BBC zementiert Klimadiktatur: Nur IPCC-Meinung soll berichtet werden

Der Ecologist brachte am 24. September 2018 eine rührende Story, in der Michael Mann sich als frühere Skeptiker und Bezeher von Forschungsgeldern aus der fossilen Brennstoffbranche outet. Über die Mittelalterliche Wärmeperiode spricht er leider nicht.

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Schon länger wird den Medien vorgeworfen, dass sie allein die klimaalarmistische Meinung verbreiten und das Meinungsspektrum der Wissenschaft nicht ausgewogen darstellen. Die BBC hat jetzt auf diesen Vorwurf reagiert, allerdings in unerwarteter Art und Weise. In einer internen Anweisung an alle BBC-Mitarbeiter wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die IPCC-Meinung die einzig beste Meinung darstellt und die Redakteure keineswegs anderslautende Ansichten vorstellen müssten. Damit hat die BBC die Einseitigkeit der Debatte offiziell zementiert, ein weiterer Schritt in die Klimadiktatur. Nachzulesen hier und hier. Online-Postillen der IPCC-Lobby jubillierten umgehend.

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Im portugiesischen Porto hat im Herbst 2018 eine klimaskeptische Konferenz stattgefunden. Wer nicht dabei sein konnte und sich selber ein Bild der Vorträge machen möchte, der kann sie hier als Videoaufnahme anschauen.

Ein pdf mit Gedanken von Ralph-Maria Netzker zur Klimazyklik gibt es hier.

 

Reto Knutti fühlt sich politisch und gesellschaftlich schubladisiert

Im September 2018 verlor Tennis-As Roger Federer im Achtelfinale gegen einen unbekannten Australier. Schuld hatte aber nicht Federer, sondern er wurde ein Opfer des Klimawandel. Der Tennisspieler empfand das Wetter als zu heiß und zu feucht. Unter Normalbedingungen hätte er den Konkurenten sicher bezwungen. Ob Federer angesichts des entgangenen Preisgeldes nun Ausgleichszahlungen aus dem 100 Milliarden Dollar schweren Klimafonds zustehen? Vorgeschlagene Klimawandelausgleichszahlung: 50.000 Euro.

Auch in Paderborn ist es jetzt zu einem schwerwiegenden Klimawandel-Schaden gekommen. In einem Getränkemark fiel ein Stapel Mineralwasserkisten um. Durch die Hitze hätte der Baumarkt mehr Getränke nachbestellen müssen, wobei die Mitarbeiter überarbeitet und unachtsam stapelten. Vorgeschlagene Klimawandelausgleichszahlung: 300 Euro.

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Klimaforscher Reto Knutti hat einen mit 200.000 Franken ­dotierten Preis der Stiftung Dr. J. E. Brandenberger erhalten. In einem Interview mit der Zeitung ‘Der Bund’ am 3. September 2018 stellt er sich als unpolitisch und unparteiischen Forscher dar. Das überrascht, da wir uns hier im Blog bereits mehrfach mit Knuttis ideologisch eingefärberter Sichtweise beschäftigt haben:

Kurioses Sonntagsblick-Interview von IPCC-Autor Reto Knutti: IPCC-Modelle sind alle super und alternativlos

Reto Knutti mag keine Skeptiker

Klimaalarm im Pendler-Zug: Reto Knutti mit einem Propaganda-Meisterstück

Auszüge aus dem Interview:

«Mein Name wurde missbraucht»
ETH-Klimaforscher Reto Knutti über den ungewöhnlichen Sommer und die Gefahr, als links-grün abgestempelt zu werden. [...]

BUND: Sie sind in der Experten­kommission der neu lancierten Gletscher-Initiative, die in der Schweiz die Emissionen auf null senken will. Ist das kein politisches Statement?
KNUTTI: Bei der Gletscher-Initiative habe ich Ja gesagt unter der Voraussetzung, dass die Mitarbeit nichts mit dem Initiativkomitee zu tun hat. Ich finde es sinnvoll, zu helfen, dass die Fakten zum Thema stimmen. Hier gehe ich weniger ein Risiko ein, politisch und gesellschaftlich schubladisiert zu werden.

Der Bund hat Knutti an dieser Stelle kalt erwischt. Der Forscher unternimmt hier eine unzulässige Vermischung von ergbebnisoffener Forschung und der politischen Forderung zur vollständigen Dekarbonisierung. Dies schränkt seinen Spielraum bei der Bewertung wissenschaftlicher Ergebnisse enorm ein. Umso putziger sein Protest, dass seine politische Arbeit mißverstanden wird.

BUND: Welche Schublade meinen Sie?
KNUTTI: Klimaforscher werden schnell einmal als links-grün taxiert, vor allem in Kreisen, wo immer noch Skepsis vorherrscht, ob der Mensch tatsächlich die Hauptursache für den Klimawandel ist. Mit politischen Statements wird diese Meinung noch zementiert. Grundsätzlich wird in der Öffentlichkeitsarbeit keine Abgrenzung zwischen Wissenschaftler und Staatsbürger gemacht, und es ist schwierig, sich zu erklären. So verliert die Wissenschaft ihre Glaubwürdigkeit, zumal in Teilen der Öffentlichkeit ohnehin schon eine gewisse Wissenschaftsfeindlichkeit spürbar ist.

BUND: Das müssen Sie erklären.
KNUTTI: Heute sind Experten einmal grundsätzlich verdächtig. Das gilt nicht nur für die Klimaforscher, das gilt für alle Forschungszweige, die sich mit gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen. Das hat vielleicht damit zu tun, dass heute über das Internet jeder ein «Experte» sein kann, sich so seine eigene Meinung macht, aber vielfach auch Fake News aufsitzt. Ist eine Meinung einmal gemacht, braucht es viel Überzeugungsarbeit, um sie zu revidieren.

