Gletscher in den Hohen Tauern sind im Winter 2018/19 so stark gewachsen wie schon seit 20 Jahren nicht mehr

Leserzuschrift an das KS-Blog:

Sehr geehrte Herren,

bin vor kurzem auf einen artikel von O. Edenkofer in der NZZ 2010 gestoßen. der artikel ist zwar uralt aber es enthält teile, die auch nach 9 jahren haaresträubend (aktuell) sind. Hat die deutsche presselandschaft die aussagen in diesem interview eigentlich je wahrgenommen und sich damit kritisch auseinandergesetzt? Vor allem ist seine aussage zu den “noch 400 gigatonnen kohlenstoff in der  atmosphäre ablagern” sehr bemerkenswert. sollten wir nicht alle schon tot sein? und dann marotzke spiegel oktober 2018; sind da nicht irgendwelche widersprüche? ich meine, beide sind IPCC fachleute.

Antworten an den Leser leiten wir gerne weiter.

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Die beiden Seiten der Klimadebatte sollten wieder mehr miteinander sprechen, meint LPIndie, der einen Youtubekanal zu Astronomie und Wissenschaft betreibt.

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ScienceFiles am 5. Juni 2019:

Klima-Faschismus „Wie Verbote besser verkauft werden können“
Ein Leser hat uns Heft 101 von Promet zukommen lassen. Promet ist die Fortbildungszeitschrift des Deutschen Wetterdienstes, wie er schreibt. Was man sich beim Deutschen Wetterdienst, der als Bundesbehörde von Steuerzahlern finanziert wird, unter Fortbildung vorstellt, das macht ein Beitrag mit dem Titel „Wie Verbote besser ‚verkauft‘ werden können” deutlich. Der Beitrag ist von Marie-Luise Beck und Hermann E. Ott zu verantworten. Beide gehören in die Partei oder den Kontext der Partei Bündnis90/Die Grünen.

Beck ist Geschäftsführer des Deutschen Klima Konsortiums eines Zusammenschlusses von 25 außeruniversitären Organisationen, die sich mit Klima, Klimaschutz, Klimaforschung befassen und vor allem: daran verdienen. Die 25 Mitglieder, der Deutsche Wetterdienst ist eines davon, finanzieren das Klima Konsortium, bei dem es sich damit um ein von Instituten, die zum Großteil am Tropf der Steuerzahler hängen, mit Steuergeldern finanziertes Konsortium handelt.

Ott ist Politiker von Bündnis90/Die Grünen und seit September 2018 dabei für die internationale Umweltrechtsorganisation ClientEarth das deutsche Büro in Berlin aufzubauen.

Das Geschäft mit dem Klima, es floriert.

Und damit das Geschäft mit dem Klima auch weiter floriert, sinnieren die Gutmenschen, die sich der guten Sache der Rettung des Planeten verschrieben haben, schon einmal, wie all die anderen Fundamentalisten vor ihnen, darüber, wie sie diejenigen, die die Heilslehre nicht buchstabengetreu umsetzen wollen, dazu ZWINGEN können.

Weiterlesen auf ScienceFiles.org.

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ORF Salzburg am 9. Juni 2019:

Schneereicher Winter: Gletscher erholt

Die Gletscher in den Hohen Tauern sind im vergangenen Winter so stark gewachsen wie schon seit 20 Jahren nicht mehr. Das bestätigt die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Bilanz gezogen werden kann aber erst am Ende des Sommers.

Die Gletscher der Hohen Tauern haben im vergangenen Winter bis zu 25 Prozent mehr Masse gewonnen als in einem durchschnittlichen Winter. Eine frische Schneedecke im Sommer schützt den Gletscher etwa eine Woche vor der Sonnenstrahlung. Am ungeschützten Gletscher kann hingegen im Sommer die Eisdicke in einer Woche um rund einen halben Meter abnehmen.

[...]

Der Massenzuwachs am Goldbergkees liegt 22 Prozent über dem Durchschnitt und entspricht einer Wassersäule mit einer Höhe von 2080 Millimeter. Das Kleinfleißkees hat im vergangenen Winter 25 Prozent mehr Masse gewonnen als in einem durchschnittlichen Winter. Das entspricht einer Wassersäule mit 1760 Millimeter Höhe.

Quasi-biennale Oszillation: Wie die Sonne Einfluss auf den Jetstream nimmt

Aus Deutschland gibt es viel zu wenig Daten zur vorindustriellen Klimageschichte. Eine Bohrkampagne im Bodensee soll dies nun ändern. Süddeutsche Zeitung am 29. Mai 2019:

Forscher testen neues Bohrsystem im Bodensee
Mit einem neuen Bohrsystem wollen Forscher im Bodensee Proben aus bis zu 100 Metern Sedimenttiefe gewinnen. Das Gerät werde in den nächsten Wochen ausgiebig zwischen Hagnau und Meersburg getestet, sagte die Projektleiterin Antje Schwalb von der Technischen Universität Braunschweig am Mittwoch. Die Wissenschaftler erhoffen sich durch das Gerät neue Erkenntnisse für die Klimaforschung.

Weiterlesen in der SZ.

Am 18. Juni 2019 meldete dann der SWR, dass es offenbar Probleme mit der Bohrlokation gab. Man überlegt, ob man nicht lieber an einer benachbarten Stelle weiterbohrt. Wir wünschen der Unternehmung viel Erfolg! Besonderes Interesse besteht an Daten zur Mittelalterlichen Klimaanomalie sowie dem Holozänen Thermischen Maximum. Falls sich die Bohranlage bewährt, soll sie auch in anderen Seen eingesetzt werden.

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Kennen Sie die Quasi-biennial oscillation (QBO)? Nein, mit dem Großraum Berlin hat das nichts zu tun, obwohl dort quasi das globale Klimaplanungszentrum zu sein scheint. Wikipedia weiß:

Die quasi-zweijährige Schwingung (kurz: QBO vom englischen „quasi-biennial oscillation“), auch quasi-biennale Oszillation, ist eine quasi-periodische atmosphärische Welle des zonalen Windes in der äquatorialen Stratosphäre der Erde.

[...]

Die QBO spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Auswirkungen der Variabilität der Sonnenaktivität auf die Erdatmosphäre und somit auch für das globale Klima. Über den Polarwirbel und das Überschlagen der synoptischen Wellen des Jet-Streams (Ostwindphasen) korreliert die QBO vermutlich mit kurzfristigeren Perioden von Arktischer (AO) und Nordatlantischer Oszillation (NAO), und ist in die globalen Zusammenhänge der Telekonnektion eingebunden.

Ein solarer Einfluss auf das Erdklima. Dass man das auf Wikipedia nochmal lesen darf. Jede Wette, dass sich die Aktivisten jetzt etwas einfallen werden, um dies schnellstmöglich umzuschreiben.

Im Jahr 2016 ist der QBO etwas Unerwartetes widerfahren. Physics berichtete am 30. Mai 2019:

Synopsis: A Missing Beat in Earth’s Oscillating Wind Patterns

A new model provides a possible explanation for why Earth’s equatorial winds missed their scheduled direction switch from westerly to easterly flow.

Like clockwork, the winds flowing over Earth’s equator switch direction every 28 months. Known as the quasibiennial oscillation (QBO), this switch has been observed in measurements of the stratosphere—the region of the atmosphere that extends from 20 to 50 km above Earth’s surface—dating back to the early 1950s. But in 2016, the pattern skipped a beat. Antoine Renaud of the French National Center for Scientific Research (CNRS) at the University of Lyon and colleagues now propose a possible explanation for this unexpected behavior. Their model could be used to understand the dynamics of atmospheres on other planets, such as Saturn, which exhibit similar oscillations in their wind patterns.

