Richard Tol: Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet

Am 30. Juni 2014 veröffentlichte die FAZ den folgenden Artikel:

Die Apokalypse fällt aus
Klimaökonom Richard Tol hält die Folgen der Erderwärmung für beherrschbar – für Ökos ist er eine Hassfigur

Ritter, Tod und Teufel heißt der berühmte Dürer-Stich, den Richard Tol eine Zeitlang als sein Profilbild auf Twitter eingestellt hatte. Das düstere Bild hat der Klimaökonom, der so gerne lacht, mit einem Augenzwinkern ausgewählt. Denn so wie Dürers Ritter gegen Tod und Teufel kämpft, stand Tol inmitten eines Kampfes um die Deutungshoheit über den Weltklimabericht. Nach Ansicht des 44-jährigen Professors für Klimawandelökonomie enthält die Zusammenfassung des fünften IPCC-Weltklimaberichts wieder einmal zu apokalyptische Aussagen. Am Entwurf des Berichts hatte Tol in…

Weiterlesen auf GENIOS (kostenpflichtig), preview hier. Siehe auch Beitrag auf Notrickszone zum Artikel. Klingt der Titel nicht irgendwie vertraut? Genau, gab es da nicht einmal das Buch “Die kalte Sonne – Warum die Klimakatastrophe nicht stattfindet“. Jetzt zum Vorzugspreis von nur 13,99 Eur direkt von den Autoren erhältlich.

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Stefan Kröpelin vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Köln ist einer der renommiertesten Sahara-Forscher. Aufgrund seiner durch Fernsehteams begleiteten Expeditionen ist er auch einem weiteren TV-Publikum bekannt. Am 30. Mai 2014 brachte das Wallstreet Journal (WSJ) einen Artikel mit dem Titel “How Will Climate Change Affect the Sahara?”, in dem Kröpelin die Idee ablehnt, es könnte in der Sahara einen zeitlich scharf begrenzten klimatischen Kippunkt gegeben haben, als die Grüne Sahara der ‘mittelholozänen Wärmeperiode’ vor 5000 Jahren austrocknete. Anbei einige Auszüge aus dem WSJ-Beitrag:

…mainstream science holds that global warming will typically make wet places wetter and dry places drier -and at a rapid clip. That is because increased greenhouse gases trigger feedback mechanisms that push the climate system beyond various “tipping points.” In north Africa, this view suggests an expanding Sahara, the potential displacement of millions of people on the great desert’s borders and increased conflict over scarce resources.

One scientist, however, is challenging this dire view, with evidence chiefly drawn from the Sahara’s prehistoric past. Stefan Kröpelin, a geologist at the University of Cologne, has collected samples of ancient pollen and other material that suggest that the earlier episode of natural climate change, which created the Sahara, happened gradually over millennia—not over a mere century or two, as the prevailing view holds. That is why, he says, the various “tipping point” scenarios for the future of the Sahara are overblown. The 62-year-old Dr. Kröpelin, one of the pre-eminent explorers of the Sahara, has traveled into its forbidding interior for more than four decades. Along the way he has endured weeklong dust storms, a car chase by armed troops and a parasitic disease, bilharzia, that nearly killed him. [...]

A 2013 study found evidence of a similar abrupt shift in northeast Africa. Another published analysis of core samples from northwest Africa echoed the general view. “It suggests some kind of tipping point” in the Sahara, brought on by gradual climate change, says David McGee, a paleoclimatologist at the Massachusetts Institute of Technology, who co-wrote the study on northwest African sediments. But Dr. Kröpelin’s analysis of the Lake Yoa samples suggests that there was no tipping point and that the change was gradual. He says that his argument is also supported by archaeological evidence. Digs in the Sahara, conducted by various archaeologists over the years, indicate that the people of the region migrated south over millennia, not just in a few desperate decades. “Humans are very sensitive climate indicators because we can’t live without water,” he says. If the Sahara had turned to desert quickly, the human migration pattern “would have been completely different.”

