News und Termine

Australische Regionalregierung fördert Theaterstück “Tod den Klimaleugnern” mit 18.793 Dollar

Die australische Regionalregierung von Canberra hat kürzlich eine Theaterproduktion mit $18,793 gefördert, um das Stück “Kill Climate Deniers” – auf deutsch übersetzt “Tod den Klimaleugnern” – zu inszenieren. Eine peinliche Geschichte. Daraufhin hagelte es Kritik. Die Aspen Island Theatre Coompany musste reagieren und veröffentlichte auf ihrer Webseite eine Verlautbarung, die jedoch die Sache nur noch schlimmer machte. Ganz offensichtlich soll in dem Theaterstück eine Geiselnahme im Australischen Parlament durch Ökoterroristen verherrlicht werden, die offenbar keinen anderen Ausweg als diesen sehen, um auf die angeblich menschheitsgefährdende Klimaproblematik aufmerksam zu machen. Ein absurdes Theater. Hier der Text der Schauspiel-Truppe in der Originalversion:

[The Aspen Island Theatre Company] has received funding through the ACT Government Arts Fund for a two week creative development of Kill Climate Deniers, written by David Finnigan and directed by Julian Hobba. The creative development of the script, which is currently in draft form, will take place in January and February 2015. The scenario of the work sees an Australian environment minister confront an armed siege of the Australian Parliament by a group of eco-terrorists. In our application for funding to develop the piece, we made clear and explicit that through this scenario we in no way encourage or endorse those actions. It is a fictional scenario, and we take as given a common understanding that to depict something does not mean to condone it. An idea, or scenario, can be treated in many ways. It is premature to judge the way our production – which we hope to follow our creative development – will do this. Our application for funding describes that we will explore the idea through a satirical exploration of the tropes of the hostage-crisis action film genre. While we make no apologies for being urgently interested in the politics of climate change in Australia, the title of the piece points to the hyperbolic nature of the fictional scenario. This is not uncommon in the titles of plays or films. We hope, in time, to be judged not on the title of the work, but its content, and not on the notion of the idea at the centre of the work, but its treatment. For those interested, we will report back on the creative development early next year.

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Angesichts des bedrohlichen aktuellen Erwärungsstopps schlug der Indische Ministerpräsident jetzt außergewöhnliche Maßnahmen vor, um den Klimawandel nun endlich in den Griff zu bekommen. Der Mannheimer Morgen berichtete am 1. Oktober 2014:

Mit Yoga gegen Klimawandel
Indiens Ministerpräsident Narendra Modi hat in New York einen Weltyogatag gefordert [...]. “Yoga schafft die Einheit von Geist und Körper, Gedanken und Taten, Zurückhaltung und Erfüllung”, sagte er vor den Delegierten aus aller Welt. “Es sorgt für Harmonie zwischen Mensch und Natur. Wenn wir unseren Lebensstil ändern und Bewusstsein schaffen, kann Yoga auch gegen den Klimawandel helfen.”

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Eine neue Studie aus Japan hat jetzt die drängendste Gefahr identifiziert, die vom Klimawandel zu drohen scheint: Das Geschlechtsverhältnis Männer zu Frauen würde durch die klimatischen Vorgänge aus dem Gleichgewicht geraten. Vor allem die männlichen Föten wären durch die befürchteten klimatischen Verschiebungen in Gefahr, behaupten die Wissenschaftler. Das sind gute Nachrichten für Estland, die Ukraine und Dschibuti, wo derzeit ein spürbarer Männerüberschuss herrscht.

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Der böse Klimawandel, jetzt lässt er auch noch den Wald schneller wachsen als erlaubt. Die WAZ berichtete am 29. September 2014:

Klimawandel: Der Wald in NRW wächst schneller – aber die Gefahren auch
Die zunehmende Erderwärmung sorgt für längere Vegetationsperioden bei den Bäumen in Nordrhein-Westfalen. Doch in den Himmel wachsen werden sie wohl trotzdem nicht. Denn auch die Gefahren für die Baumwelt in NRW wachsen. Schädlinge und die Witterung machen den Bäumen stärker zu schaffen.
Treibhauseffekt – das muss doch eine tolle Sache sein, wenn man Pflanze ist, oder? Und, so eine Studie der Technischen Universität München, die Bäume wachsen tatsächlich besser dank des Klimawandels. Ein Trend, den Mathias Niesar vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW auch für unsere Region bestätigt.

Ganzen Artikel auf derwesten.de lesen.

Das wäre ja auch schlimm, wenn die Bäume in den Himmel wachsen würden. Dann müsste man nämlich den Luftraum über den deutschen Wäldern für Flugzeuge sperren. Zu groß wäre die Gefahr, dass ein durch den Treibhauseffekt wuchernder Ast die Außenseite einer 747 aufreißen könnte. Auch würden die Riesenwälder gigantische Schatten auf die hochsubventionierten Solarzellenflächen werfen. Dann müsste man die Sonnenkollektorbesitzer womöglich noch als Klimawandelopfer entschädigen. Nein, nein, das ist schon gut, dass die Wälder nicht unendlich hoch wachsen.

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In unserem Buch “Die kalte Sonne” hatten wir zeigen können, dass wir das 2-Grad-Ziel unter Berücksichtigung einer realistischen Klimaentwicklung gut schaffen können. In Nature veröffentlichten die beiden Wissenschaftler David Victor und Charles Kennel am 1. Oktober 2014 nun einen Artikel, in dem sie für die Abschaffung des 2-Grad-Ziels plädieren. Es wäre kein guter Indikator für den klimatischen Gesundheitszustand unseres Planeten, meinen sie jetzt: (weiterlesen …)

Zahl der Naturkatastrophen sinkt 2013 auf Zehn-Jahres-Tief

Angesichts der Verhandlungsfehlschläge auf internationalen Klimakonferenzen und der seit nunmehr 18 Jahren stockenden Erwärmung verlieren klimaalarmistische Ansätze weiter an Boden. Die Stuttgarter Zeitung berichtete am 27. September 2014 über realistischere Ansätze:

Klimaschutz: Es geht auch ohne einen Klimavertrag
[...] Was die Klimapolitik so vertrackt macht, haben neulich David Victor, Experte für Umweltpolitik an der University of California in San Diego, und zwei weitere Autoren des UN-Klimarats im Magazin „Science“ erläutert: Je mehr Länder mitwirken sollen, den Ausstoß an Treibhausgasen zu senken, desto unwahrscheinlicher werde es, dass ein einzelnes Programm mit bindenden Zielen und Zeitplänen funktioniere. Man müsse flexibler werden. „Klimapragmatiker“ wie Victor kämpfen nicht für eine globale Deckelung des Treibhausgasausstoßes. Sie empfehlen vielmehr, die Entwicklung von kohlenstoffarmen Energiequellen und von Techniken effizienter Energienutzung zu fördern – bis sie sich von selbst auf dem Markt durchsetzen. Ähnliche Programme werden in letzter Zeit immer öfter propagiert. Das „Breakthrough Institute“ vertritt diesen Klimapragmatismus besonders konsequent. Die kalifornische Denkfabrik gab im April zusammen mit der Arizona State University eine Stellungnahme heraus. Darin versuchen 13 Umwelt- und Energieexperten die Klimapolitik mit dem globalen Wirtschaftswachstum zu versöhnen. „Our High-Energy Planet“ – „Unser Hochenergie-Planet“ – lautet der Titel des Dokuments. Die Pointe dieser Strategie: man soll die Entwicklungskurve, die alle industrialisierten Länder durchgemacht haben, begleiten und nutzen, anstatt sie zu bekämpfen. Erst der rasante Ausbau der Energiesysteme habe den Wohlstand ermöglicht, in dem Umweltschutz wichtig wurde und der Ausstoß an Treibhausgasen wieder zu sinken begann.

Ganzen Artikel in der Stuttgarter Zeitung lesen.

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Al Gore bekam vor einigen Jahren für seinen Klimaalarmismus einen Nobelpreis. Aber der Ruhm währt nicht ewig. Heute ist das Interesse an seiner durchsichtigen Panikmache auf einem Tiefpunkt angekommen. Auf Youtube hatte Gore eine seine Klimareden hochladen lassen. Peinlich: In den ersten 12 Tagen klickten nur 38 Zuschauer seinen Auftritt an. Heute steht der Zähler natürlich etwas höher. Die meisten Klicks scheinen jedoch von schadenfrohen Klimaskeptikern zu kommen, die die aktuelle Klickrate begutachten wollten.  Entscheiden Sie selbst, ob Sie mal vorbeischauen.

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Vor einigen Jahren malte die Versicherungsindustrie noch den Extremwetterteufel an die Wand, nun machen sie ordentliche Profite, auch weil die Extremwetterschäden in Realität bei weitem niedriger ausgefallen sind als stets prognostiziert. Ein phantastisches Geschäftsmodell. Näheres auf WUWT.

Auch die Süddeutsche Zeitung hat es am 16. Oktober 2014 bemerkt:

Zahl der Naturkatastrophen sinkt 2013 auf Zehn-Jahres-Tief
Die Zahl der Naturkatastrophen ist im vergangenen Jahr so niedrig gewesen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das geht aus dem „Weltkatastrophenbericht 2014” hervor, den die Föderation der Rotkreuz- und Roter-Halbmond-Gesellschaften (IFRC) in Genf veröffentlichte. Demnach wurden im vergangenen Jahr 337 Naturkatastrophen gezählt, fast die Hälfte des Höchststandes 2005. Die Zahl der Toten lag bei 22 452 und damit deutlich unter dem Durchschnitt des Jahrzehnts von 97 954 Opfern.

Weiterlesen in der Süddeutsche Zeitung.