Weiterlesen auf Physics

Das dazugehörige Paper von Renaud et al. 2019 erschien in den Physical Review Letters. Abstract:

Periodicity Disruption of a Model Quasibiennial Oscillation of Equatorial Winds
The quasibiennial oscillation (QBO) of equatorial winds on Earth is the clearest example of the spontaneous emergence of a periodic phenomenon in geophysical fluids. In recent years, observations have revealed intriguing disruptions of this regular behavior, and different QBO-like regimes have been reported in a variety of systems. Here, we show that part of the variability in mean-flow reversals can be attributed to the intrinsic dynamics of wave-mean-flow interactions in stratified fluids. Using a constant-in-time monochromatic wave forcing, bifurcation diagrams are mapped for a hierarchy of simplified models of the QBO, ranging from a quasilinear model to fully nonlinear simulations. The existence of new bifurcations associated with faster and shallower flow reversals, as well as a quasiperiodic route to chaos are reported in these models. The possibility for periodicity disruptions is investigated by probing the resilience of regular wind reversals to external perturbations.

Die QBO hat sich wohl einen Zyklus lang etwas Chaos geleistet. Es gibt noch viel zu verstehen zwischen Sonne und Erde, insbesondere welchen Einfluss erstere auf das Klima letzterer nimmt.

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Theodor Landscheidt (1927-2004)  war ein genialer Kopf, seiner Zeit deutlich voraus. Wer seine klimawissenschaftlichen Arbeiten noch nicht kennt, dem sei diese Zusammenstellung auf Alfred Brandenbergers Vademecum empfohlen. Beispiel: New Little Ice Age Instead of Global Warming?

Und noch ein spannendes Thema: Klima und Gerichtsklagen. Zur Übersicht geht es hier.

 

Die KalteSonne Knobelecke: Ein Klima-Rätsel

Abbildung: U. Weber

 

Von Uli Weber

Heute machen wir mal ein kleines Klimarätsel. Ordnen Sie die folgenden Zitate einer der darunter aufgeführten Organisation zu. Die richtige Antwort finden Sie jeweils unter dem von Ihnen gewählten Link:

 

(1) Kohlenstoffdioxid

Zitat:Die vom Menschen verursachte signifikante Erhöhung der Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre stört die seit vielen Tausend Jahren bestehende Balance von Strahlungs- und Energieflüssen zwischen Erdboden, Atmosphäre und Weltraum. Dies führt zu einer Änderung des Klimas mit derzeit nur schwer vorhersagbaren Folgen, sowohl weltweit als auch für eine empfindliche Industriegesellschaft wie in Deutschland.“

O   Das IPCC

O   Das Umweltbundesamt

O   Der ADAC

O   Die evangelische Kirche

O   Die katholische Kirche

 

(2) Klimawandel

Zitat:Auch wenn aktuellen Klimaprognosen zufolge die Auswirkungen einer Temperaturzunahme in Mitteleuropa weniger dramatisch ausfallen werden als in vielen anderen Gebieten der Erde und die wohlhabenden Staaten Anpassungsmaßnahmen (wie z.B. Hochwasserschutz) leichter durchführen können, so ist die Verminderung des Ausmaßes der zu erwartenden Änderung sinnvoller, kostengünstiger und mit weniger Beeinträchtigungen verbunden als der Versuch, die entstandenen Schäden zu beseitigen.“

O   Das IPCC

O   Das Umweltbundesamt

O   Der ADAC

O   Die evangelische Kirche

O   Die katholische Kirche

 

(3) Vorsorgeprinzip

Zitat:Aufgrund der Unsicherheiten der Klimamodelle und der – in relevanten Zeitskalen – Irreversibilität des Eingriffs in die Erdatmosphäre ist schon aus dem Vorsorgeprinzip der weitere Anstieg der CO2-Konzentration zu begrenzen. Die CO2-Belastung ist ein globales Problem: Im Gegensatz zu klassischen Luftschadstoffen wie Stickoxiden ist CO2 sehr langlebig, was eine weitgehende weltweite Angleichung der Konzentration dieses Gases in der Atmosphäre begünstigt.“

O   Das IPCC

O   Das Umweltbundesamt

O   Der ADAC

O   Die evangelische Kirche

O   Die katholische Kirche

 

(4) Klimaschutz

Zitat:Klimaschutz ist deshalb eine globale Aufgabe. Die Minderung bedarf aber lokaler Konzepte. Ein erheblicher Teil der CO2-Emissionen fällt bei der Produktion von Waren und Dienstleistungen, für die Bereitstellung von elektrischer Energie sowie für Heizung und Kühlung von Räumen an. Ein Fünftel des anthropogenen CO2-Ausstoßes stammt aus dem Verkehr. Alle Emittenten müssen einen Beitrag zur CO2-Minderung leisten, auch der Verkehrsbereich.“

O   Das IPCC

O   Das Umweltbundesamt

O   Der ADAC

O   Die evangelische Kirche

O   Die katholische Kirche

 

(5) Extremwetterereignisse

Zitat: In Mitteleuropa ist zu erwarten, dass Städte von einer Klimaerwärmung nachteilig betroffen sein werden. Wetterextreme wie Hitzeperioden oder Starkregen werden zunehmend den Menschen und die Infrastruktur belasten. So sind Hitzewellen mit steigenden Mortalitätsraten und Krankenhauseinlieferungen verbunden, Starkniederschlagsereignisse mit Schädigungen der Kanalisation. Neben der Emissionsminderung sind daher auch Maßnahmen zur Anpassung an die zu erwartenden Klimaänderungen notwendig.“

O   Das IPCC

O   Das Umweltbundesamt

O   Der ADAC

O   Die evangelische Kirche

O   Die katholische Kirche

 

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Ergebnis:

0 richtige Antworten:                    Dieses Ergebnis sollten Sie sehr nachdenklich machen.

1-2 richtige Antworten:                 Man kann Ihnen eine realistische Grundeinstellung nicht absprechen.

3-4 richtige Antworten:                 Sie haben eine ziemlich realistische Weltsicht.

5 richtige Antworten:                    Sie sind in der Realität angekommen, haben gezockt oder kannten die zitierten Textpassagen aus Kapitel 2.1 bereits.

 

Das sollten Klimaaktivisten wissen: Klimawandelschäden in Abhängigkeit der CO2-Klimasensitivität

Im Oktober 2018 erschien im Fachblatt Earth System Dynamics eine Studie von Rowan Sutton, in der er dem IPCC Vorschläge unterbreitet, wie Klimarisiken transparent und effektiv kommuniziert werden können. Eine noch immer schlecht verstandene Größe ist die Erwärmungswirkung des CO2. Die sogenannte CO2-Klimasensitivität gibt an, um wieviel sich die globale Temperatur bei einer Verdopplung des CO2-Gehalts erhöht. Der IPCC kennt den genauen Wert nicht und gibt daher eine große Möglichkeitsspanne an, die von 1,5°C bis 4,5°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung reicht. Neuere Arbeiten deuten mittlerweile an, dass der Wert wohl eher im unteren Bereich zu verorten ist.

Die Klimarisiken hängen direkt von der Klimasensitivität ab. Falls das CO2 nicht so stark erwärmt, sind nur geringe Schäden zu befürchten. Falls der Wert eher am oberen Ende der Skala liegt, besteht ein hohes Risiko, dass enorme Schäden eintreten können. Sutton stellt dies wie folgt graphisch dar:

 

Abbildung: Klimarisiken in Abhängigkeit der CO2-Klimasensitivität. Aus: Sutton 2018.

 

Man erkennt gut, was wir bereits in unserem Buch “Die kalte Sonne” betont haben: Bei niedrigen Klimasensitivitäten halten sich die Klimarisiken stark in Grenzen. Laut Lewis & Curry 2015 liegt die CO2-Klimasensitivität bei 1,64°C pro CO2-Verdopplung, laut Mauritsen & Pincus 2017 bei 1,79°C. Ob den klimastreikenden Aktivisten all dies bekannt ist?

 

„Klima und Absturz“ … oder was dabei herauskommt, wenn SPON eine Geschichte dichtet, die keineswegs ´fabelhaft´ ist

Von Hans-J. Dammschneider

Eine Replik auf die Kolumne „Drohende Klimakatastrophe … vor dem Absturz“ von Christian Stöcker aus Spiegel Online vom  9. Juni 2019.

Am 9.6.2019 lesen wir in SPIEGEL-online die bewegende und für viele Flugreisende erschreckende Kolumne „Drohende Klimakatastrophe … vor dem Absturz“. Sie beginnt wie folgt:

„Wir sind in einem Flugzeug über dem Atlantik, und der Tank hat ein Leck. Notlanden? Oder Augen zu und durch? Vor genau dieser Frage steht die Klimapolitik.