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Streit um Kaiserpinguine: Spiegel Online hält sie für vom Klimawandel bedroht während Spektrum der Wissenschaft ihre Robustheit gegenüber klimatischen Veränderungen hervorhebt

Spiegel Online brachte am 30. Juni 2014 eine fragwürdige Tierstory vom Südpol (Fettsetzung im Text ergänzt):

Erderwärmung: Lebensraum der Kaiserpinguine ist bedroht
Er gilt als eine Ikone der Antarktis: der bis zu 1,20 Meter große Kaiserpinguin. Doch seine Zukunft ist ungewiss. Der Klimawandel verändert seinen Lebensraum, die Packeisgrenze der antarktischen Zone.
Bis zum Jahr 2100 wird die derzeit 600.000 Individuen umfassende Population der Kaiserpinguine um mindestens ein Fünftel reduziert. “Das sind keine guten Neuigkeiten für den Kaiserpinguin”, sagte Hal Caswell von der amerikanischen Woods Hole Oceanographic Institution, Co-Autor der Studie in der Zeitschrift “Nature Climate Change”. Der Grund für die Veränderung ist die Erderwärmung. Sie macht die Eisschicht instabil. Wird es im Frühjahr wärmer, können Wellen die Eisdecke aufbrechen und Pinguinkolonien spalten. In der Studie fordern die Forscher deshalb, den Kaiserpinguin als gefährdet einzustufen. Nur so könne der Bestand vor weiteren Bedrohungen durch Tourismus und Fischfangindustrie geschützt werden. Doch dieses Ziel durchzusetzen, wird nicht einfach sein. Denn zunächst geht der Trend in die entgegengesetzte Richtung: Bis 2050, erwarten die Forscher, wird die Zahl der Kaiserpinguine in den 45 bekannten Kolonien zunächst sogar leicht ansteigen. Denn trotz der Erwärmung hat das Eis der Antarktis sich in den vergangenen Wintern ausgedehnt. Mehr Eis bedeutet auch mehr Algenwuchs auf der Unterseite der Eisschicht. Mehr Algen können mehr Krill ernähren, und Krill wiederum steht auf dem Speiseplan der Kaiserpinguine.

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Foto: Ian Duffy from UK – Animal Portraits. Lizenz: Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0)

Haben Sie’s auch bemerkt? Auf Basis von vollkommen überzogenenen IPCC-Hitzeprognosen wird ein Szenario bis 2100 aufgestellt. Schon heute ist aber klar, dass die CO2-Klimasensitivität in diesen Modellen viel zu hoch angesetzt ist. Somit ist die gesamte Studie von vorneherein hinfällig. Schade um die verschwendeten Forschungsgelder. Die Krönung ist jedoch, dass bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts zunächst das Gegenteil eintreten soll. Somit bleibt die Hauptthese des Pinguin-Rückgangs bis zur Pensionierung der Autoren nicht überprüfbar. Und falls die Pinguinpopulation in den kommenden Jahrzehnten wider Erwarten doch schrumpfen sollte, würde man einfach sagen, der Klimawandel schreitet noch viel schneller voran als angenommen. Eine geniale Taktik.

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Deutlich gehaltvoller ist da schon ein Artikel von Lars Fischer in Spektrum der Wissenschaft vom 26. Juni 2014:

Kaiserpinguine sind flexibler als gedacht

Fällt ein Brutplatz weg, suchen Kaiserpinguine sich einen neuen - das macht sie weniger verwundbar durch den Klimawandel.

Bisher hielt man den Kaiserpinguin für extrem konservative Tiere: Jedes Jahr, dachte man, kehrt Aptenodytes forsteri an seinen angestammten Brutplatz zurück. Doch die Vögel wechseln anscheinend regelmäßig die Standorte. Wissenschaftler identifizierten in der Antarktis anhand von Satellitenbildern neue Brutkolonien, die in den Jahren davor nicht existierten. Dagegen blieben einige bestehende Kolonien in den Folgejahren verlassen, und nur Kot und Federn zeugen von der einstigen Gegenwart der Vögel. Diese Neigung zum Tapetenwechsel könnte den Tieren in Zukunft gut zupasskommen, falls irgendwann auch das antarktische Meereis durch den Klimawandel verschwindet.

Weiterlesen in Spektrum der Wissenschaft.