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Keine Woche ohne Mojib Latif in den Medien. Am 29. September 2014 traf der Klimaprediger im α-Forum des Bayerischen Rundfunks auf. Das pdf der Sendung gibt es hier. Darin dehnt Latif die Erwärmungspause interessanterweise auf 2020 und sogar 2025 aus. Das ist also noch bis zu 11 Jahre hin und dürfte für ihn locker bis in die Zeit der Rente reichen. Clever, dieser Latif. Hier der entsprechende Auszug aus dem Interview: (weiterlesen …)

Bildzeitung: Plastik-Abfall gefährlicher als Klimawandel

In der Münchener Galerie art room9 ist ab dem 6. November 2014 die Fotoausstellung “Images Beyond the Naked Eye” zu sehen, in der internationale Fotokünstler Bilder zum Thema Global Warming präsentieren. Die Galerie teilt hierzu mit:

Die Ausstellung „Images Beyond the Naked Eye“ zeigt Werke international bekannter Fotografen zum Thema Klimawandel. Da die Fotografie weitreichende Veränderungen und räumliche Eindrücke darzustellen vermag, kann sie das zeigen, was dem bloßen Auge verborgen bleibt. Die Ergebnisse fotografischer Abbildungen erzeugen Assoziationen, oft auch Erstaunen oder gar Betroffenheit. Sie regen unsere Neugier an und konfrontieren uns mit Tatsachen, die uns zum Nachdenken anregen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Genau diese Eigenschaften sind es, die die Fotografen herausfordern, die abstrakten und komplexen Zusammenhänge von Klimawandel und Klimaerwärmung sichtbar zu machen.

Folgende Fotografinnen und Fotografen nehmen an der Ausstellung teil:

Abbas, Pavel Banka, Gabriele Basilico, Desiree Dolron, Hubertus Hamm, Robert F. Hammerstiel, Stefan Hunstein, Tokio Ito, Robert Glenn Ketchum, Robert Lebeck, Gerd Ludwig, Laura McPhee & Virginia Beahan, Esko Männikko & Pekka Turunen, Duane Michals, Sarah Moon, Martin Parr, Werner Pawlok, Jorma Puranen, Sebastiao Salgado, Miro Svolik, Massimo Vitali, Robert Walker.

Die Vernissage für geladene Gäste und den Künstlern findet am 6. November 2014 statt. Man darf gespannt sein, wie die Künstler die Erwärmungspause der letzten nunmehr 18 Jahre mit der Kamera eingefangen haben. Wurden Fotos zum wachsenden antarktischen Meereis zugelassen? Vielleicht gibt es Leser in München, die die Ausstellung für uns einmal besuchen und uns Rückmeldung geben könnten.

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Vor einiger Zeit hatten Aktivisten ein Paper durch das Peer Review geschmuggelt, in dem sie behaupteten, es gäbe einen 97 prozentigen Konsens in den Klimawissenschaften. Den gibt es wirklich, allerdings in einer gänzlich trivialen Asusage, nämlich dass sich das Klima generell wandelt und der Mensch etwas dazu beiträgt. Diese nichtquantitative Feststellung kann aber fast jeder unterschreiben, egal ob Alarmist oder Skeptiker. Ein Konsens ohne Wert. Spiegel Online kritisierte am 23. September 2014, dass IPCC-Wissenschaftler diese Studie mittlerweile für eigene Zwecke missbrauchen und die Inhalte in unzulässiger Weise öffentlich ausschlachten:

Missglückter Forscher-Aufruf zum Uno-Klimagipfel: Die 97-Prozent-Falle 
“97 Prozent der Wissenschaftler stimmen überein: Klimawandel ist eine Tatsache, menschengemacht und gefährlich”, ließ US-Präsident Barack Obama per Twitter melden. Er berief sich auf eine mittlerweile berühmte Studie, die zu diesem Ergebnis kam – weitestgehende Einigkeit unter den Klimaforschern. Das Problem ist allerdings: Der Konsens der Wissenschaftler ist ein anderer, als Obama suggeriert. Klimaforscher fördern das Missverständnis nun mit einer Kampagne. Anlässlich des Uno-Klimagipfels am Dienstag in New York haben 97 von ihnen Stellungnahmen veröffentlicht, die Einigkeit zum Klimathema betonen sollen. Sie warnen vor schmelzenden Gletschern, steigendem Meeresspiegel, versauernden Ozeanen und “katastrophalen Umweltveränderungen in der nahen Zukunft” – all das könnten Folgen des Klimawandels sein, wie zahlreiche Studien zeigen. Indes: Die 97 Wissenschaftler suggerieren mit ihrer Kampagne, bei der sie sich auf die Konsens-Studie berufen, es herrsche Einigkeit zu all diesen Themen unter 97 Prozent der Klimaforscher. Doch damit täuschen sie die Öffentlichkeit.

Weiterlesen auf spiegel.de.

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Die Kritik an den alarmistischen Thesen des IPCC wächst, auch im Heimatland der IPCC-Zentrale. Die Schweizerzeit schrieb am 23. September 2014: (weiterlesen …)

Wenn die fachlichen Argumente fehlen: “Ich will meine Zeit gar nicht mit Einzelheiten verplempern”

Mit der Klimaberichterstattung der Tagesschau sind wir nicht immer zufrieden gewesen (siehe z.B. unseren Beitrag “Peinliche Nachrichtenpanne im Ersten: Tagesschau.de auf klimatischem Holzweg“). Aber natürlich besteht die Redaktion aus einer Vielzahl von Mitarbeitern, da kann es durchaus unterschiedliche Ansichten geben. So passierte am 27. Dezember 2013 ein wahres nachweihnachtliches Wunder. Tim Staeger von der Wetterredaktion veröffentlichte auf der Tagesschau-Webseite den Beitrag “Klima macht Geschichte”, in dem er auf die hohe natürliche Temperaturdynamik in vorindustrieller Zeit einging (siehe unseren Blogbeitrag “Tagesschau: Mittelalterliche Wärmeperiode könnte ein halbes Grad wärmer gewesen sein als heute“).

Staegers Artikel ist Teil einer Wetterthemen-Serie, die werktäglich auf tagesschau.de erscheint. Dabei geht es oft um meteorologische Aspekte, aber zum Teil auch um die Klimaentwicklung. So ging Staeger am 18. September 2014 auf das wiedererstarkende arktische Meereis ein. Weitere interessante Artikel waren “Klimawirksame Vulkanausbrüche“, “Träge Ozeane” sowie ein Beitrag über die Milankovich-Zyklen.

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Klimawandel Classics: In der 3sat-Fernsehsendung „Weilers Welt” vom 21.10.2010 sprach Hartmut Bachmann mit Jan Weiler. Bachmann ist Autor des Buches “Die Lüge der Klimakatastrophe” und ehemaliger Beisitzer bei der Gründung des UN-Klimarates IPCC. In der Sendung bezieht er Stellung zum Auftrag des Weltklimarates und der Geburtsstunde der “Klimakatastrophe”. Desweiteren kommt der Angstforscher Prof. Dr. Borwin Bandelow (Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Angstforschung) zum Thema Klimaangst und den Manipulationen mit der Angst zu Wort. Mit Dank an Michi Krüger fürs Hochladen.

 

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Immer wieder treffen wir auf Zeitgenossen, welche die Klimaberichte des IPCC in pseudoreligiöser Weise als Bibel auffassen. Was dort steht ist Gesetz. Der alarmistische Klimablogger Jörg Zimmermann alias “for4zim” ist so einer. Einer wissenschaftlichen Argumentation weicht er grundsätzlich aus. Im Wallstreet-Online-Forum schrieb er am 12. Oktober 2014: (weiterlesen …)

Soziologen haben die Lösung: Klimarettung durch mehr Faullenzen

Eine weitere kuriose Blüte in der Klimadebatte: Klimarettung durch mehr Faullenzen. Die österreichische Kronenzeitung berichtete am 19. September 2014:

Soziologen-Vorschlag: 30- Stunden-Woche soll Klimawandel stoppen
Wo gearbeitet wird, da fallen Späne – und es wird Energie verbraucht. Was wiederum den Klimawandel – Österreich hat es laut dem ersten österreichischen Klimawandel- Sachstandsbericht besonders hart getroffen – verstärkt. Deshalb spricht sich der Wiener Soziologe Hubert Eichmann für eine Arbeitszeitverkürzung aus. Um die heimische Umwelt zu schützen.

Weiterlesen auf krone.at.

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Vielleicht kennen Sie die Organisation Transparency International, die für mehr Transparenz und gegen Korruption kämpft. Weniger bekannt ist die Gruppe Lobby Control, die ihre Zielsetzung wie folgt beschreibt:

LobbyControl ist ein gemeinnütziger Verein, der über Machtstrukturen und Einflussstrategien in Deutschland und der EU aufklären will. Wir setzen uns ein für Transparenz, eine demokratische Kontrolle und klare Schranken der Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit.

Bislang ist die Organisation eher durch Klimaalarm-nahe Aktionen aufgefallen (“Wählen Sie den größten Klimaschutzblockierer!“, “Intransparente Finanzierung der europäischen Klimaskeptiker“). In den letzten Jahren ist es jedoch bei Lobby Control um das Klimathema stiller geworden. Hat ein Umdenken eingesetzt? Auslöser könnte die plumpe Werbemasche der Versicherungskonzerne gewesen sein, die Bevölkerung in Klimaanagst zu versetzen und damit den Absatz von Extremwetterversicherungen zu stimulieren. Siehe unsere Blogartikel “Ein Fall von Schleichwerbung? Versicherungswirtschaft platziert beunruhigenden Extremwetterartikel bei Schleswig Holsteiner Tageszeitungsgruppe“, “Schweizerische Mobiliar-Versicherung finanziert Klima-Professur“, “Spiegel Online zweifelt an Katastrophenszenarien der Münchener Rückversicherung “). Lobby Control, bitte übernehmen Sie!

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In Hannover hat der Publizist und Ingenieur Klaus Öllerer die Inititative ‘Klimakontroverse‘ ins Leben gerufen. Ziel der Gruppe ist es, den Klimarealismus argumentativ in der Öffentlichkeit besser bekanntzumachen. Im September 2014 nahm die Initiative an der Veranstaltung „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“ in der niedersächsischen Landeshauptstadt teil. Auf seiner Webseite Klimanotizen berichtete Öllerer über eine interessante Disskussion mit einem der Vortragenden:

KlimaKontroverse.de: Auftritt bei „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“ in Hannover

Die Stadt Hannover hatte in die Volkshochschule zu einer neuen Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Hannover im Klimawandel: Folgen und Anpassung“ geladen mit dem Thema: „Klima, Wetter, Hitze – Was erwartet uns in Zukunft?“
Zwei Vertreter der Initiative KlimaKontroverse waren auch anwesend. Der Standardflyer wurde an fast alle der 30 Anwesenden verteilt.

