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Streit um Kaiserpinguine: Spiegel Online hält sie für vom Klimawandel bedroht während Spektrum der Wissenschaft ihre Robustheit gegenüber klimatischen Veränderungen hervorhebt

Spiegel Online brachte am 30. Juni 2014 eine fragwürdige Tierstory vom Südpol (Fettsetzung im Text ergänzt):

Erderwärmung: Lebensraum der Kaiserpinguine ist bedroht
Er gilt als eine Ikone der Antarktis: der bis zu 1,20 Meter große Kaiserpinguin. Doch seine Zukunft ist ungewiss. Der Klimawandel verändert seinen Lebensraum, die Packeisgrenze der antarktischen Zone.
Bis zum Jahr 2100 wird die derzeit 600.000 Individuen umfassende Population der Kaiserpinguine um mindestens ein Fünftel reduziert. “Das sind keine guten Neuigkeiten für den Kaiserpinguin”, sagte Hal Caswell von der amerikanischen Woods Hole Oceanographic Institution, Co-Autor der Studie in der Zeitschrift “Nature Climate Change”. Der Grund für die Veränderung ist die Erderwärmung. Sie macht die Eisschicht instabil. Wird es im Frühjahr wärmer, können Wellen die Eisdecke aufbrechen und Pinguinkolonien spalten. In der Studie fordern die Forscher deshalb, den Kaiserpinguin als gefährdet einzustufen. Nur so könne der Bestand vor weiteren Bedrohungen durch Tourismus und Fischfangindustrie geschützt werden. Doch dieses Ziel durchzusetzen, wird nicht einfach sein. Denn zunächst geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung: Bis 2050, erwarten die Forscher, wird die Zahl der Kaiserpinguine in den 45 bekannten Kolonien zunächst sogar leicht ansteigen. Denn trotz der Erwärmung hat das Eis der Antarktis sich in den vergangenen Wintern ausgedehnt. Mehr Eis bedeutet auch mehr Algenwuchs auf der Unterseite der Eisschicht. Mehr Algen können mehr Krill ernähren, und Krill wiederum steht auf dem Speiseplan der Kaiserpinguine.

Weiterlesen auf SPON.
Foto: Ian Duffy from UK – Animal Portraits. Lizenz: Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Haben Sie’s auch bemerkt? Auf Basis von vollkommen überzogenenen IPCC-Hitzeprognosen wird ein Szenario bis 2100 aufgestellt. Schon heute ist aber klar, dass die CO2-Klimasensitivität in diesen Modellen viel zu hoch angesetzt ist. Somit ist die gesamte Studie von vorneherein hinfällig. Schade um die verschwendeten Forschungsgelder. Die Krönung ist jedoch, dass bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts zunächst das Gegenteil eintreten soll. Somit bleibt die Hauptthese des Pinguin-Rückgangs bis zur Pensionierung der Autoren nicht überprüfbar. Und falls die Pinguinpopulation in den kommenden Jahrzehnten wider Erwarten doch schrumpfen sollte, würde man einfach sagen, der Klimawandel schreitet noch viel schneller voran als angenommen. Eine geniale Taktik.

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Deutlich gehaltvoller ist da schon ein Artikel von Lars Fischer in Spektrum der Wissenschaft vom 26. Juni 2014:

Kaiserpinguine sind flexibler als gedacht

Fällt ein Brutplatz weg, suchen Kaiserpinguine sich einen neuen - das macht sie weniger verwundbar durch den Klimawandel.

Bisher hielt man den Kaiserpinguin für extrem konservative Tiere: Jedes Jahr, dachte man, kehrt Aptenodytes forsteri an seinen angestammten Brutplatz zurück. Doch die Vögel wechseln anscheinend regelmäßig die Standorte. Wissenschaftler identifizierten in der Antarktis anhand von Satellitenbildern neue Brutkolonien, die in den Jahren davor nicht existierten. Dagegen blieben einige bestehende Kolonien in den Folgejahren verlassen, und nur Kot und Federn zeugen von der einstigen Gegenwart der Vögel. Diese Neigung zum Tapetenwechsel könnte den Tieren in Zukunft gut zupasskommen, falls irgendwann auch das antarktische Meereis durch den Klimawandel verschwindet.

Weiterlesen in Spektrum der Wissenschaft.

 

Interesieren Sie sich für weitere Wunder aus der Pinguinwelt? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Blogartikel “Süddeutsche Zeitung: “Klimawandel bedroht argentinische Pinguinküken”. Schlimme Recherchepanne: In Wahrheit beraubt Überfischung der Anchovis die Pinguine ihrer Nahrungsgrundlage“  aus dem Februar 2014.

Siehe auch Jim Steeles Beitrag “Blinded by Beliefs: The Straight Poop on Emperor Penguins” auf WUWT.

 

Wie eine Weltmeisterschaft vor leeren Zuschauerrängen: Antarktisches Meereis eilt von Rekord zu Rekord – und die deutsche Presse schweigt

In der Juli 2014-Ausgabe von top agrar erschien ein Kommentar von Fritz Vahrenholt zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG):

Prof. Vahrenholt: Die EEG-Förderung ist ein Auslaufmodell!

Von Fritz Vahrenholt

Berlin legt bei Biogas eine Vollbremsung hin. Die ist überfällig. Biogas verzerrt die Pachtpreise, führt zu einer ökologischen Verarmung und belastet die privaten Haushalte und das Gewerbe mit hohen Stromkosten. 24 Mrd. € beträgt die EEG Umlage. Das sind 250 € für jeden Haushalt. Deshalb schauen die Bürger inzwischen viel kritischer auf die Grünen Energien.

Die Zustimmung wird abnehmen, wenn die Kosten noch weiter ausufern, wenn Industriebetriebe in stromkostengünstigere Regionen abwandern und wenn die Netzstabilität wegen des schwankenden Sonnen- und Windstroms kaum noch beherrschbar ist.

Kein Wunder, dass Sigmar Gabriel die Energiewende kurz „vor dem Scheitern“ sieht. Warum bauen wir in einem Land mit der Sonneneinstrahlung von Alaska eine Photovoltaik-Kapazität von 52.000 MW auf? Viele Anlagen schaffen gerade mal 800 Volllaststunden. Das Jahr hat aber 8.760 Stunden! Inzwischen produzieren wir so viel Öko-Strom, dass wir Geld drauflegen müssen, um ihn in Österreich, den Niederlanden, Polen oder Tschechien zu entsorgen. Unsere Nachbarn freut das nicht einmal, macht der billige deutsche Öko-Strom doch die eigene Stromproduktion unrentabel.

Weiterlesen auf topagrar.com

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Unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit wurde in der Antarktis Anfang Juli 2014 mit 2,112,000 Quadratkilometern die größte Meereis-Anomalie der gesamten Satellitenmessära verzeichnet. Ein erstaunlicher All-Time-Rekord im Zeitalter der Klimaüberhitzungsangst. Die deutsche Presse verschlief den Rekord.

 

Abbildung 1: Ausdehnung des antarktischen Meereises seit Beginn der Satellitenmessungen 1979.

 

Interessant ist zudem die Arktis-Meereisprognose für September 2014 des Sea Ice Prediction Networks vom 19. Juni 2014. Der September ist wegen des Ende des Nordsommers traditionell der Monat mit dem geringsten arktischen Meereis:

The median Outlook value for September 2014 sea ice extent is 4.7 million square kilometers with quartiles of 4.2 and 5.1 million square kilometers.