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie sitzen in einem Flugzeug, auf halbem Weg über den Atlantik. Plötzlich kündigt eine Flugbegleiterin eine dringende Durchsage der Kapitänin an. Zur Überraschung der Passagiere steht die Pilotin kurz darauf persönlich im Gang. Sie blickt ernst in die Reihen und erklärt, ein Tank des Flugzeugs habe ein Leck, Treibstoff laufe aus. Es sei zwar unter Umständen möglich, mit dem noch verbleibenden Sprit bis nach New York zu kommen, aber das sei nicht sicher. Sie habe deshalb vor, in Grönland um eine Notlandeerlaubnis zu bitten. Der Kopilot sehe das genauso.“

Was nun kommt ist eigentlich klar: Diverse Passagiere melden sich zu Wort, jeder hat andere Ideen was zu tun sei! Das reicht von der Meinung des „Herrn im Anzug“ aus der ersten Klasse, der ganz dringend nach New York muss (und daher eine Zwischenlandung ganz gewiss nicht gebrauchen kann), über einen Herrn (ebenfalls im Anzug), der selbst eine (Hobby-)Pilotenlizenz hat und weiss, dass die Analyse der Pilotin übertrieben sei, bis zu jenem Herrn, der brüllt, dass es den Piloten doch sowieso nur um das Herausschinden von Überstunden ginge.

„Jemand fängt an zu schluchzen.“

Da steht eine Frau auf die meint, sicher helfen zu können. Sie ist Berufspolitikerin. Daher kenne sie sich aus und könne in Konfliktsituationen immer eine für alle Beteiligten akzeptable/gemeinsam tragbare Lösung aushandeln.

Dies bleibt nicht der letzte Beitrag, der, zunehmend hysterisch und in allen Fällen höchst unqualifiziert, von Passagieren gegeben wird.

„Die Pilotin gibt zu bedenken, dass das Abdrehen nach Grönland nur noch wenige Minuten lang möglich sei. Danach könne man nur noch darauf hoffen, es gerade so zu schaffen. Das Gepäck werde man aber wohl in jedem Fall abwerfen müssen.“

Da auch die üblichen Wochenendausflügler „im T-Shirt“ mit an Bord sind und deren Alkoholkonsum bereits ein höheres Niveau erreicht hat, beginnen nun auch diese Stimmen mehr oder weniger lustige Sprüchlein beizutragen und z.B.

“Gin To-Nic! Gin To-Nic!” zu skandieren. Einige andere Passagiere fallen zögernd ein, verstummen aber peinlich berührt, als sie den Blick der Pilotin sehen.“

Hier findet Christian Stöckers Geschichte ihr Ende … und der SPON-Autor fragt seine Leser:

„Wer hat sie bis jetzt am ehesten überzeugt?

An wen würden Sie sich halten? An das Pilotenteam, die einzigen Experten an Bord, die eine Katastrophe für möglich, ja wahrscheinlich halten, wenn nicht umgehend gehandelt wird? An den Hobbypiloten, der das alles übertrieben findet? Den Zwischenrufer, der die Pilotin zur Lügnerin erklärt? Wie überzeugend fänden Sie den Standpunkt, dass man jetzt erst einmal ergebnisoffen und in aller Ruhe darüber diskutieren müsse, wie man mit der Situation umgehen soll?“

Eine nett konstruierte Fabel ! Aber leider auch eine Geschichte, die Wesentliches ausblendet bzw. vergisst.

Denn es gibt ein gravierendes Problem, wenn man diese fiktive Flugerzählung als Analogie zur Geschichte des realen Klimawandels sieht: Es ist das Postulat, dass die „Piloten der Maschine“ (das wären analog die verantwortungsbewussten Klimawissenschaftler) aufgrund der ihnen zur Verfügung stehenden Elektronik/Software tatsächlich alles wissen und, wie STÖCKER schreibt, die einzigen Experten (beidmals „an Bord“) sind.

Eben und so, wie die Piloten der beiden in 2018 (Indonesien) bzw. 2019 (Äthiopien) zerschellten B737max Experten waren. Experten, die einem technisch-elektronisch bedingten Fehler ausgeliefert waren. Diesen Fachleuten am Steuerhorn/sidestick musste man posthum bescheinigen, dass sie tatsächlich keinerlei Schuld am Absturz der Maschinen trugen. Denn es war allein die Elektronik, die das Desaster verursachte. Eine Elektronik, geplant und installiert von ebenfalls als ´Experten´ bezeichneten Menschen.

Um diese Steuerungs-Elektronik und die mit ihr ultimativ verbundene Analyse-Software werden wir uns nun kümmern müssen. Ist ihr Fehlerpotential eventuell höher und entscheidender als der Einfluss der Piloten/der Wissenschaftler selbst?  Gilt dies auch in gewissen oder vermeintlichen Notsituationen, die sowohl das Flugzeug über dem Atlantik (vielleicht?) als auch der Klimawandel (vielleicht?) durchleben und bestehen müssen?

Nur die Berücksichtigung der Art der Entscheidungsfindung  gestattet es, hierfür wirklich eine Lösung zu finden … beim Flugzeug wie im Klima.

Wir dürfen davon ausgehen, dass die Piloten in STÖCKERS Analogiegeschichte bei der Analyse der Tankanzeige sich ebenso wie die Besatzung von ETHIOPIAN-airlines bzw. LION-air darauf verlassen haben, dass ihre Cockpitdaten korrekt sind. Dass die SPON-Piloten also in ihrem Tun und ihren Entscheidungen so ´sicher´ waren wie die Piloten der beiden B737max bei der (letztlich fehlerhaften) Fluglageanalyse. Sie sind und waren alle überzeugt, dass die jeweilige Maschine ihnen „wahre“ Werte anzeigt. Vergleichbar sicher, wie sich der ´alarmistische´ Teil der Klimawissenschaft darauf verlässt, dass man mit den Prognosen zur weltweiten Temperaturentwicklung richtig liegt, obwohl diese primär aus (nachweislich) weit streuenden numerisch-elektronischen Modellrechnungen stammen? Weder Verkehrs-Piloten noch die Klima-Wissenschaftler besitzen die Fähigkeit zur Hellseherei … beide können nur aus den jeweils ihnen zur Verfügung stehenden Datensätzen versuchen abzuleiten, welche ´Zukunft´ ihnen (und uns) eventuell bevorsteht.

Das ist in beiden Fällen nicht defätistisch gemeint, es ist ein grundsätzliches Faktum!

Nehmen wir uns die Analogie noch einmal vor: Dass STÖCKERs SPON-Maschine Treibstoff verliert und damit die Reichweite sich möglicherweise verringert, können seine Piloten auf keinen Fall unmittelbar selbst sehen. Ihre Informationen stammen ausschliesslich aus jenen Messdaten, die die Monitore im Cockpit widergeben. Gibt es für den Treibstoffverlust wirklich Messfühler (wie den einen für das MCAS-System in der B737max)? Oder gibt es eventuell nur einen Sensor, der allein den Tankinhalt misst?

Wir wissen es nicht. Aber das ist tatsächlich und zunächst auch egal. Denn die (von Experten geschaffenen) Algorithmen sagen den Piloten klipp und klar: Wenn ihr weiterfliegt, wird die Maschine voraussichtlich abstürzen. Kein schöner Gedanke. Eine Notlandung scheint alternativlos. So wie beim Klimawandel ein Ausstieg aus dem CO2 alternativlos sein soll?

Die Piloten glauben offenbar, sie seien allein und könnten niemanden sonst um Hilfe bitten. Sie sehen sich als unikate Experten, luftig abgehoben von der übrigen Welt, die unter ihnen liegt. Sie stützen sich auf (von anderen Experten geschaffene) elektronische Anzeigen und Programme. Zum auftretenden akuten Problem befragen wollen sie aber niemanden. Dabei hätten sie durchaus noch einige Minuten Zeit für technische Konsultationen. Sie tun es nicht … dafür informieren sie das Publikum zwischen Reihe 1 und 45.