Die Organisatoren kannten uns schon von der letzten Veranstaltung dieser Reihe auf der wir mit Diskussionsbeiträgen aufgetreten waren. Wenn der Eindruck nicht täuschte, dann löste unser Erscheinen keine große Freude aus. Die Vorträge und Einleitungen wirkten dann auch irgendwie sehr kraftlos, was vielleicht nicht nur eine subjektive Empfindung des Berichterstatters war. Auf Wandtafeln dort und im Vortrag von Wolfgang Riecke, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, wurde die Behauptung aufgestellt, dass auch in Deutschland die Temperaturen steigen würden. Riecke leitet seit 2002 das Regionale Klimabüro Hamburg beim Deutschen Wetterdienst (DWD). In seinem Vortrag ging er hauptsächlich auf den Wärmeinseleffekt ein. Zweifelhafte Behauptungen von ihm betrafen im Wesentlichen die Deutschlandtemperaturen in Gegenwart und Zukunft.

Frage an den Referenten nach seinem Vortrag: „Ist Ihnen bekannt, das seit 17 Jahren die Durchschnittstemperaturen in Deutschland gesunken sind und zwar um den hohen Wert von 0,4-0,5 Grad?“ (weiterlesen …)

Neue Studie der TU München: Klimawandel lässt Bäume schneller wachsen

Pressemitteilung der TU München vom 16. September 2014:

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Studie untersucht Trends im Waldwachstum von 1870 bis heute
Global Change: Bäume wachsen immer schneller

Die Bäume wachsen zwar nicht in den Himmel, aber seit den 1960er-Jahren deutlich schneller. Dem Wald sieht man diese Veränderung nicht an: Die typischen Entwicklungsphasen von Bäumen und ganzen Beständen haben sich kaum verändert, laufen aber beschleunigt ab – um bis zu 70 Prozent. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern der Technischen Universität München (TUM). Sie basiert auf Langzeit-Daten von Versuchsflächen, die seit 1870 kontinuierlich beobachtet werden. Die Arbeit ist kürzlich in Nature Communications erschienen.

Vor drei Jahrzehnten war das “Waldsterben” in aller Munde: Das Überleben großflächiger Waldökosysteme schien auf dem Spiel zu stehen. Aktuelle Untersuchungen weisen allerdings eher auf ein beschleunigtes Wachstum als auf einen Kollaps der Wälder hin. Ob, wie und warum Waldbestände innerhalb des letzten Jahrhunderts ihr Wachstum veränderten, wird nach wie vor kontrovers diskutiert.

Die jetzt veröffentlichte Studie trägt entscheidend zur Klärung der offenen Fragen bei. Die Untersuchung basiert auf Daten von Versuchsflächen, die seit 1870 systematisch beobachtet werden. Sie zählen damit zu den ältesten waldwissenschaftlichen Anlagen weltweit. Zudem repräsentieren die Waldflächen typische Klima- und Umweltbedingungen in Mitteleuropa. “Unsere Erkenntnisse basieren damit auf einem einzigartigen Datenbestand”, sagt Prof. Hans Pretzsch vom TUM-Lehrstuhl für Wachstumskunde, der die Studie leitete.

Wachstum im Zeitraffer

Für Fichte und Buche, jeweils die wichtigste Nadel- und Laubbaumart in Mitteleuropa, ermittelten die TUM-Wissenschaftler ein deutlich beschleunigtes Wachstum. Buchen entwickelten sich um 77 Prozent schneller als noch 1960, Fichten um immerhin 32 Prozent. Bei Betrachtung ganzer Bestände wuchsen die Buchen um 30 Prozent, die Fichten um 10 Prozent schneller. “Der Wert auf Bestandsebene liegt niedriger als das Wachstum einzelner Bäume, da – vereinfacht gesagt – größere Bäume mehr Platz brauchen, das heißt, die Gesamtzahl sinkt”, erklärt Pretzsch.

Die Wissenschaftler führen das rapide Wachstum der Bäume auf das wärmere Klima und die längere Vegetationszeit zurück. Weitere Wachstumsmotoren sind Kohlenstoffdioxid (CO2) und Stickstoff, deren Konzentration seit 100 Jahren stetig ansteigt. “Interessanterweise haben wir beobachtet, dass der saure Regen das Wachstum unserer Versuchsflächen nur vorübergehend beeinträchtigt hat, der Eintrag von Schadstoffen wurde ja auch seit den 1970er-Jahren deutlich reduziert”, sagt Pretzsch. “Allerdings liegen nur wenige unserer Versuchsflächen in den Kammlagen der Mittelgebirge – wo die größten Schäden zu verzeichnen waren.”

Veränderung fordert Anpassung (weiterlesen …)

Ein neuer Klimadialog: Wie wird sich die aufziehende solare Flaute auf das Klima auswirken?

Es ist gar nicht so einfach, die beiden Lager der Klimadiskussion zu einem gemeinsamen Gespräch zu bekommen. In den letzte Tagen hat das Kalte-Sonne-Team eine Reihe von Emails an Presseredaktionen verschickt, deren klimaalarmistische Beiträge an dieser Stelle kritisiert worden waren. Wir wollten den Redakteuren die Chance einer Stellungnahme einräumen, um ihre Sichtweise besser zu verstehen. Auch zwei Wochen später  ist noch nicht eine einzige Rückmeldung eingetroffen. Offensichtlich findet man keinen Ansatz, die klimaalarmistische Linie zu verteidigen, möchte öffentlich keine Fehler einräumen. Da ist es so viel einfacher die Löschtaste zu drücken und so weiter zu  machen wie bisher. Ein effektives aber nicht sehr transparantes Konzept.

Beispiel gefällig? Am 5. Oktober 2014 schrieben wir an den Hörerservice vom Deutschlandfunk:

Sehr geehrte Redaktion,

Wir haben bei uns im Blog über einen Malawi-Beitrag Ihres Senders berichtet: http://www.kaltesonne.de/?p=7012
Wir würden gerne unseren Lesern Ihre Stellungnahme zur Kritik bekanntmachen. Können Sie uns verraten, wie es zu dieser Panne kommen konnte?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. habil. Sebastian Lüning

Bis heute keine Reaktion. Wir warten auf weitere Antworten vom Tagesspiegel, afrika.info und Weser Kurier. Ganz offensichtlich haben wir unbequeme Fragen gestellt. Klimaalarmismus in Erklärungsnöten – ob wir wohl noch eine Antwort bekommen? Wetten werden entgegengenommen.

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Der niederländische Wissenschaftsjournalist Marcel Crok ist da sehr viel erfolgreicher. Er bringt Wissenschaftler beider Seiten regelmäßig zu Diskussionen auf der Plattform Climate Dialogue zusammen. Am 15. Oktober 2014 startete eine neue Debatte zur Frage, inwieweit sich die abzeichnende mehrere Jahrzehnte lange Sonnenaktivitätsflaute wohl auf das Klima auswirken wird:

What will happen during a new Maunder Minimum?

According to the latest IPCC report, AR5, the influence of the sun on our climate since pre-industrial times, in terms of radiative forcing, is very small compared to the effect of greenhouse gases.

According to some more skeptical scientists such a small solar influence is counterintuitive. The Little Ice Age, the period roughly from 1350 to 1850, in which winters on the Northern Hemisphere could be severe and glaciers advanced, coincided with the so-called Maunder Minimum, a period of supposedly low solar activity. In their eyes, the sun therefore still is a serious candidate to also explain a substantial part of the warming since pre-industrial times.

Sunspot records since 1600 suggest there has been a considerable increase in solar activity in the 20th century leading to a Grand Solar Maximum or Modern Maximum. However recently these sunspot records have come under increasing scrutiny and newer reconstructions show a much ‘flatter’ sunspot history. This challenges the idea of a Modern Maximum.

The current solar cycle 24 is the lowest sunspot cycle in 100 years and the third in a trend of diminishing sunspot cycles. Solar physicists expect cycle 25 to be even smaller than Cycle 24 and expect the sun to move into a new minimum, comparable with the Dalton or even the Maunder Minimum. Studying such a minimum with modern instruments could potentially answer a lot of the questions surrounding the influence of the sun on our climate.

We are very pleased that no fewer than five (solar) scientists have agreed to participate in this exciting new Climate Dialogue: Mike Lockwood (UK), Nicola Scafetta (US), Jan-Erik Solheim (NO), José Vaquero (ES) and Ilya Usoskin (FI).

The introduction and guest posts can be read online below. For convenience we also provide pdf’s:

Introduction What will happen during a new Maunder Minimum
Guest blog Mike Lockwood
Guest blog Nicola Scafetta
Guest blog Jan-Erik Solheim

Guest blog Ilya Usoskin
Guest blog José Vaquero

Hier gehts zum Klimadialog. Sie können dort auch mitdiskutieren. Eine vorbildhafte Aktion, die Vertreter beider Seiten in einem professionell moderierten Format an einen Tisch bringt. Die Climate-Dialogue-Webplattform wird vom niederländischen Ministerium für Infrastruktur und Umwelt unterstützt.

 

Klimaretterin Naomi Klein: Drohende Klimakatastrophe zwingt uns zur Abschaffung der freien Marktwirtschaft

Nieder mit der freien Marktwirtschaft, rein in eine bessere Welt der Ökodiktatur. Eine neue Klimabibel des Kampf-Environmentalismus hat im September 2014 das Licht der Welt erblickt. Das Buch ‘This Changes Everything’ von Naomi Klein haut in die Bresche Capitalism-or-Gaia, tertium non datur. Es ist geladen mit Floskeln (.. we need a Marshall Plan for the Earth .. etc.) und Faktenpanscherei (.. it is entirely possible to rapidly switch our energy systems to 100% renewables ..).

Auszug aus der Beschreibung auf Amazon: (Fettsetzung ergänzt):

The most important book yet from the author of the international bestseller The Shock Doctrine, a brilliant explanation of why the climate crisis challenges us to abandon the core “free market” ideology of our time, restructure the global economy, and remake our political systems. In short, either we embrace radical change ourselves or radical changes will be visited upon our physical world. The status quo is no longer an option. In This Changes Everything Naomi Klein argues that climate change isn’t just another issue to be neatly filed between taxes and health care. It’s an alarm that calls us to fix an economic system that is already failing us in many ways. Klein meticulously builds the case for how massively reducing our greenhouse emissions is our best chance to simultaneously reduce gaping inequalities, re-imagine our broken democracies, and rebuild our gutted local economies.