 

Interesieren Sie sich für weitere Wunder aus der Pinguinwelt? Dann empfehlen wir Ihnen unseren Blogartikel “Süddeutsche Zeitung: “Klimawandel bedroht argentinische Pinguinküken”. Schlimme Recherchepanne: In Wahrheit beraubt Überfischung der Anchovis die Pinguine ihrer Nahrungsgrundlage“  aus dem Februar 2014.

Siehe auch Jim Steeles Beitrag “Blinded by Beliefs: The Straight Poop on Emperor Penguins” auf WUWT.

 

Wie eine Weltmeisterschaft vor leeren Zuschauerrängen: Antarktisches Meereis eilt von Rekord zu Rekord – und die deutsche Presse schweigt

In der Juli 2014-Ausgabe von top agrar erschien ein Kommentar von Fritz Vahrenholt zum Erneuerbare Energien Gesetz (EEG):

Prof. Vahrenholt: Die EEG-Förderung ist ein Auslaufmodell!

Von Fritz Vahrenholt

Berlin legt bei Biogas eine Vollbremsung hin. Die ist überfällig. Biogas verzerrt die Pachtpreise, führt zu einer ökologischen Verarmung und belastet die privaten Haushalte und das Gewerbe mit hohen Stromkosten. 24 Mrd. € beträgt die EEG Umlage. Das sind 250 € für jeden Haushalt. Deshalb schauen die Bürger inzwischen viel kritischer auf die Grünen Energien.

Die Zustimmung wird abnehmen, wenn die Kosten noch weiter ausufern, wenn Industriebetriebe in stromkostengünstigere Regionen abwandern und wenn die Netzstabilität wegen des schwankenden Sonnen- und Windstroms kaum noch beherrschbar ist.

Kein Wunder, dass Sigmar Gabriel die Energiewende kurz „vor dem Scheitern“ sieht. Warum bauen wir in einem Land mit der Sonneneinstrahlung von Alaska eine Photovoltaik-Kapazität von 52.000 MW auf? Viele Anlagen schaffen gerade mal 800 Volllaststunden. Das Jahr hat aber 8.760 Stunden! Inzwischen produzieren wir so viel Öko-Strom, dass wir Geld drauflegen müssen, um ihn in Österreich, den Niederlanden, Polen oder Tschechien zu entsorgen. Unsere Nachbarn freut das nicht einmal, macht der billige deutsche Öko-Strom doch die eigene Stromproduktion unrentabel.

Weiterlesen auf topagrar.com

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Unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit wurde in der Antarktis Anfang Juli 2014 mit 2,112,000 Quadratkilometern die größte Meereis-Anomalie der gesamten Satellitenmessära verzeichnet. Ein erstaunlicher All-Time-Rekord im Zeitalter der Klimaüberhitzungsangst. Die deutsche Presse verschlief den Rekord.

 

Abbildung 1: Ausdehnung des antarktischen Meereises seit Beginn der Satellitenmessungen 1979.

 

Interessant ist zudem die Arktis-Meereisprognose für September 2014 des Sea Ice Prediction Networks vom 19. Juni 2014. Der September ist wegen des Ende des Nordsommers traditionell der Monat mit dem geringsten arktischen Meereis:

The median Outlook value for September 2014 sea ice extent is 4.7 million square kilometers with quartiles of 4.2 and 5.1 million square kilometers.

Dies ist deutlich mehr als in den Minusrekordjahren 2007 (blau) und 2012 (dunkelgrün gestrichelt) (Abbildung 2). (weiterlesen …)

Wegweisender Artikel in Bild der Wissenschaft zur Klimadebatte: “Alarmisten stehen im Regen”

Es tut sich etwas in der Klimaberichterstattung. In der Ausgabe 6/2014 von Bild der Wissenschaft erschien ein lesenswerter Artikel von Nils Ehrenberg, der den Klimaalarmismus kritisch unter die Lupe nimmt. Zu Beginn des Textes darf Jochem Marotzke noch behaupten, alles wäre in klimaalarmistischer Ordnung. Im zweiten Teil erläutert jedoch dann Hans von Storch, wie es zum Extremismus in den Klimawissenschaften kommen konnte. Hier einige Auszüge:

ALARMISTEN STEHEN IM REGEN

Die Zeiten der Horrorszenarien sind vorbei. Immer mehr Klimaforscher setzen auf eine nüchterne Betrachtung – und auf Konzepte, wie die Menschheit mit wärmeren Zeiten fertig werden kann.