Die richtige Einordung dieser Statements ist: Unterste Schublade. Knutti zieht die Expertenkarte. Nur er wisse bescheid, anderen stehe gar keine Meinung zu, da sie dazu nicht befugt seien. Das Internet bereitet ihm Kopfschmerzen. Denn die Printmedien sind aller gut kontrolliert. Zeitungen und Fachzeitschriften sind gut “bewacht”, so dass hier keine unbequeme Kritik platziert werden kann. Im Internet ist dies anders. Dort können die Kritiker noch durchdringen, auch dank Blogs. Knuttis pauschale Verteufelung von Kritik aus Blogs ist hochbedenklich. Unserer Kritik an Knutti haben wir stets mit Argumenten begründet. Kein einziges Mal ist Knutti auf diese Kritik fachlich eingegangen. Dies ist das wahre Problem, dass sich IPCC-nahe Wissenschaftler dem Fachdialog verweigern.

BUND: Haben Sie ein Beispiel?
KNUTTI: Ich wurde erst kürzlich selbst als Instrument missbraucht. Es gibt russische Websites, die Berichte und ein Interview mit mir veröffentlichten, das ich nie gegeben hatte. Ich gebe darin Pilzsporen die Schuld am Klimawandel, an Erdbeben und Tornados. Und die Welt habe nur noch drei ruhige Jahre bis zum Klimakollaps. Ich erhielt darauf Hunderte E-Mails von Leuten, vielfach aus der Ukraine, die irritiert waren.

In Kommentaren auf Onlineplattformen sind Klimaforscher oft auch im Visier.
Die Redaktion von «20 Minuten» bat mich, Stellung zu sechs Kommentaren zum Einfluss der Kurzstreckenfliegerei auf das Klima zu nehmen. Darauf folgten weitere 350 Kommentare. Darin agieren Klimaforscher unter anderem aus Selbstinteresse, oder sie müssen ihr Salär rechtfertigen. Es gibt aber auch gute Reaktionen, von Leuten, die mir ­direkt Fragen stellen und interessiert sind. Dafür nehme ich mir Zeit.

Das Angebot nehmen wir gerne wahr. In Kürze werden wir Prof. Knutti einige wichtige Fragen zum Thema stellen. Hoffen wir, dass er uns antworten kann und einer Veröfentlichung im Blog zustimmt…

 

Schwerer Verdacht: Schanzen sich Klimaaktivisten gegenseitig Wissenschaftspreise zu?

Oft wird zur Rechtfertigung von Klimaalarm darauf hingewiesen, dass tausende von Klimawissenschaftlern nicht irren können. Schaut man jedoch etwas näher hin, so wird schnell klar, dass die öffentliche Klimadarstellung von einigen wenigen Akteuren dominiert wird. Es vergeht kein Tag, an dem nicht Mojib Latif, Stefan Rahmstorf und Hans-Joachim-Schellnhuber irgendwo in den Medien auftauchen. Sie sind die Erste Liga in den Adressbüchern der Journalisten. Die Öffentlichkeit kennt sie, also müssen die Journalisten immer dieselben VIPs liefern. Das ist so ähnlich wie bei den Prominenten aus dem Showbusiness. Auch hier will die Öffentlichkeit alles über die Stars wissen. Mit wem wurde die Schauspielerin in New York in der Bar gesehen, welche Frisur hat sich der Fußballspieler zugelegt, was ist im Einkaufswagen der VIP-Familie?

Shub Niggurath hat kürzlich auf WUWT ein weiteres Beispiel dafür geliefert, wie sehr der Klimaalarm zu einer Familienveranstaltung geworden ist, bei der “Die Familie” die Zügel fest in der Hand hält. Alljährlich vergibt die American Geophysical Union Preise an Klimawissenschaftler für besonders gute Klimakommunikation, also die öffentliche Darstellung der Klimawissenschaften. Zu den Preisträgern gehören einige der schrillsten Klimaalarmisten: Michael Mann (2018), Stefan Rahmstorf (2017), Kevin Trenberth (2013) und Gavin Schmidt (2011). Wie kamen die umstrittenen Preisträger zu dieser Ehre? Im aktuellen Nominierungskommittee sitzen seltsamerweise gleich vier der Preisträger der letzten 8 Jahre. Ein Schelm, der behaupten würde, dass sich hier die Preisträger abwechselnd selber nominert haben. Auch interssant: Schmidt, Rahmstorf und Mann auch noch im Klimaaktivistenblog realclimate.org zusammen.

 

Abbildung: Screenshot der AGU Webseite zum Klimakommunikationspreis. Übernommen von WUWT.  

 

Noch mehr Preise. Obwohl der Klimaforscher Peter Gleick per Email Identitätsdiebstahl beging, bekam er jetzt den Carl Sagan Science Popularization Award. Zu den Gratulanten gehörte wenig überraschend wieder ein “Familienmitglied”: Michael Mann.

 

Klimawandel als Hauptauslöser des Syrischen Bürgerkriegs weiterhin unbestätigt

Immer wieder behaupten aktivistisch veranlagte Klimawissenschaftler, dass der Syrienkrieg und die damit verbundene Fluchtwelle eine Folge des Klimawandels sei. Beweise liefern sie nicht, es bleibt bei der Behauptung. Tobias Ide vom Brauschweiger Georg Eckert Institute for International Textbook Research hat die Argumente gesichtet und kommt zum Schluss, dass der Klimawandel als Hauptursache noch immer unbestätigt ist. Insofern stehen alle anderslautenden Behauptungen auf wackeliger Grundlage. Hier der Abstract:

Climate War in the Middle East? Drought, the Syrian Civil War and the State of Climate-Conflict Research
This article reviews existing evidence for a climate-conflict link in Syria and examines how the respective debate reproduces three important shortcomings of climate-conflict research. The potential climate-conflict link for Syria can be conceived of as a four-stage process, with various levels of scientific evidence and consensus existing for each stage: (1) climate change inducing the heavy 2006–2009 drought (plausible, but not proven); (2) massive loss of agricultural livelihoods, significantly attributable to the drought (supported by a majority of studies, but contested); (3) massive rural-to-urban migration triggered by livelihood loss in combination with other factors (supported by a majority of studies, but contested); and (4) migration intensifying existing grievances and facilitating the onset of protests and the subsequent civil war (possible, but little knowledge exists). The debate about the Syrian case reproduces three important shortcomings of climate-conflict research: limited dialogue between different methods, an overstatement of differences, and a lack of theoretical engagement. These shortcomings also have adverse impacts in terms of policy advice.

