Offener Brief an alle, die für “das Klima” marschieren

Von Brian Dingwall

Hallo Kinder,

Viele von euch werden freitags wieder marschieren und für eine Sache demonstrieren, die ihr für sehr wichtig haltet.
Vor vielen Jahren war ich auch jung, gut informiert und absolut davon überzeugt, dass ich genug wusste, um gute Entscheidungen für die Zukunft der Welt treffen zu können, und ich konnte nicht verstehen, wie begriffsstutzig all die Alten waren, wie sie nicht das wussten, was ich gerade gelernt hatte.

Die Malthusianische Wirtschaft trieb die meisten von uns vor sich her, der Club of Rome hatte darüber berichtet, und in der Rückschau muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich 1975 für die Values Party* stimmte … Ich wollte eine bessere Welt, ich wusste, dass die Ressourcen kurz vor der Erschöpfung standen, der Bevölkerungszuwachs war außer Kontrolle, und wir verschmutzten unseren einzigen Planeten. Es war, so dachte ich, Zeit für die Änderung, nach der man sich so verzweifelt sehnte. [*Values Party: Sie war eine politische Partei in Neuseeland. Sie wird heute als die erste Umweltpartei auf nationaler Ebene der Welt angesehen, welche den Terminus „grün“ erstmals als politische Wegmarke verwendete. Quelle. Anm. d. Übers.]. Die Values Party scheiterte bei der Wahl, zu unserer Überraschung gingen die Ressourcen nicht zur Neige, Simon gewann seine Wetter mit dem Katastrophisten Ehrlich; mit dem steigenden Wohlstand der Länder begannen diese, ihre Umwelt aufzuräumen, vor allem Wasser, Ackerland und die Luft.

China ist inzwischen wohlhabend genug, genau das gleiche jetzt auch zu tun womit das Land in die Fußstapfen von Japan, Taiwan und Korea tritt. Wir werden mit Sicherheit nie mehr die berüchtigten schäumenden Flüsse des industrialisierten Japans sehen. Ökonomen verstehen heute, dass die ultimative Ressource, nämlich die menschliche Vorstellungskraft, niemals zur Neige gehen wird. Genauso dürfte es mit Klimawandel sein. Ich dränge euch, niemals euren Skeptizismus aufzugeben. Für einen kritischen Verstand ist dieser nämlich das wichtigste Kapital. Seid in der Lage, genau zu benennen, nach welchen Belegen ihr eure Meinung gebildet habt. Meinungen jedoch sind keine Belege. Konsens ist kein Beweis. Im Verlauf der Historie der Welt gab es oftmals Konsens, aber viele davon haben sich als falsch erwiesen. Ich habe nichts gegen Konsens, man muss mich nur von einem solchen überzeugen.

Mein Hintergrund ist die Wissenschaft mit einem Oberflächenwissen in Ökonomie und Statistik, und ich verstehe ziemlich gut, was mit einem katastrophalen Klimawandel gemeint ist. Das ist aber alles nicht überzeugend. Gleiches gilt für viele absolut qualifizierte Experten in vielen Bereichen, darunter sogar Nobelpreisträger. Ich empfehle euch dringend herauszufinden, wer diese sind und warum sie so reserviert sind. Es gibt zwei Seiten in dieser Debatte, aber nur eine davon ist üppig mit Ressourcen ausgestattet, weshalb ihr euch etwas mehr anstrengen müsst, die Argumente skeptischer Wissenschaftler in Erfahrung zu bringen.

Eine der großen Tragödien des gesamten Themas ist, dass es seit dem Jahr 1990 für Wissenschaftler sehr schwierig ist, von Regierungen Geld zur Erforschung des natürlichen Klimawandels zu bekommen, aber wir können sicher sein, dass die Kräfte, die in der Vergangenheit große Klimaveränderungen ausgelöst haben, immer noch wirken, und das vermutlich sehr viel stärker als jene, die von CO2 ausgelöst waren.

Für heute empfehle ich euch, einmal gründlich über Folgendes nachzudenken: Alles heute freigesetzte CO2 wird einfach der Atmosphäre wieder zugeführt, aus der es einst gekommen war. Es steht damit wieder der Biosphäre zur Verfügung, deren Aufblühen wir schon jetzt erkennen können. Die globalen Temperaturen sind seit der Kleinen Eiszeit gestiegen (etwa 0,7°C während der letzten 100 Jahre). Das tun sie vielleicht auch weiterhin, aber bestimmt nicht einmal ansatzweise mit einer Rate, die von den Klimamodellen prophezeit wird.

Wir leben vom Äquator bis (fast) zu den Polen und sind folglich anpassungsfähig, und wir werden uns auch an geringe Temperaturveränderungen anpassen, was wir auch während der Vergangenheit getan haben, sowohl in Klima-Optima als auch in Kleinen Eiszeiten. Ein größerer Teil der Landoberfläche der Erde ist zu kalt, um dort zu siedeln oder Landwirtschaft zu betreiben. Daher dürfte eine gewisse Erwärmung der nördlichen Gebiete von Kanada und Russland sehr willkommen sein, nur mal als Beispiel.

Hier in Neuseeland erzeugen wir Nahrungsmittel für die Welt mit einem der, wenn nicht dem kleinsten „Kohlenstoff-Fußabdruck“ weltweit. Solltet ihr tatsächlich Erfolg haben mit der Zerschlagung dieser Industrie, wird sich die Erzeugung anderswohin verlagern, mit höheren Kohlenstoff-Kosten … darum wird die von euch vermeintlich ausgemachte Verbesserung hinsichtlich der Emissionen von Neuseeland mehr als aufgewogen durch zusätzliche Emissionen anderswo … wir steigern das Problem anstatt es abzuschwächen.

Es ist auch sehr wichtig, dass jeder von euch versteht, dass man für jedes komplexe Problem immer eine ganze Bandbreite möglicher Entscheidungen betrachten muss. Wissen wir um alle Vorteile, welche der Verbrauch fossiler Treibstoffe mit sich bringt? Wie viele dieser Vorteile sind wir zu opfern gewillt? Wie würde eine Welt mit geringerem Verbrauch fossiler Treibstoffe eurer Ansicht nach aussehen? (Hinweis: ich glaube nicht, dass ihr eine solche Welt gerne haben wollt).

Habt ihr etwas über den „moralischen Aspekt fossiler Treibstoffe“ gehört oder sogar davon gelesen, und versteht ihr das Ausmaß, mit welchem diese die Welt ernähren und kleiden, uns mit unseren Werkzeugen versorgen und uns unsere Freizeit ermöglichen? Oder wie sehr sie unsere elektrischen Werkzeuge und Geräte mit Energie versorgen oder uns heute unsere Reisemöglichkeiten verschaffen? Ihr seid einfach nicht informiert, wenn ihr euch nur einer Seite der Debatte zuwendet. Zufälligerweise glaube ich an freie Märkte, an die Ökonomie, wie sie von Mises, Hayek, Friedman, Simon und McCloskey gelehrt wird, aber ich habe auch Karl Marx gelesen sowie verschiedene Werke kollektivistischer Ökonomen. Ihr müsst euch vertraut machen damit, was alle Meinungsführer sagen und warum.