von Nils Ehrenberg

 [...] Nach Ansicht von [Kommunikationswissenschaftler] Mike Schäfer [von der Universität Zürich] hat sich auch die Art der Berichterstattung deutlich verändert. So finden zwar Klimaskeptiker und Klimaleugner in Deutschland nach wie vor kaum ein Forum in der Presse. Deutlich häufiger als noch vor einigen Jahren wählen Journalisten jedoch sogenannte Klimarealisten als Gesprächspartner – also Wissenschaftler, die sich eher zurückhaltend und vorsichtig zum Thema äußern und vor Alarmismus warnen. „Lange wurde das Thema Klimawandel vor allem von Wissenschaftsjournalisten bearbeitet, die oft selbst eine gewisse Forscherkarriere hinter sich haben“, erklärt Mike S. Schäfer. Durch ihre Nähe zum Forschungsbetrieb und seinen Akteuren fühlten sich viele dieser Journalisten eher als Wissensvermittler denn als kritische „Aufpasser“. Doch nun kämen immer stärker Journalisten aus anderen Ressorts hinzu, die sich vor allem mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels befassen. „Die Folge ist, dass die Berichterstattung über die Klimawissenschaft deutlich kritischer wird.“ 

Ein kritischer Wissenschaftler ist der Direktor des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht bei Hamburg, Hans von Storch. Zu einseitig, so sein Vorwurf, hätten einige Forscher die katastrophalen Folgen des Klimawandels in den Vordergrund gerückt, Horrorszenarien gezeichnet und dabei viele wissenschaftlichen Unsicherheiten in Sachen Klimawandel außer Acht gelassen. Der Meteorologe machte sich damit zur Zielscheibe für teils heftige Kritik aus den eigenen Reihen.

Wissenschaftler als Weltenretter

Von Storchs Position zur Rolle der Medien ist klar: „Viele haben in der Vergangenheit eine regelrechte Hofberichterstattung betrieben. Forscher gelten da per se als gut: Sie kämpfen an der Seite der Umweltschutzorganisationen für die Rettung der Welt und dürfen deshalb nicht kritisiert werden.“ (weiterlesen …)

Geomar-Forscher wagt den Schritt an die Öffentlichkeit und bemängelt Publikations-Zensur: Kritik an IPCC-Modellen unerwünscht!

Vladimir Semenov ist Wissenschaftler am Kieler Geomar-Institut. Im Jahr 2009 reichte er zusammen mit Mojib Latif und anderen Kollegen ein Manuskript beim Journal of Climate ein, in dem die Autoren u.a. die Befürchtung äußerten, dass die CO2-Klimasensitivität in den Klimamodellen möglicherweise zu hoch angesetzt sein könnte. Im Zuge des damaligen Begutachtungsprozesses verlangten die Reviewer, dass alle Passagen mit Zweifeln an der Klimawirkung des CO2 sowie den Klimamodellen im Text gelöscht werden müssten, da das Paper ansonsten nicht publiziert werden könnte. Und so geschah es: Ein ganzer Abschnitt musste entfernt werden, bevor die Studie letztendlich 2010 veröffentlicht wurde:

Semenov, V., Latif, M., Dommenget, D., Keenlyside, N., Strehz, A., Martin, T. und Park, W. (2010) The Impact of North Atlantic-Arctic Multidecadal Variability on Northern Hemisphere Surface Air Temperature Journal of Climate, 23 (21). pp. 5668-5677. DOI 10.1175/2010JCLI3347.1.

Im Zuge der Mobbingaffäre am ehemaligen Hamburger Max-Planck-Direktor Lennart Bengtsson fasste Vladimir Semenov nun den Mut, mit dem Vorfall von damals an die Öffentlichkeit zu gehen. Er kritisiert, dass die Löschung der IPCC-Modellkritik in seinem Paper ‘eine Art Zensur’ darstellt.