In den Schlußfolgerungen des Papers heißt es:

This article firstly reviewed the available literature on climate change and the onset of civil war in Syria in 2011 while considering
four stages of a purported causal link: climate change to drought, drought to livelihood loss, livelihood loss to migration,
and migration to conflict. Although Syria faced a multi-decadal drying trend and the 2006–2009 drought was
unusually severe, comprehensive evidence through attribution studies of a (probabilistic) link to climate change is still lacking. Whether the drought was a relevant cause of rural livelihood loss and whether this livelihood loss facilitated a significant
migration to urban areas remains contested, although the majority of studies support these claims. Currently, we know
little about whether, and if so how, this migration contributed to the onset of the anti-regime protests in 2011 and the associated
civil war.

Schön wäre es zudem gewesen, wenn Ide die natürliche Klimavariabilität der letzten 2000 Jahre mit berücksichtigt hätte. Denn selbst wenn die Dürrejahre 2006-2009 ein Mitauslöser gewesen wären, handelt es sich dabei im klimahistorischen Kontext um ein durch und durch wiederkehrendes Phänomen. Schauen Sie auf die Spalte ganz rechts in der untenstehenden Abbildung. Dort ist die Veränderung der Regenfälle für die vergangenen 4000 Jahre im Östlichen Mittelmeerraum aufgezeichnet. Ausschläge nach links markieren Dürrephasen.

 

 

Abbildung: Die rechte Spalte gibt die Veränderung der Regenfälle für die vergangenen 4000 Jahre im Östlichen Mittelmeerraum (offshore Israel) wieder. Quelle: Martin-Puertas et al. 2010. Daten Israel: Schilman et al 2001 (Geology, Palaeo3).   

 

 

Science not settled: Klimawirkung der Sonne wird von internationalen Forschungsinitiativen neu aufgerollt

Als wir vor 6 Jahren unser Buch “Die kalte Sonne” veröffentlichten, wiesen wir auf einen möglichen Einfuss solarer Aktivitätsschwankungen auf das Erdklima hin. Das Klima-Establishment lehnte die Idee einhellig ab, denn der IPCC hatte in seinen Klimamodellen eine nur vernachlässigende Rolle der Sonne vorgesehen. Heute hat sich der Wind jedoch gedreht. So ganz sicher sind sich die Experten dann doch nicht, dass die Sonne weitgehend wirkungslos ist. Aus der Paläoklimatologie werden immer neue Fallstudien publiziert, die eine viel stärkere Beteiligung der Sonne am Klimageschehen dokumentiert. Nun ist der Punkt gekommen, an dem die Zusammenhänge nicht mehr ignoriert werden können. Die American Geophysical Union (AGU) hat am 4. September 2018 in Eos die aktuellen Bemühungen der Klimaforschung geschildert, um endlich Licht in das solare Klimadunkel zu bringen:

Better Data for Modeling the Sun’s Influence on Climate
Several international initiatives are working to stitch together data describing solar forcing of Earth’s climate. Their objective is to improve understanding of climate response to solar variability.

Compared to other stars, our Sun is a remarkably steady source of light and heat, but its output does vary. Solar light, heat, and particle streams drive weather and atmospheric chemistry, but how (and how much) does the Sun’s variability affect the climate here on Earth? The role of solar variability in recent global warming is not just a bone of contention; it is also a question of overriding importance for the scientific understanding of our Sun and of climate change.

Scientists simulate historical and future climates by setting up a suite of initial conditions and seeing how these conditions change when various factors, called forcings, are applied. For example, how does Earth’s surface temperature change if it receives more or less heat from the Sun? How do the streams of ionized particles that make up the solar wind affect certain weather patterns on Earth? Data sets compiled from historical records provide the necessary information for model forcing, so ensuring that these data sets provide accurate, relevant information is key to producing realistic climate model scenarios. Recently, a series of initiatives brought together scientists working on different aspects of this highly multidisciplinary issue. These efforts shared several common objectives, including better estimates of solar forcing and identifying and quantifying the uncertainties in these estimates.

Weiterlesen in Eos

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Wie können wir den Planeten besser machen? Hierzu gibt es viele Ideen. Wie wäre es mit sauberem Trinkwasser für alle, Beendigung von kulturell motivierten Genitalverstümmelungen von Frauen, oder bessere Maßnahmen gegen Korruption und schlechte Staatsführung? Alles schwierige Themen. Viel einfacher erscheint vielen daher der Universalschurke CO2 zu sein. Durch die Reduktion der CO2-Emissionen würden eine Vielzahl von anderen Problemen automatisch behoben, denken einige Aktivisten. Bloß nicht selber die Hände dreckig machen und reale Probleme von heute angehen. Stattdessen liebt man es, Druck auf andere auszüben, um ein noch immer schlecht quantifizierbares Problem aus der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts zu adressieren.

Ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördertes Onlinespiel will jetzt die jugendlichen Zocker an Heim-PC, IPad und Handy für die CO2-Jagd interessieren, wie Lizzynet jetzt meldete:

KEEP COOL: Mobiles Planspiel zur Klimapolitik
Ihr interessiert euch für Politik und Umwelt und möchtet euch für den Klimawandel engagieren? Mit KEEP COOL mobil, dem mobilen Planspiel zur Klimapolitik, verhandelt ihr auf der weltpolitischen Bühne und entwickelt Strategien, um den Klimawandel aufzuhalten. [...] Worum geht es in KEEP COOL mobil?
KEEP COOL mobil ist ein mobiles Planspiel zum Klimawandel und zur internationalen Klimapolitik für Spielerinnen und Spieler ab 14 Jahren. Hier entscheiden Jugendliche über den Pfad der Wirtschaft, entwickeln gemeinsam Strategien zum Klimaschutz und nehmen politisch Einfluss auf der internationalen Bühne! Geschickte Diplomatie, Verantwortungsgefühl und eine engagierte Kommunikation sind gefragt und entscheiden über den Sieg – und über die Zukunft des Weltklimas.
Als Bürgermeister_innen einer großen Metropole bestimmt ihr die Strategie für wirtschaftliches Wachstum und sammelt dabei Siegpunkte. Vor großen Klimakonferenzen nehmt ihr Einfluss auf die Regierungen und somit auf die internationale Klimapolitik. Doch Vorsicht: Egal wie erfolgreich die individuelle Wirtschaft ist – den Klimawandel müssen alle gemeinsam im Blick behalten. Steigt die Erderwärmung um 2°C an, haben alle verloren!