Dies ist deutlich mehr als in den Minusrekordjahren 2007 (blau) und 2012 (dunkelgrün gestrichelt) (Abbildung 2). (weiterlesen …)

Wegweisender Artikel in Bild der Wissenschaft zur Klimadebatte: “Alarmisten stehen im Regen”

Es tut sich etwas in der Klimaberichterstattung. In der Ausgabe 6/2014 von Bild der Wissenschaft erschien ein lesenswerter Artikel von Nils Ehrenberg, der den Klimaalarmismus kritisch unter die Lupe nimmt. Zu Beginn des Textes darf Jochem Marotzke noch behaupten, alles wäre in klimaalarmistischer Ordnung. Im zweiten Teil erläutert jedoch dann Hans von Storch, wie es zum Extremismus in den Klimawissenschaften kommen konnte. Hier einige Auszüge:

ALARMISTEN STEHEN IM REGEN

Die Zeiten der Horrorszenarien sind vorbei. Immer mehr Klimaforscher setzen auf eine nüchterne Betrachtung – und auf Konzepte, wie die Menschheit mit wärmeren Zeiten fertig werden kann.

von Nils Ehrenberg

 [...] Nach Ansicht von [Kommunikationswissenschaftler] Mike Schäfer [von der Universität Zürich] hat sich auch die Art der Berichterstattung deutlich verändert. So finden zwar Klimaskeptiker und Klimaleugner in Deutschland nach wie vor kaum ein Forum in der Presse. Deutlich häufiger als noch vor einigen Jahren wählen Journalisten jedoch sogenannte Klimarealisten als Gesprächspartner – also Wissenschaftler, die sich eher zurückhaltend und vorsichtig zum Thema äußern und vor Alarmismus warnen. „Lange wurde das Thema Klimawandel vor allem von Wissenschaftsjournalisten bearbeitet, die oft selbst eine gewisse Forscherkarriere hinter sich haben“, erklärt Mike S. Schäfer. Durch ihre Nähe zum Forschungsbetrieb und seinen Akteuren fühlten sich viele dieser Journalisten eher als Wissensvermittler denn als kritische „Aufpasser“. Doch nun kämen immer stärker Journalisten aus anderen Ressorts hinzu, die sich vor allem mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels befassen. „Die Folge ist, dass die Berichterstattung über die Klimawissenschaft deutlich kritischer wird.“ 

Ein kritischer Wissenschaftler ist der Direktor des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht bei Hamburg, Hans von Storch. Zu einseitig, so sein Vorwurf, hätten einige Forscher die katastrophalen Folgen des Klimawandels in den Vordergrund gerückt, Horrorszenarien gezeichnet und dabei viele wissenschaftlichen Unsicherheiten in Sachen Klimawandel außer Acht gelassen. Der Meteorologe machte sich damit zur Zielscheibe für teils heftige Kritik aus den eigenen Reihen.

Wissenschaftler als Weltenretter

Von Storchs Position zur Rolle der Medien ist klar: „Viele haben in der Vergangenheit eine regelrechte Hofberichterstattung betrieben. Forscher gelten da per se als gut: Sie kämpfen an der Seite der Umweltschutzorganisationen für die Rettung der Welt und dürfen deshalb nicht kritisiert werden.“ (weiterlesen …)

Geomar-Forscher wagt den Schritt an die Öffentlichkeit und bemängelt Publikations-Zensur: Kritik an IPCC-Modellen unerwünscht!

Vladimir Semenov ist Wissenschaftler am Kieler Geomar-Institut. Im Jahr 2009 reichte er zusammen mit Mojib Latif und anderen Kollegen ein Manuskript beim Journal of Climate ein, in dem die Autoren u.a. die Befürchtung äußerten, dass die CO2-Klimasensitivität in den Klimamodellen möglicherweise zu hoch angesetzt sein könnte. Im Zuge des damaligen Begutachtungsprozesses verlangten die Reviewer, dass alle Passagen mit Zweifeln an der Klimawirkung des CO2 sowie den Klimamodellen im Text gelöscht werden müssten, da das Paper ansonsten nicht publiziert werden könnte. Und so geschah es: Ein ganzer Abschnitt musste entfernt werden, bevor die Studie letztendlich 2010 veröffentlicht wurde:

Semenov, V., Latif, M., Dommenget, D., Keenlyside, N., Strehz, A., Martin, T. und Park, W. (2010) The Impact of North Atlantic-Arctic Multidecadal Variability on Northern Hemisphere Surface Air Temperature Journal of Climate, 23 (21). pp. 5668-5677. DOI 10.1175/2010JCLI3347.1.

Im Zuge der Mobbingaffäre am ehemaligen Hamburger Max-Planck-Direktor Lennart Bengtsson fasste Vladimir Semenov nun den Mut, mit dem Vorfall von damals an die Öffentlichkeit zu gehen. Er kritisiert, dass die Löschung der IPCC-Modellkritik in seinem Paper ‘eine Art Zensur’ darstellt.

Die angesehene britische Tageszeitung The Times berichtete über den Vorgang am 8. Juli 2014 prominent auf ihrer Umweltseite:

Voices of dissent drowned out by climate change scientists
Research that questioned the accuracy of computer models used to predict global warming was “censored” by climate scientists, it was alleged yesterday. One academic reviewer said that a section should not be published because it “would lead to unnecessary confusion in the climate science community”. Another wrote: “This entire discussion has to disappear.” The paper suggested that the computer models used by the UN’s Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) were flawed, resulting in human influence on the climate being exaggerated and the impact of natural variability being underplayed. The findings could have profound implications. If correct, they could mean that greenhouse gases have less impact than the IPCC has predicted and that the risk of catastrophic global warming has been overstated. However, the questions raised about the models were deleted from the paper before it was published in 2010 in the American Meteorological Society’s Journal of Climate. The paper had been submitted in July 2009, when many climate scientists were urging world leaders to agree a global deal on cutting emissions at the Copenhagen climate change summit in December that year. Vladimir Semenov, a climate scientist at the Geomar institute in Kiel, Germany, said the questions he and six others had posed in the original version of the paper were valid and removing them was “a kind of censorship”.

Weiterlesen auf GWPF.

Dazu passt dann letztendlich auch ein Vortrag, den das Geomar-Team im Juli 2013 in den USA hielt (siehe unseren Blogbeitrag “Mojib Latif im Fachvortrag in den USA: Die CO2-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden“). Die Autoren sind mit einer Ausnahme (T. Martin) identisch mit der Publikation im Journal of Climate von 2010. In den Schlussfolgerungen dieses Fachvortrags stellen die Forscher auf Folie 30 fest:

(1) Die Entwicklung der langperiodischen atlantischen Ozeanzyklen kann durchaus für ein Jahrzehnt im Voraus vorhergesagt werden (“MOC variability appears to be predictable about a decade ahead”).

(2) Atlantische Ozeanzyklen haben in den letzten Jahrzehnten einen signifikanten Beitrag zur globalen Temperaturentwicklung geleistet (“The most recent decades contain a strong contribution from the AMO (MOC) even on a global scale”, siehe auch Folie 16).

(3) Die CO2-Klimasensitivität ist in den IPCC-Modellen möglicherweise zu hoch angesetzt worden (“This raises questions about the average climate sensitivity of the IPCC models”, siehe auch Folie 21: “Implication: Climate sensitivity is too high”).

 

Helmholtz Zentrum für Umweltforschung: Gesellschaftlicher Wandel für Nomaden problematischer als Klimawandel

Am 15. Juli 2014 gab das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) die folgende Presseinformation heraus:

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Gesellschaftlicher Wandel für Nomaden problematischer als Klimawandel
Studie zu den Auswirkungen auf die Viehhaltung in Trockengebieten

Leipzig. Der gesellschaftliche Wandel könnte die Weideflächen in Trockengebieten weltweit stärker beeinflussen als der Klimawandel. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Köln, die dazu ökologische und gesellschaftliche Einflussfaktoren im Computermodell simuliert haben. Bis zu einem gewissen Grad könnten die Auswirkungen des Klimawandels durch eine erhöhte Mobilität der Viehherden ausgeglichen werden, schreiben die Wissenschaftlerinnen im Fachblatt „Global Environmental Change“. Der Bedarf nach höheren Einkommen und weniger verfügbares Weideland machten es jedoch den Nomaden zunehmend schwerer, ihre Herden umzutreiben und damit ihre Existenz zu sichern.

Die Trockengebiete der Erde machen etwa 40 Prozent der Landoberfläche weltweit aus. Viehhaltung ist dort die wichtigste Einnahmequelle, von der über eine Milliarde Menschen leben. Da die Niederschläge in diesen Regionen gering sind und unregelmäßig auftreten, haben viele Nomadenvölker ihre Lebensweise daran angepasst und ziehen mit ihren Herden dorthin, wo die Vegetation gerade die beste Nahrung für das Vieh bietet. Dadurch schonen sie gleichzeitig einen Teil des Weidelandes, das sich so regenerieren kann – eine positive „Nebenwirkung“ der Mobilität. Veränderte Klimabedingungen wie stärkere Schwankungen im Niederschlag könnten dieses empfindliche System stören. So wird beispielsweise für verschiedene Regionen im Nordwesten Afrikas mit einem Rückgang der Niederschläge von 10 bis 20 Prozent gerechnet.