Also trachtet danach, auch die Argumente von Curry, Lewis, Christy, Soon, Baliunas kennenzulernen – sie werden euch zu einer ganzen Palette von „counter-consensus“ führen, die ihr genau wie ich vielleicht viel überzeugender findet als die orthodoxe Klima-Kirche. Ich persönlich musste zur Kenntnis nehmen, dass das, was ich in eurem Alter zu wissen glaubte (natürlich viel mehr als meine Eltern) nicht immer richtig war … heute gekleidet in das Wort „es geht nicht darum, was wir nicht wissen, es geht um das, was wir sicher zu wissen glauben, das aber einfach so nicht ist“. Wir glaubten einst an Blutegel, Aderlässe, dass Hände waschen unwichtig war, dass Kontinente nicht driften, dass Stress Magengeschwüre hervorruft, eine tägliche Dosis Aspirin uns gut tut und dass immer eine drohende Katastrophe am Horizont erkennbar ist, die sich niemals materialisiert hat.

Die Frage lautet, ob das, was wir sicher zu wissen glauben, hier im Einzelnen, dass der Klimawandel, um den ihr euch solche Sorgen macht, vom Menschen verursacht ist, messbare und substantielle Auswirkungen haben wird und real ist. Welcher Klimawandel wäre noch natürlich? Werden wir in der Zukunft zurückschauen und denken „Was haben wir da geglaubt“? Haben wir in unsere Modelle korrekt eingehen lassen: die Auswirkungen kurz- und langfristiger natürlicher ozeanischer Zyklen, die Auswirkungen kosmischer Strahlung auf Wolkenbildung, Sonne und Sonnenflecken und alles – falls es das noch gibt – was wir nicht wissen? Bekommen wir die Ausgangsbedingungen korrekt hin?

Untersucht immer eingehend die Logik des Falles … wir haben nur eine Welt, so dass alles, was wir tun können, die Konstruktion von Klimamodellen ist und abzuwarten, ob die Natur bestätigt, dass unsere Modelle eine gute Approximation unserer realen Welt und damit in der Lage sind, zukünftige Klimata zu projizieren … und falls Klima ein 30-jähriges Mittel all unserer globalen „Wetter“-Phänomene ist, dann müssen wir vermutlich mindestens zweimal einen Zeitraum von 30 Jahren abwarten, um die Modelle über 100 Jahre validieren zu können. Bislang haben sich alle Projektionen und Prophezeiungen als vollkommen falsch erwiesen. Das Polareis ist stabil, der Manhattan-Freeway steht nicht unter Wasser, der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich nicht und Schnee ist alles andere als ein „Ding der Vergangenheit“. Ein Klimawissenschaftler und Hüter der Satelliten-Aufzeichnungen drückt es ironisch so aus: „Alle Modelle sind sich darin einig, dass die Beobachtungen falsch sind“.

Und die Ökonomie spielt nicht mit, wie der Nobelpreisträger Nordhaus lehrt. Die Kosten zur Abschwächung sind eine Größenordnung höher als die Kosten des Problems, so dass die Behandlung viel schlimmer ist als die Krankheit selbst. Glaubt mir oder irgendjemandem anders nichts! Lest selbst, geht an die Quellen. Traut keinem Wissenschaftler, der einen prüfenden Wissenschaftler „Leugner“ nennt. Versteht, dass eine begutachtete Studie oftmals mehr ist als nur die Eröffnungsseite einer Kette von Ereignissen, die eine wissenschaftliche Wahrheit klarmachen können – oder auch nicht.

Seid extrem zurückhaltend hinsichtlich jedweder Theorie, wo allgemein anerkannte Fakten (historische Temperaturverläufe sowie Lage und Anzahl der Thermometer) regelmäßig verändert werden, damit sie zum Narrativ passen. Und schließlich: genießt den Tag, seid ihr selbst, vertraut eurem eigenen Urteil, lest alles und hinterfragt die Daten und die Motive der Haupt-Akteure. Es gibt eine (sehr geringe) Wahrscheinlichkeit, dass ihr recht habt, aber selbst wenn das so wäre – vertraut dem menschlichen Einfallsreichtum, jener fabelhaften Einrichtung, mit der wir nicht nur unser Überleben in der uns bekannten Welt sichern, sondern mit der wir auch eine sogar noch bessere Welt schaffen können … wir werden nicht wieder in Zeiten abtauchen, in denen wir mit unserem Vieh auf schmutzigen Böden mit nackten Wänden gewohnt haben! So wie es die Menschheit die meiste Zeit auf der Erde machen musste…

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Zuerst im englischen Original auf whaleoil.co.nz erschienen. Die deutsche Übersetzung wurde von Chris Frey angefertigt und erschien zuerst auf EIKE.

 

Haben Sie schon Ihren Streikschein gemacht?

Die EarthWindMap hat jetzt eine neue Kalender- bzw. Archiv-Funktion, die bis 2013 zurückreicht. Ein Leser schrieb uns:

Am 24. Dezember 2018 machte ich eine bemerkenswerte Entdeckung: Auf Projektion A, 10 hPa, halbkreisförmig um Nordpol gab es eine starke Erwärmung bis auf über 12 Grad plus – gleichzeitig gegenüberliegend auf RH eine “WasserBlase” mit fast 100% – dank ARCHIV jetzt jederzeit anzuschauen – wer kennt sich evtl. damit aus?

Sachdienliche Hinweise bitte an unsere Kontaktadresse.

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Über Klima-Greta wird viel geschrieben. Zusammen mit ihren Lenkern im Hintergrund, ist sie die geistige Anführerin einer Schüler-Klimarebellion, die sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie fast vollständig ohne wissenschaftliche Diskussionen auskommt. Wozu braucht man eine abgeschlossene Schulausbildung oder gar ein Studium oder gar eine Promotion im Bereich der Naturwissenschaften, wenn man auch ohne großartige Grundkenntnisse die Klimaapokalypse bejammern kann. Der Klimaalarm hat in den jungen Hirnen sehr gut gefruchtet. Bekannte Klimaalarmisten sind umgehend auf den Zug aufgesprungen und instrumentalisieren die Bewegung für ihre Zwecke. Dumpfe Erinnerungen an vergangene Zeit werden wach, als die Jugend in Uniformen gesteckt wurde, deren Farbe sich nach der jeweils herrschenden Regierung richtete.

Einen Klimastreik hat es auch kürzlich im Südwesten Europas im portugiesischen Lissabon gegeben. Greta konnte nicht mit dabei sein, denn sie hätte mehrere Tage mit dem Zug anreisen müssen. Es hat auch Vorteile, so weit von Schweden entfernt zu leben. Die Schüler nahmen sich an dem Freitag frei, nachdem die Lehrer ihnen versichert hatten, dass die Aktion keine negativen Folgen für sie haben würde. Im Gegenteil, die Unternehmung wurde unterstützt, da Protest auch Teil des Erwachsenwerdens ist. Das stimmt auch. Erinnerungen an das Studium  werden wach. Damals scherzten wir, dass man neben den Scheinen von Mathematik und Physik auch unbedingt einen “Streikschein” erwerben müsste. Das gehöre einfach dazu. Es kam dann zu einer großen Demo, bei der auch kurzfristig Gleise einer ICE-Strecke blockiert wurden. Gegen was die Demo war, ist dem Schreiber nicht mehr bekannt. Aber der Streikschein war auf jeden Fall bestanden.