Piloten und vor allem die Technik der Flugzeuge sind beide nicht unfehlbar. Was (leider) bereits zu beweisen war. Klar, die Passagiere müssen in dem Moment, in dem ein Sicherheitsproblem auftritt, dem Cockpitpersonal vertrauen. Und die Piloten glauben gar nicht anders zu können, als zunächst zu unterstellen, dass der Treibstoff eben nicht mehr bis zum eigentlichen Ziel reichen wird. Daher wollen sie früher, in diesem Fall auf Grönland, notlanden. Eine aus ihrer Sicht, und dem zu diesem Zeitpunkt für sie (!) verfügbaren Wissen, scheinbar alternativlose Überlegung.

Aber stimmt das so?

Denn wofür die Piloten nun in STÖCKERs Geschichte immerhin noch Zeit finden: Sie berichten, wie schon gesagt, an die in dieser Sache (leider) völlig inkompetenten Passagiere. Diese Menschen, ob sparsam (Economy) ob grosszügig (first class), haben selbstredend keine Ahnung von Aviatik. Sie sind Reisende. Sie können nichts wissen von Flugzeug-„Sensorik“ oder Sicherheits-„Redundanz“. Sie können nur spekulieren und dabei ihren innersten Gefühlen freien Lauf lassen. So neigen einige, wie in der Menschheit üblich, zum Risiko und andere zur Vorsicht. Da mag vereinzelt die Geldbörse oder der berufliche Status eine Rolle spielen, letztlich siegt in solchen Fällen aber eigentlich immer der angeborene Instinkt.

Wie auch immer, was bei der Geschichte nun wirklich wichtig wird: Es werden tatsächlich ja auch alle wichtigen Flugdaten der Maschine „in time“, und sozusagen parallel zur Anzeige im Cockpit, satellitengestützt an die Technikzentrale der Fluggesellschaft übertragen! Es sei bzw. ist so.  Hier sitzen ebenfalls hochkompetente Mitarbeiter, teils sogar erfahrenere und in jedem Fall langgediente Piloten, die nun die absolut gleichen Daten zur Bewertung der Lage erhalten. Und sie haben durchaus noch Zeit, ein Urteil zu fällen/einen Ratschlag zu erteilen. Die Maschine fliegt, selbst wenn es ein Leck im Tank gäbe, ganz gewiss noch erklecklich länger. Niemand muss den Fallschirm klar machen. Und die Chancen für ein Ausweichen auf einen Notlandeflugplatz stehen in jedem Fall gut!

Zeitgleich also interpretieren die Piloten in der Luft und die Ingenieure am Boden die technische Lage. Es gibt, wir haben es gesagt, in diesem Fall die Zeit dafür! So wie in Deutschland die Temperaturen seit 100 Jahren um (nur?!) 1 Grad C angestiegen sind, verliert die Maschine (nur?!) einige Liter pro Zeiteinheit. Wenn sie diese Menge überhaupt verliert … . Die Experten am Boden sind im Unterschied zum „hochoben“ fliegenden Personal bei ihrer Einschätzung der geschilderten (und für sie sichtbaren) Lage deutlich weniger Druck ausgesetzt, sie stehen im wahrsten Sinne des Wortes mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Das lässt viele Bewertungen gelassener treffen und sie können eventuell auch anders ausfallen. Denn die Bodenexperten können die Bordelektronik hinterfragen. Dazu meinen die Pilotenexperten allerdings keine Zeit zu haben. Sie entwickeln nämlich bereits Angst … und das war noch nie ein guter Ratgeber!

Den einen wie den anderen Experten am Boden stehen neben den Daten der fliegenden Maschine/den numerischen Klimamodellen zusätzliche Informationen zur Verfügung, die die Piloten/die universitären Klimafachleute (wegen des ultimativen psychischen/politischen Drucks, unter dem beide jeweils stehen) nicht wirklich in diesem Moment meinen einbeziehen zu können (oder einbeziehen wollen?). Sie verlassen sich lieber auf das im wahrsten Sinne des Wortes Naheliegende aus der Maschine/aus der Computerelektronik selbst.

So entstehen zwei Szenarien: Das erste Szenario suggeriert den fliegenden Piloten, dass sie besser daran tun, eine Notlandung vorzunehmen. Das zweite lässt bei den am Boden Sitzenden die Aussage zu, dass die Lage bei weitem nicht so dramatisch ist und ein Weiterflug ohne wirkliche Gefährdung der Passagiere möglich sei. Die Piloten stehen unter Druck und haben „Angst wie Greta“, die anderen besitzen mehr Gelassenheit, da sie sozusagen unabhängig von persönlicher Sorge denken können. Die einen (die unter Druck stehenden Piloten) glauben an die Technik der prognostizierenden Algorithmen, die anderen (die bodengestützten Fachleute) nehmen die Möglichkeit wahr, zusätzliche Informationen in ihre Bewertungen einfliessen zu lassen.

Genau so ist es auch in Sachen „Klimawandel“.

Was geschieht nun, wie soll die Geschichte weiter gehen bzw. enden? Sollen sich die in Panik befindlichen Piloten/Wissenschaftler mit ihrer Einschätzung durchsetzen? Oder ist das Risiko tragbar, so wie es die geerdeten Fachleute am Boden/den Fachleuten (!) ausserhalb der staatlichen Institute aufgrund ihrer zusätzlichen Unterlagen einschätzen? Muss man Panik a´ la Greta haben oder darf man die Chance nutzen, die sich aus einem gelasseneren Umgang mit dem Thema ergibt?

It´s up to you, ihr Passagiere und Wähler im Raumschiff Deutschland !

Aber ihr solltet berücksichtigen, dass sogenannte Klimaskeptiker keine Hasardeure sind. Im Gegenteil: Sie stehen, das muss man wissen, bei weitem weniger unter politisch-ideologischem Druck als die staatlichen Institute (z.B. das GEOMAR) oder wissenschaftlichen Einrichtungen (z.B. das PIK). Unabhängige Klimawissenschaftler (vulgo meist „Skeptiker“) jedenfalls müssen keine Vorgaben z.B. vom Bundesumweltamt erfüllen (siehe https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/klimadiktatur-aus-umweltbundesamt-journalismus-fuer-die-grosse-transformation ). Sie haben bei ihren Überlegungen zur Zukunft des Klimas auch mehr vor Augen als nur die nicht verifizierten mathematischen Modellszenarien zum ´Anstieg der Welttemperatur´. Sie hängen nicht am Tropf staatlicher Zuwendungen, sie können ohne Rücksicht auf das IPCC denken. Ehrlich, ich habe ´denken´ geschrieben! „Skeptiker“ stützen sich vor allem viel stärker auf klimahistorische Erkenntnisse. Sie wissen, dass neben dem CO2 eine ganze Reihe von zyklischen Vorgängen bereits seit Jahrtausenden die Verlaufsmuster der Welttemperaturen steuern. Nehmen wir dazu nur einmal die ozeanischen Perioden oder das ´Auf und Ab´ der Sonnenwirksamkeit! Es sind alles Dinge, die wir aus der Vergangenheit kennen! Wir müssen nicht „leugnen“, dass auch der Mensch seinen Anteil am Klimawandel hat. Aber wir können leicht ableiten, dass der anthropogene Einfluss nur EINER unter VIELEN ist. Man mag dennoch beschliessen, dass der Ausstieg aus dem CO2 vernünftig ist. Die meisten von uns wehren sich nicht einmal dagegen. Aber wir erwarten, dass man die Position des Skeptikers zulässt und nicht irritiert hinterher rennt, wenn panisch auf der Strasse skandierende „fridays for futur“-Kinder und -Jugendliche die Abschaffung unsere Industriekultur fordern.

Nichts ist so wertvoll wie WISSEN. Dass die Forschung zum Klimawandel „settled“ sei, kann nun wirklich niemand ernsthaft behaupten. Und auf eine noch immer gewaltige Unkenntnis um´s Wetter und das Klima sollen wir unsere Zukunft bauen? Das kann nicht euer Ernst sein! Eine Nation wie Deutschland und ein Kontinent wie Europa hat über Jahrhunderte das sogenannte finstere Mittelalter erfolgreich hinter sich gelassen. Säkulare Trennung von Staat und Kirche haben uns z.B. vom  Hexenwahn befreit … nur, um nun in eine Ideologie zu verfallen, die uns offenbar (grün angestrichen) in ein Zeitalter des irrealen Glaubens einer pseudoreligiösen ´Klimakirche´ zurückbringen will? Selbstgeisselung mit Verzicht auf … sehr, sehr viel Gutes?