Die Studie hatte deshalb das Ziel, jene Grenzen des Klimawandels aufzuzeigen, bis zu denen die Existenzgrundlagen für Haushalte mit Viehhaltung langfristig erhalten werden können, und hat dabei auch gesellschaftliche Veränderungen mit einbezogen. Dazu kombinierten die Wissenschaftlerinnen eine Risikobewertung mit einem ökologisch-ökonomischen Modell.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass stärkere zeitliche Schwankungen bei den Niederschlägen die Viehhaltung weniger beeinträchtigen als ein Rückgang der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge. Sozio-ökonomische Veränderungen wie ein erhöhter Bedarf an Einkommen verschoben die Toleranzgrenzen für Niederschlagsschwankungen nach oben. „Bis zu einem gewissen Grad ermöglicht die Mobilität den Nomaden, ihre Weidewirtschaft auch in weniger produktiven Systemen aufrechtzuerhalten und so negative Effekte des Klimawandels auszugleichen“, berichtet Dr. Romina Martin vom UFZ, die jetzt am Stockholm Resilience Centre forscht. Mit dem gestiegenen Bedarf an Einkommen und dem gesunkenem Zugang zu Weideland wird es jedoch zunehmend schwerer, diese Mobilität aufrechtzuerhalten. (weiterlesen …)

Gegen den Klimaalarm: Neugründung der Open Atmospheric Society (OAS)

Viele wissenschaftliche Fachzeitschriften und Fachorganisationen sind klimaalarmistisch unterwandert. So bringt das Journal “Nature Climate Change” fast ausschließlich IPCC-kompatible Artikel. Wer gegen die IPCC-Parteilinie verstößt, hat keine Chance. Nun gibt es jedoch eine interessante Neugründung, die dringend benötigten Raum für ausgewogene wissenschaftliche Diskussionen schafft. Mitte 2014 wurde die Open Atmospheric Society (OAS) gegründet, die auf ihrer Webseite die folgende Zielsetzung angibt:

The OAS is a international membership society for the purpose of studying, discussing, and publishing about topics in atmospheric related earth sciences, including but not limited to meteorology, hydrology, oceanography, and climatology. It is open to anyone with an interest at the associate level, but student and full memberships also are offered. The purpose of the society is to foster quality atmospheric science and atmospheric science communications through outreach, member education, member publishing, and electronic media.

  • To provide an organization that offers an alternative to the highly politicized organizations that exist now.
  • To provide a voice for those who are not well represented now.
  • To provide a scientific journal where publications can be made where politically motivated peer review interference occurs. Papers must be replicable and pass on merit, not on a viewpoint.
  • To offer a safe place where ideas may be exchanged and examined without fear of retribution.
  • To foster open science, and open science publishing accessible to professionals and to the public.
  • To provide assistance in producing science that can be understood by the public.
  • To offer member to member networking and assistance.
  • To be paperless, easing the burden on the environment,and without need for a central office all business and publications done online.
  • To be true in its methods, its publications, and to its members.

Die OAS wird ein eigenes Journal herausgeben:  Journal of the Open Atmospheric Society, ISSN 2373-5953. Artikel werden begutachtet, und das Publizieren ist kostenlos. Die Jahresgebühr für assoziierte Mitglieder beträgt 45 US$, für Vollmitglieder 85 US$. Vollmitglied kann jeder werden, der einen akademischen Abschluss in den Naturwissenschaften vorweisen kann. Assoziierte Mitglieder müssen keinen Abschluss vorweisen.

 

Hans Joachim Schellnhuber ist jetzt für den Vatikan tätig: Spezialgebiet Weltuntergang 2100

Interessantes Interview im ORF vom 16. Juni 2014:

Klimawandel: “Wetter nicht immer extremer”

Der Klimawandel sorgt im Sommer für Temperaturrekorde und erhöht die Zerstörungskraft von Wirbelstürmen. Dennoch führt er nicht immer zu extremen Wetterereignissen, betont der englische Klimaforscher James Screen. Seinen Analysen zufolge hat etwa die Zahl besonders kalter Wintertage in Europa kontinuierlich abgenommen – der Trend werde sich in Zukunft fortsetzen. James Screen lehrt und forscht an der University of Exeter. Gegenwärtig leitet er das Forschungsprojekt “Arctic Climate Change and its Mid-latitude Impacts”. Seine Studie “Arctic amplification decreases temperature variance in northern mid- to high-latitudes” ist am 15.6.2014 im Fachblatt “Nature Climate Change” erschienen.

[...]

ORF: Manche Klimaforscher haben die Vermutung geäußert, das Schmelzen des arktischen Meereises könnte den Jetstream verändert haben und somit für den besonders kalten Winter 2013/14 in den USA verantwortlich sein. Was sagen Sie dazu?

SCREEN: Was den Jetstream betrifft: Das ist eine Hypothese – möglich, aber ich sehe zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum Anhaltspunkte dafür.

ORF: Und der kalte Winter?

SCREEN: Das trifft laut meiner letzten Studie nicht zu. Durch den Klimawandel nimmt die Zahl extrem kalter Wintertage in den USA, Europa und Nordasien sogar ab.

ORF: Was haben Sie in Ihrer Studie genau untersucht?

SCREEN: Die Arbeit hat zwei Teile. Im ersten Teil habe ich Temperaturdaten der Nordhalbkugel von 1979 bis zur Gegenwart untersucht. Im zweiten Teil habe ich die Temperaturverläufe bis zu Ende des Jahrhunderts mit Hilfe eines Modells berechnet. Kalte Extreme wird es auch weiterhin geben, aber sie werden seltener – und zwar aus zwei Gründen. Erstens: Die Durchschnittstemperatur steigt. Zweitens: Die Variabilität der Temperatur wird im Winter weiter abnehmen.

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Der Standard meldete am 8. Juli 2014:

Eine Milliarde für Kampf gegen Klimawandel
Die EU-Kommission will 19 Projekte unterstützen, die Mittel stammen aus Einnahmen aus dem Verkauf von Emissionsrechten

Weiterlesen im Standard.

Die Angst vor der Klimakatastrophe ist groß, da sitzt das Geld natürlich besonders locker. Angesichts der Drohkulisse werden keine unbequemen Fragen gestellt. Was sind dies für Projekte? Dazu weiter im Standard: (weiterlesen …)

Spendenaufruf der American Geophysical Union zur Finanzierung des Klimakommunikatoren-Preises: Echt schade, Auszeichnung kann leider nur an Klimaalarmisten vergeben werden

Die American Geophysical Union (AGU) vergibt alljährlich den Climate Communication Prize. Die AGU beschreibt den mit 25.000 US Dollar dotierten Preis auf ihrer Webseite wie folgt:

The Climate Communication Prize is given annually to one honoree in recognition  for “the communication of climate science.” Established in 2011, the Climate Communication Prize is funded by Nature’s Own, a purveyor of fossils, minerals, and handcrafted jewelry in Boulder, Colorado. The Climate Prize highlights the importance of promoting scientific literacy, clarity of message, and efforts to foster respected and understanding of science-based values as they relate to the implications of climate change. The Climate Communication Prize is for communication of climate science – not scientific research. Examples of prize qualifications are promotion of scientific literacy, clarity of message and efforts to foster respect and understanding of science-based value as they relate to the implications of climate change.  These are exemplary of the activities of the Prize winner, but all are not necessary. Winning contribution can be a specific campaign communication or a long-career track record of climate communication.