Jede Wette, dass der Begriff “CO2-Klimasensitivität” im Spiel mit keiner Silbe auftaucht. Wäre es nicht toll, wenn es verschiedene Entscheidungspfade für verschiedene Szenarien der vom IPCC genannten Spanne von 1,5 bis 4,5°C Erwärmung pro CO2-Verdopplung gäbe?

 

Bundesrechnungshof: Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige Kontrollverlust

Riffreporter am 15. August 2018:

Ökokrieger gegen Seeadler?
Energiewende gegen Naturschutz: Greenpeace energy will gegen den erbitterten Widerstand von Naturschützern einen Windpark im Revier des einzigen Seeadler-Brutpaares im norddeutschen Mittelgebirge durchsetzen. Helfen soll ein fragwürdiges Gutachten. Der Fall wird zum Lehrstück über den Konflikt zwischen Klimaschutz, Wirtschaftsinteressen und Naturschutz in einem Land, in dem durch den massiven Ausbau der Windenergie der Konflikt um die verbliebenen Flächen immer stärker eskaliert und der Naturschutz auf der Strecke zu bleiben droht.

Weiterlesen auf Riffreporter

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Welt.de am 28. September 2018:

Bundesrechnungshof: Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige Kontrollverlust

„Viel hilft nicht unbedingt viel“: Der Bundesrechnungshof wirft der Politik ein katastrophales Management vor. Eine Steuerung des Generationenprojekts findet praktisch nicht statt. Der Ressourcenverbrauch sei „beispiellos“.

Der Bundesrechnungshof hat der Bundesregierung ein weitgehendes Versagen bei der Steuerung der Energiewende vorgeworfen. Der Aufwand für den ökologischen Umbau der Energieversorgung stehe in einem „krassen Missverhältnis zu dem bisher dürftigen Ertrag“, sagte Rechnungshofpräsident Kay Scheller in Berlin: „Die Bundesregierung droht mit ihrem Generationenprojekt der Energiewende zu scheitern.“

Etwas mehr als ein Jahr vor dem klimapolitischen „Meilenstein 2020“ zog das Kontrollgremium eine geradezu katastrophale Bilanz der Energiepolitik. Bei der angestrebten Reduktion der Treibhausgasemissionen und des Primärenergieverbrauchs werde Deutschland seine Ziele ebenso verfehlen wie bei der Steigerung der Energieproduktivität und der Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien im Verkehr. Gleichwohl habe die Politik enorme Kosten produziert.

Weiterlesen auf Welt.de

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Euronews am 3. September 2018:

Schweden: Schuleschwänzen gegen Klimawandel
Schuleschwänzen gegen den Klimawandel. Die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg demonstriert seit zwei Wochen vor dem Parlament in Stockholm. [...] Durch ihren Streik hoffe sie, Medien und Wähler auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Thunberg forderte, das Thema Klimawandel müsse die Parlamentswahl beherrschen.

Weiterlesen auf Euronews

 

Strom kommt aus der Steckdose und Holzpellets zur Not von Amazon

Die Volatilität des Ökostroms belastet die Stromnetzstabilität enorm. Mal weht der Wind besonders stark, mal herrscht Flaute. Trotzdem muss immer genug Strom da sein und das Netz stabil bleiben. Ein schwieriges Unterfangen. Diese Kritik hören radikale Ökoenergie-Anhänger natürlich nicht gerne. Sie haben jetzt zurückgeschlagen und behaupten keck, dass die Stabilitätsprobleme des Netzes eine Folge des Klimawandels sei. Willkommen in Absurdistan! Netzwoche.ch am 5. September 2018:

Klimawandel führt zu mehr Netzausfällen
Der Klimawandel verursacht mehr Netzausfälle in Europa. Telkos und Internet-Provider hadern vor allem deswegen mit naturbedingten Netzstörungen, weil sie die längsten Ausfallzeiten nach sich ziehen.

Weiterlesen in der Netzwoche.ch

Zwei Tage zuvor hatte auch Heise über das Thema berichtet:

Europäische Sicherheitsagentur ENISA: Klimawandel verursacht mehr Netzausfälle
Extremwetterlagen verursachten 2017 fast ein Fünftel der Netzausfälle in Europa, heißt es im ENISA-Jahresbericht über Ausfälle in der Telekommunikationsbranche.

Weiterlesen bei Heise

Ok. Netz ist nicht gleich Netz. Hier geht es um Daten- und Handynetze, nicht um Stromnetze. Trotzdem eine schöne Retourkutsche.

Der Pariser Klimavertrag bringt alles in Ordnung. Alle ziehen an einem Strang, helfen sich gegenseitig wo sie nur können. Allerdings haben nur die Wenigsten in den Vertrag reingeschaut. Indien plant, seine CO2-Emissionen bis 2030 zu verdoppeln, was der Pariser Vertrag ausdrücklich erlaubt. Viele Industrienationen müssen ihren Ausstoß drastisch reduzieren, während Spätentwickler wie Indien und China noch einmal kräftig aufdrehen können. Wiederum andere Nationen sollen mit 100 Milliarden Dollar pro Jahr “klimatisch” unterstützt werden. Eine tolle Pariser Klimafreundschaft…

In China werden derzeit hunderte von neuen Kohlekraftwerken gebaut, wie Auswertungen von Satellitenbildern zeigen. Dort lachte man sich kräftig ins Fäustchen, als die Deutschen wieder einmal über Fledermauskolonien an Braunkohlegruben stritten. Wie soll es weitergehen in Deutschland. Atomkraft wird als zu unsicher angesehen, da jederzeit ein Tsunami die Anlagen schädigen könnte. Die Kohle soll weg, das Öl soll weg, und langfristig soll auch das Gas weg. Findige Aktivisten und Ökostromaktivisten haben die Lösung: Wir importieren einfach den Strom aus dem Ausland! Uns ist völlig egal, wie der produziert wurde, solange er unsere Ökostromlöcher füllt.