Das Erwachen wird, wenn die grüne Politik sich durchsetzen sollte, ziemlich ernüchternd ausfallen: Oder findet es wirklich jemand positiv, wenn wegen Stromsperren (müssen wir nämlich einführen, wenn die Sonne nicht scheint und/oder der Wind nicht weht und/oder Frankreich seinen Atomstrom selber benötigt und/oder echte Speicher weder in Annalenas Netz noch auf ´dem platten Land´ existieren!) nur noch eine Kerze unseren (veganen!) Abendbrottisch beleuchtet? Leider ist es draussen dann auch noch ziemlich viel kälter, denn die Sonnenflecken sind periodisch bedingt ´rar´ geworden und die AMO schickt uns zyklizitätsbedingt leider auch keine richtige Warmluft mehr gen Europa. Schade … .

Leute, denkt nach! Nutzt euren Verstand und glaubt nicht alles, was Politik und Medien im Narrativ (siehe oben das UBA) weitergeben. Lasst Fakten an euch heran, misstraut GRETA … sie kann in ihrem Alter noch nicht wirklich so viel wissen, und das, was sie erzählt, hat sie von „Experten“.

Hallo ? Wir stürzen nicht ab, wir landen … wenn auch durchgeschüttelt von den fast schon üblichen Turbulenzen des Klima-„Wetters“ in SPON!

 

Die Mittelalterliche Wärmeperiode in Ozeanien

Lange hieß es, die Mittelalterliche Wärmeperiode sei ein nordatlantisches Phänomen. Das erwies sich jetzt als falsch. Am 15. Juni 2019 erschien im Fachblatt Environmental Reviews ein Paper von Lüning et al. 2019 zur Mittelalterlichen Wärmeperiode in Ozeanien. Hier die Kurzfassung:

The Medieval Climate Anomaly in Oceania
Temperatures in Oceania have risen by 0.5-1°C over the past 100 years, resulting e.g. in significant retreat of New Zealand’s glaciers. In order to better understand natural and anthropogenic contributions to this warming process, the observed climatic change has to be placed in a longer-term palaeotemperature context. Of particular interest is the Medieval Climate Anomaly (MCA, 1000-1200 AD), a recognized period of natural pre-industrial climate change, associated with marked temperature and hydroclimatic variability that is best known from the Northern Hemisphere. Temperature reconstructions for Oceania were traditionally based on two classical tree ring series. Here, we are enlarging the Oceania reference dataset with another 13 published temperature reconstructions from SE Australia, New Zealand and West Papua. These are based on a variety of proxy types, and help to geographically and methodologically augment the regional palaeoclimate database. The proxy series have been thoroughly compared and the MCA trends palaeoclimatologically mapped. Ten out of the 15 sites show a relatively warm MCA, compared to the last 1500 years, with warming generally occurring in the envelope period 900-1500 AD. In some sites of SE Australia and at the west coast of New Zealand’s South Island, warming appears to be delayed by 200-300 years. The end of the medieval warming at around 1500 AD occurred about two centuries later than on most other continents, suggesting a possible interhemispheric climate lag mechanism possibly involving deepwater circulation. Likely drivers for the medieval warming in Oceania are atmospheric-ocean cycles such as the Southern Annular Mode (SAM) and El Niño-Southern Oscillation (ENSO), in combination with solar activity changes. MCA palaeotemperature data are still lacking for large parts of Oceania, namely the arid and tropical parts of Australia, Micronesia, central and northern Polynesia, as well as central and eastern Melanesia, highlighting the need for future research.

 

Fritz Vahrenholts Sonnenkolumne 06/19: Die steigende Wetterfühligkeit von Klima-Aktivisten

19.6.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sonne war im Mai 2019  ein weiteres Mal unterdurchschnittlich aktiv. Sie zeigte nur etwa 52 % der Aktivität, die für diesen Zyklusmonat durchschnittlich ermittelt wird. Die globale mittlere Temperatur im Mai fiel  gegenüber April auf Grund des sich abflachenden El Nino  um 0,12 °C auf  0,32 °C oberhalb des langjährigen Mittels von 1981 bis 2010. Damit liegt das Temperaturniveau etwa auf dem Niveau der Jahre 2009/2010.

 

Armageddon – wieviel Zeit bleibt uns noch ?

Die Anpassung an die Erderwärmung werde Deutschland aus Sicht der Grünen mindestens 100 Milliarden Euro kosten, sagte Frau Katrin Göring-Eckardt in derletzten Woche. Das ist lustig. Das Armageddon droht nach fridays for future in 2035 und das ist mit 100 Milliarden erledigt. Wie ich im letzten Rundbrief ausgeführt habe, reden wir über 4600 Milliarden , die in Deutschland ausgegeben werden müssten.Und zwar pronto ! Für jeden Haushalt bis 2035 etwa 640 € im Monat.

Ich möchte noch einmal auf das verweisen, was wir im Juli 2017 abgeleitet hatten: Wie hoch kann die Konzentration an CO2 in der Atmosphäre anwachsen, um das 2°C- Ziel nicht zu reißen: es sind um die 600ppm. Geht man von aktuell (2017) 407 ppm CO2 aus und einem augenblicklichen Wachstum von 2,11 ppm im Mittel pro Jahr, wären die 600 ppm im Jahre  2108 erreicht. Natürlich wäre es notwendig, bis  Ende dieses Jahrhunderts die globalen CO2-Emissionen auf nahe Null zu senken – eine Aufgabe für drei globale Generationen und nicht für drei deutsche Legislaturperioden.

Das sehen Aktivisten anders. Sie lassen verkünden, dass in 12 Jahren die schwarz/weiß karierte Flagge kommt für die Menschheit: The race is over! Es ist schwierig, dies zu begründen, daher wird versucht, jedes Wetter zu nutzen. Jeder Hagelschlag, jedes Gewitter, jeder schöne und heisse Sommertag ist Wasser auf die Mühlen : das Klima spielt verrückt und wir sind Schuld.

 

Die Wetterfühligkeit der Aktivisten

Außergewöhnliche Wetterphänomene, wie sie es seit Menschengedenken gibt, Sturmfluten, Dürreperioden, Starkregen, Hagel im Juni, Waldbrände wurden dem menschengemachten Klimawandel zugeordnet. Wir lesen jeden Tag die scheinheiligen Sprüche der Klimaexperten : der Sturm x oder der Starkregen Y kann natürlich nicht eindeutig dem Klimawandel zugeordnet werden, aber es passe schon ins Bild des Klimawandels. Bislang war unter Klimawissenschaftlern die Bewertung des letzten Weltklimaberichts von 2013 unbestritten, dass es keine belastbaren Hinweise für einen Zusammenhang zwischen der bisherigen Erwärmung und Dürren, Starkregen, Hurrikanen, Hagel und Überschwemmungen gibt. Nun hören wir immer häufiger, dass die Klimarechenmodelle- die schon bei der Temperatur versagt haben – zeigen , dass extreme Wetterereignisse auf Grund des Klimawandels zunehmen werden und schon zugenommen haben.

Fragt man Roger Pielke, Professor an der Universität Boulder in Colorado, einer der führenden Extremwetterexperten, so gibt es weltweit immer noch keine Hinweise der Zunahme an wetterbedingten Schäden. Sowohl im IPCC Bericht von 2013 als auch im Klimabericht der USA von 2018 findet man entsprechende Hinweise.  Es gibt, so das IPCC, keine Hinweise auf eine Zunahme von Dürren, Überflutungen oder Hurrikanen.