Die angesehene britische Tageszeitung The Times berichtete über den Vorgang am 8. Juli 2014 prominent auf ihrer Umweltseite:

Voices of dissent drowned out by climate change scientists
Research that questioned the accuracy of computer models used to predict global warming was “censored” by climate scientists, it was alleged yesterday. One academic reviewer said that a section should not be published because it “would lead to unnecessary confusion in the climate science community”. Another wrote: “This entire discussion has to disappear.” The paper suggested that the computer models used by the UN’s Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) were flawed, resulting in human influence on the climate being exaggerated and the impact of natural variability being underplayed. The findings could have profound implications. If correct, they could mean that greenhouse gases have less impact than the IPCC has predicted and that the risk of catastrophic global warming has been overstated. However, the questions raised about the models were deleted from the paper before it was published in 2010 in the American Meteorological Society’s Journal of Climate. The paper had been submitted in July 2009, when many climate scientists were urging world leaders to agree a global deal on cutting emissions at the Copenhagen climate change summit in December that year. Vladimir Semenov, a climate scientist at the Geomar institute in Kiel, Germany, said the questions he and six others had posed in the original version of the paper were valid and removing them was “a kind of censorship”.

Weiterlesen auf GWPF.

Dazu passt dann letztendlich auch ein Vortrag, den das Geomar-Team im Juli 2013 in den USA hielt (siehe unseren Blogbeitrag “Mojib Latif im Fachvortrag in den USA: Die CO2-Klimasensitivität ist vom IPCC zu hoch angesetzt worden“). Die Autoren sind mit einer Ausnahme (T. Martin) identisch mit der Publikation im Journal of Climate von 2010. In den Schlussfolgerungen dieses Fachvortrags stellen die Forscher auf Folie 30 fest:

(1) Die Entwicklung der langperiodischen atlantischen Ozeanzyklen kann durchaus für ein Jahrzehnt im Voraus vorhergesagt werden (“MOC variability appears to be predictable about a decade ahead”).

(2) Atlantische Ozeanzyklen haben in den letzten Jahrzehnten einen signifikanten Beitrag zur globalen Temperaturentwicklung geleistet (“The most recent decades contain a strong contribution from the AMO (MOC) even on a global scale”, siehe auch Folie 16).

(3) Die CO2-Klimasensitivität ist in den IPCC-Modellen möglicherweise zu hoch angesetzt worden (“This raises questions about the average climate sensitivity of the IPCC models”, siehe auch Folie 21: “Implication: Climate sensitivity is too high”).

 

Helmholtz Zentrum für Umweltforschung: Gesellschaftlicher Wandel für Nomaden problematischer als Klimawandel

Am 15. Juli 2014 gab das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) die folgende Presseinformation heraus:

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Gesellschaftlicher Wandel für Nomaden problematischer als Klimawandel
Studie zu den Auswirkungen auf die Viehhaltung in Trockengebieten

Leipzig. Der gesellschaftliche Wandel könnte die Weideflächen in Trockengebieten weltweit stärker beeinflussen als der Klimawandel. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftlerinnen des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Universität Köln, die dazu ökologische und gesellschaftliche Einflussfaktoren im Computermodell simuliert haben. Bis zu einem gewissen Grad könnten die Auswirkungen des Klimawandels durch eine erhöhte Mobilität der Viehherden ausgeglichen werden, schreiben die Wissenschaftlerinnen im Fachblatt „Global Environmental Change“. Der Bedarf nach höheren Einkommen und weniger verfügbares Weideland machten es jedoch den Nomaden zunehmend schwerer, ihre Herden umzutreiben und damit ihre Existenz zu sichern.

Die Trockengebiete der Erde machen etwa 40 Prozent der Landoberfläche weltweit aus. Viehhaltung ist dort die wichtigste Einnahmequelle, von der über eine Milliarde Menschen leben. Da die Niederschläge in diesen Regionen gering sind und unregelmäßig auftreten, haben viele Nomadenvölker ihre Lebensweise daran angepasst und ziehen mit ihren Herden dorthin, wo die Vegetation gerade die beste Nahrung für das Vieh bietet. Dadurch schonen sie gleichzeitig einen Teil des Weidelandes, das sich so regenerieren kann – eine positive „Nebenwirkung“ der Mobilität. Veränderte Klimabedingungen wie stärkere Schwankungen im Niederschlag könnten dieses empfindliche System stören. So wird beispielsweise für verschiedene Regionen im Nordwesten Afrikas mit einem Rückgang der Niederschläge von 10 bis 20 Prozent gerechnet.