PRIZE INCLUDES:
• $25,000 monetary prize
•Engraved award
• Recognition in Eos
• Recognition at the AGU Fall Meeting during the award presentation year
• Two complimentary tickets to the Honors Banquet at the AGU Fall Meeting during the award presentation year

Im Juli 2014 erhielten alle AGU-Mitglieder einen Aufruf, kräftig für den Climate Communication Preis zu spenden. Im Prinzip eine gute Sache, wenn es ein faires Vergabeverfahren gäbe. Hat die AGU zum Beispiel beide Seiten der Debatte berücksichtigt? Geeignete Kandidaten für den Preis wären z.B. Anthony Watts, der Webmaster des weltbekannten Klimablogs WUWT, Pierre Gosselin von Notrickszone oder einer der vielen anderen Klimablogger. Schauen wir uns daher die Preisträger der letzten Jahre an:

2011: Gavin A. Schmidt
2012: Jeffrey T. Kiehl
2013: Kevin E. Trenberth
2014: Katharine Hayhoe

Gavin Schmidt war 2011 sicher kein guter Start für den Preis gewesen. Er ist bekanntermaßen ein Hardcore-Klimaalarmist. Auch Kevin Trenberth ist eng mit dem IPCC und der Alarmmasche verbunden. Aber wer ist Jeffrey Kiehl? In der AGU-Mitgliederzeitschrift Eos war hierzu am 15. Januar 2013 zu lesen, dass er “sowohl Klimamodellierer als auch Psychologe” sei und sehr leidenschaftliche Vorträge hält. Als Klimamodellierer ist er selbstverständlich auf der IPCC-Seite. Außer Kritiken von Doug Hoffmann und Willis Eschenbach ist wenig im Netz über Kiehl zu finden. Katharine Hayhoe bezeichnet sich auf ihrer Webseite als “Climate Scientist, Communicator, Educator”. Dort outet sie sich auch als Klimaalarmistin: (weiterlesen …)

Klimaaktivist Toralf Staud und Misereor – Eine unheimliche Liaison

Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. (lat. misereor „Ich erbarme mich“) ist eines der größten Hilfswerke der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung im Jahr 1958 ca. 100.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das selbsterklärte Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Dies sind lobenswerte Anstrengungen, die es zu unterstützen gilt.

Weniger lobenswert ist hingegen eine spezielle Praxis der Spendenmotivierung, die Misereor bereits seit etlichen Jahren betreibt. Offenbar hatte man sich gedacht, dass man die Einnahmen deutlich erhöhen könnte, wenn man den Leuten einredet, sie hätten am Elend der Welt eine Mitschuld. Das verlotterte CO2-lastige Leben der Bürger der Ersten Welt würde auf dem Wege der Klimakatastrophe zu mehr Dürren, Stürmen, Überschwemmungen und anderem Wetterunbill im armen Afrika und Asien führen. Durch Presseartikel, Aktionen und Interviews wird den potentiellen Spendern ein schlechtes Gewissen gemacht. Der Effekt bleibt nicht aus: Durch Spenden an Misereor können die Sünder ihr Gewissen reinwaschen, eine Art moderner Ablasshandel. Einzig störender Faktor in diesem Geschäft sind diejenigen Wissenschaftler, die sich weigern, in das Alarmgeschrei der Klimakatastrophe einzustimmen. Unbequeme wissenschaftliche Fakten oder gar eine ergebnisoffene Fachdiskussion sind bei Misereor ausdrücklich unerwünscht.

Es ist schon erschreckend mitanzusehen, dass in der Vergangenheit mehr als eine halbe Millionen Euro an Spendengeldern von Misereor an klimaalarmistische Institute wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) weitergegeben wurden, mit dem Ziel, die Klimakatastrophe in der Öffentlichkeit noch präsenter zu machen und in der Folge die Spendenwilligkeit zu stimulieren (siehe unseren Blogartikel “Hilfswerk Misereor überweist PIK-Klimainstitut € 520,000 an Spendengeldern für fragwürdige Klimastudie“). Und wie kann es sein, dass sich Misereor in fragwürdigen Nebenthemen verliert, die so gar nichts mit dem ursprünglichen Gründergedanken der Organisation zu tun haben? Siehe unseren Beitrag “Anstatt gegen den Welthunger kämpfen Misereor und Brot für die Welt nun für die Verschärfung des Emissionshandels“.

Zur klimaalarmistischen Werbemasche von Misereor passt auch die Zusammenarbeit mit dem Journalisten Toralf Staud, der gelegentlich auch für das Greenpeace Magazin schreibt. Staud hatte sich seinerzeit heftig gegen unser Buch “Die kalte Sonne” publizistisch gewehrt und verfasste in der Zeit und im Klimaretter-Blog eine regelrechte Artikelkampagne. Er wollte nicht wahrhaben, dass seine liebgewonnene Klimakatastrophe ausfällt und natürliche Faktoren eine wichtige Rolle im Klimageschehen spielen könnten. Vielleicht fehlte ihm einfach der naturwissenschaftliche Hintergrund, den er in seinem Journalistik- und Philosophie-Studium natürlich nicht erlangen konnte.

Im Mai 2014 erschien nun das Jahresheft von Misereor mit dem Titel “Mut zu Taten”, das einen Überblick über die Arbeit der Organisation geben soll. Auf Seite 33 ist ein mehrseitiger Artikel von Toralf Staud mit dem Titel “Zweifel ist unser Produkt” abgedruckt. Der Artikel ist leider nicht online verfügbar. Das Heft kann aber kostenlos bei Misereor bestellt werden. Der Untertitel im Inhaltsverzeichnis gibt bereits die Richtung vor:

Bei der Wahrheit über den Klimawandel geht es um die öffentliche Meinung, um politischen Einfluss und um Geld. Eine Klarstellung.

Wiederum geht es nicht um klimatische Fakten, sondern um einen persönlichen Angriff auf die wissenschaftlich andersdenkenden Seite. Kurioserweise führt die Misereor-Redaktion bereits an dieser Stelle die vermutlichen Gründe an, weshalb Staud beauftragt wurde, diesen Artikel zu schreiben: Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Politik auf emotionaler Ebene unter Umgehung der fachlichen Diskussion, beides zur Verbesserung der eigenen Geldzuflüsse von privater und staatlicher Seite. Die Umkehr der Vorwürfe gegen die klimaskeptisch denkende Seite wirkt plump.

Gehen wir nun in den Artikel selbst. Direkt auf der Titelseite schreibt Staud: (weiterlesen …)

Lesen lohnt: IPCC-Klimabericht von 2013 relativiert Hitzeprognosen von 2007

Vor kurzem erreichte uns eine interessante Leserzuschrift, die wir gerne hier im Blog vorstellen wollen:

Guten Morgen die Herren,

[...] Mein besonderes Interesse fand Ihr Artikel vom 19. Juni 2014. Ich stimme mit Ihren Ausführungen völlig überein, dass es sich im Grunde um eine politische Bewegung handelt, mittels des sogenannten Klimawandels, Weltgeschichte zu machen. Bleibt jedoch die Frage offen, wie Millionen von Menschen diesem Trugschluss oder Betrug zum Opfer fallen konnten? Dazu gibt es nach meiner Ansicht nur eine philosophische Antwort! Was bewegt das Verhalten, die Beweggründe und Entscheidungen eines Individuums ? Jeder handelt nach seiner Moral oder Ethik. Welches ist die grundlegende Moral welche unsere Kultur und alle politischen  und religiösen Strömungen in den letzten 2000 Jahren beherrschte? Es ist die Moral des Altruismus. Diese Moral verlangt Opfer für  das Volk, die Rasse, den Nachbarn, den Armen in Afrika, für die “Mutter Erde” usw. – ohne Ende !! Es ist nur auf Grund der Moral des Altruismus möglich, dass der politische Klimawandel so erfolgreich sein kann, weil man “sacrificios” moralisch akzeptiert werden.

Literaturtipps:
Ayn Rand: Capitalism The Unknown Ideal”, paperback page 195 -Conservatism: An Obituary-

“… and the moral code which dominates our culture: the morality of altruism. Altruism holds that man has no right to exist for his own sake, that service to others is the only justification of his existence, and that self-sacrifice is his highest moral duty, virtue and value.”

Ayn Rand: The Virtue Of Selfishness”, paperback page35 – The Objectivist Ethics -

“It is not men´s immorality that is responsible for the collapse now threatening to destroy the civilized world, but the kind of moralities men have been asked to practice. The responsibility belongs to the philosophers of altruism. They have no cause to be shocked by the spectacle of their own success, and no right to damn human nature: men have obeyed them and have brought their moral ideals into full reality. It is philosophy that sets men´s goals and determines their course, it is only philosophy that can save them now. Today, the world is facing a choice: if civilization is to survive, it is the altruist morality that men have to reject.”