Ein radikales Buch, dass Hans-Joachim Schellnhuber bestens gefallen wird. Eine Buchbesprechung gibt es auf reason.com:

Naomi Klein keeps coming up with fresh new ideas about how to spark an elusive mass social movement against capitalism and corporations. [...] Now comes Klein’s newest screed, This Changes Everything. “Our economic system and our planetary system are now at war,” she asserts. Climate science, Klein claims, has given progressives “the most powerful argument against unfettered capitalism” ever. If the stresses of globalization and a massive financial crisis cannot mobilize the masses, then the prospect of catastrophic climate change must. [...] she breezily cites a 2009 Energy Policy paper by … Jacobson and Delucchi [who] think we can replace all coal, oil, natural gas, and nuclear power by 2030 with wind, solar, and hydropower while fueling a fleet of electric cars. How? By deploying 3.8 million 5-megawatt wind turbines, 5,350 100-megawatt geothermal plants, 500,000 1-megawatt tidal turbines, 720,000 0.75-megawatt wave power generators, 1.7 billion 3-kilowatt rooftop solar panels, 40,000 300-megawatt solar panel farms, and 49,000 300-megawatt concentrated solar power plants. Sound easy? Well, if the world were to begin deploying these renewable energy technologies next year that would mean erecting approximately 250,000 wind turbines each year for the next 15 years. As of the end of 2012, there were a total of 225,000 wind turbines operating around the world. [& further Absurdistan-arithmetic follows] [...] Canonical Marxism predicted that capitalism would collapse under the weight of its class “contradictions,” in which the bourgeoisie profit from the proletariat’s labor until we reach a social breaking point. In Klein’s progressive update, capitalism will collapse because the pollution produced by its heedless overconsumption will build to an ecological breaking point. “Only mass social movements can save us now,” she declares. Klein acidly dismisses reliance on science, technology, and markets to address the problems of climate change as embodying the attitude that “We will triumph in the end because triumphing is what we do.” Well, yes. And that’s a much better bet than imagining the laws of nature mandate a post-capitalist utopia.

Ganze Besprechung auf reason.com lesen.

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In früheren Zeiten durfte nur der Hofnarr die Wahrheit sagen, alle anderen wurden von der herrschenden Klasse bestraft. Auch heute muss man seine Kritik am besten in Humor verpacken, damit man gehört wird. Der US-amerikanische Standup Komödiant Michael Loftus hat in einem kürzlichen Auftritt die Gründe für den Klimaalarmismus beleuchtet. Bei der grünen Revolution gibt es Gewinner, die ihr Geschäftsmodell mit Katastrophenwarnungen zu sichern versuchen. Ein moderner Ablasshandel findet statt, sagt er. Den mutigen Aufritt kann man auf Youtube anschauen:

 

 

Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt 20 Klimaschutzstipendien an ausländische Nachwuchwissenschaftler: Haben Abweichler von der klimaalarmistischen Linie eine Chance?

Das Bundesumweltministerium glaubt noch immer fest an die angeblich über uns hereinbrechende Klimakatastrophe. Über die Alexander von Humboldt-Stiftung werden nun zwanzig “Klimaschutzstipendien” an ausländische Nachwuchswissenschaftler vergeben, die den Stipdendiaten einen einjährigen Forschungsaufenthalt in Deutschland ermöglicht. Eine Vorbereitung auf die Zeit der bald sprudelnden Klimakompensationszahlungen (siehe unseren Beitrag “100 Milliarden Dollar pro Jahr vom Green Climate Fund zu verteilen: Wie verträgt sich Immunität mit Transparenz?“). Bewerbungen werden bis zum 15. März 2015 entgegengenommen.

Man kann davon ausgehen, dass wohl nur jene Anträge erfolgreich sein werden, die eine möglichst klimaalarmistische Richtung verfolgen. Dies ist höchst bedauerlich, denn der wahre Forschungsbedarf liegt nicht in der Klimafolgenforschung, sondern bei den paläoklimatischen Grundlagen. Noch immer herrschen hier große Missverständnisse, da die unbequeme klimahistorische Entwicklung verdrängt oder zum Teil einfach aktiv ignoriert wird. Siehe z.B. unsere folgenden Beiträge zu diesem Problem:

 

Im Folgenden ein Ausszug aus einem Bekanntmachungsbrief der Alexander von Humboldt-Stiftung zu den Klimaschutzstipendien:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Alexander von Humboldt-Stiftung,

gerne möchte ich Sie heute auf die 6. Ausschreibungsrunde des Internationalen Klimaschutzstipendiums der Humboldt-Stiftung aufmerksam machen.  Bis zu zwanzig Stipendien können an Nachwuchsführungskräfte aus außereuropäischen Schwellen- und Entwicklungsländern vergeben werden, die sich mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen, rechtlichen, wirtschaftlichen, gesundheitsbezogenen oder gesellschaftlichen Fragestellungen des Klimawandels beschäftigen. Die jungen Klimaexperten kommen dann für ein Jahr nach Deutschland, um gemeinsam mit einem Gastgeber an einem forschungsnahen Projekt eigener Wahl im Bereich Klimaschutz zu arbeiten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Information in Ihrem Netzwerk streuen würden, denn Sie kennen möglicherweise geeignete Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Ausland oder aber potentielle Gastgeber und Gastinstitutionen, die an einer Kooperation mit engagierten Nachwuchskräften interessiert sind.

Bewerbungsschluss ist der 15. März 2015. Die Stipendiaten beginnen ihr Stipendium im März 2016.  Weitere Informationen zum Programm und zum Online-Bewerbungsverfahren finden Sie unter www.humboldt-foundation.de/IKS. Ein Infoblatt in vier Sprachversionen (deutsch, englisch, spanisch, portugiesisch) steht unter www.humboldt-foundation.de/web/publikationen.html als PDF zum Herunterladen zur Verfügung.  Sollten Sie Fragen zu dem Programm haben, wenden Sie sich gerne über info@avh.de direkt an uns.

Finanziert werden die Stipendien aus Mitteln der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU). Bitte beachten Sie, dass sich Personen, die zuvor schon von der Humboldt-Stiftung gefördert wurden, nicht für dieses Stipendium bewerben können.

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Cui bono – wem nützt es? Dies gilt auch für den Klimaalarmismus. Alfred Brandenberger ist der Sache nachgegangen und hat eine aufschlussreiche Übersicht über die Profiteure der Klimaangst zusammengestellt.

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Nichts Neues aus New York… Die Welt berichtete ernüchtert am 24. September 2014:

UN-Sondergipfel zum Klimawandel endet mit schmalem Ergebnis
Trotz eines Bekenntnisses zu stärkerem Engagement gegen die Erderwärmung hat der New Yorker UN-Klimagipfel wenig greifbare Fortschritte gebracht. Nach Abschluss der Konferenz am Dienstag klaffte im UN-Klimafonds immer noch eine Finanzierungslücke von 7,7 Milliarden Dollar, weil es kaum neue Zusagen gab.

Weiterlesen auf welt.de.

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Erwachen in Österreich: Der Standard warnte am 12. September 2014:

Industrie: CO2-Senkung könnte Jobs kosten
Österreich könnte eine EU-weite Senkung der CO2-Emissionen um 40 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Jahr 1990, wie sie der Brüsseler Kommission vorschwebt, einiges vom BIP und auch zigtausende Jobs kosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie vom Energieinstitut an der Johannes Kepler Uni Linz. Wie viele Jobs, wurde von Industrievertretern und Umweltbewegten bei der Präsentation heiß debattiert.

Weiterlesen auf derstandard.at.

 

Ozeanversauerung: Der böse kleine Bruder der Klimaerwärmung

Von Dr. D. E. Koelle

Die angebliche globale Klimaerwärmung, die schon seit 18 Jahren nicht mehr stattfindet, hat durch Dr. Mark vom AWI, Bremerhaven, einen “bösen kleinen Bruder” bekommen. Nun wurde es auch höchste Zeit, einen solchen Bruder zu finden, nachdem die Klima-Schwester immer mehr schwächelt.

Es handelt sich dabei um die nicht ganz unbekannte angebliche “Ozeanversauerung”, die vom AWI  in einer Pressemitteilung vom 8. Oktober 2014 zu einer neuen globalen Gefahr erhoben wurde wurde: einschließlich “dramatischer Auswirkungen” ,”Milliardenkosten” und die Behauptung, dass der pH-Wert heute 10mal schneller sinken würde als in der Vergangenheit. Kein Wort davon, dass die Ozeane tatsächlich keineswegs “sauer”, sondern mit pH-Werten zwischen 7,8 bis 8,1 eindeutig basisch sind. Das ist eine klare Verfälschung wissenschaftlicher Fakten (die Bürger werden es wohl schon nicht merken). Wenn überhaupt, dann handelt es sich objektiv gesehen um eine Verringerung der Alkalizität und hat mit einer “Versauerung” nichts zu tun, die erst unterhalb von 6,9 beginnen würde.

Dabei ist die Behauptung der angeblichen pH-Wert-Reduzierung eine nicht minder unseriöse Behauptung. Denn es gibt kein globales pH-Messnetz, das es erlauben würde, eine solche Behauptung zu belegen. Lokale Messreihen zeigen eine Schwankung der pH-Werte um +/- 0,1 Punkte. Belegt ist jedoch die Tatsache, dass in der Erdgeschichte zu 90% der Zeit die CO2-Anteile in der Atmosphäre wesentlich höher waren als die bescheidenen 400 ppm von heute. Der Durchschnitt der letzten 300 Millionen Jahre lag bei 2000 ppm (siehe das Diagramm von Retallack, das auf der Veränderung der Stomata-Öffnungen von Gingko-Pflanzen basiert). Weder das wesentliche höhere CO2-Niveau der Erdgeschichte, noch die Maxima bis zu 6000 ppm haben eine “Versauerung der Ozeane” bewirkt.  Wenn die Behauptungen über einen schädlichen Einfluss auf die Korallen stimmen würden, hätten die Korallen schon vor vielen Millionen Jahren mehrfach aussterben müssen.