Insofern sollten wir alle etwas nachsichtig mit den Schülern sein. Sie werden in der Schule in Sachen Klimawandel indoktriniert. Vom wissenschaftlichen Mainstream abweichende Meinungen werden ignoriert. Wie in vielen Städten gab es in der ersten Reihe der Klimastreik-Demo einige Überzeugte. Danach schlenderte eine große Masse an Schülern, die wohl lediglich den “Streikschein” machen wollten. Die ganz Schlauen gaben vor, zur Demo zu gehen, begaben sich aber in Wahrheit direkt auf den Weg nach Hause, wo die Playstation wartete.

Es ist gar nicht so einfach, Klimaikone zu sein. Das hat jetzt auch Greta erfahren. Sie kommt aus Schweden, das mithilfe der Atomkraft seinen CO2-Ausstoß kräftig senken konnte. Unvorsichtig brachte Greta in einem Facebook-Post diese Option auch für andere Länder ins Spiel. Daraufhin ergoss sich ein Shitstorm über sie. Wie könne sie denn nur dieses Teufelszeug propagieren. Schnell reagierte ihr Pressesprecher (!) und der Beitrag wurde geändert. Greta persönlich mag gar keine Atomkraft, das wäre ja nur eine blöde Idee des IPCC gewesen. Was viele verdrängen: Selbst einige Hardcore-Aktivisten wie James Hansen (lang nichts mehr von ihm gehört) propagieren Atomkraft als Lösung der Klimakatastrophe.

Das Schweizer Pendler-Gratis-Blatt “20 Minuten” brachte am 16. März 2019 den folgenden Artikel von Rolf Maag, der gut zum Thema passt:

Warum glaubt man den Untergangspropheten?

Sektenführer finden trotz falscher Prophezeiungen immer wieder Anhänger. Dahinter steckt ein verbreiteter psychischer Mechanismus.

Es war 1998, als die kürzlich verstorbene Uriella vor einer Fülle katastrophaler Ereignisse warnte: vor einem kurz bevorstehenden Börsencrash, einer mehrere Hundert Meter hohen Flutwelle und dem Einmarsch der Russen in Deutschland. Die Mitglieder ihrer Sekte Fiat Lux würden von Raumschiffen vorübergehend in Sicherheit gebracht. Damit trat sie in die Fussstapfen von Paul Kuhn, dem Oberhaupt der St. Michaelsvereinigung, der in Dozwil TG predigte. Er hatte schon für den 8. Mai 1988 nichts weniger als den Weltuntergang angekündigt.

Weiterlesen auf 20 Minuten

 

Klimawandel weniger dramatisch als befürchtet: IPCC erhöht verbleibendes CO2-Budget drastisch

Kennen Sie das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH? Dies ist eine gemeinsame Gründung des PIK zusammen mit der Stiftung Mercator. Ziel ist es, die Dekarbonisierung der Gesellschaft voranzutreiben. Am 8. November 2018 gab das MCC eine Pressemitteilung zum verbleibenden CO2-Budget bis zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels heraus:

CO2-Uhr des MCC auf neusten Stand gebracht

Mehr Wege zum 1,5-Grad-Ziel möglich als angenommen – Budget bleibt aber sehr knapp

Im Einklang mit dem jüngsten Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) über 1,5 Grad Celsius globale Erwärmung hat das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) seine CO2-Uhr auf den neusten Stand gebracht. Demnach können gerade einmal noch knapp 420 Gigatonnen (Gt) CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden, um das 1,5-Grad-Ziel nicht zu verfehlen. Da die Welt jedoch jedes Jahr circa 42 Gt an CO2 ausstößt – rechnerisch entspricht dies 1332 Tonnen pro Sekunde – dürfte dieses Budget in gut neun Jahren aufgebraucht sein. Das Budget von circa 1070 Gt für das Zwei-Grad-Ziel wird in etwa 26 Jahren erschöpft sein.

Die CO2-Uhr des MCC bildet damit den neuen allgemein wissenschaftlich anerkannten Stand der Forschung ab. Kurz vor der Veröffentlichung des IPCC-Sonderberichts war die Uhr, die das noch verfügbare Budget rückwärts herunterzählt, eigentlich abgelaufen. Das Update schließt jetzt jedoch unter anderem die neuen Abschätzungen über die bisher erfolgte Erwärmung mit ein und beruht auf einer breiteren Datenbasis, die nun auch Beobachtungen umfasst. Beim Klimaabkommen von Paris haben alle Staaten weltweit das Ziel beschlossen, die Erderwärmung im globalen Mittel auf deutlich unter 2 Grad Celsius (möglichst 1,5°C) im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

„Bei dem weiterhin äußerst begrenzten CO2-Budget werden der Welt gerade einmal einige wenige Jahre mehr für effektiven globalen Klimaschutz eingeräumt“, sagt MCC-Direktor Ottmar Edenhofer. „Klimapolitisch haben wir gerade ein verlorenes Jahrzehnt hinter uns, in dem die globalen Emissionen trotz aller im Paris-Abkommen gemachten Zusagen sogar wieder gestiegen sind. Der IPCC zeigt, dass es noch mehr Wege zum 1,5-Grad-Ziel gibt als angenommen. Doch diese Handlungsspielräume werden von der Politik kontinuierlich verspielt.“

Die Idee des CO2-Budgets fußt auf einem nahezu linearen Zusammenhang zwischen den kumulativen Emissionen einerseits und dem Temperaturanstieg andererseits. Aus dem Ablaufen des verfügbaren CO2-Budgets zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels lässt sich indes nicht ableiten, dass sich die Erde dann um 1,5 Grad erwärmt hätte. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Reaktion der Emissionen auf die Temperatur erst später sichtbar wird als beim reinen Blick auf die Konzentration der Emissionen in der Atmosphäre. 

Mit der Aktualisierung der CO2-Uhr des MCC auf Grundlage des IPCC-Sonderberichts geht zugleich eine technische Veränderung einher: Bisher hatte der Weltklimarat die Größe des Budgets in Form von einer geringeren (33 prozentigen), einer mittleren (50 prozentigen) und einer hohen Wahrscheinlichkeit (66 prozentigen) abgebildet. Im Lichte der neuen Erkenntnisse sprechen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun davon, dass das errechnete Budget von 420 Gt für das 1,5-Grad-Ziel mit 66 Prozent der untersuchten Szenarien erreichbar ist. Damit werden Unsicherheiten verlagert: Weg von der Wahrscheinlichkeit, das Temperaturziel einzuhalten – und hin zu der Wahrscheinlichkeit, dass die Modelle das Ziel einhalten. Zudem bleiben Unsicherheitsfaktoren bestehen, die sich unter anderem aus unterschiedlichen Definitionen des 1,5°C-Ziels, unterschiedlichen Annahmen über die Klimasensitivität und den Grad der bisherigen Erwärmung sowie der zukünftigen Entwicklung anderer Treibhausgase ergeben.