Horst Jepsen

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Bei der Analyse von Temperaturdaten fällt auf, dass oftmals kein überzeugender 11-Jahreszyklus gefunden werden kann. Dies überrascht, da der Grundzyklus der Sonne genau diese Zyklenlänge besitzt und es zahlreiche Hinweise auf eine starke solare Beeinflussung des Klimas durch längerfristige Zyklen (Hale – 22 Jahre, Gleissberg – 90 Jahre, Suess – de Vries – 210 Jahre, Eddy – 1000 Jahre und Hallstatt – 2200 Jahre) gibt. Was ist bloß am 11-Jahreszyklus faul? Auf JoNova wird derzeit ein Modell diskutiert, bei dem der 11-Jahreszyklus durch einen klimatischen “Notch-Filter” herausgesiebt und eliminiert wird. Falls Sie Interesse an Details haben oder vielleicht sogar Elektroingenieur sind, dann schauen Sie hier auf JoNova. Zudem könnte es einen Hochpass geben, der Zyklendauern unter 5 Jahre löscht.

In den Leserkommentaren zum Modell weist ein Leser auf die noch immer unverstandenen solaren Verstärkerprozesse hin und empfiehlt die Lektüre des entsprechenden Kapitels in unserem Buch The neglected Sun / Die kalte Sonne. JoNova dankt für den Hinweis und sagt, sie wolle das Kapitel gerne noch einmal nachlesen:

David and Jo I take it you have a copy of the book ‘The Neglected Sun’ by Vahrenholt and Luning (translated from German) Publisher ‘Stacey International’ 2013 ISBN 978-1-909022-24-9. If not, of particular interest would be Chapter 6 ‘The misunderstood climate amplifiers’ relevant to your current post. I got my copy from US Amazon. There are good references not only for that Chapter but throughout the whole book.

I am following your research with great interest. Best Regards.

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Got it. Thanks. Will read that chapter. – Jo

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Die Tageszeitung Arizona Daily Sun aus Flagstaff ist nicht an einer ausgewogenen Klimadiskussion interessiert. Der Herausgeber Randy Wilson schrieb jetzt, dass es in seiner Zeitung keinen Platz für Klimaskeptiker gäbe. Ganz offensichtlich missbraucht hier jemand die ihm verliehene Macht, um klimaalarmistisches Gedankengut zu befördern. Die Verlierer sind die Leser, die ein IPCC-Propagandablatt lesen, ohne dies zu wissen.

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Hand aufs Herz, wer hat sich den 5. Klimazustandsbericht des IPCC (AR5) wirklich in großer Gründlichkeit schon durchgelesen? In der Presse wurde so getan, als wäre alles beim Alten geblieben. Das ist nicht der Fall, was man schnell herausfindet, wenn man sich die Mühe macht und den Bericht studiert. Judith Curry hat in einem kürzlichen Blogpost darauf hingewiesen, dass der AR5 von 2013 die zukünftige Erwärmung viel vorsichtiger beurteilt als der Vorgängerbericht von 2007 (AR4). Curry schreibt: (weiterlesen …)

Neue Arbeit im Fachblatt Ecological Modelling: CO2-Klimasensitivität überschreitet nicht 2 Grad pro CO2-Verdopplung

Im März 2014 erschien im Fachblatt Ecological Modelling eine Arbeit von Craig Loehle, in der der Forscher Abschätzungen der CO2-Klimasensitivität auf Basis der real beobachteten Temperaturentwicklung macht. Insbesondere rechnet Loehle zyklische Entwicklungen heraus, wie etwa pazifische (PDO) und atlantische (AMO) 60-Jahres-Zyklen. Der Wissenschaftler kommt dabei auf einen Wert für die CO2-Klimasensitivität von fast 2,0°C pro CO2-Verdopplung (Gleichgewichtswert). Unberücksichtigt blieb hierbei vorerst, dass der Anteil der Sonne an der beobachteten Klimaerwärmung der letzten 150 Jahre möglicherweise deutlich größer ist als bislang vom IPCC angenommen. Dies würde die Klimasensitivität in einem nächsten Schritt weiter erniedrigen. Loehle erklärt ausdrücklich, dass Klimasensitivitäten die höher als der genannte Wert angenommen werden, als unwahrscheinlich anzusehen sind.

Im Folgenden die Kurzfassung der Arbeit (Fettsetzung ergänzt):

A minimal model for estimating climate sensitivity

Craig Loehle

Climate sensitivity summarizes the net effect of a change in forcing on Earth’s surface temperature. Estimates based on energy balance calculations give generally lower values for sensitivity (<2 °C per doubling of forcing) than those based on general circulation models, but utilize uncertain historical data and make various assumptions about forcings. A minimal model was used that has the fewest possible assumptions and the least data uncertainty. Using only the historical surface temperature record, the periodic temperature oscillations often associated with the Pacific Decadal Oscillation and Atlantic Multidecadal Oscillation were estimated and subtracted from the surface temperature data, leaving a linear warming trend identified as an anthropogenic signal. This estimated rate of warming was related to the fraction of a log CO2 doubling from 1959 to 2013 to give an estimated transient sensitivity of 1.093 °C (0.96–1.23 °C 95% confidence limits) and equilibrium climate sensitivity of 1.99 °C (1.75–2.23 °C). It is argued that higher estimates derived from climate models are incorrect because they disagree with empirical estimates.

 

Mitherausgeber der FAZ Frank Schirrmacher gestorben

Im März 2006 überließ die FAZ ihren kompletten Feuilleton-Teil “wichtigen Klima-Forschern”, um die Welt vor der angeblich drohenden Klimakatastrophe zu warnen. In der Einleitung schrieb der Mitherausgeber des Blattes Frank Schirrmacher:

Wir haben heute unseren Platz geräumt. Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Freitag ist in wesentlichen Teilen geschrieben von wichtigen Klima-Forschern. Es sind die Mitautoren des UN-Klimaberichts, der Anfang Februar die Weltöffentlichkeit alarmierte, und des vor einigen Monaten in England erschienenen Stern-Reports. Vieles von dem, was heute allgemein über den Klimawandel bekannt und anerkannt ist, entstammt ihren Berechnungen. Wir haben den Wissenschaftlern angeboten, sich des Feuilletons zu bemächtigen. Sie sollen der skeptischen Öffentlichkeit klarmachen, was bei den aktuellen Debatten pure Medienhysterie ist und was schieres Faktum. Sie haben dieses Angebot angenommen. Sie sind heute die Herren dieser Seiten. Sie schildern, auch mit Blick auf die heranwachsenden Schüler und Kinder, welche Welt das sein wird, in der wir leben. 

Auf dem Höhepunkt des Klimaalarmismus, ein Jahr vor Veröffentlichung des 4. Klimazustandsberichts des IPCC, schlug sich Schirrmacher voll auf die Seite der Klimaalarmisten. Ein historischer Irrtum. In seinem Einleitungstext behauptet er zwar, die für das Feuilleton beauftragten Wissenschaftler würden “so wenig alarmistisch wie möglich” berichten. Aber war dies wirklich so? Das Feuilleton selber ist im Internet auf die Schnelle nicht auffindbar. Wer durfte “sich damals des Feuilletons bemächtigen”, welche “wichtigen Klimaforscher” hat die FAZ bzw. Schirrmacher damals eingeladen bzw. nicht eingeladen? Schirrmacher verrät in seinem Text:

Die im Feuilleton versammelten Texte stammen fast ausschließlich von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und wurden für diese Zeitung geschrieben.

Im Rückblick keine gute Wahl. Heute, acht Jahre später, wird das Institut in der Fachwelt meist nur noch belächet. Zu arg haben die PIK-Leute die Katastrophenkarte überreizt, haben sich wissenschaftlich um Kopf und Kragen geschrieben.

