University.

The beneficial impacts of carbon dioxide on plants may be limited, said co-author Dr. Philippe Ciais, associate director of the Laboratory of Climate and Environmental Sciences, Gif-suv-Yvette, France. “Studies have shown that plants acclimatize, or adjust, to rising carbon dioxide concentration and the fertilization effect diminishes over time.”

“While the detection of greening is based on data, the attribution to various drivers is based on models,” said co-author Josep Canadell of the Oceans and Atmosphere Division in the Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation in Canberra, Australia. Canadell added that while the models represent the best possible simulation of Earth system components, they are continually being improved.

 

Richard Feynman: “Real science is all about trying to prove your theory wrong”

“Real science is all about trying to prove your theory wrong. You do everything you can to prove it wrong, then have other people do what they can to prove it wrong. When all of you fail at doing that, when the theory has been refined such that it fits all the evidence and you can’t figure out how else to test it, then it is most likely the truth. That is what scientific rigor is about. It isn’t about coming up with a theory, ignoring data you don’t like, showing it to a few people who agree with you, and saying ‘Ok, we proved this true and nobody else can look at it.’“

Richard P. Feynman (1918 – 1988), Physicist

Die Eisheiligen werden immer kälter

Von Josef Kowatsch und Sebastian Lüning
Naturbeobachter und unabhängige Klimawissenschaftler

Die Eisheiligen sind die Tage vom 11. bis 15. Mai. Laut alten Bauernregeln soll in diesem Zeitraum eine kalte Zwischenphase erfolgen, also noch kälter als der Maibeginn. Wir stellen uns der Frage: Wurden diese fünf Tage nun kälter oder wärmer in der Gegenwart? Anlass dieser Frage ist die Äußerung vom Vorstand des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Andreas Friedrich in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 21. April 2016:

„…In den vergangenen Jahren haben sich die Eisheiligen eher rar gemacht“. Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst stellt fest: „In den letzten Jahren zeigten sich diese Kaltlufteinbrüche im Mai weniger…“

Schon im letzten Jahr hatte Vorstand Friedrich im „Focus“ ähnliches behauptet. Da wurden die Eisheiligen 2015 einfach zu Heißheiligen gemacht. Zunächst sei die Frage erlaubt, was heißt Gegenwart, was heißt in den letzten Jahren? Für den folgenden Artikel definiere ich „Gegenwart“ deshalb selbst: Ab 1998 setzten verstärkt die Katastrophenmeldungen und Vorhersagen über eine unheilvolle Erderwärmung ein. Deshalb werden wir für Angaben wie „in jüngster Zeit“ oder „die letzten Jahre“ oder „in der Gegenwart“ immer das Jahr 1998 als Ausgang für die Betrachtung ansetzen. Und da Meteorologen 30 Jahre als Klimaeinheit betrachten, soll auch dieser Zeitraum untersucht werden. Beginnen wollen wir aber mit 50 Jahre, einem recht langen Betrachtungszeitraum. Wir haben uns die Daten der Klimastation Potsdam für die letzten 50 Jahre besorgt, also von 1966 bis 2015. Im folgenden Diagramm sind die 5 Eisheiligentage (11. – 15. Mai) aus der Langzeitreihe der Klimastation von Potsdam (PIK Potsdam) mit Tageswerten extrahiert und die fünf Tage im Schnitt dargestellt.

Die Eisheiligen der letzten 50 Jahre

Nimmt man die Schnitt-Temperaturen der Eisheiligen ab 1966 der Station Potsdam, zeigt sich ein signifikanter Trend von – 2K innerhalb der  50 Jahre. Zwei Grad Abkühlung in 50 Jahren ist das Gegenteil von Erwärmung, und das Gegenteil eines Ausfalls der Eisheiligen (Abbildung 1). Ergebnis: In den letzten 50 Jahren wurden die Eisheiligen kälter und nicht wärmer.

 

Abb. 1. Über die letzten 50 Jahre zeigen die Eisheiligen in Potsdam einen negativen Trend, die fünf Tage wurden eindeutig kälter und nicht wärmer. Der letzte Wert sind die Eisheiligen 2015, denn 2016 liegt noch nicht vor. Es sei noch darauf hingewiesen, dass kurz nach dem Start des Betrachtungszeitraumes ab 1971 acht kalte Eisheiligenjahre folgten.

 

Die Eisheiligen der letzten 30 Jahre

Der nächste Betrachtungsabschnitt sind 30 Jahre, weil 30 Jahre als die kleinste Klimabetrachtungseinheit definiert sind. Ergebnis: In den letzten 30 Jahren wurden die Eisheiligen deutlich kälter (Abbildung 2).

Abb. 2. Temperaturentwicklung der Eisheiligen in Potsdam seit 1985.

 

Die Eisheiligen der letzten 18 Jahre

Besonders in der Gegenwart, die wir als die letzten 18 Jahre definiert hatten, sollen die Eisheiligen laut DWD-Vorstandmitglied Friedrich besonders wärmer geworden sein. Ergebnis: In der Realität ist aber auch für diesen Zeitraum eine Abkühlung der Eisheiligen in Potsdam zu verzeichnen (Abbildung 3).

Abb. 3. Temperaturentwicklung der Eisheiligen in Potsdam seit 1998.

 

Fazit

Bereits seit 50 Jahren werden die Tage vom 11. bis 15. Mai in Potsdam kälter. Das ist ein langer fallender Trend. Nähert man sich der Gegenwart, dann nimmt der fallende Trend sogar zu. Also genau das Gegenteil von Heißheiligen. Die warnenden Meldungen der deutschen Medien über angeblich immer wärmer werdende Eisheilige in der Gegenwart halten einer wissenschaftlichen Betrachtung am Beispiel Potsdam nicht Stand.

 

Visuelle Naturbeobachtung

Überprüfen wir abschließend noch die Abkühlung der Eisheiligen in der freien Fläche. Dafür wählen wir das Frankenbachtal in Süddeutschland. Das Tal liegt zwischen den beiden Städten Aalen und Ellwangen auf 450 bis 470m NN, etwa 600 m von der nächsten kleineren Ansiedlung entfernt. Am 1.ten Eisheiligentag 2016 sah die Vegetation so aus:

Abbildung 4. Durch den kalten April und den kalten Mai 2016, der in der freien Fläche außerhalb der Städte und Ansiedlungen noch kälter ausfällt haben die Bäume und Sträucher beim Start der Eisheilligen noch fast keine Vegetation entwickelt. Die Aufnahme zeigt den Südhang des Frankenbachtales in Süddeutschland auf 460m Höhe. Die Vegetation ist durch die Hanglage vor den kalten Nordwinden des Spätwinters und Frühjahres eigentlich geschützt. Foto Kowatsch.

 

Es bleibt zu hoffen: „Komm lieber Mai und mache die Bäume wieder grün“, ein 250 Jahre altes Volkslied von W.A.Mozart. 2016 warten selbst die Bäume und Sträucher bis die Eisheiligen vorbei sind. Die Frage für 2016 ist: Wo pendeln sich die jetzigen fünf Tage ein?