 

Hurrikane

Hurrikane haben auch in den USA nicht zugenommen – eher abgenommen .Doch die intensivere Berichterstattung gibt uns allen das Gefühl , dass diese häufiger geworden sind. Ein oft kolportierter Zusammenhang: Der Klimawandel sorge für mehr / stärkere tropische Stürme wie Hurrikans (im Atlantik) und Taifune ( im Pazifik). Immer wenn ein solcher tropischer Sturm auftrat in den letzten Jahren, lasen wir Artikel wie diesen. Es wird der simple thermodynamische Schluss gezogen: Wärmeres Wasser enthält mehr Energie und die macht Stürme schlimmer. Eine aktuelle Arbeit von weltweit führenden Forschern zu diesem Thema stellt klar, dass es eben nicht so einfach ist. Sie finden viele Unsicherheiten und insbesondere : die atlantischen Hurricans sind nicht dem Klimawandel zuzuschreiben, noch nicht einmal die damit verbundenen extremen Niederschläge:

„To date, there is not convincing  evidence of a detectable anthropogenic influence on hurricane precipitation rates,…“


Waldbrände, Klimawandel und Niederschlag

Waldbrände hierzulande sind stark der „Klimakrise“ (starkdeutsch für  –wandel)  geschuldet. Dabei sind Waldbrände Folgen von Trockenheit. Nicht die Wärme ist daran schuld,  sondern der Niederschlagsmangel. Der Meteorologe Jörg Kachelmann hat das Richtige dazu gesagt:

„Das ist natürlich Blödsinn, weil Wälder bei jeder Temperatur brennen können… Deswegen würden die Leute, die immer der Sommerwärme die Schuld geben, überrascht sein, wie wenig brennbar so ein Regenwald bei 38 Grad ist“.

Nicht die Hitze, sondern fehlende Feuchtigkeit erhöhen die Waldbrandgefahr. Und da gibt es in Deutschland laut dem Deutschen Wetterdienst seit 135 Jahren im Sommer keine Veränderung, der Niederschlag im Winter hat sogar zugenommen. Die entsprechende Grafik hierzu finden Sie hier.

 

Der Jetstream ebbt ab

Ein anderes Beispiel ist die Häufung von  länger anhaltenden Wetterlagen, die „Tod und Verderben bringen“ infolge des Klimawandels.  Schuld daran sei der „verebbende Jetstream“. Man kann damit alles begründen: Zu viel Kälte, zu viel Wärme, zu viel Niederschlag, zu wenig, einfach alles was nicht dem Mittelwert entspricht. In einer Kolumne zeigt Prof. Rahmstorf warum das so ist, und am Ende zitiert er einen Artikel in „Science“ und zeigt ein Diagramm… Er zeigt einen schwachen Rückgang der Westwinde in 5500 m Höhe.

Der Jet- Stream findet aber in 11.000 m Höhe statt. Und in dieser Höhe findet der britische Wetterdienst keinen Rückgang.
Es gibt keinen fallenden Trend im Jetstream. So ist es wohl so, dass sich die zonalen Winde in 5 km Höhe ein ganz klein wenig verlangsamt haben (3,3 % in 35 Jahren). Der eigentliche Jetstream in viel größerer Höhe zieht unbeeindruckt (mit recht hoher Variabilität von Jahr zu Jahr) seine Bahnen  in West-Ost Richtung. Die von Rahmstorf zitierte Arbeit orakelt zum Jetstream, wo er gar nicht ist! Das sind beliebte Mittel, die Leserschaft zu verunsichern.

Panik ist ein schlechter Ratgeber für das, was vor uns liegt. Technologie und Erfindungsreichtum ist gefragt. Prüfen sie immer kritisch was Ihnen vorgesetzt wird: Vieles ist Lüge für eine vermeintlich gute Sache. Solche Art von Lügen sind  jedoch besonders verhängnisvoll.

Herzlichst
Ihr
Fritz Vahrenholt

 

Ehrendoktor für Klimaaktivistin Dr.h.c. Thunberg

Kein Schulabschluss und schlechte Berater. Das hindert Greta Thunberg nicht daran, nun einen Doktortitel verliehen zu bekommen. Einen Ehrendoktor. Einen Tag danach könnte sie sogar noch den Friedensnobelpreis bekommen. Warum mühsam für Abitur lernen, jahrelang für Bachelor, Master und Promotion schuften. Expertise und Fakten zählen heute nichts mehr. Alles was man heute braucht ist: Ein ernstes Gesicht und die Drohung, das Ende der Welt sei nahe. Amen.

Spiegel Online vom 8. Juni 2019:

Ehrendoktor für Klimaaktivistin Dr.h.c. Thunberg
Greta Thunberg wurde schon vielfach geehrt, jetzt will eine belgische Uni der Schülerin einen Ehrendoktortitel verleihen. Selbst der Friedensnobelpreis ist womöglich nicht mehr weit – sofern man dem Gespür der Buchmacher traut. [...] Wie Thunbergs Familie dem SPIEGEL bestätigte, will die belgische Universität von Mons am 10. Oktober der 16-jährigen Schülerin den Titel verleihen.[...] Am Tag nach der Ehrung in Mons könnte Greta Thunberg eine noch viel bedeutendere Auszeichnung erhalten. Dann wird in Oslo das Friedensnobelpreiskomitee seine Wahl bekannt geben. Und zumindest bei den Buchmachern ist die Schwedin die haushohe Favoritin. Das Wettbüro Unibet etwa offeriert Zockern für einen Thunberg-Sieg nur das 2,25-fache ihres Einsatzes.

Ganzen Artikel auf SPON lesen.

Kurze Frage: Warum können die klimaprotestierenden Schulkinder eigentlich nicht am Wochenende streiken? Antwort: Da müssen sie Computerspiele spielen, bevorzugt Gewaltspiele und Autorennen. Als FDP-Mann Christian Lindner vorschlug, dass die Kinder doch erstmal lieber die physikalischen und chemischen Zusammenhänge des Klimawandels in der Schule lernen sollten, schlug ihm ein Shitstorm entgegen. Nein, wir wollen es nicht verstehen. Unsere Klimaführer sind erleuchtet. Wir folgen ihnen bedingungslos. Mitdenken stört da doch nur.

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Die Vertreter der Klimaalarmseite hassen Diskussionen mit Kritikern. Offenbar haben sie große Angst vor Kritiker-Argumenten, die sie nicht kontern können. Eine beliebt Strategie ist es, einfach von der Argumentebene auf die persönliche Ebene überzuwechseln. Sebastian Lüning hatte in der ersten Hälfte des Jahres einige Vorträge, Interviews und Anhörungsstatements abgegeben. Kaum einer der Klimaaktivisten scherte sich um den Inhalt. Lieber ging man sofort ad hominem. Ausgrenzung weil ihnen die Person, die Herkunft, der Beruf nicht gefiel.

Der klimaaktivistische Meteorologe Eric Holthaus tat in einer kürzlichen Twitter-Diskussion mit Klimarealisten Ähnliches. Als er nicht mehr weiter wusste zwitscherte er einfach:

Dude, f… you, seriously

Details auf WUWT.

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Der Standard im November 2018:

Farbenlehre: Als Goethe glaubte, Newton widerlegt zu haben
Der berühmte Dichter hielt seine Farbenlehre für sein Hauptwerk. Doch er verschätzte sich – auch was seine eigenen wissenschaftlichen Fähigkeiten anging “Mehr Licht!” soll Johann Wolfgang von Goethe gesagt haben, kurz bevor er am 22. März 1832 an einem Herzinfarkt starb. Vielleicht wollte er ein letztes Mal poetisch sein. Vielleicht wollte er einfach nur, dass die Vorhänge vor dem Fenster aufgezogen werden. Vielleicht hat er sich aber auch in seinen letzten Momenten an das erinnert, was er als seine größte Lebensleistung ansah. Und was waren nicht seine Bücher, Dramen und Gedichte, wie er selbst sagt: “Auf alles, was ich als Poet geleistet habe, bilde ich mir gar nichts ein. Daß ich aber in meinem Jahrhundert in der schwierigen Wissenschaft der Farbenlehre der Einzige bin, der das Rechte weiß, darauf tue ich mir etwas zugute.”

Weiterlesen im Standard

 

Universität Aarhus: Walker Zirkulation im äquatorialen Pazifik variiert im Takt der Sonnenaktivität

Die deutsche Presse ist sich ganz sicher, dass die Sonne keinerlei Klimarelevanz besitzt. Wer das Gegenteil behauptet, wird prompt als verrückt dargestellt. Davon unbeeindruckt findet die internationale Wissenschaft immer weitere Hinweise darauf, dass die Sonne eine signifikante Rolle für das Erdklima spielt. Suchen Sie einfach mal nach dem Begriff “solar forcing” auf Google Scholar. Hunderte von Arbeiten beschreiben das Phänomen, das es laut deutschen Meinungsführern nicht geben darf, weil politisch nicht genehm. Was treibt Mojib Latif und Sami Solanki dazu, die Zusammenhänge öffentlich zu leugnen?