Auch in einem 2010 von Schirrmacher herausgegebenen Buch mit dem Titel “Die Zukunft des Kapitalismus” zeigt er offen seine Sympathien für klimaalarmistisches Gedankengut:

In den letzten zweihundert Jahren ist der Kapitalismus aus allen Krisen gestärkt hervorgegangen. Diesmal jedoch ist alles anders, der Kapitalismus schwächelt. Ein weltweiter Kollaps wurde nur dank massiver staatlicher Intervention abgewendet, doch für wie lange? Die Politik zeigt sich unfähig, die globale Wirtschaft zu zähmen, und der Kapitalismus zerstört, siehe Klimawandel, weiter unaufhaltsam die eigenen Grundlagen. Sollte er doch an seinen Widersprüchen zugrunde gehen, wie die Marxisten früher hofften, dann wohl kaum in Form eines Eintritts in das Reich der Glückseligkeit, sondern eher als Höllensturz der menschlichen Gattung. Zumindest eines dürfte klar sein: Wenn wir überleben wollen, wird sich der Kapitalismus grundlegend ändern müssen – und wir uns mit ihm. Der Band bringt zwanzig Beiträge der in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geführten Diskussion zur »Zukunft des Kapitalismus«.

Am 12. Juni 2014 ist Frank Schirrmacher im Alter von nur 54 Jahren gestorben. Im Nachruf der FAZ heißt es:

Frank Schirrmacher, einer der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und zuständig für das Feuilleton, ist tot. Er verstarb am Donnerstag an den Folgen eines Herzinfarkts. In seiner zwanzigjährigen Zeit als Herausgeber hat er zahllose kulturelle Debatten angeregt und das intellektuelle Leben Deutschlands nachhaltig geprägt.

 

 

Professor für Klimastatistik wird aus Politik-Institut ausgeschlossen: Er hatte bezweifelt, dass der Klimawandel das wichtigste Problem der Menschheit sei

Im Mai 2013 schrieb der Professor für Klimastatistik, Caleb Rossiter, in seinem Blog, dass er sich in Zukunft nicht mehr zur Klimadebatte öffentlich äußern würde, da eine vernünftige Diskussion mit den Anhängern der Klimakatastrophe nicht möglich ist:

I am deserting from the Climate War.  I will never write another climate article or give another climate talk, and I’ll bite my tongue and say oooooooooooom when I hear or see the sort of exaggerations and certainties about the dangers of heat-trapping gasses that tend to make my blood boil at their absurdity.  For a decade I’ve been a busy soldier for the scientific method, and hence a “skeptic” to climate alarmism.  I’ve said all I think and know about this repetitive, unresolveable topic.  I’ll save hundreds of hours a year for other pursuits!

This is not like my pledge to my wife after a marathon that “I’ll never do another one.”  This is real.  There is simply too little room for true debate, because the policy space is dominated by people who approach this issue not like scholars weighing evidence, but like lawyers inflaming a jury with suspect data and illogical and emotional arguments.  

Ein Jahr später, am 4. Mai 2014 brach Rossiter mit seinem Vorhaben und veröffentlichte im Wall Street Journal doch noch einen letzten Beitrag, in dem er die Über-Fokussierung auf das angebliche zukünftige CO2-Problem anprangert, während es in Afrika eine große Anzahl von wahrhaftigen aktuellen Problemen gibt, die viel leichter zu lösen wären:

Sacrificing Africa for Climate Change
Western policies seem more interested in carbon-dioxide levels than in life expectancy.

Leider befindet sich der Essay hinter einer Paywall. Climate Depot bringt jedoch eine Komplettversion (am Ende der verlinkten Seite). Im Folgenden einige Auszüge via Climate Depot:

Rossiter’s Wall Street Journal OpEd continued: “The left wants to stop industrialization—even if the hypothesis of catastrophic, man-made global warming is false. John Feffer, my colleague at the Institute for Policy Studies, wrote in the Dec. 8, 2009, Huffington Post that ‘even if the mercury weren’t rising’ we should bring ‘the developing world into the postindustrial age in a sustainable manner.’ He sees the ‘climate crisis [as] precisely the giant lever with which we can, following Archimedes, move the world in a greener, more equitable direction.”

“Then, as now, the computer models simply built in the assumption that fossil fuels are the culprit when temperatures rise, even though a similar warming took place from 1900 to 1940, before fossil fuels could have caused it. The IPCC also claims that the warming, whatever its cause, has slightly increased the length of droughts, the frequency of floods, the intensity of storms, and the rising of sea levels, projecting that these impacts will accelerate disastrously. Yet even the IPCC acknowledges that the average global temperature today remains unchanged since 2000, and did not rise one degree as the models predicted.

“But it is as an Africanist, rather than a statistician, that I object most strongly to ‘climate justice.’ Where is the justice for Africans when universities divest from energy companies and thus weaken their ability to explore for resources in Africa? Where is the justice when the U.S. discourages World Bank funding for electricity-generation projects in Africa that involve fossil fuels, and when the European Union places a ‘global warming’ tax on cargo flights importing perishable African goods?”

Rossiter spricht ein wichtiges Problem an. Wir könnten heute den Menschen in Afrika leicht helfen: sauberes Trinkwasser, Ausbildung, gute Staatsführung… Aber das würde ja bedeuten, dass man jetzt sofort tatkräftig anpacken müssten. Sehr viel einfacher ist es, den abstrakten CO2-Geist zu jagen. Die simplistische Formel: Reduziert Euren CO2-Ausstoß, verzichtet, leidet, dann wird alles gut. Ein mittelalterlich anmutender, religiös-geprägter Gedanke.

Die Quittung für Caleb Rossiters vernünftigen Beitrag kam sofort. Nach 23 Jahren Zusammenarbeit beendete das Institute for Policy Studies (IPS) aufgrund des Wall Street Journal-Artikels kurzerhand die Zusammenarbeit mit Rossiter. Die Kündigungs-Email des IPS ist lesenswert (Fettsetzung ergänzt): (weiterlesen …)

Kuriose Folge des Erwärmungsstopps: Deutsch­land stockt Gel­der für in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz auf

Die Neue Presse aus Coburg meldete am 14. Juni 2014:

Spürbare Folge des Klimawandels
Der Starkregen vom April wirkt heute noch nach. Die Betroffenen suchen das Gespräch mit der Stadt, und die sucht nach Lösungen.
Laut Stadtbaumeister Jürgen Graßinger sei an jenem 26. April gut ein Zehntel der Jahresniederschlagsmenge des Landkreises über Mistelfeld niedergegangen. Dadurch sei die Kanalisation überlastet gewesen. Das Wasser habe sich seinen Weg gesucht und sei in die Häuser gelaufen. Da die Massen der Fluten vom Wald her kamen, sollte nach Ansicht von Graßinger ein Gespräch mit dem Forst, bezüglich eines Regenrückhaltebeckens, geführt werden. Auch müsse darüber nachgedacht werden, inwieweit sich Verbesserungen an der Leuchse erreichen lassen. Die Stadt sei bereit, Anwohner in Sachen Hochwasserschutz zu beraten. An 80 Prozent der Starkregenereignisse sei der Klimawandel schuld. An den restlichen 20 Prozent trage die Bevölkerung eine Mitverantwortung, beispielsweise durch die Versiegelung der Flächen. Graßinger rät den Hauseigentümern zum Abschluss einer Elementarversicherung.