Außerdem haben wir ja auch ganz viel Holz. Das verbennen wir in den kalten Wintern einfach in unseren Pelletöfen. Wo die Pellets herkommen? Ist uns egal. Zur Not bestellen wir bei Amazon. Hauptsache immer genug Holz vor der Hütte. Wäre da nicht die quengelnde Princeton University, die am 12. September 2018 nörgelte, dass dadurch die Wälder kaputtgehen:

Europe’s policy to treat wood as low-carbon fuel poised to harm global forests

Europe’s decision to promote the use of wood as a “renewable fuel” will likely greatly increase Europe’s greenhouse gas emissions and cause severe harm to the world’s forests, according to a new comment paper published in Nature Communications.

European officials agreed on final language for a renewable energy directive earlier this summer that will almost double Europe’s use of renewable energy by 2030. Against the advice of 800 scientists, the directive now treats wood as a low-carbon fuel, meaning that whole trees or large portions of trees can be cut down deliberately to burn. Such uses go beyond papermaking wastes and other wood wastes, which have long been used for bioenergy.

The paper, co-authored by eight scientists from the United States and Europe, estimates that this bioenergy provision in the Renewable Energy Directive will lead to vast new cutting of the world’s forests. This is because additional wood equal to all of Europe’s existing wood harvests will be needed just to supply 5 percent of Europe’s energy.

The paper also estimates that using wood for energy will likely result in an increase of 10 to 15 percent in emissions from Europe’s energy use by 2050. This could occur by turning a 5 percent decrease in emissions required under the directive using solar energy or wind energy into a 5 to 10 percent increase by using wood.

Europe’s increased wood demand will require additional cutting in forests around the world, but the researchers explain the global impact is likely to be even greater by encouraging other countries to do the same. Already, tropical forest countries like Brazil and Indonesia have announced they, too, will try to reduce the effect of climate change by increasing their use of wood for bioenergy.

“Globally, if the world were to supply only an additional 2 percent of its energy from wood, it would need to double commercial wood harvests around the world with harsh effects on forests,” said study lead author Tim Searchinger, a research scholar at Princeton University’s Woodrow Wilson School of Public and International Affairs and a lecturer in the Princeton Environmental Institute.

Although wood is renewable, cutting down and burning wood for energy increases carbon in the atmosphere for decades to hundreds of years depending on a number of factors, the researchers explained. Bioenergy use in this form takes carbon that would otherwise remain stored in a forest and puts it into the atmosphere. Because of various inefficiencies in both the harvesting and burning process, the result is that far more carbon is emitted up smokestacks and into the air per kilowatt hour of electricity or heat than burning fossil fuels, the authors explained.

While regrowing trees can eventually reabsorb the carbon, they do so slowly and, for years, may not absorb more carbon than the original forests would have continued to absorb. This results in long periods of time before bioenergy pays off the “carbon debt” of burning wood compared to fossil fuels.

The paper also explains why the European directive’s sustainability conditions would have little consequence. Even if trees are cut down “sustainably,” that does not make the wood carbon free or low carbon because of added carbon in the atmosphere for such long periods of time.

The directive also misapplies accounting rules for bioenergy originally created for the U.N. Framework Convention Climate Change (UNFCCC). Under the rules of that treaty, countries that burn wood for energy can ignore emissions, but countries where the trees were chopped must count the carbon lost from the forest. Although this rule allows countries switching from coal to wood to ignore true emissions figures, it balances out global accounting, which is the sole purpose of those rules, and does not make bioenergy carbon free.

The system does not work for national energy laws, which will be required by the directive. If power plants have strong incentives to switch from coal to carbon-neutral wood, they will burn wood regardless of any real environmental consequences. Even if countries supplying the wood report emissions through UNFCCC, those emissions are not the power plants’ problem.

Finally, the paper highlights how the policy undermines years of efforts to save trees by recycling used paper instead of burning it for energy. Also, as the prices companies are required to pay for emitting carbon dioxide increases over time, the incorrect accounting of forest biomass Europe has adopted will make it more profitable to cut down trees to burn. 

The paper’s warning that the use of wood will likely increase global warming for decades to centuries was also expressed by the European Academies Science Advisory Council in a commentary released June 15.

The paper, “Europe’s renewable energy directive poised to harm global forests,” appeared online Sept. 12 in Nature Communications.

Statements by the study’s co-authors:

Tim Beringer, Humboldt-Universität zu Berlin
“The directive reverses the global strategy of trying to subsidize countries to protect their forests and their carbon. Instead of rewarding countries and landowners to preserve forests and the carbon they store, this directive encourages companies to pay them for the carbon in their forests, but only on the condition that they cut the trees down and ship them to Europe to be burned.” 

Bjart Holtsmark, Statistics Norway
“Although the directive encourages countries to harvest wood to burn, it does not require that they do. Countries should follow alternative strategies, focusing on solar in meeting European requirements for more renewable energy.”

Dan Kammen, University of California-Berkeley
“Compared with the vast majority of what counts as ‘bioenergy by harvesting wood,’ solar and wind have large advantages in land-use efficiency and lower and lower and lower costs. The focus on wood is not only counterproductive for climate change but unnecessary.” 

Eric Lambin, Stanford University and Université catholique de Louvain
“Treating wood as a carbon-neutral fuel is a simple policy decision with complex cascading effects on forest use, energy systems, wood trade and biodiversity worldwide. Clearly, many of these effects have not received due attention.”

Wolfgang Lucht, Potsdam Institute for Climate Impact Research and Humboldt-Universität zu Berlin
“It makes no sense at all to save trees through recycling and then turn around to burn them for energy. There is nothing green, renewable, or environmentally friendly about that. Global forests are not disposable. The European Union should wake up and limit the role of bioenergy in the transition to renewable energies.”

Peter Raven, Missouri Botanical Society
“Any increased demand for wood as fuel will have huge negative impacts on global biodiversity because many kinds of forests throughout the world, including the most biodiverse, will also end up being cut to satisfy the endless demand locally and to send to rich countries as they exhaust their own managed forests.”