„Es liegt in der Natur der Sache, dass auch unsere CO2-Uhr weiterhin mit Unsicherheiten behaftet ist. Doch  den nötigen politischen Handlungsdruck, zeigt sie glasklar: Bis 2050 muss die Weltwirtschaft komplett CO2-frei sein“, sagt MCC-Generalsekretärin Brigitte Knopf. „Durch den Weltklimarat wissen wir jetzt noch genauer, wie groß die Notwendigkeit ist, den CO2-Ausstoß drastisch zu reduzieren.“

Hier finden Sie die aktualisierte CO2-Uhr.

Eine ungewöhnliche Pressemitteilung. Zum einen baut sie weiter politischen Druck auf, zum anderen räumt sie unumwunden ein, dass man jahrelang viel zu pessimistisch war, dass es noch sehr viele Unsicherheiten gibt. Weder die CO2-Klimasensitivität, noch der bisherige Erwärmungsverlauf sind ausreichend genau bekannt. Eigentlich eine ziemlich peinliche Angelegenheit, denn die “CO2-Uhr” war bereits angelaufen. Das letzte Klimastündchen hatte geschlagen, bzw. hätte schlagen sollen.

Der IPCC hatte eigentlich gar keine andere Wahl, als die Uhr schnell wieder zurückdrehen, um die Klimaspannung aufrechtzuhalten. Fakt ist: Die ursprüngliche Warnung entpuppte sich als falsch. Die Lösung: Man präsentiert einfach eine neue Prognose. Es wird interessant werden, wenn die Uhr in ein paar Jahren wieder abgelaufen sein wird und sich die Temperaturen wieder nicht an die Prognosen gehalten haben. Die Glaubwürdigkeit des Narrativs der Klimakatastrophe steht auf dem Spiel.

Eine ehrlichere Überschrift der MCC-Pressemitteilung wäre gewesen:

Klimawandel weniger dramatisch als befürchtet: IPCC erhöht verbleibendes CO2-Budget drastisch

 

 

Fragwürdige Temperaturdaten stellen Ergebnisse einer Insektenalarmstudie in Frage

Eine typische Alarmgeschichte: Die Insekten sterben, weil es immer heißer wird! Lister & Garcia 2018 in PNAS:

Climate-driven declines in arthropod abundance restructure a rainforest food web
A number of studies indicate that tropical arthropods should be particularly vulnerable to climate warming. If these predictions are realized, climate warming may have a more profound impact on the functioning and diversity of tropical forests than currently anticipated. Although arthropods comprise over two-thirds of terrestrial species, information on their abundance and extinction rates in tropical habitats is severely limited. Here we analyze data on arthropod and insectivore abundances taken between 1976 and 2012 at two midelevation habitats in Puerto Rico’s Luquillo rainforest. During this time, mean maximum temperatures have risen by 2.0 °C. Using the same study area and methods employed by Lister in the 1970s, we discovered that the dry weight biomass of arthropods captured in sweep samples had declined 4 to 8 times, and 30 to 60 times in sticky traps. Analysis of long-term data on canopy arthropods and walking sticks taken as part of the Luquillo Long-Term Ecological Research program revealed sustained declines in abundance over two decades, as well as negative regressions of abundance on mean maximum temperatures. We also document parallel decreases in Luquillo’s insectivorous lizards, frogs, and birds. While El Niño/Southern Oscillation influences the abundance of forest arthropods, climate warming is the major driver of reductions in arthropod abundance, indirectly precipitating a bottom-up trophic cascade and consequent collapse of the forest food web.

Siehe auch Bericht in der Washington Post. Passt alles bestens ins klimaalarmistische Konzept. Leider scheint die Studie komplett danebenzuliegen. Auf WUWT zeigte Bob Vislocky, dass die maximalen Temperaturen im puertoricanischen Studiengebiet wohl gar nicht angestiegen sind:

The problem is that the data from those two stations should never have ever been used in this research study. For example, Bisley only started reporting in 1994, which means that the temperature record only covered the second half of the 38-year time period used to study the insects. Unless the authors had temperature data going back to the start of their study period in 1976 how in the world can they claim that the insect decline from their first expedition in 1976-77 to the second one in 2012-13 was due to climate change?

The situation for the observing station in El Verde is outright comical. This station has had a checkered history beginning with its odd choice of thermometer location (on top of a concrete roof). Roughly 25% of the data between 1976 and 2013 is reported as missing with no values provided. From 1976-1978 and 1987-1989 the daily observations were not real, but rather long-term average values were substituted. Moreover, prior to 1992 many of the max temperature observations were extrapolated from surrounding locations. Additionally, from 1989-1992 the temperatures reported were often that of the current reading at observation time instead of the maximum temperature, so adjustments had to be applied to correct those values. To top all of that there were instrument issues cited in the early 1990s that prompted replacement of the thermometer in September of 1992. The amount of corrupt data was so extensive prior to 1992 that the caretakers of the data set specifically state that this data is suspect and not valuable for interpreting long-term trends as it would pollute the later data record after 1992. Here are the links to the historical El Verde max temperature spreadsheets and more importantly the description of the data where the issues regarding the data sets are exposed.

https://luq.lter.network/data/luqmetadata181

https://luq.lter.network/data/luqmetadata16

But wait, there’s more! After the instrument change in September 1992, recorded maximum temperatures increased substantially at the station! As a result, a correction factor was applied to the data beginning in September of 1992 to make it compatible to previous data record; however the exact nature of the correction was not documented. Unfortunately, the correction factor ceased to be applied starting in 1997, so who knows what impact this had on the temperature trend. Lastly, even after the instrument change in 1992, over 35% of the daily readings are still reported as missing.

Ganzen Beitrag auf WUWT lesen

 

Sind die Wetterstationen auf Spitzbergen richtig geeicht?

Von Bruno Hublitz

Bei dem physikalischen Kolloquium an der FAU in Erlangen am 09. Januar 2019 erläuterte der ARD-Wettermoderator Karsten Schwanke wie und warum sich der Jetstream abschwächt. Auszug aus seinem Vortrag, der hier mitverfolgt werden kann:

“…….d. h., wenn wir sagen, dieser sehr trockene, sehr lange und vor allem sehr lange Sommer den wir in diesem Jahr hatten, der hatte mit der Abschwächung des Jetstreams zu tun.   …….

….. Und warum wird nun dieser Jetstream deutlich schwächer, und warum wird er vor allem noch schneller sich abschwächen als wir es bisher gedacht haben? Das hat mit der Klimaerwärmung zu tun. In den letzten Jahrzehnten, in etwa seit den 70-er und 80-er-Jahren hat sich die Erde komplett unterschiedlich erwärmt!

Ich war für eine ARTE-Reportage im Frühjahr auf Spitzbergen. Dort gibt es verschiedene Wetterstationen. Die messen das Wetter dort. Lassen Wetter-Ballons aufsteigen und die haben mir ihre Daten gezeigt. Dort steigt die Temperatur zur Zeit in 10 Jahren um 1,6 °C, also pro Jahrzehnt im Mittel steigt die Temperatur dort um 1,6°C. Das ist enorm! Und im großen Rest der Welt steigt im Mittel die Temperaturen pro Jahrzehnt um 0,1 °C, d. h, wir erleben in einigen Regionen der Arktis eine Erwärmung um den Faktor 15! Ungefähr 15 mal so stark wie im Rest der Welt. Und diese stärkere Erwärmung der Arktis, die führt dazu, dass der Temperaturunterschied zwischen Nordpol und Äquator – auch im Winter – abnimmt und der Jetstream deshalb schwächer wird.”