Die Studie hatte deshalb das Ziel, jene Grenzen des Klimawandels aufzuzeigen, bis zu denen die Existenzgrundlagen für Haushalte mit Viehhaltung langfristig erhalten werden können, und hat dabei auch gesellschaftliche Veränderungen mit einbezogen. Dazu kombinierten die Wissenschaftlerinnen eine Risikobewertung mit einem ökologisch-ökonomischen Modell.

Bei der Auswertung zeigte sich, dass stärkere zeitliche Schwankungen bei den Niederschlägen die Viehhaltung weniger beeinträchtigen als ein Rückgang der durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge. Sozio-ökonomische Veränderungen wie ein erhöhter Bedarf an Einkommen verschoben die Toleranzgrenzen für Niederschlagsschwankungen nach oben. „Bis zu einem gewissen Grad ermöglicht die Mobilität den Nomaden, ihre Weidewirtschaft auch in weniger produktiven Systemen aufrechtzuerhalten und so negative Effekte des Klimawandels auszugleichen“, berichtet Dr. Romina Martin vom UFZ, die jetzt am Stockholm Resilience Centre forscht. Mit dem gestiegenen Bedarf an Einkommen und dem gesunkenem Zugang zu Weideland wird es jedoch zunehmend schwerer, diese Mobilität aufrechtzuerhalten. (weiterlesen …)

Gegen den Klimaalarm: Neugründung der Open Atmospheric Society (OAS)

Viele wissenschaftliche Fachzeitschriften und Fachorganisationen sind klimaalarmistisch unterwandert. So bringt das Journal “Nature Climate Change” fast ausschließlich IPCC-kompatible Artikel. Wer gegen die IPCC-Parteilinie verstößt, hat keine Chance. Nun gibt es jedoch eine interessante Neugründung, die dringend benötigten Raum für ausgewogene wissenschaftliche Diskussionen schafft. Mitte 2014 wurde die Open Atmospheric Society (OAS) gegründet, die auf ihrer Webseite die folgende Zielsetzung angibt:

The OAS is a international membership society for the purpose of studying, discussing, and publishing about topics in atmospheric related earth sciences, including but not limited to meteorology, hydrology, oceanography, and climatology. It is open to anyone with an interest at the associate level, but student and full memberships also are offered. The purpose of the society is to foster quality atmospheric science and atmospheric science communications through outreach, member education, member publishing, and electronic media.

  • To provide an organization that offers an alternative to the highly politicized organizations that exist now.
  • To provide a voice for those who are not well represented now.
  • To provide a scientific journal where publications can be made where politically motivated peer review interference occurs. Papers must be replicable and pass on merit, not on a viewpoint.
  • To offer a safe place where ideas may be exchanged and examined without fear of retribution.
  • To foster open science, and open science publishing accessible to professionals and to the public.
  • To provide assistance in producing science that can be understood by the public.
  • To offer member to member networking and assistance.
  • To be paperless, easing the burden on the environment,and without need for a central office all business and publications done online.
  • To be true in its methods, its publications, and to its members.

Die OAS wird ein eigenes Journal herausgeben:  Journal of the Open Atmospheric Society, ISSN 2373-5953. Artikel werden begutachtet, und das Publizieren ist kostenlos. Die Jahresgebühr für assoziierte Mitglieder beträgt 45 US$, für Vollmitglieder 85 US$. Vollmitglied kann jeder werden, der einen akademischen Abschluss in den Naturwissenschaften vorweisen kann. Assoziierte Mitglieder müssen keinen Abschluss vorweisen.