Abbildung: CO2-Anteil in der Atmosphäre in den letzten 300 Millionen Jahren (Retallack) – ganz ohne anthropogenen Einfluss

 

Wo sollte auch heute eine Versauerung herkommen? Es wird die CO2-Aufnahme von ca. 11 Gt CO2 (ein Drittel der anthropogenen Emissionen) in die Ozeane angenommen, aber ignoriert, dass mindestens die gleiche Menge (es gibt auch Schätzungen bis 20 Gt CO2 pro Jahr) als CaCO3 am Meeresboden abgelagert werden. Der komplette CO2-Kreislauf in den Ozeanen ist alles andere als bekannt: Grosse Mengen an CO2 entstammen den hunderten von Unterwasser-Vulkanen entlang der tektonischen Plattengrenzen; ohne diesen Nachschub ist die Deckung des großen CO2-Bedarfs der Unterwasser-Vegetation (angeblich mehr als auf dem Festland) nicht vorstellbar. Die minimalen pH-Werte treten auch nicht etwa an der Oberfläche auf, wie dies bei einem atmosphärischen Einfluss der Fall sein müsste (und so im IPCC-Bericht fälschlicherweise angenommen), sondern in ca. 1000 m Tiefe.

An der Oberfläche werden die niedrigsten pH-Werte nur in den Bereichen gemessen, wo Tiefenströmungen an die Oberfläche kommen. Die CO2-Aufnahme aus der Atmosphäre, die angeblich eine “Versauerung” verursachen soll, muss auch im Zusammenhang mit der Gesamtmenge von etwa 39.000 Gt CO2 gesehen werden, die in den Ozeanen gelöst sind. Da sind ca. 11 Gt CO2 pro Jahr gerade einmal 0,028 % !  Da kann bereits der natürliche Einfluss der jährlichen ENSO-Aktivität und der Meeresströmungen mit Temperaturänderungen wesentlich größer sein.

Hoffen wir, dass der vom AWI gezeugte “kleine böse Bruder” bald wieder in der Versenkung verschwindet und die Forschung auf dem Gebiet der Ozeanforschung wieder seriös wird.

 

Österreichische Kronenzeitung: Eiszuwachs an den Polen überrascht Klimaforscher

Die Kritik an den alarmistischen Prognosen der Klimawissenschaftler wird allmählich lauter. Am 14. September 2014 meldete die österreichische Kronenzeitung, die täglich mehr als zweieinhalb Millionen Leser hat:

Entgegen Prognose: Eiszuwachs an den Polen überrascht Klimaforscher
Ein gewaltiger Eiszuwachs an den Polen überrascht Klimaforscher und wirft Fragen auf. Macht die Erderwärmung Pause? Auch die Sonnenaktivität hat empfindlich abgenommen. Für die Klimawandel- Propheten werfen die neuen Zahlen Fragen auf: Denn an den Polen von Mutter Erde herrscht ganz entgegen der Prognosen einer kompletten Polschmelze plötzlich ganz im Gegenteil sogar ein Eiszuwachs wie seit Jahrzehnten nicht.

Unerwartetes Eiswachstum um Nord- und Südpol, Abflauen der Sonnenaktivität: Die Kronenzeitung stellt berechtigte Fragen und stellt Zusammenhänge her, die vor wenigen Jahren noch vollkommen undenkbar gewesen wären. Lesern unseres Buches “Die kalte Sonne” könnte das ein oder andere Detail bekannt vorkommen. Im lesenswerten Artikel der Kronenzeitung heißt es weiter:

Allein der Zuwachs des Eispanzers in der Antarktis (Südpol), dem Lebensraum der Pinguine, beträgt im Durchschnitt jährlich etwa 16.500 Quadratkilometer. Das ist die dreifache Fläche im Vergleich zu den Messungen vor 2007. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Die zugefrorene Fläche auf dem Meer rund um den antarktischen Kontinent hat derzeit die größte Ausdehnung seit 35 Jahren. Für Pinguine ist das übrigens ein Riesenproblem: Denn sie brauchen offenes Wasser wie einen Bissen Fisch zur Beutejagd. Ähnlich verhält es sich in der Arktis (siehe Fotos oben): Sogar die angesehene BBC – in diesem Fall wohl zu Recht auch „Alte Tante“ genannt –  hatte noch vor nicht allzu langer Zeit vorhergesagt, dass der Nordpol schon 2013 völlig eisfrei sein würde. Doch jetzt kommt alles ganz anders: Noch bevor heuer da oben der Winter so richtig losgeht, erstreckt sich ein riesiger Eispanzer über den halben Nordpol – er reicht von den Inseln Kanadas bis zu den Nordküsten Russlands. [...] Wärmer oder doch kälter? Das bleibt offensichtlich sogar für die Wissenschaft weiter ein Mysterium.

Ganzen Artikel auf krone.at lesen.

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Die EU hat die Themen Energie und Klima in einen gemeinsamen Bereich zusammengefasst. Es gilt zu hoffen, dass dies in Zukunft zu einer realistischeren Sichtweise des Klimawandels führt. Die Besetzung des Klima- und Energiekommissar-Postens gestaltet sich jedoch noch schwierig, da den bisherigen Kandidaten Kompetenzmangel und Interessenskonflikte vorgeworfen wurden.

 

Neue Studie des Alfred Wegener Instituts: Nicht der Klimawandel, sondern Überweidung bedroht die Steppen der Mongolei

Rückblende: Im Juli 2007, auf dem Höhepunkt des Klimaalarms, brachte der Tagesspiegel eine besorgniserregende Klimahorrorgeschichte aus der fernen Mongolei:

Klimawandel bedroht Steppen und Nomaden in der Mongolei
Die endlosen Steppen der Mongolei werden seit der Zeit Dschingis Khans im 12. Jahrhundert von Nomadenvölkern bewohnt. Doch die Lebensgrundlage der Hirten ist in Gefahr: Wegen des Klimawandels dehnt sich die Wüste in dem asiatischen Land immer mehr aus. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen haben sich rund zwei Millionen Hektar der mongolischen Steppe seit den fünfziger Jahren in Wüste verwandelt. Die wachsende Wirtschaft und die Industrialisierung fordern das sensible Ökosystem zusätzlich heraus. Und das spüren auch die Nomaden.

Weiterlesen im Tagesspiegel.

Sieben Jahre später ist man jetzt klüger. Im Oktober 2014 erschien im Fachmagazin The Holocene die Auflösung des wissenschaftlichen Rätsels. Ist es wirklich vor allem der Klimawandel, der die Steppen bedroht? Eine Forschergruppe bestehend aus Fang Tian, Ulrike Herzschuh, Steffen Mischke und Frank Schlütz untersuchten die Vegetationsgeschichte der letzten 55 Jahre anhand von Pollen in einem Bohrkern. Die Wissenschaftler fanden, dass Überweidung und andere zu intensive Landnutzungsformen wohl die Hauptverantwortung für die Vegetationszerstörung tragen. Zudem hat der Mensch auch schädliche Veränderungen in den Wassereinzugsgebieten der Region vorgenommen. Übergeordneter Auslöser war offenbar der Übergang der Mongolei in die Marktwirtschaft in den 1990er Jahren. Ausdrücklich erklären die Forscher, dass der Klimawandel nur eine untergeordnete Rolle in der Problematik spielt.

Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit:

WHAT DRIVES THE RECENT INTENSIFIED VEGETATION DEGRADATION IN MONGOLIA – CLIMATE CHANGE OR HUMAN ACTIVITY?
This study examines the course and driving forces of recent vegetation change in the Mongolian steppe. A sediment core covering the last 55 years from a small closed-basin lake in central Mongolia was analyzed for its multi-proxy record at annual resolution. Pollen analysis shows that highest abundances of planted Poaceae and highest vegetation diversity occurred during 1977–1992, reflecting agricultural development in the lake area. A decrease in diversity and an increase in Artemisia abundance after 1992 indicate enhanced vegetation degradation in recent times, most probably because of overgrazing and farmland abandonment. Human impact is the main factor for the vegetation degradation within the past decades as revealed by a series of redundancy analyses, while climate change and soil erosion play subordinate roles. High Pediastrum (a green algae) influx, high atomic total organic carbon/total nitrogen (TOC/TN) ratios, abundant coarse detrital grains, and the decrease of δ13Corg and δ15N since about 1977 but particularly after 1992 indicate that abundant terrestrial organic matter and nutrients were transported into the lake and caused lake eutrophication, presumably because of intensified land use. Thus, we infer that the transition to a market economy in Mongolia since the early 1990s not only caused dramatic vegetation degradation but also affected the lake ecosystem through anthropogenic changes in the catchment area.

Der Tagesspiegel sollte seinen ganzen Mut zusammennehmen und über die neue Studie berichten. Ansonsten könnte man der Zeitung vorwerfen, sich bewusst auf Klimaalarmstories zu beschränken. Das will man in Berlin doch sicher vermeiden, oder? Lassen wir uns überraschen.

 

Arktische Turboerwärmung auf dem Prüfstand: Ein Konzept auf wackeligen Beinen

Die Arktis erwärmt sich schneller als der weltweite Durchschnitt, liest man regelmäßig in der Presse. In der Fachwelt wird das Phänomen als „Polare Verstärkung“ bezeichnet, auf englisch „Polar Amplification“. Das publizistische Alarmschema ist dabei einfach gestrickt: Hilfe, die Erwärmung gerät in den arktischen Regionen außer Kontrolle! Würde die gesamte grönländische Eiskappe abschmelzen, so stiege der globale Meeresspiegel um satte 7 Meter an. Hamburg, New York und Amsterdam stehen dann unter Wasser.

In der Folge wollen wir das arktische Erwärmungsphänomen näher unter die Lupe nehmen. Stimmt es wirklich, dass hier die Temperaturen schneller steigen als anderswo? Wie robust ist die Datengrundlage dieser Annahme? War die Arktis in den letzten 10.000 Jahren noch nie wärmer als heute? Wir begeben uns auf Spurensuche.

 

Erwärmung der letzten 50 Jahre

Es gibt eine ganze Reihe von Temperaturdatensätzen, wobei aber aufgrund der dünnen Informationslage nicht alle die Arktis beinhalten. So sparen die globalen HadCRUT Daten des britischen Met Office diese Region aus, man spricht hier vom sogenannten „Arktisloch“. Die GISS-Temperaturdaten der NASA hingegen umfassen auch die Arktis. In einer Kartendarstellung der Erwärmung für die letzten 50 Jahre sieht man hier ein knallrotes Band in der Arktis hervorleuchten, das eine deutlich höhere Erwärmung anzeigen, als im Rest der Welt (Abbildung 1).

 

Abbildung 1: Erwärmung der Erde während der vergangenen 50 Jahre (1960-2011). In der Arktis erscheinen rote Farben, die eine deutlich höhere Erwärmung anzeigen als im Rest der Welt (GISS). Quelle: NSIDC.