 

Abb1.:  Screenshot der Projektion vom Vortrag von Herrn Schwanke

 

Die gleiche Aussage findet man auch in der ARD-Programm-Beschreibung unter https://programm.ard.de/TV :

 

Die vom emeritierten Professor Ole Humlum an der Universität Oslo initiierte  Plattform “climate4you” bietet dem interessierten Laien eine gut Möglichkeit sich über aktuelle Klimaentwicklungen sachgerecht zu informieren (Dank an Sebastian Lüning für den Hinweis). So kann man sich auch von Temperaturentwicklungen in der Arktis ein gutes Bild verschaffen. Daraus die Abb. 2 der Temperaturen in der Arktis (65N-90) “händisch” ergänzt mit der Angabe von Herrn Schwanke.

Abb. 2:  Arktische Temperaturen, Quelle: climate4you; ergänzt mit “händischer” Anstiegsrate und 1,6°C/Dekade-Gradient aus Vortrag K. Schwanke am 09. Jan. 2019 an der FAU

 

Aus climate4you ergibt sich für die Arktis vereinfacht “händisch” geglättet dabei in 40 Jahren ein Anstieg von ca. 1°C (man kann auch einen etwas größeren Wert ablesen). Unbestritten ist der Gradient in der Arktis ausgeprägter als in anderen Regionen der Welt. Datenbanken von Cowtan & Way oder GISS liefern 0,6 – 0,7 °C/Dec (Hinweis von Frank Bosse, mit Dank verbunden).

Auf Nachfrage über wetter@DasErste.de  habe ich leider von Herrn Schwanke keine Antwort erhalten, wie der auf Spitzbergen gemessene Temperaturanstieg von 1,6°C in 10 Jahren zustande kommt. Trägt man den bei einem physikalischem Kolloquium an einer deutschen Universität genannten Wert vereinfacht (wohlwissend wissenschaftlich nicht exakt) in das climate4you-Diagramm ein, ergibt sich das oben gezeigte Bild. Möge sich der verehrte Leser selbst seine eigene Meinung bilden, über vermutlich reißerische Aussagen in einem Klima-Vortrag.

 

NACHTRAG:
Die Daten sprechen eine klare Sprache. Bei NASA GISS findet man die Spitzbergen-Station “Svalbard Luft”. Nach dem Interpolieren von einigen Lücken ergibt sich für jährliche Mittelwerte ein Trend von 0,93°C/Dekande. Zum Vergleich sind die von Karsten Schwanke erwähnten 1,6 °C rot vermerkt. Er unterstellt fälschlicherweise eine Erwärmung von 173% gegenüber dem in GHCN ermittelten Trend.

 

Abb. 3: Temperaturentwicklung auf Spitzbergen auf Basis der Station ‘Svalbard Luft’ (GISS).

 

 

IPCC in Erklärungsnot: Gutachterprotokolle des Sonderberichts zum 1,5-Grad-Ziel noch immer unveröffentlicht

Beitrag von Rainer Zitelmann vom 3. März 2019 auf Tichys Einblick:

Meinungsklima in Deutschland: Die lauten und die stummen Jugendlichen

Die Medien werden beherrscht von den Klima-Protesten einiger Tausend Schüler. Sie werden gehört. Aber immer mehr Jugendliche schweigen – aus Angst, wegen kritischer Meinungen als „rechts“ abgestempelt zu werden. Eine aktuelle Umfrage.

Nach einer Erhebung des Forsa-Instituts findet etwa jeder zweite Jugendliche und junge Erwachsene (16 bis 25 Jahre), man könne in Deutschland zu Themen wie Zuwanderung oder Islam bestimmte Meinungen nicht offen vertreten, ohne als rechts oder rechtsradikal abgestempelt zu werden. Die Befragung wurde im Auftrag der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung durchgeführt.

Weiterlesen auf Tichys Einblick

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Anfang Oktober 2018 stellte der IPCC seinen neuen Sonderbericht zum 1,5-Grad-Ziel vor, der in den Medien ausführlich referiert und zelebriert wurde. Allerdings gab es auch viel Kritik. Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) gab hierzu am 20. Dezember 2018 ein Briefing Paper heraus, in dem Ray Bates vom University College Dublin die Schwächen des Berichts erläutert. Hier die dazugehörige Pressemitteilung der GWPF. Das pdf der GWPF-Analyse gibt es hier.

New Paper Documents Main Reasons For International Controversy About The IPCC’s SR1.5 Report
One of Europe’s most eminent climate scientists has documented the main scientific reasons why the recent UN climate summit failed to welcome the IPCC’s report on global warming of 1.5°C. In a paper published today by the Global Warming Policy Foundation Professor Ray Bates of University College Dublin explains the main reasons for the significant controversy about the latest IPCC report within the international community. The IPCC’s Special Report on a Global Warming of 1.5°C (SR1.5) was released by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in advance of the recent COP24 meeting in Katowice, Poland, but was not adopted by the meeting due to objections by a number of governments. Professor Bates examines some key aspects of the SR1.5 report. He assesses if the IPCC report exhibits a level of scientific rigour commensurate with the scale of its extremely costly and highly disruptive recommendation that carbon emissions be reduced to zero by mid-century. The paper concludes that such a level of scientific rigour is not present in the report. Specifically, SR1.5 is deficient in scientific rigour in the following respects:

–It departs from the IPCC’s Fifth Assessment Report in conveying an increased sense of planetary emergency without giving rigorous scientific reasons for doing so.

It fails to communicate to policymakers a considerable body of important observationally-based research evidence that has accumulated since the Fifth Assessment which reduces the sense of a looming emergency.

It fails to communicate important information made public by climate modellers since the Fifth Assessment regarding the empirical tuning of models to achieve desired results.

The paper concludes that, in view of these deficiencies, the SR1.5 report does not merit being regarded by policymakers as a scientifically rigorous document. “There is much recent observational and scientific evidence that the IPCC report has failed to include and which supports a more considered mitigation strategy than the extreme and unrealistic measures called for in the SR1.5 report,” said Prof Bates. In the foreword, Dr. Edward Walsh, the Founding President of the University of Limerick and former chairman of Ireland’s National Council for Science, Technology and Innovation said: “The importance of adherence to the highest scientific standards on the part of the IPCC in its periodic reports can hardly be overemphasised. Governments rely on the scientific objectivity of these reports to make crucial decisions related to the economies of their countries and the wellbeing of their people. Policymakers should carefully reflect on the significant deficiencies identified in the report before considering implementing its recommendations.”

Der IPCC-Sonderbericht selber kann auf der IPCC-Webseite heruntergeladen werden. Die harsche Kritik von Prof. Bates verwundert auf den ersten Blick, da die IPCC-Berichtsinhalte doch einen aufwendigen zweistufigen Begutachtungsprozess durchlaufen haben. Die Reviewer müssten doch eigentlich alle größeren Fehler und Auslassungen identifiziert und deren Behebung gefordert haben. Allerdings leidet der Begutachtungsprozess unter einigen eklatanten Schwächen, was seine Wirksamkeit grundsätzlich in Frage stellt.