Jean-Pascal van Ypersele, Université catholique de Louvain
“European citizens once more experienced the harsh effects of global warming this summer. In the name of reversing climate change, this counterproductive policy will increase deforestation and carbon emissions rather than contribute to decreasing them. More emissions will only make the summers even hotter for decades to centuries.”

 

Windkraft ja, aber bitte nicht in meinem Hintergarten

Windkraft ist klasse. Der Wind weht sowieso, wir müssen die kostenlose Energie nur einfangen und nutzen. Das Ganze aber bitte nicht in meinem Hintergarten, not in my backyard (NIMBY). Göttinger Tageblatt vom 6. September 2018:

Mehrere Regionskommunen klagen gegen Windräder
Barsinghausen, Pattensen, Springe und Wennigsen sind mit den von der Region vorgesehenen Flächen nicht einverstanden. Unter anderem gibt es Befürchtungen um das Grundwasser.

Weiterlesen im Göttinger Tageblatt

Am selben Tag erschien in der FAZ ein ähnlicher Beitrag:

Kampf gegen Windkraft : „Das ist eine scheußliche Belastung“

Zerstörte Landschaften, geschredderte Vögel, krank machender Lärm: Die Front gegen Windräder wird größer. Ein Projekt im Weserbergland zeigt das ganze Ausmaß der Kontroverse. Doch nicht nur dort brodelt es.

Dem Schlossherrn fehlt die Hoffnung. „Ich fühle mich alleingelassen und habe resigniert“, sagt Lippold von Klencke. Alle seine Bedenken seien von den Behörden abgetan worden. Auf dem Tisch vor ihm liegen Briefe, die er geschrieben hat. Ernsthaft befasst habe sich niemand mit seinen Argumenten. Auch die für den Denkmalschutz zuständigen Stellen hätten ihn nicht unterstützt. Und so hadert von Klencke mit dem, was kommen wird. Hinter einer bewaldeten Höhe werden gerade acht riesige Windkraftanlagen montiert. Jede hat eine Höhe von 217 Metern. Das Projekt sorgt auch aufgrund der speziellen Lage an einem…

Weiterlesen in der FAZ

Gute Nachrichten auf Umweltruf.de:

Kein Dauerblinken von Windenergieanlagen in der Süd-Uckermark / Brandenburg: Reduzierung der Phasen nächtlichen Blinkens um mehr als 90%

„Die Nacht in der südlichen Uckermark um Angermünde herum soll frei von dauerblinkenden Windenergieanlagen sein!“ Mit diesem Anspruch nimmt die brandenburgische Unternehmensgruppe Teut eine Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung (BNK) in die Planung ihrer jüngsten Windpark-Projekte nahe der Oder an der deutsch/polnischen Grenze auf und erklärt, dass der Vorsatz, Neue Energie möglichst emissionsarm zu erzeugen, auch die Lichtemission einbeziehen muss. Das Blinken der Hindernisbefeuerung ist nur dann erforderlich, wenn sich Flugobjekte dem überwachten Bereich rund um die Windenergieanlagen nähern. Folglich  gibt das BNK-System nur in diesem Fall das Signal zum Einschalten der nächtlichen Kennzeichnung. Das Ergebnis: eine Reduzierung der Phasen nächtlichen Blinkens um mehr als 90%. „Das ist ein bedeutender Aspekt für mehr Akzeptanz der Windenergie, und dafür machen wir uns als Unternehmensgruppe Teut stark“, so der zuständige Projektingenieur Christian Häfner.

Das Planungsunternehmen suchte bereits Ende 2015 Kontakt zu einschlägigen Unternehmen und fand in der Quantec Sensors einen Partner, der schon zu diesem Zeitpunkt, als BNK noch relativ neu für die Branche war, über eine enorme Kompetenztiefe verfügte. Zudem konnte Quantec als Pionier auf diesem Gebiet ein technisch ausgereiftes und AVV-konformes Detektions-System vorweisen, das alle Anerkennungsverfahren der Deutschen Flugsicherung bestanden hatte.

Weiterlesen auf Umweltruf.de

Die einstmals so enthusiastisch aufgebaute deutsche Windkraftindustrie geht langsam die Luft aus. Immer mehr Jobs gehen verloren, da die Branche in das kostengünstigere Ausland abwandert. Bloomberg am 6. September 2018:

Climate changed: Sunset for Jobs in Germany’s Wind Industry as Companies Shift Abroad
Turbine makers are shifting production closer to new markets, and industry groups are pressing Angela Merkel to act

For Heiner Kleen, Germany’s renewable energy revolution looks like it will end in redundancy.

After almost two decades building concrete towers for wind turbines at a unit of market leader Enercon GmbH on Germany’s North Sea coast, he will probably lose his job in the latest wave of cuts hitting the industry. The 40-year-old may join thousands of European engineers and workers that in the past few years have become victims of the globalization and maturing of a sector Germany led for decades.

Weiterlesen auf Bloomberg

 

Wolf im Schafspelz: Windparks und Fotovoltaikanlagen heizen die Klimaerwärmung an

Au weia. Neuesten Erkenntnissen zufolge, befeuern die vormals als Heilsbringer gefeierten Windparks und Fotovoltaikanlagen die Klimaerwärmung. Der Standard berichtete am 6. September 2018:

Windparks und große Fotovoltaikanlagen haben einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf die Umgebung, in der sie stehen – so viel war bisher schon bekannt. So lieferten etwa frühere Studien Hinweise darauf, dass sich derartige Ökostromkraftwerke auf lokale Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte auswirken können. Ob man dies gutheißen kann oder durch die Veränderungen regionale Schwierigkeiten zu erwarten sind, war bisher allerdings weitgehend unklar – eine Wissenslücke, die nach Meinung vieler Experten nicht unproblematisch ist: Immerhin tüftelt man rund um den Globus bereits an mehreren entsprechenden Megaprojekten.