 

Die Daten bestätigen offenbar die behauptete arktische Überhitzung. Ende der Diskussion, hört man es aus dem klimaalarmistischen Lager herüberrufen. Aber halt, nicht ganz so schnell. Es gibt leider doch noch ein paar Ungereimtheiten, die wir diskutieren müssten. Schauen Sie noch einmal genau auf die obige Abbildung. Fällt Ihnen etwas auf? Genau, der allergrößte Teil des herausstechenden roten Bandes liegt über dem Arktischen Ozean, in dem es nur eine äußerst geringe Anzahl von Wetterstationen gibt. Der Arktische Ozean nimmt fast 3 Prozent der globalen Erdoberfläche ein, regemäßige Temperaturmessungen aus dieser Region gibt es aber fast keine. Der allergrößte Teil des arktischen Festlands, also der nordamerikanischen und sibirischen Arktis, ist auf der Karte mit orangen Erwärmungsraten markiert, die im Vergleich mit dem Rest der Welt nichts Außergewöhnliches darstellen. Hier gibt es deutlich mehr Messstationen, die aber offenbar keine übersteigerte Erwärmung feststellen. Hierzu gehören übrigens auch zwei Drittel Grönlands.

Können wir uns auf die GISS-Daten und -Karten verlassen? Skepsis ist auch deswegen angebracht, dass das GISS-Institut bis vor kurzem vom bekennenden Klimaaktivisten James Hansen geleitet wurde, der erst kürzlich in Rente ging und die Leitung an einen nicht weniger klimaalarmistisch veranlagten Kollegen, Gavin Schmidt, weiterreichte. Immer wieder wurde Hansen vorgeworfen, in der Arktis überhitzte Datenpunkte zu ergänzen, die es in Wirklichkeit gar nicht gab. Chung et al. (2013) konnten zeigen, dass der GISS-Datensatz enorme Extrapolationen vornimmt und weitreichende Datenglättungen über riesige Distanzen von 1200 km getätigt werden. In einem realistischeren Ansatz reduzieren die Autoren die Glättung auf 250 km und erhalten ein sehr viel reelleres Erwärmungsbild der Arktis, wobei sie bewusst Datenlücken zulassen (weiße Flächen in Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Entwicklung der Sommertemperaturen in der Arktis (Juni-August) für den Zeitraum 1998-2011. Bearbeitete GISS-Daten. Weiße Flächen stellen Datenlücken dar. Abbildung aus Chung et al. (2013).

 

In der Arbeit schreiben Chung et al.: (weiterlesen …)

The past is the key to the future: Temperature history of the past 10,000 years

By Don J. Easterbrook
Professor of Geology, Western Washington Univ, Bellingham, WA

A fundamental axiom in geology is “The present is the key to the past,” i.e. in order to understand past geologic phenomena we need to understand present-day processes. We can also turn this adage around to say “The past is the key to the future,” i.e., in order to predict the future we need to know what has happened in the past. With that in mind, looking at temperature changes over the past millennia is very instructive about the nature of climate changes. Among the various ways of reconstructing past climates is the oxygen isotope record preserved in cores of the Greenland and Antarctic ice sheets.

Variation of oxygen isotopes in ice cores is a measure of temperature fluctuations. Most atmospheric oxygen consists of 16O but a small amount consists of 18O, an isotope of oxygen that is somewhat heavier.  When water vapor (H2O) condenses from the atmosphere as snow, it contains a ratio of 16O/18O  (δ18O) that reflects the temperature at the time.  When the snow falls on a glacier and is converted to ice, it retains an isotopic ‘fingerprint’ of the temperature conditions at the time of condensation.  Measurement of the 16O/18O ratios in glacial ice hundreds or thousands of years old allows reconstruction of past temperature conditions. Thousands of accelerator measurements of δ18O from the Greenland GISP2 ice core made by Stuiver and Grootes at the University of Washington can be used to reconstruct temperature fluctuations in Greenland over the past 100,000 years (Stuiver and Grootes, 2000;. Grootes and Stuiver, 1997; Stuiver et al.., 1995; Stuiver, et al., 1993). What makes these measurements so useful is the accuracy of dating of the samples accomplished by counting annual layers of dust that accumulated in the ice during each melt season on the glacier, giving a dating accuracy of a few years over thousands of years. This is not possible in the Antiarctic ice cores.

Although the GISP2 ice core data is site specific (Greenland), it has been well correlated with global glacial fluctuations and a wide range of other climate proxies and has become the ‘gold standard’ among global climate reconstructions. However, keep in mind that temperature variations are latitude specific so actual temperatures from the GISP2 cores show a higher range of values than global data. The GISP2 cores date back 100,000 years, but we will focus here on data from the past 10,000 years (the Holocene) and compare it with recent warming and cooling periods.

The GISP2 temperature data includes two types: (1) oxygen isotope measurements (δ18O) that reflect temperatures at the time of snow accumulation, and (2) borehole temperature measurements that allow reconstruction of temperatures in degreees.

 

Oxygen isotope measurements (δ18O)

Figure 1 shows δ18O from the GISP2 ice core for the past 10,000 years. The isotope record begins at 1987 AD at the top of the core. Temperatures higher than those in 1987 (the horizontal line) are shown in red, lower in blue. The most striking thing about the curve is that temperatures for almost all of the 10,000 year record were higher than those in 1987. The last 1500 years or so were cooler. Thawing out has occurred since the Little Ice Age, but temperatures are not yet back to where they had been for almost all of the Holocene.

Figure 1.   δ18O from the GISP2 ice core for the past 10,000 years. Red areas represent temperatures warmer than those in 1987 (top of the core); blue areas were cooler. Almost all of the past 10,000 years were warmer than the past 1500 years. (Plotted from data in Grootes and Stuiver, 1997)

 

Greenland temperatures since 1987 (weiterlesen …)

Indischer Premierminister Narendra Modi: “Nicht das Klima, sondern wir selbst haben uns gewandelt”

Der ehemalige IPCC-Klimaforscher Richard Tol übte in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 17.08.2014 harte Kritik an der in Deutschland noch immer weit verbreiteten Klimakatastrophen-Ideologie:

“Die Deutschen machen sich zur Witzfigur” Klimaforscher Richard Tol über Öko-Aktivismus als Ersatzreligion und warum Gentechnik satt macht
[...]
FAZ: Wie wichtig ist denn der Klima­wandel im Vergleich zu anderen globalen Problemen?

TOL: Es ist bei weitem nicht das wich­tigste Menschheitsproblem. Auf der Welt herrscht immer noch so viel Armut. In Teilen Afrikas und des Mittleren Ostens breiten sich Kriege aus. Aber selbst unter den Umweltproblemen gibt es wichti­gere: Millionen Menschen ster­ben an Luftverschmutzung in In­dien und China. Viele Menschen sterben in Lateinamerika und Afri­ka an Rauchvergiftungen, weil sie ihre Mahlzeiten auf primitiven Ofen zubereiten. Ich will das Pro­blem des Klimawandels nicht kleinreden, nur gehört es gewiss nicht nach ganz oben auf unserer Prioritätenliste.

Ganzes Interview in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung lesen.

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Der Indische Premierminister Narendra Modi sprach Anfang September 2014 als einer der ersten Staatschefs öffentlich aus, was sich andere Politiker bisher nur hinter vorgehaltener Hand zuflüsterten: Man macht es sich zu leicht, wenn man den Klimawandel und das CO2 zum Hauptsündenbock für die Probleme der Welt hochstilisiert. Die Welt ist viel komplexer, als dass man sie mit einem Molekül erklären und verbesern könnte.

Die nüchterne Wahrheit ist, dass wir unser Verhalten in vielen Bereichen ändern müssen. Warum werden in vielen Ländern Europas noch immer die Autobahnen nachts taghell erleuchtet? Weshalb werden in vielen Ölfeldern der Erde enorme Gasmengen einfach abgefackelt, die an anderer Stelle dringend zur Stromerzeugung benötigt werden?

India Today berichtete am 5. September 2014 über die bemerkenswerte Rede Narendra Modis:

“Climate has not changed. We have changed. Our habits have changed. Our habits have got spoiled. Due to that, we have destroyed our entire environment,” he said while addressing students and replying to their questions through video conferencing in the first-ever initiative. [...] To buttress his argument, Modi said each year, elders complain in winter that the chill is more than the previous year. “Actually the chill is not more. Due to their age, their tolerence has become less. That is why they feel more cold,” he said.

In der Folge ging der Indische Premierminister dann auf die wahren Probleme und realistischere Ansätze ein:

“The entire world is facing energy crisis. Coal, gas and petroleum have their limits. So where will one produce electricity from? Sometime or the other, we have to move towards the direction of saving electricity. “Saving electricity is the best way of providing it to those to whom it has not reached and that too with minimal cost. Power production cost is very high. But saving electricity is very cheap,” he said.

Ganzen Bericht auf India Today lesen.

 

8. Internationale Klima- und Energiekonferenz in Frankfurt Main am 17. Oktober 2014

EIKE veranstaltet am 17.10.14 im Steigenberger in Hotel Frankfurt am Main die 8. Internationale Klima- und Energiekonferenz. Seitdem der UN “Weltklimarat” (UNFCC) bestätigt hat, dass es seit 17 Jahren keine globale Erwärmung gibt, findet auch „Klimaforschung die keine Katastrophe vorhersagt“ ihren Weg in die Fachzeitschriften. Auf unserer Frankfurter Konferenz werden die Professoren Ewert, Lüdecke und Weiss die aktuellste Forschung auf diesem Gebiet vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren. Da durch die Energiewende Erdgas kontinuierlich an Bedeutung gewinnt, wird der ehemalige Kreml-Mitarbeiter, Dr. Kaznacheev, über die Wirkung und Gefahren von Sanktionen gegen den russischen Öl- und Gassektor berichten. Inwieweit Fracking – und mit welchen Gefahren – uns mit heimischem Erdgas versorgen kann, werden Dr. Wrede vom geologischen Dienst NRW und der Geologe Prof. Ewert untersuchen. Der schwedische Wissenschaftler Dr. Nordangard zeigt, welche „Unheilige Allianz“ bei Biotreibstoffen dafür sorgt, dass neben den eigentlichen Herstellern auch die Lebensmittelindustrie, die Politik und Umweltgruppen mehr auf ihren Vorteil, als auf die Umwelt achten. Daneben befassen sich weitere Vorträge mit den Kosten und Nutzen der Energiewende und in der Abendveranstaltung ab 20 Uhr, warum in der Klimaberichterstattung“ Fakten kaum eine Rolle spielen.