Zwar ist der IPCC bei der Zulassung der Reviewer relativ großzügig. Jeder der drei Publikationen zum Klimathema nachweisen kann, darf als Gutachter tätig werden. Das Problem: Die Gutachterkritik kann von den handverlesenen IPCC-Autoren relativ leicht ignoriert werden. Während der beiden Gutachterrunden müssen die Autoren zunächst nicht auf die Hinweise der Reviewer antworten. So müssen die Gutachter im zweiten Berichtsentwurf mühsam per Hand überprüfen, inwieweit die eigenen Hinweise berücksichtigt oder ignoriert wurden. Der IPCC verspricht zwar, dass auf alle Gutachterkommentare geantwortet wird und die Gutachterprotokolle im Sinne der Transparenz später veröffentlicht werden. Im Fall des 1,5-Grad-Spezialberichts entwickelte sich der Gutachterprozess jedoch zu einer Farce.

Ein der Redaktion bekannter Gutachter erklärte, der allergrößte Teil seiner Hinweise wurde schlichtweg ignoriert, zunächst ohne jede Rechtfertigung. Trotzdem wurde der Bericht im Oktober 2018 mit großen Presserummel veröffentlicht. Auch fünf Monate später – Mitte März 2019 – gibt es von den Gutachterprotokollen noch immer keine Spur.  Auf der Webseite des IPCC prangt derzeit (19.3.2019) der peinliche Hinweis, dass wohl erst im April 2019 mit dem Feedback zur Gutachterkritik gerechnet werden kann. Wenn die Reviewprotokolle wirklich irgendwann veröffentlicht werden, sind die politischen Entscheidungen auf Basis des Berichts bereits lange getroffen. Die viel zu späte Offenlegung des Reviewprozesses erst Monate nach der großen Veröffentlichung des Berichts lässt ein großes Defizit an Transparenz und fehlende wissenschaftliche Ernsthaftigkeit erkennen. Falls die von den Autoren gelieferten Begründungen fachlich nicht überzeugen, muss die Robustheit des Berichts insgesamt hinterfragt werden. Dies wiegt umso schwerer, da gleichzeitig allen Reviewern per schriftlichem Erlass strikt verboten wurde, ihre Kritik eigenständig öffentlich zu machen. Es gibt gute Gründe, das IPCC-Begutachtungssystem einer sorgfältigen Begutachtung zu unterziehen.

 

Screenshot vom 19.3.2019, https://www.ipcc.ch/sr15/about/reviews/

 

 

Gute Nachrichten für Skifahrer: Winter auf der Ischgler Idalpe sind in den vergangenen 30 Jahren kälter geworden

Das österreichische Paznaun ist eine Talung im äußersten Westen von Nordtirol mit einer Höhe von 900-1800 m über dem Meeresspiegel. Die Region lebt vom Tourismus, insbesondere vom Skitourismus, der jährlich mehr als 2 Millionen Übernachtungen einbringt. Aus diesem Grund haben Gastgeber und Besucher ein besonderes Interesse an den Auswirkungen des Klimawandels in Paznaun. Wie sehen die Trends aktuell aus? Der Skitourismusforscher Günther Aigner legte im November 2018 eine Studie vor, in der er die Winterentwicklung anhand offizieller Messreihen genau unter die Lupe nahm. Das pdf der Arbeit kann kostenlos auf der Webplattform Zukunft Skisport heruntergeladen werden, wo auch weitere Studien verfügbar sind. Hier die Kurzfassung:

Die Winter im Paznaunseit 1895: Eine Analyse amtlicher Wintertemperatur-und Schneemessreihen
Die Winter auf der Ischgler Idalpe sind in den vergangenen 30 Jahren kälter geworden. An der ZAMG-Station (Österreichische Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) sanken die Wintertemperaturen im linearen Trend von minus 4,8 auf minus 6,1 Grad Celsius –das heißt: um 1,3 Grad. Sieben der letzten zehn Winter waren kälter als das 30-jährige Mittel. Seit den letzten 50 Jahren sind auf den Bergen des Paznaunsjedoch keine signifikanten winterlichen Temperaturveränderungen feststellbar. Bei Diskussionen über den Verlauf der Temperaturen in Bezug auf den Wintersport in Tirol ist also die Wahl der Zeitachse von großer Bedeutung. Die Schneemesswerte an der ZAMG-Station Galtürzeigen über die letzten 123 Jahre keine statistisch signifikanten Trends. Die jährliche Anzahl der Tage mit natürlicher Schneebedeckung liegt seit 1895/96 statistisch unverändert bei im Mittel 173 Tagen. Die jährlich größten Schneehöhen zeigen seit 1895/96 ebenso keine statistische Veränderung und liegen im Mittel bei 114 cm. IhreVariabilität ist beachtlich, denn die Spannweite reicht von lediglich 38cm im Winter 2016/17bis hin zu 210cm im Winter 1998/99. Im Skigebiet „Silvretta Arena“ in Ischglkonnte man im Mittel der letzten 32 Jahre an 155 Tagen Ski fahren. Der lineare Trend steigt an. Betrachtet man die in dieser Studie ausgewerteten amtlichen Messdaten, so sind im Paznaundie klimatologischen Rahmenbedingungen für das Betreiben von Wintersport über die letzten 30 Jahre unverändert günstig geblieben. Aus den hier veröffentlichten Auswertungen können keinerlei Prognosen für die Zukunft abgeleitet werden

Ganze Studie hier lesen (pdf).

 

Weshalb die Vermischung von Wissenschaft und Politik vermieden werden sollte

Die Vermischung von Wissenschaft und Politik ist eines der größten Probleme der Klimadebatte. Es wäre wichtig, dass Wissenschaftler sich zur Wissenschaft äußern, während Politiker die politischen Schlüsse daraus ziehen. Im November 2018 erschien im Australian Journal of Politcal Science ein Paper von Peter Tangney, in dem er die Wissenschaftler darauf hinweist, sich in Anhörungen und Expertenberatungen auf die Wissenschaft zu konzentrieren, ansonsten würde die Akzeptanz der Klimawissenschaften leiden. Hier der Abstract:

Between conflation and denial – the politics of climate expertise in Australia
Scientific warnings about impending climate disaster and experts’ advocacy for more and better climate science have been largely unsuccessful for advancing evidence-based policy in Australia. Continuing expectations to the contrary stem from a reliance on the supposed ability of science to prime political understandings of climate change. This paper shows how scientists undermine this ‘deficit model’ ideal by conflating types and uses of evidence and expertise in policymaking. These tactics are unconvincing for conservative opponents, for whom climate science is far from the last word on what climate change means. This paper examines experts’ rhetorical tactics through the eyes of conservative policymakers and, thereby, proposes a strategy more likely to effect resilient climate adaptation and mitigation policies in Australia.

Judith Curry bespricht den Inhalt der Studie auf Ihrer Webseite Climate Etc. im Detail.

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Roger Köppel am 21. Februar 2019 in der Weltwoche:

Müssen wir das Klima retten?

Eine neue Sonnenreligion verdunkelt die Hirne von Politikern und Gelehrten.