Jetzt mal ganz langsam. Starkregen hat es in der Geschichte schon immer gegeben. Der Hauptschuldige an dem Starkregenereignis in Mistelfeld ist also die Natur. Sagen wir einfach mal 80%. Die Natur macht so etwas einfach, und man kann es nicht ändern. Die Stadt sieht zudem 20% der Schuld bei den Bürgern. Kann sein. Regenrückhaltebecken sind ein vernünftiger Schutz. Kurioserweise werden nun jedoch dem “Klimawandel” weitere 80% der Schuld für die Überschwemmung gegeben. Das macht mathematisch nun überhaupt keinen Sinn. Jetzt sind wir schon bei 180%. Machen wir den Faktencheck: Sind die Regenfälle in Deutschland im Laufe der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte extremer geworden? Immerhin ist die Temperatur seit der Kleinen Eiszeit um ein Grad angestiegen. Aktuelle wissenschaftliche Studien erteilen der klimawandelbedingten Starkregen-Idee des  Mistelfelder Stadtbaumeisters eine klare Absage. Weder sind die Niederschläge extremer geworden, noch ist in Zukunft damit zu rechnen. Peinliche Panne. Siehe unsere folgenden Blogbeiträge:

 

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Deutschland gibt für den “Klimaschutz” und die Erforschung der angeblichen Klimakastrophe bereits sehr viel Geld aus. Zwischenzeitlich wird jedoch immer deutlicher, dass die Damen und Herren Klimaforscher überreizt haben: Entgegen sämtlichen Prognosen ist es seit nunmehr 16 Jahren nicht mehr wärmer geworden. Offenbar hat man die CO2-Klimawirkung überschätzt. Wie geht die Bundesregierung mit den wachsenden Zweifeln der Wissenschaft an der Klimakatastrophe um? Kurioserweise möchte man in Zukunft nicht etwa WENIGER, sondern sogar NOCH MEHR Geld in den Klimawandel pumpen. Es muss nicht erwähnt werden, dass dieses Geld jetzt an anderer Stelle fehlt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gab am 13. Juni 2014 die folgende überraschende Pressemitteilung heraus:

Deutsch­land stockt Gel­der für in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz auf

Die Bun­des­re­gie­rung will ihren Beitrag zur Finan­zierung des in­ter­na­ti­o­nalen Klimaschutzes aufstocken. Zum Abschluss der UN-Klima­gespräche in Bonn verwiesen Bundes­ent­wick­lungs­mi­nister Gerd Müller und Bundes­umwelt­ministerin Barbara Hendricks auf die aktuellen Haus­halts­planungen für 2014, die zusätzlich 50 Millionen Euro für den in­ter­na­ti­o­nalen Klima­schutz vorsehen. Deutsch­land sei damit bestens vor­bereitet, einen heraus­ragen­den Beitrag zur Aus­stattung des Green Climate Fund zu leisten, betonten beide Minister. (weiterlesen …)

Sebastian Lüning auf ICCC9-Klimakonferenz zur Klimadiskussion in Europa: Licht am Ende des Tunnels?

Im Rahmen der 9. Internationalen Klimakonferenz (ICCC9) in Las Vegas hielt Sebastian Lüning neben seinem Sonnenbeitrag auch einen Vortrag zum Stand der Klimadiskussion in Europa mit dem Titel

Climate change discussion in Europe: Light at the end of the alarmist tunnel?

Das Video zum 12-minütigen Vortrag ist online verfügbar (Beginn des Vortrag bei Minute 2:45 im Clip):

 

 

Wochenblatt Verlagsgruppe mit peinlicher Panne: Zeitung verwechselt Städtischen Wärmeinseleffekt mit Klimawandel

Schocknews auf wochenblatt.de am 10. Juni 2014:

Klimawandel ist schon spürbar: Regensburgs Innenstadt ist um vier Grad heißer
Regensburg war eine Modellstadt, um den Klimawandel zu untersuchen – dabei kam heraus: Die Altstadt ist um vier Grad wärmer als die Umgebung. Der Umweltreferent fordert mehr Wasser und mehr Begrünungen und sogar Sonnensegel. [...] Rechts- und Umweltreferent Wolfgang Schörnig auf Wochenblatt-Anfrage: „Regensburg war vier Jahre lang Teil einer Untersuchung, die man mit Mitteln des Bundes und der EU finanzierte, um mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf eine Stadt mit historischem Kern und etwa 150.000 Einwohnern zu untersuchen.“ Man sei auch mit Wärmekameras über Regensburgs Altstadt geflogen und was man dabei feststellte, überrascht dann doch: „Es gab einige Stellen, die bis zu vier Grad wärmer waren als die umliegenden Stadtteile“, schildert Schörnig. Das sei zwar nicht in der ganzen Altstadt so, es gäbe auch Stellen, die lediglich zwei oder zweieinhalb Grad heißer sind als die Umgebung der Altstadt. „Aber an den Platzfolgen, beispielsweise dem Neupfarrplatz, ist es um bis zu vier Grad heißer“, so Schörnig. „Wenn man etwa vom Alleengürtel des Schlosses in die Altstadt geht, spürt man das sogar auf der Haut“, so der Rechtsreferent.

Klimawandel schon spürbar? Au weiha. Hier werden Dinge vermischt, die wirklich nicht zusammengehören. Es verwundert nicht, dass die eng bebaute Altstadt wärmer als die grünere Umgebung ist. Dies ist der altbekannte städtische Wärmeinseleffekt, der nun wirklich gar nichts mit dem Klimawandel zu tun hat. Vielleicht sollten die Regensburger mal Nachhilfe bei den Stuttgartern nehmen, die ihren Mitbürgern das Phänomen auf der Stadtklima-Webseite erläutern:

Der Wärmeinseleffekt (UHI, urban heat island) ist ein typisches Phänomen des Stadtklimas. In urbanen Ballungsräumen sind im Vergleich zur ländlichen Umgebung bodennah höhere Lufttemperaturen zu beobachten. Diese Überwärmung wird als städtische Wärmeinsel oder UHI bezeichnet. Für die Ausprägung oder die Intensität des Wärmeinseleffektes wird meist die Temperaturdifferenz zwischen der bodennahen Lufttemperatur in einem bestimmten Stadtgebiet und der bodennahen Lufttemperatur in einem außerhalb der Stadt im nahen Umfeld liegenden unbebauten Gebiet angegeben. Die Intensität des Wärmeinseleffektes variiert von Stadt zu Stadt. Aber auch innerhalb einer bestimmten Stadt ist der Wärmeinseleffekt sehr verschieden stark ausgeprägt. Die Intensität des Wärmeinseleffektes ist abhängig von der Größe der Stadt, der Stadtstruktur (Baudichte, Bauhöhen, Grünflächenanteil, usw.) aber auch von den topographischen und den allgemeinen klimatischen Gegebenheiten (Klimazone, Wetterlagen, atmosphärische Strömungen). In großen Städten wurden Temperaturdifferenzen bei der Jahresmitteltemperatur zwischen Stadt und Umland von weit mehr als 10°C gemessen. Ursache für den Wärmeinseleffekt ist vor allem der hohe Anteil versiegelter und bebauter Flächen in urbanen Gebieten, aber auch Luftschadstoffe und anthropogene Wärmequellen beeinflussen die Überwärmung in städtischen Gebieten.

Eine peinliche Panne, die dem bayerischen Wochenblatt da unterlaufen ist. Wer möchte das Wochenblatt auf sein Versehen hinweisen? Kontaktmöglichkeit hier.

 

Sebastian Lüning im Interview mit dem New American

Am 15. Juli 2014 brachte die US-amerikanische Zeitschrift The New American auf ihrer Internetseite ein Interview mit Sebastian Lüning zum Klimawandel:

German Scientist-Author Challenges Global Warming Alarmism (Video)

Written by 

Dr. Sebastian Lüning, an award-winning scientist from Germany, is one of the many foreign experts who converged on Las Vegas for the Heartland Institute’s 9th International Conference on Climate Change (ICCC9), held July 7-9.

Together with Professor Fritz Vahrenholt, Dr. Lüning authored the important 2013 book The Neglected Sun: How the Sun Precludes Climate Catastrophe. Dr. Vahrenholt’s “defection” caused seismic quakes in the climate alarmist ranks, since he was a founding father of Germany’s environmental movement and a director of one of Europe’s largest alternative energy companies. On June 18, 2012, just two days before the opening of United Nations’ Rio+20 Earth Summit, Vahrenholt sent a shock through the green ranks with an op-ed in Britain’s Telegraph entitled “Global warming: second thoughts of an environmentalist.” Vahrenholt took special aim at the UN’s now thoroughly discredited Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC).

Weiterlesen auf thenewamerican.com.

Das Video zum Interview ist hier:

 

Siehe auch Bericht auf Notrickszone (“German Geologist Sebastian Lüning Slams IPCC Climate Science: “A Lot Of The Claims Are Just Not True”“).

 

Webportal “Media Watch on Climate Change” fällt beim Praxistest glatt durch

Der österreichische Kurier berichtete am 13. Juni 2014 über eine neuartige Webplattform, die Klima-Nachrichten im Netz in “Echtzeit” erschließen will:

Arno Scharl, Experte für “Big Data”, präsentierte vor der Fachpresse das Webportal “Media Watch on Climate Change”, kurz MWCC. Im englischsprachigen Raum gibt es MWCC bereits seit 2005, nun wurde in Deutschland, Österreich und der Schweiz das deutschsprachige Pendant gelauncht. Im Sommer soll eine französische Version folgen.