 

Spendenaufruf der American Geophysical Union zur Finanzierung des Klimakommunikatoren-Preises: Echt schade, Auszeichnung kann leider nur an Klimaalarmisten vergeben werden

Die American Geophysical Union (AGU) vergibt alljährlich den Climate Communication Prize. Die AGU beschreibt den mit 25.000 US Dollar dotierten Preis auf ihrer Webseite wie folgt:

The Climate Communication Prize is given annually to one honoree in recognition  for “the communication of climate science.” Established in 2011, the Climate Communication Prize is funded by Nature’s Own, a purveyor of fossils, minerals, and handcrafted jewelry in Boulder, Colorado. The Climate Prize highlights the importance of promoting scientific literacy, clarity of message, and efforts to foster respected and understanding of science-based values as they relate to the implications of climate change. The Climate Communication Prize is for communication of climate science – not scientific research. Examples of prize qualifications are promotion of scientific literacy, clarity of message and efforts to foster respect and understanding of science-based value as they relate to the implications of climate change.  These are exemplary of the activities of the Prize winner, but all are not necessary. Winning contribution can be a specific campaign communication or a long-career track record of climate communication.

PRIZE INCLUDES:
• $25,000 monetary prize
•Engraved award
• Recognition in Eos
• Recognition at the AGU Fall Meeting during the award presentation year
• Two complimentary tickets to the Honors Banquet at the AGU Fall Meeting during the award presentation year

Im Juli 2014 erhielten alle AGU-Mitglieder einen Aufruf, kräftig für den Climate Communication Preis zu spenden. Im Prinzip eine gute Sache, wenn es ein faires Vergabeverfahren gäbe. Hat die AGU zum Beispiel beide Seiten der Debatte berücksichtigt? Geeignete Kandidaten für den Preis wären z.B. Anthony Watts, der Webmaster des weltbekannten Klimablogs WUWT, Pierre Gosselin von Notrickszone oder einer der vielen anderen Klimablogger. Schauen wir uns daher die Preisträger der letzten Jahre an:

2011: Gavin A. Schmidt
2012: Jeffrey T. Kiehl
2013: Kevin E. Trenberth
2014: Katharine Hayhoe

Gavin Schmidt war 2011 sicher kein guter Start für den Preis gewesen. Er ist bekanntermaßen ein Hardcore-Klimaalarmist. Auch Kevin Trenberth ist eng mit dem IPCC und der Alarmmasche verbunden. Aber wer ist Jeffrey Kiehl? In der AGU-Mitgliederzeitschrift Eos war hierzu am 15. Januar 2013 zu lesen, dass er “sowohl Klimamodellierer als auch Psychologe” sei und sehr leidenschaftliche Vorträge hält. Als Klimamodellierer ist er selbstverständlich auf der IPCC-Seite. Außer Kritiken von Doug Hoffmann und Willis Eschenbach ist wenig im Netz über Kiehl zu finden. Katharine Hayhoe bezeichnet sich auf ihrer Webseite als “Climate Scientist, Communicator, Educator”. Dort outet sie sich auch als Klimaalarmistin: (weiterlesen …)

8. Internationale Klima- und Energiekonferenz in Frankfurt Main am 17. Oktober 2014

EIKE veranstaltet am 17.10.14 im Steigenberger in Hotel Frankfurt am Main die 8. Internationale Klima- und Energiekonferenz. Wie immer mit erstklassigen international anerkannten Refererenten. Schwerpunktthema bei Energie wird diesmal das “Fracking” sein. Wer sich durch Fakten statt mit Glauben und Ideologien informieren möchte möge sich den Termin jetzt schon vormerken. Das vorläufige Programm finden Sie unten.

8. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8)

Steigenberger Hotel Frankfurter Hof, Frankfurt, 17. Oktober 2014

Vorläufiges Programm: (weiterlesen …)

Klimaaktivist Toralf Staud und Misereor – Eine unheimliche Liaison

Das Bischöfliche Hilfswerk MISEREOR e. V. (lat. misereor „Ich erbarme mich“) ist eines der größten Hilfswerke der römisch-katholischen Kirche in Deutschland und hat seinen Sitz in Aachen. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe unterstützte Misereor seit seiner Gründung im Jahr 1958 ca. 100.000 Projekte in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika. Das selbsterklärte Ziel Misereors ist es, den Ärmsten der Armen zu helfen und gemeinsam mit einheimischen Partnern Menschen jedes Glaubens, jeder Kultur und jeder Hautfarbe zu unterstützen. Dies sind lobenswerte Anstrengungen, die es zu unterstützen gilt.