Um es gleich von Beginn weg klarzustellen. Ich bin ein Befürworter der Aufklärung und bewundere viele Wissenschaftler; allerdings habe ich meine Bedenken, was die Wissenschaftlichkeit der staatlich kontrollierten «Wissenschaft» angeht. Ich bin einverstanden, dass sich die weltweite Durchschnittstemperatur seit dem Ende der Kleinen Eiszeit vor etwa 200 Jahren um rund ein Grad Celsius erhöht hat. Es ist für mich erwiesen, dass CO2 eine Treibhaussubstanz ist und dass es davon immer mehr in unserer Atmosphäre gibt. Ich bin überzeugt, dass das Verbrennen von fossilen Energien zu mehr CO2 in der Atmosphäre geführt hat und immer noch führt.

Und ja: Ich halte es für möglich, dass der Mensch durch den Verbrauch dieser Brennstoffe ungefähr die Hälfte des globalen Temperaturanstiegs der letzten fünfzig Jahre, rund 0,2 Grad Celsius, verursacht haben könnte. Ich stehe also auf dem Boden des wissenschaftlichen Konsenses, sofern es ihn zu Fragen des Weltklimas gibt. Gleichzeitig verfolge ich mit wachsender Fassungslosigkeit, was die Politik aus diesen weithin unbestrittenen wissenschaftlichen Erkenntnissen macht.

«Selbstmord der industriellen Gesellschaft»

Was hier abgeht, hat ein anerkannter amerikanischer Klimaforscher kürzlich als den «organisierten Selbstmord der industriellen Gesellschaft» bezeichnet. Er meinte damit den politisch diktierten Zwangsausstieg aus den fossilen Energieträgern mit dem Ziel, die Erderwärmung zu beeinflussen.

Weiterlesen bei der Weltwoche.

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Alfred Brandenberger mit einer Zusammenstellung zu Greta und ihrem Kinderkreuzzug:

 

Unethisch: Emeritierter ETH-Forscher Fischlin argumentiert als Aktivist, nicht als Wissenschaftler

Darfs noch eine Scheibe Klimaalarm dazu sein? Die schweizerische Supermarktkette Migros beglückte am 29. November 2018 seine Kunden mit einer vollen Ladung Klimaaalarm. Im kostenlosen Migros-Magazin durfte der ETH-Forscher Andreas Fischlin ausführlich Klimapanik verbreiten. Fischlin? Genau, der attackerte früher einmal Fred Singer. Beim Faktencheck zeigte sich jedoch, dass viele seiner Argumente einfach nicht stichhaltig waren. Im Migros-Interview darf Fischlin trotzdem 2 Millionen Lesern weiter den Klimawandel erklären:

Klimawandel: Das Wohlergehen der Menschheit steht auf dem Spiel
Die Botschaft des ETH-Klimaforschers Andreas Fischlin ist unmissverständlich: Wir müssen den CO₂-Ausstoss sofort und drastisch reduzieren, wenn wir nicht den Untergang unserer Zivilisation riskieren wollen. Auch die Schweiz ist stark gefährdet – und könnte durchaus mehr machen.

Doomsday, Weltuntergang, Ende der Zivilisation. Hätte es nicht auch ein bisschen weniger getan? Erinnerungen an das Mittelalter werden wach…

MIGROS: Sind unsere demokratischen Prozesse zu kompliziert für schnelles Handeln?

FISCHLIN: Ich glaube an die Demokratie. Aber einige Experten zweifeln, dass unsere westlichen Demokratien dieser Herausforderung gewachsen sind. Während China diskussionslos Tausende von Windrädern und auf riesigen Flächen Sonnenkollektoren installiert, verhandeln wir hier noch immer, wie genau wir das CO₂-Gesetz ausgestalten sollen.

Oder anders gesagt: Wenn ich nicht meinen Ökowillen bekomme, dann müssen wir die Demokratie abschaffen und eine Ökodiktatur einrichten. Natürlich zum Wohl der Menschen.

MIGROS: Die Schweizer Demokratie ist also doch zu langsam?

FISCHLIN: Ich finde, dass der Bundesrat sein Bestes tut. Er versucht, die Übereinkunft von Paris umzusetzen, die das Parlament nun auch ratifiziert hat. Leider sind sich noch nicht alle Parteien der Dringlichkeit der Lage bewusst: Es gibt Stimmen, besonders unter den bürgerlichen Parteien, die sie herunterspielen. Doch wer das tut – und das gilt auch für die Erdölvereinigung und andere Teile der Wirtschaft –, handelt unethisch. Wir können uns heutzutage nicht mehr herausreden, denn dank der Wissenschaft wissen wir, was wir mit dem Treibhausgasausstoss anrichten.

Das ist Fischlins Problem: Er argumentiert nicht als Wissenschaftler, sondern als Aktivist. Gerade das ist unethisch, denn er wird als Wissenshaftler vorgestellt, ist aber im Grunde nur ein privater Aktvist. Weshalb verschweigt er die noch immer bestehenden Unsicherheiten in z.B. der CO2-Klimasensitivität? Ein Hamburger Kollege macht es besser (siehe “Klimamodellierer Jochem Marotzke: Mehr Zeit zur Dekarbonisierung, frühere Klimamodelle waren zu empfindlich“).

MIGROS: Wie schlimm kann es werden?

FISXHLIN: Der steigende Meeresspiegel wird viele Küsten unbewohnbar machen und Millionenstädte gefährden. Schon jetzt will keine Versicherung mehr Londons Innenstadt versichern, die nur ein Meter über dem Meeresspiegel liegt. Es wird mehr Unwetter geben, mehr Wassermangel, ganze Landstriche werden unbewohnbar sein. Selbst im Wasserschloss Schweiz werden wir Probleme bekommen, wenn wir nicht rechtzeitig neue Stauseen anlegen, welche die Funktion der Gletscher übernehmen. [...]

Apokalypse pur. Ob das Meer bald sogar die Schweiz flutet?  Der Interviewer scheint etwas zu merken und hakt nach.

MIGROS: Übertreiben Sie da nicht ein bisschen?

FISCHLIN: Nein, wenn es uns nicht gelingt, den Klimawandel zu stoppen, dann sehe ich schwarz.

Bei Visionen und Albträumen sollte man zum Arzt gehen.

FISCHLIN: [...] bisher ist die Temperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit erst um ein Grad gestiegen. Bis zum Jahrhundertende werden es gegen fünf Grad sein, wenn wir so wenig unternehmen wie bisher.

Dass es sich dabei um das extremste und damit unwahrscheinlichste IPCC-Szenario handelt, wird im Text nirgendwo ehrlich deklariert, was unwissenschaftliche Panikmache ist. Kurz vor dem MIGROS-Interview war Fischlin bereits mit einer anderen Aktion negativ aufgefallen. Rainer Hoffmann berichtete über den Vorfall auf klimamanifest-von-heiligenroth.de bzw. EIKE detailliert:

Am 08.10.2018 in der Schweizer Nachrichten Sendung „10vor10“ (vergleichbar mit „HEUTE-JOURNAL“, ZDF oder „TAGESTHEMEN“, ARD oder ZIB2, ORF) interviewte Susanne Wille zum aktuellen IPCC-Sonderbericht ihren Schwager(!) Andreas Fischlin, den bekannten Klimaforscher von der ETH-Zürich und aktuellen Co-Vorsitzenden des IPCC, ohne dass aber der TV-Zuschauer etwas davon merkte, dass dort vor der Kamera in Wirklichkeit ein „familiäres Gespräch“ geführt worden ist. Der TV-Zuschauer ging vielmehr davon aus, dass in dem Gespräch zwischen S. Wille und A. Fischlin kritischer, unabhängiger Journalismus mit der nötigen Distanz praktiziert wird. Aber dem war eben nicht so, wenn man sich die Familien-Verhältnisse der Familie Wille-Fischlin in diesem Gespräch klarmacht: Das Siezen und die Anrede mit „Herr Fischlin“ durch Susanne Wille in diesem Gespräch war nur gestellt und damit definitiv unehrlich.