Hier ein Beispiel. Eine aktuelle Arbeit zum Klimaeinfluss der Sonne wurde am 29. März 2019 auf phys.org besprochen (Pressemitteilung der der Universität Aarhus):

Solar variability weakens the Walker cell

An international team of researchers from United Kingdom, Denmark, and Germany has found robust evidence for signatures of the 11-year sunspot cycle in the tropical Pacific. They analyzed historical time series of pressure, surface winds and precipitation with specific focus on the Walker Circulation—a vast system of atmospheric flow in the tropical Pacific region that affects patterns of tropical rainfall. They have revealed that during periods of increased solar irradiance, the trade winds weaken and the Walker circulation shifts eastward.

Stergios Misios, a postdoctoral researcher at the University of Oxford, said, “We deal with a very short record of observations in the tropical Pacific, and we must be very careful with how we filter out other interannual fluctuations. After a careful treatment of the data covering the last 60 years, we detected a robust slowdown of the Walker cell during years associated with solar-cycle maxima.” The analysis shows that in tandem with changes in the wind anomalies, the dominant patterns of tropical precipitation shift to the central Pacific during solar-cycle maxima. As a result, rainfall decreases over Indonesia and in the western Pacific, and increases over the central Pacific Ocean.

Simple mechanisms amplify the solar signal

The issue of solar influences on climate is long and controversial, as there have been numerous claims that did not survive proper statistical scrutiny in most cases. But besides statistical verification lies an even more challenging problem: How could miniscule changes in incoming solar radiation produce significant climate signatures?

“Soon enough, we realized that the magnitude of the wind anomalies that we detected in observations simply could not be explained by radiative considerations alone. We thought that if it comes from the sun, there must be another mechanism that amplifies the weakening of the Walker circulation,” said Prof. Lesley Gray of University of Oxford. With the aid of a global climate model, this mechanism was found in the dynamical coupling between the atmosphere and ocean circulation in the tropical Pacific.

Averaged over the globe, the surface temperature imprint of the solar cycle barely reaches 0.1 K in a solar maximum—almost eight times weaker than the global warming trends observed in the 20th century. Yet, even such a weak surface warming influences the Walker circulation through changes in global hydrology. As the surface warms, water vapor in the atmosphere increases at a higher rate than is lost by precipitation, necessitating a weakening of the Walker cell. This is a well-tested mechanism in model simulations of increased CO2 concentrations but it turns out that is operating under the 11-year solar cycle, too.

S. Misios said, “Our model showed westerly wind anomalies in the Pacific region even when we considered only changes in global hydrology, but the magnitude was far too weak. We hypothesized that atmosphere-ocean coupling, essentially the Bjerknes feedback, can amplify the solar signal.”

Using a climate model forced by the 11-year solar cycle alone, researchers found the evidence to support their hypothesis. Their showed much stronger anomalies in the Pacific. They proposed that changes in global hydrology and the Bjerknes feedback mediate solar cycle influences on the Tropical Pacific. The researchers now hope that if the interplay between those mechanisms is properly represented by other climate models, it could give potential to improve the accuracy of decadal predictions in that region.

Eins ist klar. Stergios Misio wird in Deutschland niemals eine Stelle bekommen. Er forscht an einem bei uns unerwünschten Thema. Hier der Abstract des Papers vom Misios et al. 2019, das in PNAS als “Direct Submision” erschien:

Slowdown of the Walker circulation at solar cycle maximum
The Pacific Walker Circulation (PWC) fluctuates on interannual and multidecadal timescales under the influence of internal variability and external forcings. Here, we provide observational evidence that the 11-y solar cycle (SC) affects the PWC on decadal timescales. We observe a robust reduction of east–west sea-level pressure gradients over the Indo-Pacific Ocean during solar maxima and the following 1–2 y. This reduction is associated with westerly wind anomalies at the surface and throughout the equatorial troposphere in the western/central Pacific paired with an eastward shift of convective precipitation that brings more rainfall to the central Pacific. We show that this is initiated by a thermodynamical response of the global hydrological cycle to surface warming, further amplified by atmosphere–ocean coupling, leading to larger positive ocean temperature anomalies in the equatorial Pacific than expected from simple radiative forcing considerations. The observed solar modulation of the PWC is supported by a set of coupled ocean–atmosphere climate model simulations forced only by SC irradiance variations. We highlight the importance of a muted hydrology mechanism that acts to weaken the PWC. Demonstration of this mechanism acting on the 11-y SC timescale adds confidence in model predictions that the same mechanism also weakens the PWC under increasing greenhouse gas forcing.

Direct Submissions bei PNAS werden von unabhängigen Gutachtern geprüft. Allerdings gibt es auch “Contributed Papers” bei PNAS, wobei man sich die Gutachter selber aussuchen kann. Das macht zum Beispiel Hans-Joachim Schellnhuber vom PIK sehr gerne. Darüber hat die Tagesschau noch nie berichtet. Seltsam, oder?

Aber zurück zur Walker Zirkulation. Dieses Windsystem im äquatorialen Pazifik hat sich kürzlich intensiviert. Sofort waren Alarmisten zu Stelle, die behaupteten, dass dies eine Folge des menschengemachten Klimawandels sei. Alles Quatsch, wie jetzt das Institute for Basic Science in einer Pressemitteilung am 1. April 2019 mitteilte. Natürliche Prozesse haben zur Intensivierung der Zirkulation geführt. Meldung auf EurekAlert!:

Natural climate processes overshadow recent human-induced Walker circulation trends

A new study, published this week in the journal Nature Climate Change, shows that the recent intensification of the equatorial Pacific wind system, known as Walker Circulation, is unrelated to human influences and can be explained by natural processes. This result ends a long-standing debate on the drivers of an unprecedented atmospheric trend, which contributed to a three-fold acceleration of sea-level rise in the western tropical Pacific, as well as to the global warming hiatus.

Driven by the east-west sea surface temperature difference across the equatorial Pacific, the Walker circulation is one of the key features of the global atmospheric circulation. It is characterized by ascending motion over the Western Pacific and descending motion in the eastern equatorial Pacific. At the surface trade winds blow from east to west, causing upwelling of cold water along the equator. From the early 1990s to about 2013, this circulation has intensified dramatically, cooling the eastern equatorial Pacific and triggering shifts in global winds and rainfall (see Figure 1). These conditions further contributed to drying in California, exacerbating mega-drought conditions and impacting agriculture, water resources and wild fires. Given these widespread impacts on ecosystems and society, the recent Walker circulation trends have become subject of intense research.

In contrast to the observed strengthening, the majority of climate computer models simulates a gradual weakening of the Walker Circulation when forced by increasing greenhouse gas concentrations (see Figure 1). “The discrepancy between climate model projections and observed trends has led to speculations about the fidelity of the current generation of climate models and their representation of tropical climate processes”, said Eui-Seok Chung, researcher from the Center for Climate Physics, Institute for Basic Science, South Korea, and lead-author of the study.

To determine whether the observed changes in the tropical atmospheric circulation are due to natural climate processes or caused by human-induced climate change, scientists from South Korea, the United States and Germany came together to conduct one of the most comprehensive big-data analyses of recent atmospheric trends to date. “Using satellite data, improved surface observations and a large ensemble of climate model simulations, our results demonstrate that natural variability, rather than anthropogenic effects, were responsible for the recent strengthening of the Walker circulation”, said Prof. Axel Timmermann, Director of the IBS Center for Climate Physics at Pusan National University and co-author of this study.

In their integrated analysis, the researchers found that the satellite-inferred strengthening of the Walker circulation is substantially weaker than implied by other surface observations used in previous studies. “Putting surface observations in context with latest satellite products was a key element of our study”, said co-author Dr. Lei Shi from NOAA’s National Centers for Environmental Information in the United States.

