Fritz Vahrenholts Sonnenkolumne 4/15: Sonnenzyklus

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Sonne war auch im April 2015 unterdurchschnittlich schwach aktiv. Die durchschnittliche Sonnenfleckenzahl betrug nur 54,4; etwa 70 % des Durchschnitts aller bisherigen Zyklen.
Im beigefügten Bericht haben wir die Entwicklung weiterer Sonnenparameter dargestellt .
Der Sonnenwind ist im Verlaufe der letzten drei Zyklen seit 1990 deutlich zurückgegangen. Der Sonnenwind beeinflußt auch das Ausmaß der kosmischen Strahlung, die auf die Erde niedergeht. Schwächerer Sonnenwind und schwächeres Sonnenmagnetfeld bewirken, dass mehr kosmische Strahlung auf die Erde eindringen kann. Betrachtet man die letzten 5 Zyklen, so erkennt man , dass die kosmische Strahlung im Sonnenfleckenmaximum bis zu 20 % reduziert wird. In diesem Sonnenzyklus beträgt die Minderung allerdings nur 8 %. Die Hypothese eines Zusammenhangs zwischen kosmischer Strahlung und Wolkenbildung ist nach wie vor nicht widerlegt.
Aber auch die UV-Strahlung hängt von den Sonnenflecken ab, da die UV-Strahlung vermehrt in der Nähe der Sonnenflecken produziert wird. Das UV wirkt vor allem auf die Stratosphäre. Es ist mittlerweile unbestritten, dass diese Effekte sich auf die Troposphäre weitervermitteln.
Da der Einfluss der Sonne auf das Klimageschehen der letzten 50 Jahre nach Auffassung des IPCC als vernachlässigbar erscheint, werden wir in den nächsten Jahren erfahren, ob die sich nunmehr abschwächende Sonnenaktivität wirklich so bedeutungslos ist, wie es uns der Weltklimarat, Teile der Politik und so mancher Klimawissenschaftler glauben machen wollen.
Herzlichst
Ihr Fritz Vahrenholt