 

Wenn uns PIK-Jungaktivisten die Klimawelt erklären…

TRAVELBOOK meldet am 06. März 2019:

Das „Tor zur Unterwelt“ wächst immer weiter: Kündigt dieser Riesenkrater eine Katastrophe an?
Mitten in der sibirischen Taiga klafft seit den 60er-Jahren ein riesiger Krater in der Erde, der immer weiter wächst. Einheimische nennen ihn deshalb ehrfürchtig das „Tor zur Unterwelt“ – und Wissenschaftler fürchten, dass seine Ausbreitung katastrophale Folgen haben könnte.

Weiterlesen auf TRAVELBOOK

Man beruft sich dort auf einen uns bereits bekannten WELT-Artikel vom 03.03.2017. Denn das hatten wir ja schon mal aufgegriffen. Siehe Uli Webers Artikel “Batagaika-Krater als Klimawandelschaden? 2:0 für Murton et al. gegen WELT-N24 und das Alfred-Wegener-Institut“.

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Michael Lindner und Antonia Schuster am 3. Dezember 2018 auf Zeit Online:

10 Fakten zum Klimawandel, die man sich merken kann
Mythen aufdecken? Je öfter Klimaforscher das versuchen, desto eher merken sich Leute Falschinformationen. Deshalb lesen Sie hier nur, was Sie sich merken sollten.

Das hört sich gut an. Denn auch wir mögen keine Falschinformationen. Was empfehlen uns die beiden Autoren konkret? Beide Jungforscher waren mit dem Potsdamer PIK-Institut assoziiert, so dass man hier etwas genauer hinschauen sollte.

1) 97 % der Fachleute sind sicher: Der Klimawandel ist auch menschengemacht.

Der Verweis auf diese lupenreine Aktivistenstudie ist kein guter Einstieg für die beiden Ex-PIKler. Die Untersuchung wurde von Cook et al. 2013 durchgeführt. In die Tabelle 2 der Arbeit von Cook et al 2013, sieht man schnell, dass zu den 97% auch die meisten Klimaskeptiker zählen, die einen anthropogenen Anteil von bis zur Hälfte der Erwärmung für möglich halten. Unser Buch “Die kalte Sonne” wäre Teil des 97-Prozent-Konsens. Die “Reject AGW-Kategorie” umfasst nur jene extremen Meinungen, die eine Klimawirkung des CO2 komplett ausschließen bzw. eine äußerst geringe CO2-Klimasensitivität annehmen. Spiegel Online hatte dies bereits erkannt. Im Übrigen wurde die Studie von Richard Tol genau analysiert und für methodisch unzureichend befunden. Tol ist ein immerhin ehemaliger IPCC-Autor. Insofern kann diese Studie nicht als Argumentationsgrundlage verwendet werden, sie ist nicht robust und kommt eindeutig aus der Aktivistenecke. Den dazugehörigen “Game Plan” findet man hier.

2) Die globalen jährlichen CO2-Emissionen steigen nach wie vor.

3) Mehr CO2 in der Atmosphäre führt zu höheren Temperaturen – und umgekehrt.

Stimmt. Aber der wirklich relevante Punkt ist hier die enorme Unsicherheit in der CO2-Klimasensitivität, die von 1,5 – 4,5°C pro CO2-Verdopplung reicht. Das ist ein Unsicherheitsbereich mit Faktor 3! Dazu kein Wort von den beiden Autoren.

4) Die Erde darf sich nicht mehr als 1,5 Grad Celsius erwärmen.

Wirklich? Vor 6000 Jahren war es an vielen Stellen der Erde schon einige Grad wärmer als heute. Der Planet hat es überlebt. Stichwort “mittelholozänes Klimamaximum”.

5) Die realen Auswirkungen sind oft gravierender als die Vorhersagen.

Falsch: Die abgebremste Erwärmung seit 2000 hat die Klimaforscher kalt erwischt. Erst der El Nino 2015/16 ließ die Temperaturen wieder nach oben schnellen. Seit 2015 kühlt sich die Erde jedoch wieder ab. Auch in vielen anderen Bereichen sind die Klimatrends weniger dramatisch als lange befürchtet.

6) Das Klima verändert sich so schnell, dass dies das sechste Massenaussterben mit auslösen könnte.

Großer Unsinn. Siehe z.B. “Europas Torfmoore mit erstaunlicher Fähigkeit zur Anpassung an Klimaschwankungen” und “Klimawandel weniger destruktiv als gedacht: Zukünftige Diversität der Arten offenbar unterschätzt ” und “Artenvielfalt vor allem durch schlechte Staatsführung, Korruption und Krieg gefährdet“.

7) Der Hitzesommer 2018 ist auch durch den Klimawandel entstanden.

Ein heißer Sommer als Beweis für die Klimakatastrophe? Arm. Genauso arm wie der Versuch, einen kalten Winter als Gegenbeweis für die Klimaerwärmung anzuführen.

8) In Deutschland arbeiten fast 340.000 Menschen im Sektor erneuerbare Energien

Stimmt. Und fast alle sind von Subventionen abhängig. Das ist nicht nachhaltig. Die Folge: Viele Firmen im Sektor sind schon wieder pleite. Ein Rückfall in die Planwirtschaft der DDR.

9) Auch Elektroautos können eine schlechte CO2-Bilanz haben.

Aufgrund der Herstellung müssen einige E-Auto erst 200.000 Kilometer fahren, bis sie ökologische Vorteile bringen.

10) Jeder einzelne kann etwas ändern bis zu 49 % könnte die Welt an durch Ernährung verursachten CO2-Emissionen einsparen, wenn alle vegan essen würden.

Wollen wir den Menschen wirklich das Essen vorschreiben? Wieder kommt die heimliche Sehnsucht nach einem ökodiktatorisch durchgeplanten Leben durch. Können die jungen Menschen mit der Freiheit und ihren Privilegien nicht umgehen? Irgendetwas scheint hier schon in der Schule schiefzulaufen, wo offenbar Gruppendecken und Ökoscham gelehrt werden, anstatt die Schüler zum Gebrauch des eigenen Gehirns anzuregen.

Unterm Strich handelt es sich bei dem Artikel der beiden Jungaktivisten um eine versteckte Bewerbung für Jobs am PIK-Klimaalarm-Institut. Das Nachsehen haben die Zeit-Leser, die dafür jede Menge Unsinn lesen müssen, der fachlich einfach nicht robust, dafür aber aktivistisch eingefärbt ist.