Analyzing 61 different computer model simulations forced with increasing greenhouse gas concentrations, the authors showed that, although the average response is a Walker circulation weakening, there are substantial discrepancies amongst the individual model experiments, in particular when considering shorter-term trends. “We found that some models are even consistent with the observed changes in the tropical Pacific, in stark contrast to other computer experiments that exhibit more persistent weakening of the Walker circulation during the observational period”, said co-author Dr. Viju John from EUMETSAT in Germany. The authors were then able to tease apart what caused the spread in the computer model simulations.

Co-author Prof. Kyung-Ja Ha from the IBS Center for Climate Physics and Pusan National University explains “Natural climate variability, associated for instance with the El Niño-Southern Oscillation or the Interdecadal Pacific Oscillation can account for a large part of diversity in simulated tropical climate trends”.

“The observed trends are not that unusual. In climate model simulations we can always find shorter-term periods of several decades that show similar trends to those inferred from the satellite data. However, in most cases, and when considering the century-scale response to global warming, these trends reverse their sign eventually”, said co-author Prof. Brian Soden from the Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science, at the University of Miami, United States.

The study concludes that the observed strengthening of the Walker circulation from about 1990-2013 and its impact on western Pacific sea level, eastern Pacific cooling, drought in the Southwestern United States, was a naturally occurring phenomenon, which does not stand in contrast to the notion of projected anthropogenic climate change. Given the high levels of natural decadal variability in the tropical Pacific, it would take at least two more decades to detect unequivocally the human imprint on the Pacific Walker Circulation (see Figure 1, right panel).

Paper: Eui-Seok Chung, Axel Timmermann, Brian J. Soden, Kyung-Ja Ha, Lei Shi, Viju O. John. Reconciling opposing Walker circulation trends in observations and model projections. Nature Climate Change, 2019; DOI: 10.1038/s41558-019-0446-4

 

Klimadiktatur in Vorbereitung: Umweltbundesamt und PIK-Institut bereiten die Große Transformation vor

Alexander Wallasch am 7. Juni 2019 auf Tichys Einblick:

Propaganda XXL:„Klimadiktatur“ aus Umweltbundesamt: Journalismus für die große Transformation

Der Journalist nach dem Geschmack von Umweltbundesamt, also Regierung, also Kanzlerin hat die Aufgabe, Wirklichkeit mit Geschichten herzustellen: Claas Relotius, der Journalist von morgen.

Die Süddeutsche Zeitung nannte das Umweltbundesamt „die größte und mächtigste Umweltbehörde Europas“. Für den Spiegel-Journalisten Jan Fleischhauer ist dieses Amt mit seinen über 1.500 Mitarbeitern allerdings noch etwas ganz anderes, nämlich eine „durch und durch politisierten Behörde“.

Für Fleischhauer ist dieses aufgeblasene Amt so etwas, wie ein grün-ideologischer Hort der Faktenverdreher, wenn er weiter schreibt, das Umweltbundesamt versuche die „Öffentlichkeit mit Scheingenauigkeiten zu erschrecken“. Und der Redakteur erinnert daran, dass es diese Behörde war, die im Stile von antidemokratischen Ländern wie Aserbaidschan mit der Pressefreiheit umgehe, wenn Journalisten mit abweichender Meinung als Lügner gebrandmarkt werden („Leute, denen man nicht glauben darf“).

Und da wird es noch einmal interessant, wenn diese ätzende Kritik aus 2018 heute von besonderer Aktualität ist, wenn die Bundeskanzlerin laut Bild gerade in einer Fraktionssitzung vehement dazu aufgefordert haben soll, Bestehendes aufzulösen und zu zerstören (disruptive Veränderungen seien zu beschließen) um die Sache mit der Umwelt voranzubringen. Alles andere wäre „Pillepalle“.

Unbedingt weiterlesen auf Tichys Einblick

Es gibt auch eine Fortsetzung zum Artikel, wiederum auf Tichys Einblick (Teil 2):

„Klimadiktatur“ aus Umweltbundesamt: Journalismus für die große Transformation Teil II

Rechtfertigt die Annahme einer nahenden Klimakatastrophe die Aussetzung der Demokratie, die Gleichschaltung der Presse oder die Verfolgung Andersdenkender? Wann werden Notstandsgesetze notwendig, einen drohenden Weltuntergang abzuwenden?

Im ersten Teil zu diesem Artikel hatte TE Vorgänge im Umweltbundesamt recherchiert, die Anlass zur großer Besorgnis geben. In Teil I aufgezeigt werden konnte, dass das Amt als zentrale Umweltbehörde des Bundesumweltministeriums seit Jahr und Tag Pläne verfolgt und vorantreibt, die darauf abzielen, auf dem Rücken einer grassierenden Weltuntergangsstimmung rund um eine behauptete nahende Klimaapokalypse einen Frontalangriff auf den freien Journalismus, auf eine freie Presse zu führen, welche das Grundgesetz explizit unter seinen Schutz stellt.

TE wird nun hier im Weiteren aufzeigen, dass solche besorgniserregenden antidemokratischen Bestrebungen der Bundesregierung keineswegs Ausrutscher sind, sondern im Gegenteil schon über Jahren aktiv betrieben werden und im Umweltbundesamt eine ihrer aktivsten Einsatzzentralen etabliert haben.

Vorab aber zwei grundsätzliche Fragen: Rechtfertigt die Annahme einer nahenden Klimakatastrophe die Aussetzung der Demokratie, die Gleichschaltung der Presse oder gar die Verfolgung Andersdenkender? Wann werden Notstandsgesetze unvermeidbar – dann, wenn es gilt, einen angeblich drohenden Weltuntergang abzuwenden?

Weiterlesen auf Tichys Einblick (Teil 2)

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Haben Sie sich auch schonmal gefragt, weshalb in der Presse immer die gleichen vier Klimaexperten auftreten? Rahmstorf, Latif, Schellnhuber, Levermann. Wie kann das sein? Es gibt in Deutschland hunderte von Klimawissenschaftlern, aber es preschen stets dieselben Protagonisten nach vorne und verkünden die Klimaapokalypse. Der gemäßigte Geesthachter Klimaforscher Oliver Bothe stellte auf Twitter Mitte Juni 2019 die berechtigte Frage, wie es hier zu einem Monopol kommen konnte :

I know, it’s not a competition but I really would like if PIK didn’t dominate the visible discussion/information here so much

Einer des deutschen Klimamonopolisten-Quartetts – Levermann – antwortete prompt. Sie wären einfach besser. Sie arbeiten hart. Sie haben bessere Themen. Und deshalb sei es absolut gerecht, dass vor allem sie die Zukunft des Landes vorbereiten. Aber lesen Sie lieber selbst, was Levermann vom PIK schreibt:

…and (sorry to say) we have the highest ratio and absolute number of high-profile publications on each of the topics: climate physics, climate impacts and climate economics… sorry for the bragging, but it is important to state that we answer on a solid basis.

We are the smallest of the German institutes. We work very hard to provide the answer to the relevant societal questions. We do not ask for it, but industry and politics turns to us and of course we answer. It is what we are paid for.

The topics today ranged from weather extremes & ice dynamics, via agricultural impacts and river floods to the economic instruments to create a carbon-neutral EU and world. It is hard to cover this in another institute. But please: we are all on the same side. We learn from you.

So funktionieren Monopole: Das laut Levermann “kleinste Institut” dominiert mit ein paar Protagonisten die politische und öffentliche Meinungsbildung. Kein anderes Institut könne die Themen abdecken. Irgendetwas läuft hier ganz schrecklich schief…

Wie schafft es das PIK eigentlich immer in die “besten Zeitschriften”? Zum einen sind da die Seilschaften. Man hilft sich gegenseitig aus, drückt Manuskripte im Weltrekordtempo durch den Begutachtungsprozess, nur damit die Veröffentlichung noch rechtzeitig für eine Klimakonferenz oder einen IPCC-Bericht rauskommen kann. Und dann ist da noch diese Merkwürdigkeit:

Mysteriöse Häufung von Schellnhubers Veröffentlichungen in Zeitschrift der National Academy of Science: Wussten Sie, dass Mitglieder ihre PNAS-Gutachter selber auswählen dürfen?

Gutachtersystem unterhöhlt: Hans-Joachim Schellnhuber wählt die Prüfer einfach selber aus