Weniger lobenswert ist hingegen eine spezielle Praxis der Spendenmotivierung, die Misereor bereits seit etlichen Jahren betreibt. Offenbar hatte man sich gedacht, dass man die Einnahmen deutlich erhöhen könnte, wenn man den Leuten einredet, sie hätten am Elend der Welt eine Mitschuld. Das verlotterte CO2-lastige Leben der Bürger der Ersten Welt würde auf dem Wege der Klimakatastrophe zu mehr Dürren, Stürmen, Überschwemmungen und anderem Wetterunbill im armen Afrika und Asien führen. Durch Presseartikel, Aktionen und Interviews wird den potentiellen Spendern ein schlechtes Gewissen gemacht. Der Effekt bleibt nicht aus: Durch Spenden an Misereor können die Sünder ihr Gewissen reinwaschen, eine Art moderner Ablasshandel. Einzig störender Faktor in diesem Geschäft sind diejenigen Wissenschaftler, die sich weigern, in das Alarmgeschrei der Klimakatastrophe einzustimmen. Unbequeme wissenschaftliche Fakten oder gar eine ergebnisoffene Fachdiskussion sind bei Misereor ausdrücklich unerwünscht.

Es ist schon erschreckend mitanzusehen, dass in der Vergangenheit mehr als eine halbe Millionen Euro an Spendengeldern von Misereor an klimaalarmistische Institute wie das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) weitergegeben wurden, mit dem Ziel, die Klimakatastrophe in der Öffentlichkeit noch präsenter zu machen und in der Folge die Spendenwilligkeit zu stimulieren (siehe unseren Blogartikel “Hilfswerk Misereor überweist PIK-Klimainstitut € 520,000 an Spendengeldern für fragwürdige Klimastudie“). Und wie kann es sein, dass sich Misereor in fragwürdigen Nebenthemen verliert, die so gar nichts mit dem ursprünglichen Gründergedanken der Organisation zu tun haben? Siehe unseren Beitrag “Anstatt gegen den Welthunger kämpfen Misereor und Brot für die Welt nun für die Verschärfung des Emissionshandels“.

Zur klimaalarmistischen Werbemasche von Misereor passt auch die Zusammenarbeit mit dem Journalisten Toralf Staud, der gelegentlich auch für das Greenpeace Magazin schreibt. Staud hatte sich seinerzeit heftig gegen unser Buch “Die kalte Sonne” publizistisch gewehrt und verfasste in der Zeit und im Klimaretter-Blog eine regelrechte Artikelkampagne. Er wollte nicht wahrhaben, dass seine liebgewonnene Klimakatastrophe ausfällt und natürliche Faktoren eine wichtige Rolle im Klimageschehen spielen könnten. Vielleicht fehlte ihm einfach der naturwissenschaftliche Hintergrund, den er in seinem Journalistik- und Philosophie-Studium natürlich nicht erlangen konnte.

Im Mai 2014 erschien nun das Jahresheft von Misereor mit dem Titel “Mut zu Taten”, das einen Überblick über die Arbeit der Organisation geben soll. Auf Seite 33 ist ein mehrseitiger Artikel von Toralf Staud mit dem Titel “Zweifel ist unser Produkt” abgedruckt. Der Artikel ist leider nicht online verfügbar. Das Heft kann aber kostenlos bei Misereor bestellt werden. Der Untertitel im Inhaltsverzeichnis gibt bereits die Richtung vor:

Bei der Wahrheit über den Klimawandel geht es um die öffentliche Meinung, um politischen Einfluss und um Geld. Eine Klarstellung.

Wiederum geht es nicht um klimatische Fakten, sondern um einen persönlichen Angriff auf die wissenschaftlich andersdenkenden Seite. Kurioserweise führt die Misereor-Redaktion bereits an dieser Stelle die vermutlichen Gründe an, weshalb Staud beauftragt wurde, diesen Artikel zu schreiben: Beeinflussung der öffentlichen Meinung und der Politik auf emotionaler Ebene unter Umgehung der fachlichen Diskussion, beides zur Verbesserung der eigenen Geldzuflüsse von privater und staatlicher Seite. Die Umkehr der Vorwürfe gegen die klimaskeptisch denkende Seite wirkt plump.

Gehen wir nun in den Artikel selbst. Direkt auf der Titelseite schreibt Staud: (weiterlesen …)