Aber ganz so schnell gibt man die Anlagen dann doch nicht auf. Zwar heizen die Installationen die Atmosphäre auf, aber dafür bringen sie in der Sahara auch mehr Regen. Anders ausgedrückt: Zwar macht die Creme unschöne Pickel im Gesicht, dafür glänzt das Haar aber viel schöner:

Einen wichtigen Baustein zur Beantwortung dieser Fragen haben nun Forscher um Yan Li von der University of Illinois beigetragen. Ihre aktuelle Studie zeichnet erstmals ein detailliertes Bild davon, was massive Wind- und Solarinstallationen in einer Wüste wie der Sahara bewirken würden – und die positiven Effekte dürften tatsächlich überwiegen: Die Klimamodellierungen lassen lokal zwar auf leicht erhöhte Temperaturen schließen, gleichzeitig nehmen demnach aber auch die Niederschläge zu, was frisches Grün sprießen lässt, wo zuvor noch Ödland vorherrschte.

Weiterlesen im im Standard.

Bereits 2015 titelte Donnerwetter:

Immer weniger Wind durch immer mehr Windräder?

In Deutschland wird der Wind immer schwächer – mit erheblichen Auswirkungen. Meteorologen haben die ständig zunehmende Zahl von Windrädern als Ursache im Verdacht.

Durch Deutschland weht ein immer schwächerer Wind. Wurden beispielsweise in Osnabrück in den 1960er-Jahren noch im Jahresmittel Windgeschwindigkeiten von 3,7 Meter pro Sekunde gemessen, sind es inzwischen nur noch 3,2 m/s. Ein Rückgang von über 13 Prozent. An fast allen Wetterstationen im Binnenland, die die Meteorologen des Bonner Wetterdienstes Donnerwetter.de analysiert haben, sieht der Trend ähnlich aus. „An den meisten Orten hat die mittlere Windgeschwindigkeit sehr deutlich abgenommen“, berichtet Dr. Karsten Brandt. Und er hat einen Verdacht: „Wir glauben, dass die in den letzten 15 Jahren immer massiver ausgebauten Windkraftanlagen die Windgeschwindigkeit beeinflusst haben.“

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Pressemitteilung der University of Illinois at Urbana-Champaign vom 6. September 2018 (via Science Daily):

Large wind and solar farms in the Sahara would increase heat, rain, vegetation

Wind and solar farms are known to have local effects on heat, humidity and other factors that may be beneficial — or detrimental — to the regions in which they are situated. A new climate-modeling study finds that a massive wind and solar installation in the Sahara Desert and neighboring Sahel would increase local temperature, precipitation and vegetation. Overall, the researchers report, the effects would likely benefit the region.

The study, reported in the journal Science, is among the first to model the climate effects of wind and solar installations while taking into account how vegetation responds to changes in heat and precipitation, said lead author Yan Li, a postdoctoral researcher in natural resources and environmental sciences at the University of Illinois. “Previous modeling studies have shown that large-scale wind and solar farms can produce significant climate change at continental scales,” Li said. “But the lack of vegetation feedbacks could make the modeled climate impacts very different from their actual behavior.

The new study, co-led with Eugenia Kalnay and Safa Motesharrei at the University of Maryland, focused on the Sahara for several reasons, Li said. “We chose it because it is the largest desert in the world; it is sparsely inhabited; it is highly sensitive to land changes; and it is in Africa and close to Europe and the Middle East, all of which have large and growing energy demands,” he said. The wind and solar farms simulated in the study would cover more than 9 million square kilometers and generate, on average, about 3 terawatts and 79 terawatts of electrical power, respectively.

“In 2017, the global energy demand was only 18 terawatts, so this is obviously much more energy than is currently needed worldwide,” Li said. The model revealed that wind farms caused regional warming of near-surface air temperature, with greater changes in minimum temperatures than maximum temperatures. “The greater nighttime warming takes place because wind turbines can enhance the vertical mixing and bring down warmer air from above,” the authors wrote. Precipitation also increased as much as 0.25 millimeters per day on average in regions with wind farm installations.

“This was a doubling of precipitation over that seen in the control experiments,” Li said. In the Sahel, average rainfall increased 1.12 millimeters per day where wind farms were present. “This increase in precipitation, in turn, leads to an increase in vegetation cover, creating a positive feedback loop,” Li said.

Solar farms had a similar positive effect on temperature and precipitation, the team found. Unlike the wind farms, the solar arrays had very little effect on wind speed. “We found that the large-scale installation of solar and wind farms can bring more rainfall and promote vegetation growth in these regions,” Kalnay said. “The rainfall increase is a consequence of complex land-atmosphere interactions that occur because solar panels and wind turbines create rougher and darker land surfaces. “The increase in rainfall and vegetation, combined with clean electricity as a result of solar and wind energy, could help agriculture, economic development and social well-being in the Sahara, Sahel, Middle East and other nearby regions,” Motesharrei said.

Paper: Yan Li, Eugenia Kalnay, Safa Motesharrei, Jorge Rivas, Fred Kucharski, Daniel Kirk-Davidoff, Eviatar Bach, Ning Zeng. Climate model shows large-scale wind and solar farms in the Sahara increase rain and vegetation. Science, 2018; 361 (6406): 1019 DOI: 10.1126/science.aar5629

Mit zweierlei Maß messen, ein psychologisches Phänomen, dem auch Ökoaktivisten verfallen sind. Bäume an einer industriellen Braunkohlegrube sind unbedings schützenswert, während man die Bäume auf einsamen Bergrücken gerne für den Bau von Windkraftanlagen opfert. Die ruheliebende Fledermaus im Braunkohlewald wird lautlärmend mit 10.000 Demonstranten zu schützen gesucht, während man hohe Vogel-Opferzahlen an Windkraftanlagen als notwendiges Übel durchwinkt. Bernd Matthies ist der Sache im Tagesspiegel am 15. September 2018 nachgegangen:

Die einen und die anderen Bäume
Jeder Baum, der im Hambacher Forst gefällt wird, tut weh. Andererseits fällt jährlich deutlich mehr, um Platz für Windkraftanlagen zu machen. [...] Die mehrheitliche Meinung im Land scheint ziemlich eindeutig: Wer da gegen die eindeutige Rechtslage anrennt, tut das quasi, um die Welt zu retten, da darf man nicht so zimperlich sein in Sachen Gewalt. Andererseits fällt in Deutschland jedes Jahr nach überschlägigen Schätzungen deutlich mehr als ein Hambacher Forst, um im Wald Platz für Windkraftanlagen zu machen, und kein Mensch wirft deshalb mit Fäkalien und Steinen oder verbarrikadiert sich in Baumhäusern; allenfalls tritt mal ein Gemeinderat zurück. Und während sich die Hambacher Aktivisten erbost vor jedes geschützte Insekt stellen und die rare Bechsteinfledermaus – vorher nie gehört – zum Symbol ihres Kampfes erheben, lassen sie die zahllosen bekannteren Vögel, die von den Windkraftanlagen getötet werden, links liegen; die sterben für den gerade mal höheren Zweck, das ist halt Pech für sie, Kollateralschaden der Energiewende. [...]