 

8. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8)

Steigenberger Hotel Frankfurter Hof, Frankfurt, 17. Oktober 2014

Vorläufiges Programm: (weiterlesen …)

Klimatische Walross-Katastrophe des WWF in Alaska entpuppt sich als Ente: Ähnliche Treffen hat es bereits früher gegeben, unabhängig von der Meereisbedeckung

Am 27. September 2014 haben sich 35.000 Walrosse an einem Strand in Alaska getroffen. Die Berner Zeitung zitierte eine WWF-Quelle, die der Öffentlichkeit mit vorgehaltenem Zeigefinger erklärt, wie es zu dieser Massenansammlung angeblich gekommen sei:

Die Ansammlung der Walrosse sei ein weiteres Beispiel für die dramatischen Veränderungen, welche das Schrumpfen des Packeises in der Arktis auslöse, zitiert die britische Tageszeitung «The Guardian» Margaret Williams, die bei der Umweltschutzorganisation WWF das Arktis-Programm leitet. «Die Walrosse sagen uns, was uns schon die Eisbären und viele indigene Völker der Arktis gesagt haben: dass sich die Umweltbedingungen in der Arktis extrem schnell verändern und dass es für den Rest der Welt Zeit ist, dies zur Kenntnis zu nehmen und den Klimawandel anzugehen», sagte Williams weiter.

Ein Mitarbeiter des ansonsten für Gesteinsforschung zuständigen US Geological Survey hat sich ein kreatives Modell zurechtgelegt, wie das alles zusammenhängen könnte:

Die Experten führten das Phänomen auf den Klimawandel zurück, der das Packeis in der Arktis zum Schmelzen bringt. Wie der USGS-Forscher Chadwick Jay erläuterte, zog sich das Packeis der Arktis wegen des wärmeren Klimas stärker zurück als bisher. Deshalb hätten die Walrosse auf das Festland ausweichen müssen. Normalerweise leben die Tiere auf dem Eis und fischen von dort aus in seichten Gewässern, wie Jay erklärte. Mit dem schmelzenden Eis seien die Fischgründe jedoch zu tief für die Walrosse geworden, weshalb sie auf das Festland umgezogen seien.

Eine unterhaltsame neue Klimagruselstory, die bereitwillig von den Medien allerorten aufgegriffen wurde. Zeit für einen Faktencheck gab es da natürlich nicht. Die Geschichte sollte möglichst schnell und weitflächig verbreitet werden. Schade, denn so kamen nämlich die eigentlichen Experten gar nicht zu Wort. Und die hatten eine ganz andere Geschichte zu erzählen, eine die signifikant von jener der Klimaaktivisten-Vereinigung des WWF abwich. Aber gehen wir systematisch, Punkt für Punkt vor.

 

Walross-Treffen sind nichts Neues

Die Bilder der riesigen Walross-Ansammlung gingen um die Welt. Vermutlich ist dies die größte jemals fotografierte Walross-Gruppe. Das soll aber nicht heißen, dass es dieses Phänomen nicht auch schon früher gegeben hat. Aus den 1970er Jahren sind ähnliche Ereignisse beschrieben worden, eines in 1978 auf St. Lawrence Island und Punuk Islands und ein anderes 1972 auf der Wrangell Insel. Die erstgenannte Walross-Ansammlung wurde 1980 von Francis Fay und Brendan Kelly in einer im Fachmagazin ‘Arctic” erschienenen Arbeit detailliert beschrieben (pdf hier):

In October-November 1978, several thousand living walruses came ashore in at least four localities on St. Lawrence Island where they had not been present before in this century. They hauled out also at two other sites which they have occupied annually but in much smaller numbers. At least 537 animals died on the haulout areas at that time, and approximately 400 other carcasses washed ashore from various sources. This was by far the greatest mortality of walruses ever recorded in an event of this kind. At least 15% of the carcasses on the haulouts were aborted fetuses, 24% were 5-6-month-old calves; the others were older animals ranging in age from 1 to 37 years old. About three-fourths of the latter on the haulouts were females; in the non-haulouts areas the sex ratio was about 1:1. Forty of the best preserved carcasses were examined by necropsy. The principal cause of death was identified as extreme torsion of the cervical spine, with resultant cerebrospinal hemorrhage, apparently due to traumatization by other walruses. Nearly all of the dead were extremely lean, having less than half as much subcutaneous fat as healthy animals examined in previous years.

Im Text wird auf bis zu 60.000 Walrosse verwiesen, die sich damals versammelt haben könnten (siehe markierte Textstellen im Polar Bear Science Blog).

 

Entwicklung der Walross-Population

Wie soll man die WWF-Einlassungen eigentlich verstehen? Eine riesige Menge von Walrossen hat sich an einem Ort getroffen. Sollte man sich nicht eigentlich freuen, dass es überhaupt so viele Walrosse gibt? Heute leben in der pazifischen Region Alaskas wohl etwa 200.000 Walrosse, etwa doppelt so viele wie in den 1950er Jahren. Offensichtlich geht es den Walrossen heute besser als noch vor 60 Jahren, trotz Klimaerwärmung um ein halbes Grad. Da macht es dann einfach keinen Sinn, den Klimawandel als Gefahr für die Walrosspopulation darzustellen.

Die Zoologin Susan Crockford widerpricht der WWF-Theorie einer in Zeitlupe ablaufenden arktischen Walross-Katastrophe vehement. In ihrem Blog schreibt sie:

The attempts by WWF and others to link this event to global warming is self-serving nonsense that has nothing to do with science…this is blatant nonsense and those who support or encourage this interpretation are misinforming the public.

In einem weiteren Beitrag erläutert sie:

In short, recent huge gatherings of females and calves on Chukchi Sea beaches may have more to do with the fact that the population of walruses is now very large rather than because there has recently been no ice for a few months in late summer/fall.

 

Warum versammeln sich die Walrosse?

Wenn es Walross-Ansammlungen auch schon in den eisreichen 1970er Jahren gegeben hat, dann spielt das Eis wohl keine Rolle. Kurioserweise ist das arktische Meereis in diesem Jahr (2014) stärker ausgedehnt als in den Vorjahren. In einem Wikipedia-Eintrag von 2007 findet sich eine mögliche Spur zur Lösung des Rätsels:

In the non-reproductive season (late summer and fall) walruses tend to migrate away from the ice and form massive aggregations of tens of thousands of individuals on rocky beaches or outcrops.

Dazu lesen wir auf How Stuff Works:

Each summer, nine million pounds of walrus flesh packs the beaches of Round Island, off the southwest coast of Alaska in the Bering Sea. Scientists aren’t exactly sure why, but for a few months each summer, about 12,000 male Pacific walruses congregate on the two mile (3.2 km) long island. From the base of the cliffs to the bubbly surf, all you can see is walrus.

Nichts genaues weiß man nicht, also weiterforschen!

 

Siehe Berichte auf Climate Depot, Bishop Hill und Polar Bear Science.

 

Deutsches Klima-Konsortium vergisst die 9. Internationale Klimakonferenz in Las Vegas in den Tagungskalender aufzunehmen

Es ist schon erstaunlich, wofür in Deutschland alles Geld ausgegeben wird. Hätten Sie zum Beispiel gewusst, dass es ein ‘Deutsches Klima-Konsortium’ (DKK) gibt? Kein Scherz. Auf seiner Webseite schreibt das DKK über sich selbst:

Das Deutsche Klima-Konsortium (DKK) repräsentiert die wesentlichen Akteure der deutschen Klima- und Klimafolgenforschung. Unter dem Leitmotiv ‘Forschung für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt’ führt das DKK renommierte Forschungseinrichtungen zusammen, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, klimatische Veränderungen zu erkennen und Handlungsmöglichkeiten der Vermeidung und Anpassung aufzuzeigen.

Offenbar treffen sich hier alle IPCC-nahen deutschen Klimaakteure und beratschlagen, wie sie ihre oft alarmistischen Thesen am wirksamsten öffentlich streuen bzw. die vom Staat herausgeleierte Fördermittelmenge vermehren könnten. Im Vorstand der DKK finden wir einige Altbekannte: Jochem Marotzke vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie, Paul Becker vom Deutschen Wetterdienst und Mojib Latif vom Kieler Geomar.

Marotzkes Klimamodelle hatten bekanntlich kläglich versagt, da sie den seit nunmehr 16 Jahren anhaltenden Erwärmungsstopp nicht hatten kommen sehen. Der Hamburger hatte daraufhin große Probleme, mit dem Mißerfolg umzugehen und schlug in den Medien wild um sich (siehe unseren Blogartikel “Jochem Marotzke beliebt zu scherzen: Erwärmungsstopp ist “ungewöhnlich”, “überraschend” und “irrelevant”“). Hätte er doch in seinen Modellen die Ozeanzyklen berücksichtigt, die er lange Zeit immer nur als Rauschen fehlinterpretiert hatte (siehe unseren Beitrag “Hat der PDO-Ozeanzyklus zur Erwärmung der letzten Jahrzehnte beigetragen? Klimamodellierer Jochem Marotzke: “Hmm, ich glaube, ich bin mir nicht sicher”“). Und dann gab es auch noch Probleme mit der wissenschaftlichen Logik (siehe “Hamburger Max-Planck-Institut mit fragwürdiger Beweisführung zum arktischen Meereis“).

Paul Becker ist Klimaaktivist und Alarmist mit Leib und Seele. Sein DWD fällt regelmäßig durch schrägen Klimaalarm auf (siehe “Überraschung: Originaldaten wollen nicht zur DWD-These von immer feuchteren Wintern in Deutschland passen” und “Der Deutsche Wetterdienst hat ein Problem mit dem Klima“).

Zum schillernden Dauervortragsreisenden Mojib Latif muss man eigentlich nicht mehr viel sagen. An einer wissenschaftlichen Diskussion mit Andersdenkenden hat er in der Regel keine Lust, es könnte ja sein, dass er dabei den Kürzeren zieht (siehe “Mojib Latif will nicht mit Fritz Vahrenholt diskutieren: Dann eben hier !“, “Keine guten Nachrichten für Mojib Latif: Neue Studie im Journal of Geophysical Research hinterfragt den stratosphärischen CO2-Fingeradruck” und “Der Ewiggestrige: Mojib Latif verwechselt Pfingstwetter mit Pfingstklima“).