Wer sich neue wissenschaftliche Erkenntnisse ÜBER das Klima erwartet, wird enttäuscht. Vielmehr gehe es “ausschließlich und ganz bewusst um die Kommunikation von Stakeholdern”, klärt Scharl, Leiter des Instituts für Neue Medientechnologie an der Modul-Universität, auf. Soll heißen: Das Web-Portal ermöglicht es Interessierten, Diskussionen über Umweltthemen auf einen Blick zu erfassen. Wer bestimmt den Diskurs zum Klimawandel? Welche Themen dominieren wann und wo?

Nutzen kann die Website jedermann – kostenlos. Zusatz-Features stehen nur registrierten Usern zur Verfügung. Zielgruppe sind Meinungsmacher wie Forscher, NGOs, Unternehmen und Journalisten. Letzteren soll das Werkzeug helfen, im Nachrichten-Dschungel “möglichst schnell eine Story zu entdecken”, preist Scharl das Medien- und Klimaportal als “Marktforschung in Echtzeit” an.

Schade, keine wissenschaftlichen Informationen. Nur sekundäres und tertiäres Gerede zu einem Thema, das vor allem von einer sachlichen Diskussion über Daten und Analysen profitieren würde. Brauchen wir wirklich eine solche neue Plattform? Wir machen die Probe aufs Exempel und klicken auf “Media Watch on Climate Change”. Auf den ersten Blick sieht die Seite wie das Cockpit eines Flugzeugs aus: “Keyword Graphs” die sich wie ein Lebewesen bewegen. Unüberichtliche Tag Clouds, Weltkarten mit geheimnisvollen Punkten. Wer soll da noch durchblicken? Vermutlich muss man hierzu einen zweijährigen Aufbaustudiengang belegen, um mit der Seite etwas anfangen zu können.

Aber schauen wir uns lieber die Inhalte an. Ganz oben findet sich ein unscheinbares Suchfenster. Wir geben das Wort “Sonnenaktivität” ein. Die Trefferliste schlägt einen guten Artikel aus der Weltwoche vor. Soll angeblich vom Vortag stammen. Beim Aufruf des Artikels dann die Überraschung: Der Artikel ist aus dem Jahr 2010. Nachrichten in “Echtzeit” – Fehlanzeige. Wir testen einen weiteren Suchbegriff: “kalte Sonne”. Die Webseite beginnt zu ratten und meldet schließlich “Es wurden für diese Abfrage keine passenden Dokumente gefunden”. Webseite durchgefallen. Zeitverschwendung.

 

Fritz Vahrenholt tritt in den Akademischen Beirat der Global Warming Policy Foundation ein

Die in London beheimatete Global Warming Policy Foundation (GWPF) setzt sich seit fünf Jahren für ein realistischeres Bild der Klimafrage in der Öffentlichkeit ein. Auf ihrer Webseite beschreibt die GWPF ihre Zielsetzung:

We are an all-party and non-party think tank and a registered educational charity which, while open-minded on the contested science of global warming, is deeply concerned about the costs and other implications of many of the policies currently being advocated. We are in no sense ‘anti-environmental’. There is a wide range of important environmental issues, which call for an equally wide range of policy responses. Our concern is solely with the possible effects of any future global warming and the policy responses that may evoke.

Nun ist Fritz Vahrenholt in den Akademischen Beirat der GWPF eingetreten. In einer Pressemitteilung teilte die Foundation am 14.7.2014 mit:

The Global Warming Policy Foundation is pleased to announce that Professor Fritz Vahrenholt has joined the GWPF’s Academic Advisory Council.

Professor Fritz Vahrenholt was one of the founders of the environmental movement in Germany. In the 1980s his bestsellerSeveso ist überall (Seveso is everywhere) triggered a debate which led to a fundamental reorientation of the chemical industry towards sustainable development.

Dr Vahrenholt holds a PhD in chemistry and is Honorary Professor at the Department of Chemistry at the University of Hamburg. Since 1969 he has been a member of the Social Democratic Party (SPD). From 1976 until 1997 he served in several public positions with environmental agencies such as the Federal Environment Agency, the Hessian Ministry of Environment and as Deputy Environment Minister and Senator of the City of Hamburg. He then held top management positions in the renewable energy industry.

Vahrenholt is a member of the Germany Academy of Technical Sciences and the Senate of the Fraunhofer-Gesellschaft. His 2012 book The Neglected Sun sparked a broad public discussion in Germany about the dogmatism in climate science. He is currently the Chairman of the German Wildlife Trust.

The GWPF Academic Advisory Council is composed of scientists, economists and other experts who provide the GWPF with timely scientific, economic and policy advice. It reviews and evaluates new GWPF reports and papers, explores future research projects and makes recommendations on issues related to climate research and policy.

Die weiteren Mitglieder des GWPF-Beirats sind:

Professor David Henderson (Chairman)
Adrian Berry
Sir Samuel Brittan
Sir Ian Byatt
Professor Robert Carter
Professor Vincent Courtillot
Professor Freeman Dyson
Professor Christopher Essex
Christian Gerondeau
Dr Indur Goklany
Professor William Happer
Professor Terence Kealey
Professor Deepak Lal
Professor Richard Lindzen
Professor Ross McKitrick
Professor Robert Mendelsohn
Professor Sir Alan Peacock
Professor Ian Plimer
Professor Paul Reiter
Dr Matt Ridley
Sir Alan Rudge
Professor Nir Shaviv
Professor Philip Stott
Professor Henrik Svensmark
Professor Richard Tol
Dr David Whitehouse

Im Mai 2014 war auch der schwedische Wissenschaftler Prof. Lennart Bengtsson in den Akademischen Beirat der GWPF eingetreten, wurde jedoch in der Folge von IPCC-Anhängern in einer ungeheuerlichen Weise gemobbt, so dass er den Schritt schließlich wieder rückgängig machte (siehe unseren Blogartikel “Clima Nostra bricht Lennart Bengtsson: Ehemaliger Max-Planck-Direktor muss auf Zusammenarbeit mit klimaskeptischer Vereinigung verzichten“).

 

Siehe auch englischsprachiger Beitrag Leading Climate Science Critic Fritz Vahrenholt Joins GWPF…Sees “Faulty Conclusions In Science” auf Notrickszone.

 

Sebastian Lünings Vortrag auf der 9. Internationalen Klimakonferenz in Las Vegas: “Wie der IPCC die Sonne in seinen Modellen vergaß”

Am 8. Juli 2014 hielt Sebastian Lüning im Rahmen der 9. Internationalen Klimakonferenz (ICCC9) in Las Vegas einen Vortrag mit dem Titel:

The Neglected Sun: How the IPCC managed to forget natural variability in their climate models

Eine Videoaufzeichnung des Vortrags gibt es online. Den Beginn des Vortrags finden Sie bei Minute 2:45 des Videoclips.

 

Im Folgenden der Abstract zum Vortrag:

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The Neglected Sun: How the IPCC managed to forget natural variability in their climate models

By Sebastian Lüning

For many years it was suggested that the pre-industrial temperature and extreme weather history before 1850 might have been monotonous and stable. Meanwhile, a large number of palaeoclimatological and geological studies have comprehensively demonstrated that this model can no longer be upheld. Over the past 10,000 years, temperatures and extreme weather have been continously fluctuating, following milennial, centennial and multi-decadal natural cycles. While some of these changes are driven by auto-cyclical processes originating in the climate system itself, other fluctuations are clearly linked to external drivers, namely solar activity changes. The presentation reviews key case studies that point to a much strong involvement of solar-driven climate change than previously assumed by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Is it pure coincidence that the 20th century warming occurred at a time when the solar magnetic field more than doubled and during the second half of this period reached an activity level that has rarely been achieved over the last 10,000 years? It is further demonstrated that prominent Atlantic and Pacific ocean cycles (AMO, PDO) with periods of about 60 years modulate the longer term temperature development and between 1977-1998 have led to an amplified temperature increase which the IPCC has mistaken as a long-term warming rate.