Ganzen Kommentar im Tagesspiegel lesen.

Pressemitteilung der Deutschen Wildtierstiftung vom 12. September 2018:

Die schwarz-grüne Axt am Märchenwald
Deutsche Wildtier Stiftung: Rettet die Wälder in Hessen vor der Windkraft

Es war einmal: Die Gebrüder Grimm schickten Rotkäppchen und Hänsel & Gretel in den Deutschen Wald und machten Hessen damit weltbekannt. Doch die Jahre vergingen. Heute legt die Landesregierung ihre schwarz-grüne Axt an die Märchenwälder Hessens, um mit viel Wind den Wald in Energie zu verzaubern…

Das ist keine Märchenstunde! Gegenwärtig wird von Seiten des Landes mit einer Zielgröße von 2.300 bis 2.800 Anlagen auf den hessischen Windvorrangflächen, von denen etwa 80 Prozent im Wald stehen, gerechnet. So steht es in einem Faktenpapier der Landesregierung. Man geht von einer “verfügbaren Waldfläche von 550.000 bis 600.000 Hektar” aus.

“Windkraftanlagen auf die Höhenzüge deutscher Mittelgebirge zu bauen, bedeutet nicht nur Rodung von Bäumen. Intakte Ökosysteme werden zerschnitten, Böden versiegelt und Fundamente errichtet, um Windfabriken von der Höhe des Kölner Doms in den Wald zu stellen”, sagt Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. “Der Verlust gewachsener Wälder für die Wildtiere ist unersetzbar.”

In Hessen können die Bürger längst nicht mehr ruhig schlafen. Sie kämpfen in rund 200 Bürgerinitiativen um ihre Wälder, die als Naherholungsgebiete der Allgemeinheit gehören. Doch in Hessen sollen bis 2019 insgesamt 25 Prozent des Stromverbrauchs mithilfe von Erneuerbaren Energien erzeugt werden. Das geht nur mit einem weiteren gigantischen Ausbau der Windkraft. “Bereits in den vergangenen zwei Jahren wurden von zehn genehmigten Windenergieanlagen neun im Wald gebaut”, kritisiert Prof. Vahrenholt. Der Wald und seine Tierwelt dürfen nicht zum Opfer der Energiewende werden. Im Bundesvergleich steht das kleine Bundesland bei der Windkraft im Wald mit 372 Windenergieanlagen hinter Rheinland-Pfalz (424 WEA) auf Platz zwei.

Sehen Sie hier den Windkraft-Filmspot der Deutschen Wildtier Stiftung, der ab 13. September in den hessischen Kinos läuft: https://youtu.be/ODFeuXZNifg

 

 

Niederländischer Filmemacher erhielt wegen klimakritischem Film anonyme Drohungen

Kürzlich erhielten wir Leserpost:

Guten Tag,

Im Zusammenhang mit Ihrem Blogartikel “Warme 1940er Jahre ließen Wein in Portugal früher reifen als heute” möchte ich auf einen Öko-Winzer und seinen Bericht über die diesjährige Weinlese aufmerksam machen. Seine Zufriedenheit über das diesjährige Wetter (zu heiß, zu trocken), müsste eigentlich jeden davon überzeugen, dass unsere derzeitige Witterung (für alle) besser ist, als während der kleinen Eiszeit vor nunmehr etwa 150 Jahren, die ja gern von den Klimafolgenforschern als Bezugspunkt für die Klimaerwärmung genommen und ausgeschlachtet wird. Mein Fazit: Ich freue mich auf den diesjährigen Riesling von der Mosel.
Mit freundlichen Grüßen

Schauen wir doch mal auf die Webseite des besagten Winzers:

Weinernte 2018: Winzerwunschwetter
[...] So warm, dass die mitgenommenen Gummibärchen für die Frühstückspause zu schmelzen beginnen und eine einheitliche Masse werden. Bisher haben wir noch nie eine solche Weinernte erlebt. Es herrscht bester Altweibersommer ohne jeglichen Regen, morgendlich angenehme, kühle Temperaturen und mittags hat, hitzebedingt, fast keiner Lust zum Arbeiten. Die Rieslingtrauben erfreuen sich noch nie da gewesener Gesundheit, dazu beste Qualität und es ist auch die bisher größte Weinernte, die wir ernten durften.

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Sie erinnern sich vielleicht an die letztjährige (2017) Doku Der Bauer und sein Klima. Dem Filmemacher Marijn Poels verweigerte das PIK damals ein Interview, weil man seine kritische und hinterfragende Art nicht schätzte. Im Dezember 2017 gab Poels ein hochinteressantes Interview, in dem er über die unerwartete Medienreaktion auf seinen Film sprach. Die Mainstream-Medien schwiegen beharrlich zum Film, während Poels von Aktivisten sogar anonyme Drohungen erhielt.

 

 

Siehe auch: Neuer Film von Marijn Poels: Weshalb Häretiker in einer freiheitlichen Gesellschaft dringend gebraucht werden

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Das Kalte-Sonne-Blog ist auch eine Art Nachschlagewerk, wenn man für Diskussionen Fakten braucht. Die thematische Übersicht zu den Blogartikeln wurde jetzt auf den neuesten Stand gebracht und kann auf www.klimaargumente.de eingesehen werden. Wer sich zum Klimawandel in Deutschland informieren möchte, kann dies auf www.klimawandel-in-deutschland.de tun.