Wenn Sie Lust haben, schauen Sie sich doch einmal den 11-minütigen Imagefilm des DKK an:

Interessanterweise lässt man sich dort gleich am Anfang ein Hintertürchen offen. Das Bremer DKK-Vorstandsmitglied Monika Rhein erklärt, dass sich einfache Modelle im Laufe der Zeit mit mehr Daten durchaus als falsch herausstellen könnten. Meint sie hier vielleicht die übetriebene CO2-Klimasensitivität des IPCC? Vielleicht ist man an der Universität Bremen vorsichtig geworden und man nimmt die Kritik am klimaalarmistischen Kurs jetzt ernster als früher. Immerhin hat Kalte-Sonne-Coautor Sebastian Lüning an der Universität Bremen lange Jahre geforscht und gelehrt…

Stöbern wir ein wenig weiter auf der Webseite des DKK. Beim Klick auf den Link “Aktuelle Pressemitteilungen” werden wir stutzig: Die neueste Meldung stammt hier aus dem Novemer 2012. Hat das DKK seinen Betrieb mittlerweile eingestellt? Nein, an anderer Stelle gibt es neuere Nachrichten. Offenbar hat man da einen Link nicht aktualisiert. Der Vortragslink hat nur zwei klägliche Vorträge zu bieten, ein bisschen mau, wenn man bedenkt, was hier für ein Aufwand betrieben wird. Beim Newsletter melden wir uns doch gleich einmal an. Mal sehen, ob das klappt oder klimaskeptische Medien ausgeschlossen werden.

Interessant ist auch die Übersicht zu Auszeichnungen in der Klimaforschung. Schön wäre doch, wenn bald mal ein Preis an die klimaskeptische Seite vergeben würde. Da böte sich z.B. dieser hier an: (weiterlesen …)

Die Sonne im September 2014: Achtung, X-Flares!

Von Frank Bosse und Fritz Vahrenholt

Die Sonne war im September deutlich aktiver als in den Vormonaten. Die SunSotNumber (SSN) betrug 87,6. Dies sind immerhin 89% dessen, was für den aktuellen Zyklusmonat  Nr. 70 seit dem Beginn des Sonnenzyklus (SC) 24 im Dezember 2008 im Mittelwert zu erwarten ist. Der Verlauf seitdem stellt sich so dar:

Abb.1: Der aktuelle Zyklus 24 (rot) im Vergleich zu einem mittleren Zyklus (blau) ermittelt aus den monatlichen SSN der Zyklen 1-23 und zu dem aktuell sehr ähnlichen Zyklus 1( schwarz), der von 1755 bis 1766 aufgezeichnet wurde.

 

Der Zyklus ähnelt immer mehr dem SC 1, mit einem schnellen Abflauen der Sonnenaktivität wäre danach nicht zu rechnen. Allerdings würde dies auch bedeuten, das wir es nun mit einem überdurchschnittlich langem Zyklus zu tun haben.  Damit haben sich die japanischen Forscher um Hiroko Miyahara in 2013 beschäftigt (Influence of the Schwabe/Hale solar cycles on climate change during the Maunder Minimum). Sie konnten zeigen, dass die Länge des 11 jährigen Zyklus mit der Sonnenaktivität korreliert. „Die mittlere Länge des Schwabe-Zyklus betrug während des Maunder Minimums ca. 14 Jahre, wohingegen es während der mittelalterlichen Warmzeit etwa nur 9 Jahre waren.

Aber noch ist die Sonne recht aktiv, wenn auch unterdurchschnittlich. Am 10. September ereignete sich in dieser aktiven Phase ein erdgerichteter X 1.6 – Flare, eine Explosion auf der Sonne der höheren Kategorie. Wir unterscheiden hier eher normale (C für Common), Mittlere (M für Medium) und starke X-Ereignisse. Ein eindrucksvolles Bild davon:

Abb. 2: X-Flare am 10.9.2014 Quelle: solarham.net.

 

Bei solch starken Explosionen wird in aller Regel Material von der Sonne weggeschleudert, man spricht von einer Coronalen Massen Ejektion (CME). Wenn dieses Plasma die Erde trifft kann es zu Polarlichtern und weiteren Auswirkungen kommen. Regelmäßig findet man daher in den Medien entsprechende Überschriften („gigantischer Sonnensturm rast auf die Erde zu“… u.ä.), die den Betrachter erschauern lassen sollen. Dabei sind solche Ereignisse vor allem in den Jahren nach dem Maximum der Zyklen bei weitem nicht ungewöhnlich und in den meisten Fällen gibt es überhaupt keine Auswirkungen auf Mutter Erde – so auch dieses Mal. Die Stärke X 1.6 war eher zu niedrig für den angekündigten Event und es müssen weitere Faktoren wirken, damit es zu den irdischen Magnetfeldstörungen kommen kann. Wie so oft in diesem Zusammenhang also ein Sturm im medialen Wasserglas, ähnlich mancher Meldung über Klimakatastrophen. Werfen wir also einen weiteren detaillierten Blick auf die Erwärmungsszenarien der Oberflächentemperaturen, diesmal mit Berücksichtigung lokaler Besonderheiten: (weiterlesen …)

Stimmungsumschwung in Sachen Klimamodelle: Das Vertrauen der Fachwelt schwindet

In den letzten Tagen hatten wir uns in zwei Beiträgen mit den erschreckenden Defiziten der aktuellen Klimamodelle beschäftigt (siehe „Spaß mit Klimamodellen: Pleiten, Pech und Pannen“ und „Noch mehr Spaß mit Klimamodellen: Es will partout nicht passen“). Im abschließenden Teil wollen wir uns anschauen, wie Wissenschaftler die verfahrene Modellierungssituation einschätzen und ob es bereits Ideen gibt, wie das Problem zu lösen ist.

Im August 2014 äußerte sich jetzt ein Leitautor des kürzlichen 5. IPCC-Klimazustandsberichts, Richard Betts, öffentlich in überraschender Weise. Betts leitet die Abteilung Klimafolgen des UK Met Office und auf seiner Webseite führt er als eine seiner Exertisen die Klimamodellierung an. In einem Kommentar auf Bishop Hill schrieb Betts:

Bish, as always I am slightly bemused over why you think GCMs are so central to climate policy. Everyone* agrees that the greenhouse effect is real, and that CO2 is a greenhouse gas. Everyone* agrees that CO2 rise is anthropogenic. Everyone** agrees that we can’t predict the long-term response of the climate to ongoing CO2 rise with great accuracy. It could be large, it could be small. We don’t know. The old-style energy balance models got us this far. We can’t be certain of large changes in future, but can’t rule them out either.

In einer Fußnote erläutert Betts dann noch die beiden Sterne:

*OK so not quite everyone, but everyone who has thought about it to any reasonable extent
**Apart from a few who think that observations of a decade or three of small forcing can be extrapolated to indicate the response to long-term larger forcing with confidence.

Betts misst den Klimamodellen keine zentrale Rolle mehr in der Klimapolitik zu. Man weiß noch immer viel zu wenig, räumt er ein. Ganz offensichtlich bekommen jetzt sogar die IPCC-Autoren selber kalte Füße und können eine geringe Klimawirkung des CO2 nicht mehr ausschließen.

Einen Monat zuvor, im Juli 2014, hatte im Wall Street Journal der Computermodellierer Robert Caprara zugegeben, dass in den Modellen eine Vielzahl von frei wählbaren Parametern existiert, um ein gewünschtes Resultat zielgenau „hinzumodellieren“. Caprara schreibt:

My first job was as a consultant to the Environmental Protection Agency. I was hired to build a model to assess the impact of its Construction Grants Program, a nationwide effort in the 1970s and 1980s to upgrade sewer-treatment plants. […] When I presented the results to the EPA official in charge, he said that I should go back and “sharpen my pencil.” I did. I reviewed assumptions, tweaked coefficients and recalibrated data. But when I reran everything the numbers didn’t change much. At our next meeting he told me to run the numbers again. After three iterations I finally blurted out, “What number are you looking for?” He didn’t miss a beat: He told me that he needed to show $2 billion of benefits to get the program renewed. I finally turned enough knobs to get the answer he wanted, and everyone was happy.

In Richtung Klimadebatte empfiehlt Caprara, die Diskussion offen zu führen und die Argumente der anderen Seite anzuhören, anstatt die andere Seite mit Beschimpfungen abzuqualifizieren:

So here is my advice: Those who are convinced that humans are drastically changing the climate for the worse and those who aren’t should accept and welcome a vibrant, robust back-and-forth. Let each side make its best case and trust that the truth will emerge. Those who do believe that humans are driving climate change retort that the science is “settled” and those who don’t agree are “deniers” and “flat-earthers.” Even the president mocks anyone who disagrees. But I have been doing this for a long time, and the one thing I have learned is how hard it is to convince people with a computer model. 

Bereits in einer Arbeit aus dem Oktober 2012 hatte eine Forschergruppe um Clara Deser in Nature Climate Change eingeräumt, dass die bislang unterschätzte starke natürliche Klimavariabilität von den Klimamodellen einfach noch zu schlecht abgebildet werden kann, so dass die Modelle die hohen Erwartungen der politischen Entscheider nicht erfüllen können. In der Kurzfassung der Studie heißt es:

Communication of the role of natural variability in future North American climate
As climate models improve, decision-makers’ expectations for accurate climate predictions are growing. Natural climate variability, however, poses inherent limits to climate predictability and the related goal of adaptation guidance in many places, as illustrated here for North America. Other locations with low natural variability show a more predictable future in which anthropogenic forcing can be more readily identified, even on small scales. We call for a more focused dialogue between scientists, policymakers and the public to improve communication and avoid raising expectations for accurate regional predictions everywhere.

Auch die bekannte Klimawissenschaftlerin Judith Curry hat wenig Vertrauen in die Klimamodelliererei. Im Oktober 2013 schrieb beklagte sich die Forscherin in ihrem Blog über die fehlende Wertschätzung klimahistorischer Untersuchungen zugunsten von Klimamodellen. Unsummen wären bislang in die Modelle investiert worden, ohne richtiges Ergebnis. Der vom IPCC fälschlicherweise behauptete Konsens hätte die Klimawissenschaften mindestens ein Jahrzehnt zurückgeworfen, sagt Curry: (weiterlesen …)